Die 25. Episode des Internet Marketing Podcasts beschäftigt sich erneut mit dem Thema „Reichweite auf Facebook“ – doch keine Angst… weil ich weiß, dass dieses Thema stark strapaziert ist, habe ich es so verarbeitet, dass es nicht nur auf Facebook selbst anzuwenden ist. Die 7 Tipps für mehr Reichweite funktionieren auch hervorragend auf Twitter, Instagram, YouTube, Pinterest oder Snapchat (sowie jedes andere soziale Netzwerk) und das klappt, weil es letztendlich immer um identische Faktoren geht. Welche Faktoren das im Detail sind und wie du sie gewinnbringend für dich und dein Business einsetzt, das erkläre ich dir ganz genau in dieser Podcast Episode…

7 nützliche Tipps für viel Reichweite auf Facebook

7 nützliche Tipps für viel Reichweite auf Facebook | Bild: Andrey Armyagov, Shutterstock.com

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Shownotes

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Die #FRAGDENTANTAU Show (Episode 2)
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Transkript

Hey, hallo und herzlich willkommen zur Ausgabe 25 des Internet Marketing Podcasts auf bjoerntantau.com mit mir, Björn Tantau.

Liebe Leute, es ist endlich soweit – Ausgabe 25! Aber wisst ihr was? Ich habe keinen Schimmer, was ich als Sonderaktion machen soll. Kurze Erklärung: Ich habe euch ja gefragt, was ich machen könnte zur 25. Ausgabe und es kam auch echt jede Menge Feedback von euch, aber da war nicht so das Richtige dabei. Das war sowas wie „Verlose 25 Amazon Gutscheine für Bücher“ und sowas oder „Mach 25 Beratungsstunden gratis“. Das fand ich recht charmant, würde ich aber aktuell nicht hinbekommen, insofern könnte ich mir so eine Idee vielleicht für die 50. Ausgabe noch einmal aufschreiben. Dann 50 Beratungsstunden – mal schauen.

Ansonsten war das alles eher so… also ich fand es schon gut, aber ich dachte: Naa, da fehlt noch das gewisse Etwas. Und ich selber habe jetzt auch nicht den extremen super, mega, hammer Einfall gehabt. Insofern habe ich gesagt, was soll’s? Bevor ich jetzt irgendwas mache zur 25. Also, irgendwas, was letztendlich schon ganz nett ist, aber nicht so der Killer, lasse ich es lieber und mache das in einer der nächsten Folgen, je nachdem, was mir dann so einfallen wird. Also, nicht verzagen. Die Aktion wird auf jeden Fall stattfinden. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wie ein schönes altes Sprichwort sagt und ich werde auf jeden Fall das ganze auch noch zeitnah über die Bühne bringen.

Ansonsten habe ich heute wieder ein schönes Thema am Start für euch. Und zwar sind das 7 nützliche Tipps für viel mehr Reichweite auf Facebook. Und da werden einige sagen „Ja okay, haben wir schon oft gehört.“ Von mir in der Form glaube ich noch nicht, auf jeden Fall nicht als Podcast. Und ich war jetzt im Oktober auch wieder auf drei Konferenzen unterwegs, wo ich gesprochen habe und wo ich mich mit den Leuten unterhalten habe und teilweise kommen wirklich immer noch dieselben Fragen. Und ja, dieses Thema „Wie bekomme ich Reichweite auf Facebook“ ist immer noch wichtig.

Gar nicht mal unter dem Aspekt, dass Facebook die organische Reichweite immer weiter zurückdreht oder kappt oder abschneidet oder wie auch immer, sondern einfach „Wie kriege ich Reichweite auf Projekte im Internet?“ Das ist auch heute betitelt mit Facebookaffinen. Das funktioniert aber, das sage ich ganz klar, auch für andere Social Networks und es funktioniert ganz generell für Inhalte. Also für Content. Wenn ihr Content habt auf eurer Webseite – darüber mache ich auch irgendwann nochmal ein Thema.

Es ist quasi universell. Es funktioniert für so gut wie jedes Produkt, Projekt auf jeder Plattform; ist also entsprechend einsetzbar und deswegen ist das ein Thema, was man natürlich für Facebook nutzen kann. Also, Reichweite auf Facebook generieren, aber mit denselben Mitteln kannst du auch Reichweite auf Twitter generieren, auf Instagram, auf Snapchat, auf Pinterest, auf YouTube und was es noch so alles an lustigen Social Networks da draußen geben mag. Also: Spitz‘ die Ohren! Denn, diese 7 lustigen Tipps für mehr Reichweite auf Facebook funktionieren auch anderswo und deswegen werde ich jetzt anfangen, diese 7 Tipps mal euch zu erklären. Und ganz am Schluss sage ich noch ein, zwei Sätze zu diesem 25. Episoden Special heute, was ja letztendlich kein Special geworden ist, aber egal… Das werden wir alles nachholen. Also legen wir los:

1. Tipp – Poste Inhalte, die es so nur bei dir gibt und die keine andere Seite/Publisher auf Facebook hat

Das klingt erstmal ganz simpel, aber wenn ihr wirklich ehrlich zu euch seid und euch mal ein Herz fasst, dann werdet ihr wissen, dass es da draußen sehr viele Seiten gibt, die einfach nur irgendwo abschreiben oder kopieren, vielleicht ein anderes Bild drauf, ein anderes Label, zack, bummm und fertig.

So kannst du auf Facebook als Publisher keinen Blumentopf gewinnen. Deswegen ist es wichtig, so etwas zu machen, denn die Leute brauchen einen Grund, damit sie immer wieder ausgerechnet zu euch kommen, zu euren Projekten. Außerdem kann man nur so wirklich unique sein, also einzigartig. Und man wirkt authentischer. Ihr wisst ja: Authentizität ist ein ganz wichtiges Thema bei mir, was ich IMMER allen Leuten rate. Das rate ich Leuten, die seit 20 Jahren im Business sind, wie ich. Das rate ich Leuten, die gerade erst anfangen und das rate ich selbst Leuten, die ihre Abschiedsfeier auf irgendeiner Firmenveranstaltung halten wollen: Seid authentisch. Denn authentisch ist das, was bei den meisten Leuten am besten ankommt. Allen recht machen kann man es nicht, also wenn ihr 100 Leute habt in einem Saal und ihr erzählt denen was, ihr werdet es nie schaffen, dass 100 Personen davon extrem begeistert sind.

Es wird immer ein paar geben, die sagen „Oh Gott, was für ein Scheiß! Hau bloß ab und lass mich in Ruhe!“ Aber, wenn ihr 50, 60 davon 1A erreicht und die wirklich Zack! an euch binden könnt, durch das was ihr seid, weil ihr echt seid, weil ihr authentisch seid, dann reicht das vollkommen. Denn diejenigen, die nicht auf euch stehen… ne? Was sollt ihr mit denen? Das klingt hart, aber Leute die euch nicht gut finden: Warum denen hinterherlaufen? Wir sind keine Politiker, wir müssen nicht bei jedem gut ankommen. Normale Menschen, wie ihr und wie ich können es sich leisten authentisch zu sein, weil die Leute auch entsprechend authentische Menschen wollen und wir den Leuten nicht irgendwas verkaufen wollen, hinter dem wir nicht stehen, wie zum Beispiel irgendwelche faulen Kompromisse, die irgendwo in irgendwelchen Parlamentsreden gemacht werden.

Also, authentisch sein, ganz wichtig! Und natürlich kann man sich so viel besser als Experte positionieren. Denn wenn man selber als Publisher immer wirklich gute Inhalte produziert, die es so nur bei einem selbst gibt, also bei euch und nicht bei anderen, dann werden die Leute merken: Okay, da ist jemand der kennt sich wirklich aus. Der schreibt darüber, der spricht darüber, der macht Videos – ihr wisst ja: Content ist universell. Ob ihr einen Blogartikel schreibt, ob ihr Podcasts macht, ob ihr Videoblogs macht, völlig Banane. Hauptsache, ihr habt geilen Content. Nur so kann man Experte werden oder Spezialist, nennt es wie ihr wollt, jedenfalls jemand, der sich auskennt. Und das merken die Leute und das bleibt in den Köpfen hängen.

So wird man entsprechend mehr Reichweite bekommen, weil logischerweise die Menschen, die sich dafür interessieren, sich auch das dann primär angucken, weil sie mit der Zeit gelernt haben „Bei dem und dem oder der und der, da gibt es diese Inhalte, die ich so geil finde und da sind sie authentisch. Die Person kennt sich aus, die ist unique und die weiß genau, was sie erzählt, also bleibe ich da.“ Entsprechend wird das dann auch geliked, geteilt, geshared, wie auch immer – ihr kennt das Prozedere. Seid authentisch und postet Sachen, die es nur so bei euch gibt.

2. Punkt: Seid erreichbar und schaltet eure Facebook-Seiten so, dass die User leicht mit euch in Verbindung treten können

Ihr kennt vielleicht dieses lustige Batch auf Facebook Unternehmensseiten. Das ist so ein kleines grünes Dingelsken. Das ist oben rechts angesiedelt, wenn ihr im Desktop drauf seid. Wenn ihr mobil drauf seid, ist es auch recht weit oben angesiedelt, aber das ist das Symbol, was grün aufleuchtet, wenn ihr eure Nachrichten, die euch auf Facebook geschrieben werden, schnell und zahlreich beantwortet. Ich glaube die Rate liegt bei 95%, die man beantworten muss in einem Zeitraum von maximal 15 Minuten. Das heißt, wenn ihr 100 Nachrichten bekommen habt in einem Zeitraum und ihr habt von diesen 100 Nachrichten 95 beantwortet und jede davon habt ihr innerhalb von einer viertel Stunde beantwortet, dann habt ihr diesen Batch in grün.

Wenn ihr 100 Nachrichten bekommen habt und ihr habt nur 90 beantwortet in der Zeit von 15 Minuten, dann habt ihr den Batch nicht, weil ihr zu langsam gewesen seid – ganz einfach. Das ist das, was die Servicewüste Deutschland abschafft. Dank Facebook! Denn: Dieses Batch, was ja ein Vertrauensbatch ist, weil es den Leuten zeigt: Wenn ich dahin schreibe, dann kriege ich schnell eine Antwort und da kümmert man sich drum. Also man bietet einen Kundenservice, indem man antwortet. Allein die Antwort an sich ist ja schon mal extrem gut, das machen ja schon viele gar nicht. Ihr kennt das vielleicht von irgendwelchen Fluggesellschaften oder anderen Institutionen.

Ich habe ein perfektes Beispiel: Letzte Woche Donnerstag wollte ich nach Köln fliegen zu meinem Speaking bei der Conversion Con. Der Flug wurde annuliert wegen des Eurowings Flugbegleiterstreiks. Versteht mich nicht falsch, Streik geht völlig in Ordnung. Wenn die Leute scheiße bezahlt werden, dann müssen sie auch darum kämpfen, dass sie mehr Geld bekommen, keine Frage! Aber: Ich will natürlich mein Geld wieder haben, weil ich habe den Flug bezahlt und ich habe ihn nicht in Anspruch nehmen können, weil er wurde gestrichen. Also will ich mein Geld wieder haben, weil ich kann nix dafür. Wenn ich zu spät an den Flughafen in Hamburg komme und das Ding ist weg, dann ist es meine Schuld und dann sage ich „Okay, Pech gehabt, Lehrgeld bezahlt“. Aber so, klar, Geld zurück.

Erstens: Versucht mal bei Eurowings oder Lufthansa euer Ticket zu stornieren, selbst wenn die zu euch sagen, dass ihr das Ticket stornieren könnt. Man sucht sich auf der Website dumm und dämlich und das ist Absicht, weil sie natürlich nicht wollen, dass ihr das storniert. Gut. Ich bin nicht dumm und auch nicht dämlich. Ich habe da logischerweise eine E-Mail geschrieben und wenn ich bis nächste Woche Mittwoch keine Antwort habe, was ich nicht haben werde – innerhalb von 6 Tagen werde ich natürlich anrufen und dann das ganze Prozedere ablaufen.

Ich werde mein Geld schon kriegen, aber das ist ein Beispiel für die Servicewüste Deutschland. Klar, ich weiß, die haben auch viel zu tun, weil ein Tag Streik war. Da sind viele Flüge ausgefallen und andere Menschen haben auch das Problem, dass sie ihr Geld wieder haben wollen, aber trotzdem muss man dann in solchen Spitzenzeiten – genau wie es die Startups machen bei Höhle der Löwen – sich einen Server hinstellen und bei Eurowings Leute hinsetzen, die diese Scheiße abtelefonieren und dafür sorgen, dass die Kunden zufrieden sind.

Sky wäre auch noch so ein Thema gewesen. Sky Ticket als letzte Woche Staffel 7 von The Walking Dead losging. Es sollte anfangen um 21:45 Uhr und natürlich waren die Server bei Sky überlastet oder wie auch immer das funktioniert. Das heißt, Leute wie ich, die nur 9,90 Euro im Monat für Sky zahlen, weil sie nur ein Sky Ticket haben – ist völlig in Ordnung, ich stelle mich gerne hinten an – die werden logischerweise ganz hinten ausgeliefert, wie das auch bei diesen Mobilfunktürmen ist. Wenn ihr die D1, also Telekom oder Vodafone habt, dann habt ihr ein gutes Netz. Wenn ihr aber Klarmobil habt oder Blau oder wie der ganze Kram heißt, dann seid ihr in der Funkzelle ganz hinten. Und wenn ihr nicht gerade in Hamburg, Berlin oder Stuttgart wohnt oder München, in den großen Städten, dann klappt das halt nicht. Wenn du auf dem Dorf wohnst und du hast E-Plus oder Base oder Klarmobil oder Blau: Prost Mahlzeit, dann kannst du dir auch gleich eine Brieftaube anschaffen und die verschicken. Das bringt nix. Also Servicewüste!

Sky Ticket auch ein ähnliches Beispiel: Als Sky Ticket Kunde bist du halt etwas weiter hinten dran und deswegen wurde The Walking Dead Staffel 7 Folge 1 statt um 21:45 Uhr erst um 23 Uhr oder so ausgestrahlt. Ist okay, das vertrage ich, aber die Facebook Seite von Sky Ticket, die hättet ihr euch mal reinziehen sollen. Ich habe es auch gepostet bei mir. Da ging es richtig zur Sache und das ist fehlender Kundenservice. Sky Ticket hat sich einen Scheiß gekümmert, das muss man echt sagen. Die einfach nix getan. Nicht mal ein Wort, wie „Sorry Leute, tut uns leid, wir haben gemerkt, dass das nicht klappt. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alles wieder zum Laufen zu bringen“. Das ist immerhin ein Lebenszeichen und genauso muss es gemacht werden.

Tatsächlich finden es die meisten Menschen super geil, wenn man ihm schnell antwortet. Dass sie überhaupt eine Antwort bekommen. Ob das dann letztendlich alles geklärt ist, das ist eine andere Geschichte. Aber erstmal schnell antworten. Ich selbst mache das auch und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Leute freuen sich wirklich und sind auch ein bisschen beeindruckt. Ich kriege Mails wo drin steht „Wow, ich hätte nicht gedacht, dass du so schnell antwortest“, aber ich sage immer „Ja, ich tu das, weil es mir wichtig ist“.

Mir ist wichtig den Leuten schnell zu antworten. Außerdem misst Facebook das natürlich, wie schnell du bist. Und wenn du den kleinen grünen Balken bekommst, ist das natürlich ein Qualitätsmerkmal, welches die User bemerken und welches auch Facebook bemerkt und dann entsprechend sagt: Gegenüber anderen Publikationen, ähnliches Thema, ähnliche Bandbreite, ähnliche Followeranzahl, werdet ihr dann durch dieses Plus an Kundenservice ein bisschen bevorzugt.

Ich weiß natürlich nicht, wie krass die Bevorzugung ist. Ich persönlich glaube, sie ist gar nicht so gering, ich glaube eher, sie ist ziemlich hoch, aber letztendlich hat nur Facebook diese Algorithmus Prozentzahlen im Kopf. Das kennen wir ja. Wie es genau ist weiß man nicht, außer die bei Facebook und wahrscheinlich da auch nur 10 verschiedene wissen 10%. Mark Zuckerberg weiß alles, aber aus dem kriegste halt nichts raus. Das ist das Ding! Der Algorithmus merkt sich das und dann werdet ihr auch entsprechend besser gerankt oder ihr kriegt mehr Reichweite, weil Facebook sich sagt: Ja, jemand der sich um seine Kunden kümmert; jemand der bereit ist, die Extrameile zu gehen; jemand der bereit ist, schnell zu antworten, den müssen wir auch im Sinne der Reichweite bevorzugen und dann gibt es vielleicht 2, 3, 4% mehr Ranking.

Punkt 3: Vermittle eine positive Grundeinstellung und veröffentliche Inhalte, die nicht mit negativen Emotionen assoziiert werden

Ich weiß, das ist manchmal sehr schwierig. Die Welt ist ganz furchtbar, die Welt ist ganz schrecklich, die Welt ist brutal, die Welt ist gemein. Das ist alles Schwachsinn! Die Welt ist das überhaupt nicht, die Welt war immer schon so. Es kommt nur darauf an, wie man die Welt schafft und wie man versucht auf die Welt einzuwirken, um sie besser oder schlechter zu machen. Leute, die in Syrien Bomben schmeißen, machen sie schlechter – keine Frage. Leute, wie ihr und ich, die Inhalte raus publishen, haben eine Chance, die Welt besser zu machen und sei es nur, dass man den Leuten Informationen bringen, die nützlich sind für das eigene Business, für mehr Performance auf Facebook, was weiß ich. Bad news are good news – das ist ja die Devise der traditionellen Medien, vor allem beim Privat-TV. Das muss man ganz krass so sagen. Deswegen gibt es ständig Nachrichten über Kriege und über das, was nicht funktioniert.

Natürlich passieren jeden Tag auf Welt ganz, ganz schlimme Sachen, keine Frage. Aber: Jeden Tag passieren auf Welt auch ganz, ganz tolle Sachen. Aber über die wird selten berichtet. Bestes Beispiel: Naturschutzgebiet in der Antarktis, in der Ross Sea – 4 Mal so groß wie Deutschland. So etwas taucht bei RTL2 in der Fußnote auf in den News. Bei NDR Info wird das lange und breit seziert, weil NDR Info ein Programm ist und natürlich gebührenfinanziert. Die sind nicht so sehr auf Einschaltquoten geeigt, aber diese Nachricht ist positiv und auf die Nachricht wird eingezahlt. Im Privatfernsehen oder in privaten Medien generell behandeln das so: Okay, es gibt jetzt da so ein Naturschutzgebiet und die Norweger und die Japaner dürfen nicht mehr Wale fangen – oder irgendwas – toll… nett… Und was ist jetzt in Syrien los?

Die Leute sind auch ein bisschen geil auf Bad News, weil das ist immer Sensationsgier. Das ist wie mit den Gaffern, die an der Straße vorbeifahren und da ist ein Unfall und dann langsamer fahren und dann gibt es auf der Autobahn Stau, weil man ja gucken muss „Scheiße, wie krass war der Unfall?“ Natürlich! Niemand findet das schön, wenn Leute von zwei Autos zerquetscht werden, aber man guckt doch hin. Menschen sind halt so gepolt, teilweise. Viele Menschen auf jeden Fall. Und deswegen funktionieren diese Bad News so gut, vor allem in den Massenmedien. Wer aber genau hinschaut und das sagte ich eben, der wird feststellen, dass es im Gegenteil auch sehr viele Dinge gibt, die jeden Tag auch gut sind, aber davon kriegt man nicht so viel mit, weil die Sachen nicht so viel Quote bringen im TV. Das heißt, man braucht diese Sensation, dieses Leid, dieses Finger in die Wunde, also emotionale Leute, die sagen „Oh, ist das schrecklich. Alles ist furchtbar“.

Und auch mit Angst spielen, gerade in heutigen Zeiten, wo wir von Populisten umgeben sind. Nicht nur USA, nicht nur bei uns, guck dir Frankreich, Holland, Ungarn, Polen an. Populisten überall. Die mit eurer Angst spielen, die euch erzählen wollen, dass das Leben furchtbar ist, dass ihr an der nächsten Ecke umgenietet werden könnt. Dass das ist alles ganz, ganz, ganz gemein ist. Dem ist nicht so! Dem ist nicht so. Das Leben ist deutlich besser, als diese Menschen uns das erzählen wollen. Es kommt immer darauf an, was man selbst draus macht und man darf vor allem nicht Angst haben.

Bei Facebook ist es so: Klar, Hasskommentare. Da hatten wir auch schon mal eine Episode drüber, aber die User sind hier auf jeden Fall auch empfänglich und sehr stark empfänglich – wie ich weiß – für Content, der mit positiven Emotionen assoziiert wird. Das heißt, wenn du selbst rüberkommst als positiver Publisher, dann hast du die Chance, dass sich das auf deine User überträgt und dann kannst du auch bei denen ein bisschen Happiness ablassen. Ganz ehrlich? – Die Leute denken, dass die Welt furchtbar ist, also geht raus und sorgt für Fröhlichkeit, Freundlichkeit, Entgegenkommen und seid einfach nett. Nicht alle Menschen werden das erwidern, nicht alle Menschen werden auch nett zu euch sein. Es gibt auch Menschen zu denen seid ihr selber nett und die spucken euch trotzdem ins Gesicht.

Das ist halt so, aber ich zitiere Patrick Swayze in Road House, genialer Film, „Wenn ihr jemanden aus der Disko rausschmeißt, macht es schnell, macht es effektiv, aber seid nett“. Guckt euch den Film an, er ist ein bisschen trashy, aber er ist geil. Aus den 80ern. Insofern klappt das ganz gut. Also: Seid positiv, dann folgt man euch auch lieber, als wenn ihr als Stinkstiefel rüberkommt. Negativ bleibt am Ende immer auf der Strecke und positiv gewinnt letztendlich. Guckt euch die Welt an! Klar, es gibt auf der Welt in manchen Regionen Krieg und Elend und Hunger, aber letztendlich ist die Welt an sich immer noch da. Die Menschen vermehren sich und insgesamt ist sogar die Armut in den letzten 30 Jahren weltweit auf dem niedrigsten Stand seit ever gesunken. Das ist doch was! Da kann man doch nicht sagen, dass die Welt schlechter geworden ist, wenn weniger Menschen als vor 30 Jahren arm sind. Also bitte, da muss man doch mal hingucken und das entsprechend auch publizieren! Also Tipp an euch: Macht positive Inhalte.

Das können auch lehrreiche Sachen sein, wie ich es gerne mache. Auch lehrreiche Sachen können entsprechend die Leute zu einer Aktion bewegen; können den Leuten den Tag verbessern. Weil wenn irgendjemand seit einer Woche an einer mathematischen Gleichung rumpopelt und das nicht auf die Reihe kriegt und ihr dann den entscheidenden Hinweis, den entscheidenden Input, das entscheidende kleine Fitzelchen an Intuition, Intelligenz, Gehirnschmalz, nennt es wie ihr wollt, wenn ihr das dann da rein packt, dann ist die Person happy. Dann habt ihr diese Person happy gemacht und genau darum geht es. Genau so bleibt man im Kopf der Leute. Klar, Assad wird auch im Kopf der Menschen bleiben die nächsten 500 Jahre, aber mit Sicherheit nicht auf eine gute Art und Weise.

Punkt 4: Poste deinen Content nicht dann, wenn es alle anderen auch tun und achte auf Zeiten, zu denen Facebook nicht überfüllt ist

Social Timing ist ein Dauerbrenner, habt ihr schon mal gehört. Das greife ich auch oft auf, gelegentlich auch auf der Seitenspur, aber es ist ein wichtiges Thema. Letztendlich ist Social Timing so, viele fragen mich auch „Wann soll ich auf Instagram posten, wann auf Facebook, wann auf Twitter?“ Ich sage immer, wie ich auch neulich bei Frag den Tantau live erzählt habe: Letztendlich gibt es auch ein paar Zeiten, die nicht gut funktionieren. Das ist keine Frage. Nachts um 3 pennen die meisten. Zwischen 17 und 19 Uhr sind die Menschen auf dem Weg nach Hause und wenn draußen im Juli 30 Grad sind und es spielt Deutschland gegen Frankreich im WM-Finale, ja, dann ist auch eher wenig los auf Facebook, es sei denn, ihr habt ein Fußballportal – dann vielleicht. Insofern findet selbst heraus, wann die Leute online sind und wann nicht, bezogen auf eure Zielgruppen und eure Themen. Facebook selber gibt da Statistiken und ein paar Infos preis und natürlich kriegst du ganz viel auch durch Tests heraus.

Also, erstmal Content publizieren, auch eine ganze Menge. Gerne auch zwei Postings pro Tag. Jemand hat neulich erzählt, dass man maximal ein Posting pro Tag auf Facebook raushauen soll. Das war für mich der mega Bullshit, den irgendwelche Berater erzählen, die überhaupt keinen Plan von nix haben. Das kommt auf die Zielgruppe an. Es gibt Seiten, die funktionieren 1A mit 37 Facebook-Postings am Tag und dann gibt es welche, wo die Leute nach wirklich einem Post am Tag die Schnauze voll haben und sagen „Nee, ich möchte lieber nur maximal 5 in der Woche“. Andere posten dann halt 120 raus. Also, das wird sich herausfinden. Jeder, der euch sagt und behauptet „Ich weiß genau die Zahl, wie viele Facebook Postings du veröffentlichen sollst“, der erzählt euch Müll. Ganz einfach.

Ich mache das schon sehr lange und ich habe schon viel gesehen und viel gehört und es gibt niemanden, der das 100%-ig genau weiß, weil es immer abhängig ist von eurer Zielgruppe, von eurem Thema und deswegen: Findet es selber heraus. Bleibt am Ball. Testet immer, wie gesagt, nachts um 3 ist es problematisch. Auch Fahrzeiten zur Arbeit sind ungünstig, obwohl viele Menschen in der U-Bahn schon so etwas checken, aber wenn du Auto fahren musst, dann kannst du nicht so gut auf Facebook posten, weil du ja doch ein bisschen auf die Straße gucken musst. In der U-Bahn ist klar, aber die meisten Menschen fahren glaube ich mit dem Auto zur Arbeit, soweit ich das weißt. Da müsste man mal das Statistische Bundesamt fragen, aber da habe ich jetzt keinen Bock drauf und ich habe es im Vorhinein nicht recherchiert. Ich weiß nur, wie das bei Podcasts ist, klar logisch, meinen Podcast hören viele auf dem Weg zur Arbeit, morgens im Auto.

Wir hatten bei Frag den Tantau Live das Thema „Wie mache ich Content für Leute, die nicht lesen wollen/können“ oder Leute, die einfach viel zu tun haben und den ganzen Tag arbeiten müssen: Klar! Die kriegen den Podcast auf die Ohren, weil die können den Podcast hören, während sie joggen oder im Fitnessstudio sind. Wenn du im Fitnessstudio bist und bist da am Pumpen, dann hast du dein Smartphone nicht in der Hand. Dann machst du deine Übungen und drei Durchgänge, aber da guckst du nicht auf’s Smartphone. Das machst du vielleicht danach und dann kriegst du es mit. Aber die Leute zu erwischen, wenn sie immer online sind, das ist quasi nur während der Tageszeiten, sagen wir zum Überdruss der Arbeitgeber in Deutschland, die Arbeitszeiten.

Natürlich wird dort während der Arbeitszeiten gesurft. Das lässt sich glaube ich nicht vermeiden, aber das sind Zeiten, wo es relativ sicher ist, ansonsten findet es heraus. Klar, logisch – morgens zwischen 7 und 9 zur Arbeit, ab 9 dann im Büro bis 11, 11:30 Uhr, dann ist Mittag. Mittags sind sie alle weg von 12 bis 14 Uhr. Dann geht es um 14 Uhr wieder ein bisschen hoch, das dauert dann bis 15, 16 Uhr und dann ebbt es wieder ab und abends ab 20 Uhr geht es dann wieder hoch, weil Prime Time. Und tatsächlich erreichst du teilweise abends um 21 Uhr mehr Leute auf Facebook als morgens um 10 Uhr, weil die Menschen dann einfach auf dem Sofa hängen, mit dem Smartphone, mit dem Tablet und da einfach ihren Newsfeed angucken und schauen, was es Neues gibt und da das entsprechend konsumieren. Also, es gibt viele Möglichkeiten.

Es gibt ein paar No Go’s, wie gesagt nachts um 3 und mittags um 13 Uhr ist auch eher schlecht und klar, 30 Grad draußen, Fußball-WM Endspiel und Deutschland ist drin – da erreicht ihr auch niemanden, weil da keine Sau sich dafür interessiert. Alle wollen, dass Deutschland gewinnt, logischerweise. Beachtet das, aber letztendlich ist die Handlungsempfehlung von mir: Testen, testen, testen und auch immer die Tests nochmal hinterfragen. Also schauen, ob das funktioniert hat und dann noch mal von dem Test eine Variation, also quasi einen A/B Test mit Content. Und da könnt ihr auch gerne Content verwenden, der schon mal gepostet wurde, um zu schauen, wie sich das verändert. Und guckt natürlich auch nochmal in eure Statistik auf Facebook. Da kann man genau sehen, wann die Leute online auf der Seite sind und da entsprechend nach steuern.

Punkt 5: Verfolge einen eigenen Stil und hebe dich damit von der Masse ab, um authentisch zu sein

Das hatte ich vorhin schon einmal angedeutet. Man muss wirklich als Unikat da stehen. Mein lieber Vater, der auch schon 70 Jahre alt ist, sagte früher mal zu mir „Björn, du bist ne Marke“. Das hat man damals so gesagt in den 80ern und 90ern. Das kennen vielleicht noch welche von euch. Marke heißt natürlich nicht „Du bist ne Marke“ im Sinne von „Du bist eine Marke“, sondern damit meint man jemanden, der außergewöhnlich ist. Das hat mein Vater natürlich immer zu mir gesagt, wenn ich scheiße gebaut habe, sehr logisch, oder wenn ich frech war. Aber so ist es halt. Wiedererkennungswert haben, authentisch sein und das auch selber leben.

Ich zum Beispiel bemühe mich, authentisch zu sein. Natürlich erzähle ich euch nicht alles, was ich denke, weil einfach nicht alles relevant ist für euch, aber das was ich hier zum Beispiel im Podcast sage, ist schon sehr authentisch und ich verstelle mich da auch nicht und versuche nicht, irgendwelchen Leuten zu sagen „Ja, du musst dein Intro kürzer machen“ oder „du musst die Ähs rausschneiden“ oder „du darfst keine Schimpfwörter sagen“ und hast du nicht gesehen, laber Rhababer. Das ist alles Bullshit – hier: noch ein Schimpfwort.

Ich bin halt so wie ich bin und mit diesem wie ich bin, fahre ich sehr gut. Logischerweise weiß ich auch meine Grenzen und ich weiß auch, was man tun darf und was nicht. Ein vernünftiger Mensch weiß so etwas, aber ich versuche eine authentische Darstellung von mir, wie sie wirklich ist, zu präsentieren und das macht mich zu einem Unikat, einer Marke und das müsst ihr auch werden, damit die Leute bei euch auf der Facebook Unternehmensseite – denn darum geht es ja hier: Reichweite auf Facebook generieren könnt. Das klappt auch mit Profilen übrigens. Siehe den geschätzten Kollegen Karl Kratz, der ein Facebook Profil unterhält und keine Unternehmensseite.

Auch der hat sehr viel Interaktion, weil er einfach authentisch ist, unique, guten Content macht und entsprechend als Experte gilt, logischerweise. Ich könnte auch Felix Beilharz nennen und diverse andere Leute. Das sind alles Menschen, die das so leben, wie sie sind und die auch authentisch rüberkommen, weil sie es sind. Und dann kriegen sie auch entsprechend die Reichweite. Denn Leuten etwas vormachen klappt nicht. Das sage ich auch immer: Die meisten Menschen riechen Blender auf 3 Kilometer gegen den Wind. Das klappt nicht.

Sprich aber auch nur von Dingen, von denen du etwas weißt. Wenn du jetzt zuhörst und denkst „Das ist ja super, ich kann jetzt ja so tun, als wäre ich Experte auf dem Gebiet“ – Nein! Das klappt nicht. Denn auch das ist authentisch, wenn du auf deinem Gebiet ein Experte bist und die Leute auch merken, dass du es bist. Sich hinstellen und eine halbe Stunde Dünnpfiff labern, das kriegt jeder hin – glaube ich zumindest. Aber auch mit Substanz zu sprechen, also, auch einen Podcast zu machen, wie ich und viele andere Menschen – guckt euch mal den Podcast von Gordon an zum Beispiel, Podcasthelden oder von Vladi Affen On Air – das ist Substanz.

Die könnten sicherlich auch eine halbe Stunde vor sich hin labern, aber das machen sie nicht, weil sie Experten sind, authentische Leute und die haben Substanz, was sie den Leuten erzählen. Und genauso musst du das auch machen, denn dann, wenn man diese Substanz bietet und gleichzeitig authentisch ist auf Facebook, dann kriegt man auch die Reichweite, weil die Menschen natürlich merken: Ja, da sitzt jemand, der kennt sich aus. Der verstellt sich nicht und der verarscht mich – auf gut Deutsch – nicht. Denn wenn du dich erstens verstellst und zweitens noch Quatsch erzählst, dann fühlen sich die Menschen einfach verarscht. So simpel ist das und deswegen sage ich da auch nichts mehr zu.

Punkt 6: Mach echtes Community Management und gehe auf deine Fans ein, stelle Fragen und beantworte Fragen, die sich aus dem Feedback der Fans ergeben.

Deswegen mache ich die Frag den Tantau Show. Mein Format kennt ihr vielleicht schon. Das läuft bisher nur auf Facebook Live, demnächst auch im Querformat auf jeden Fall. Das kommt demnächst aber auch auf YouTube, auch im Querformat. Da habe ich dann quasi Frag den Tantau – und ich packe die Audiospur, die ich dort erstelle auch in den Podcast hier rein. Ich habe jetzt auch mein Equipment aufgerüstet und werde dann ab nächster Woche auch live in quer senden, was bisher nicht ging, aber jetzt habe ich das Problem entsprechend gelöst und so mache ich das. Also: Nimm deine Fans ernst, so wie ich das tue. Ich nehme euch ernst. Und zeig ihnen, dass sie wichtig sind. Meine Fans sind mir wichtig. Die Leute, die mir Fragen stellen, sind mir wichtig und alle anderen auch, weil ich den Leuten einfach eine gute Performance bieten möchte. Und wenn sie eine Frage haben, ist vielleicht auch deswegen die Frage, weil ich einiges vielleicht nicht so gut erklärt habe, wie ich es hätte tun müssen. Und das möchte ich natürlich vermeiden, dass die Leute denken, da sind Fragen offen geblieben. Deswegen beantworte ich Fragen.

Viele auch per E-Mail. Ich kriege pro Woche mittlerweile sehr viele Fragen, auch über die Facebook Unternehmensseite und die beantworte ich. Wenn ich sie nicht beantworten kann, dann sage ich „Sorry, die kann ich nicht beantworten. Ich teste das nach und melde mich dann wieder“ und wenn ich es herausgefunden habe, dann melde ich mich wieder. Manche Sachen schreibe ich auch auf und packe sie dann in andere Formate rein – Frag den Tantau Show usw. – aber letztendlich beantworte ich jede Frage und darum geht es.

Und dann merken die Leute, dass es entsprechend funktioniert. Wie vorhin gesagt: Nachrichten auf der Facebookseite auch schnell beantworten. Das gilt nicht nur für die direkte Nachricht, sondern das gilt natürlich auch für die Kommentare, Besucherbeiträge usw. Wie ich vorhin sagte, das Thema von Sky Ticket, wo sie nicht auf diese wütenden Beschwerden von inzwischen 350 Leuten, die die angeschrieben haben, dass bei ihnen Sky Ticket nicht funktioniert. Klar, die alle zu beantworten, das dauert ein bisschen.

Aber wenigstens eine Rundnachricht, nach dem Motto „Sorry, wir arbeiten dran und das geht bald wieder. Bitte hab Verständnis“, das macht schon eine Menge aus. Damit wird man nicht alle besänftigen und ein paar werden trotzdem sagen „Ey Sky, was für ein Drecksladen!“, aber ich glaube, die große Mehrheit, wenn man es wirklich offen und authentisch macht, wird sagen „Ja okay, das sind auch nur Menschen. Die nehmen zwar mein Geld, aber es sind auch nur Menschen“. Klar, man kann auch kündigen, aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, den Leuten zu zeigen „Ja, wir sind da, wenn ihr uns braucht. Wir kümmern uns um euch und ihr könnt uns fragen“ und genauso mache ich es ja auch.

Natürlich gibt es Leute, das hatten wir auch schon in der letzten Episode, die da ein bisschen am Rad drehen und ausrasten und extrem beschimpfen – natürlich, klar. Da kann man sagen „Bei uns gibt es eine Hausordnung. Wenn du es nicht schaffst, dich vernünftig und freundlich zu äußern“, also sachlich – klar ein bisschen emotionalisiert, ein bisschen aufgeregt, ein bisschen negativ aufgeladen, das ist bei manchen Sachen klar, aber wenigstens noch die Contenance bewahren „wenn du das nicht schaffst, dann verzieh dich und dann schmeißen wir dich auch raus“. Das ist dann entsprechend die Konsequenz. Denn denk dran: Jemand, der sich auf eurer Party scheiße benimmt, den schmeißt ihr auch raus und warum soll man sich das auf Facebook alles gefallen lassen?

Punkt 7: Nutze die Vorteile von Fotos und Videos auf Facebook und poste auch hier nur solche Inhalte, die für die Fans wirklich nützlich sind und sie nicht langweilen

Ganz wichtig: Nicht langweilen! Du musst herausfinden, welche Texte funktionieren bei dir auf deiner Facebookpage am besten. Das können Texte sein, das können auch Bilder und Videos sein. Das musst du halt herausfinden und dann überlegen, welches davon du präsentieren möchtest. Und dann aber auch eine gewisse Rotation reinbringen und den Leuten eine gewisse Abwechslung bieten, weil sonst sind sie schnell gelangweilt. Auch das musst du testen. Und sei darauf gefasst, dass Facebook Änderungen macht. Wenn heute noch zum Beispiel Videos total geil funktionieren, klappen vielleicht nächste Woche wieder Statuspostings am besten mit 500 Zeichen und drei Absätzen – keine Ahnung. Das weiß man immer nicht.

Was ich zum Beispiel festgestellt habe, ein kleiner Tipp am Rande, was bei Facebook echt gut funktioniert: Ein Posting machen, was aus einem sehr großen Foto besteht. Selbst wenn Facebook das nachher zusammenstaucht. Achtet einfach darauf, dass die Ratio richtig ist. Beispiel: Wenn es 16:9 ist und ihr habt 1600×900 Pixel, dann sorgt dafür, dass das Seitenverhältnis stimmt. Dann macht das Bild relativ groß und lade es auf Facebook hoch. Dann habe ich zumindest in den letzten paar Wochen jetzt schon mindestens 20 Mal die Erfahrung gemacht, dass solche Sachen von der Reichweite bevorzugt werden. Das muss nicht bei jedem klappen, bei mir klappt das.

Aber probiert es einfach mal aus. Das kann vielleicht nicht schaden. Und auch hier gilt natürlich: Poste nur Sachen, die zur Zielgruppe passen. Also nur da den Leuten wirklich das geben, was sie wollen und wann sie es wollen. Also nicht das super geile Video nachts um 3 posten, es sei denn, bei dir geht es irgendwie um so was, wie bei Amorelie oder so ähnlich. Die können vielleicht ihr Zielgruppe noch zu späterer Stunde erreichen. Wie gesagt: Das ist eine Spekulation von mir, da habe ich keine Ahnung, aber das ist das, worauf ihr entsprechend achten solltet.

Das waren die sieben Tipps. Ich fasse kurz zusammen:

Tipp 1: Poste Inhalte, die es nur so bei dir gibt.

Tipp 2: Sei erreichbar und gestalte deine Facebookpage so, dass man mit dir in Verbindung treten kann.

Tipp 3: Vermittle eine Grundeinstellung, die positiv ist und mache Inhalte, die nicht mit negativen Emotionen assoziiert werden, es sei denn, es geht nicht anders. Klar, manchmal muss man etwas Negatives bringen, aber letztendlich: Sei positiv.

Tipp 4: Poste den Content nicht dann, wenn alle anderen das auch tun und achte auf die Zeiten, zu denen Facebook nicht überfüllt ist. Ein simples Beispiel nochmal nachgeschoben: Viele sagen „Du musst bei Facebook um 14:30 Uhr etwas posten“. Dann machen das alle. Was du tust, du postest es um 14:32 Uhr, denn dann ist das Grobe schon durch, ne? Da denkst du dir auch wieder „Der Fuchs, der Tantau“, aber das ist eigentlich ganz billig. Darauf kann jeder selber kommen. Wenn alle um 9 Uhr posten, dann postet man natürlich selber nicht um 9 Uhr, sondern um 9:05 Uhr. Die fünf Minuten werden den Kohl nicht fetter machen.

Tipp 5: Verfolge deinen eigenen Stil und hebe dich ab. Sei authentisch, gehe von der Masse weg, werde ein Unikat, werde eine Marke, werde eine Brand.

Tipp 6: Mach echtes Community Management und gehe auf deine Fans ein. Stelle Fragen und beantworte sie.

und Tipp 7: Nutze die Vorteile auf Facebook von Fotos und Videos und poste nur solche Inhalte, für die sich die Fans interessieren, die nützlich sind und die einfach nicht langweilen.

In diesem Sinne hoffe ich, dass auch ich dich heute nicht wieder gelangweilt habe. Ich sehe gerade, ich habe heute ein bisschen überzogen. Ich wollte nur auf 30 Minuten rausgehen, aber ganz im Ernst? Die 4 Minuten hast du auch noch für mich übrig und das finde ich total geil von dir! Ich bedanke mich für’s Zuhören. Ich freue mich, wenn du meinen Podcast weiter empfiehlst, wenn du mich teilst. Erzähle deinen Freunden, Bekannten, Kollegen, deiner Mutter, deinem Vater, deiner Oma, deinen Kindern, erzähle allen davon und sage: Jeden Tag kannst du etwas lernen. Gib mir eine Rezension bei iTunes. Ich freue mich natürlich über 1-Stern Bewertungen, aber bei einer 5-Sternen Bewertung, da flippe ich völlig aus und sage mir „Wow, geiler Tag!“ und dann bin ich positiv aufgeladen.

Also wir sehen uns wieder, oder wir hören uns wieder in zwei Wochen bei Ausgabe 26 und vielleicht weiß ich dann ja auch schon, was ich als Jubiliäums-Nachholaktion aus Folge 25 bringen werde. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute und sage: Halt die Ohren steif und mach‘ et jut!

Bis dann, euer Björn!