Wie du perfekte Social Media Postings schreibst

In Zeiten durchschlagender Erfolge wie denen von heftig.co dämmert es immer mehr Leuten, dass man auf Facebook und Co. ein bisschen nachdenken muss, wenn man seine Fans und Freunde zum Klicken bringen will. Zugegeben, die Vorgehensweise von Seiten wie heftig.co ist grenzwertig, funktioniert aber. Der Erfolg gibt den Betreibern also Recht. Dabei muss man nicht zwingend gleich so extrem werden wie die neue Plattform aus Berlin, ein paar grundsätzliche Regeln kann man sich aber abgucken. Und damit das mit den perfekten Social Media Postings nicht nur auf Facebook klappt, gibt es jetzt eine interessante Infografik, die viele Tipps auch für Plattformen wie YouTube, Pinterest oder Vine gibt. Worauf genau kommt es also an, wenn man seine Leserinnen und Leser wirklich erfolgreich aktivieren will?

Wie du perfekte Social Media Postings schreibst

Quelle

Das perfekte Social Media Posting ist kein Mythos

Um gleich mal bei Facebook zu bleiben: ein paar einfache Regeln machen dein Social Media Post hier zum nachhaltigen Erfolg. Dabei kommt es vor allem darauf an, echte Informationen zur Verfügung zu stellen. Der Versuch, einfach nur ein Posting abzusetzen, wird nicht funktionieren, wenn der Inhalt nicht überzeugen kann.

Besonders wichtig für ein perfektes Social Media Posting sind natürlich auch Bilder, die im Idealfall zusätzlich für mobile Endgeräte geeignet sind. Sehr viele User nutzen Facebook mobil. Da bringt es dann nichts, wenn das genutzte Bild die Dimensionen sprengt. Wer sich hier also vorab Gedanken macht, wird auch mehr Reichweite erzielen können.

Apropos Reichweite: es kann nie schaden, einen Link zu einem externen Ziel mitzugeben. Das ist sinnvoll, weil man dann die User von Facebook auf die eigene Website ziehen kann, wo sie dann entsprechend zur eigentlichen Reichweiten-Generierung beitragen. Denn auch wenn es schön ist, viele Fans auf Facebook zu haben – wenn diese Fans nicht dafür sorgen, dass die eigene Website größer wird, dann findet man sich schnell in einer Sackgasse wieder.

Die Regeln ähneln sich auf allen sozialen Netzwerken

Auf Twitter muss man sich kurz fassen. 140 Zeichen sind nicht viel Platz, um ausschweifend Dinge zu beschreiben. Für einen perfekten Social Media Post gilt hier also: in der Kürze liegt die Würze. Selbstverständlich sollte auch auf Twitter ein Link zu einer externen Website eingebettet werden, die Gründe sind die gleichen, wie ich sie für Facebook beschrieben habe.

Je besser die Ansprache auf Twitter ist, desto wird dort „retweetet“. Damit lässt sich nicht nur Reichweite generieren, man sorgt auch dafür, dass mehr Follower eingesammelt werden können, die dann wiederum zur Reichweite beitragen. Ein „positiver Teufelskreis“ also, wenn man so will – wer das Prinzip gut umsetzt, wird auf jeden Fall belohnt.

Fragen kommen immer gut, auch auf Twitter. Wie diverse Tests gezeigt haben, funktionieren dort Zitate besonders gut. Wer einen Link auf eine externe Website integriert, muss diesen Link so stark wie möglich kürzen. Grund: Ist im eigentlich nicht genug Platz, dann kann mitunter auch der Retweet nicht optimal funktionieren. Die Folge ist dann ein selbstverschuldeter Verlust von Reichweite und das gilt es auf jeden Fall zu vermeiden.

Strategie und Ausdauer werden belohnt

Google+ folgt grundsätzlich den gleichen Regeln, allerdings gibt es ein paar Besonderheiten. So haben Hashtags auf Google+ durchaus Einfluss auf das Ergebnis, wie stark ein Inhalt verbreitet wird. Das Taggen von Personen und Seiten kann sich auf Google+ ebenfalls auszahlen und wer mit seinem Social Media Posting neben einer gewissen Perfektion auch noch mehr Reichweite generieren will, der schaut sich in den Communities um.

Für fast jedes soziales Netzwerk gilt: die Interaktion mit den eigenen Usern ist einer der Schlüssel. Auch wenn man ein perfektes Social Media Posting hinbekommt, muss man sich dennoch mit seinen Usern auseinandersetzen. Fragen und Kommentare sollten zeitnah und freundlich beantwortet werden. Wenn jemand mehr wissen will, dann sollte man sich die Zeit nehmen und diesen Wissensdurst stillen.

All das sind Dinge, die eher im Nachgang des perfekten Social Media Postings entstehen können. Wichtig ist, dass man auf allen sozialen Netzwerken die eigenen Communities genau verfolgt und im Auge behält. So entwickelt man mit der Zeit ein Gespür dafür, was besonders gut funktioniert – und was nicht. Wie immer nicht vergessen darf man das Social Timing. Nichts ist ärgerlicher, wenn der eigene Content verpufft, weil die Zielgruppe nicht online ist. Auch dafür bietet die Infografik einige Anhaltspunkte, an denen man sich gut orientieren kann.

Fazit

Es gibt nicht DAS perfekte Social Media Posting. Zu viele Faktoren spielen in ein erfolgsorientiertes Posting hinein und nicht jedes Thema kann die Massen mobilisieren. Wer sich aber an ein paar einfachen Regeln orientiert und das Verhalten der eigenen Community aufmerksam beobachtet, wird viel Reichweite erzeugen können. Diese Reichweite zahlt sich dann immer aus – im Idealfall für die eigene Website, aber auch über Präsenzen auf Facebook und Co. lässt sich dieser Effekt anstoßen und ausbauen. Allerdings, und da sind auch Social Media Postings keine Ausnahme, braucht man einen langen Atem, und dauerhaft und nachhaltig erfolgreich zu sein.

bjoern-tantau-social-media-marketing

Björn Tantau

Unternehmensberater, Keynote Speaker, Coach und Autor

Profitiere von meiner Expertise

Positioniere dich weit vor deinen Konkurrenten

Share on facebook
Facebook
Share on linkedin
LinkedIn
Share on twitter
Twitter
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp

17 Kommentare zu „Wie du perfekte Social Media Postings schreibst“

  1. Hey Björn,

    Toller Artikel. Es ist nie schlecht zu wissen, wann man posten sollte und wann nicht. Ich finde, dass diese automatisierten Twitter-Poster oder wie sie alle heißen mögen eigentlich nichts bringen. Wenn sie alle 10-30 Sekunden einen Post abschicken. Diese fallen dann ja zwangsweise auch in die „Tote“ Zeitspanne.

    Oder siehst du das anders?

    Ps: Ich hab dich noch verlinkt.

    Gruß

    Steven

  2. Wieder eine sehr interessante Infografik. Doch in Punkto Facebook scheint es (laut Meinung von FB) interessanter zu sein, die Inhalte bewerben zu lassen.

    Auf einigen von mir zu betreuenden FB-Fanpages haben sich die Klickzahlen massiv nach unten revidiert und dass trotz steigender Fans. Anfänglich habe ich die Inhalte dafür verantwortlich gemacht und auch das Social Timing einer Prüfung unterzogen. Auch habe ich mich an die vorgeschlagenen Größen für Bilder gehalten.

    Jetzt hat sich die Zahl eingependelt. Auf ca. 190 bis 200 Klicks je Beitrag.

    Ich denke, das Problem liegt eher an FB selbst.

  3. […] Das perfekte Social-Media-Posting gibt es zwar nicht, dennoch gibt es gewisse Kriterien, die in ein erfolgsorientiertes Posting hineinspielen, wie Björn Tantau in dieser Woche zeigte. Hierzu gibt er gute Ratschläge und stellt zudem eine interessante Infografik für verschiedene sozialen Plattformen vor. „Die Regeln ähneln sich auf allen sozialen Netzwerken“, aber „Strategie und Ausdauer werden belohnt“: Wie du perfekte Social Media Postings schreibst. […]

  4. Hallo Tanja,

    das Problem liegt ganz klar an Facebook. Grund: Immer mehr Inhalte. Facebook muss im Rahmen des News Feeds mehr und vor allem sinnvoller sortieren. Das bedeutet aber leider auch, dass man mit eigenen Inhalten nicht mehr so leicht wie früher viel Sichtbarkeit bekommt. Dagegen kann man jetzt mit verstärkter Werbung reagieren, oder aber einfach noch besseren Content produzieren. Portale wie der Postillon oder heftig.co, Buzzfeed und all die anderen machen es ja vor: Wenn man die User richtig anspricht und es schafft, Neugierde zu erzeugen, dann gibt es auch massig Reichweite. Facebook Marketing ist ein Stück weit immer auch Virales Marketing und – ganz wichtig, aber oft unterschätzt – Neuro-Marketing!

    Gruß
    Björn

  5. Hallo Steven,

    automatisierte Inhalte bringen fast nie etwas. Das wird vor allem deutlich, wenn fremdsprachige Quellen mit System wie „IFTTT“ weitergeleitet werden. Ein guter Tweet aus den USA, der dort zu Prime-Time veröffentlicht und entsprechend Reichweite erzeugt, bringt bei uns oft nur selten was, weil bei uns die Uhrzeit nicht passt.

    Gruß
    Björn

  6. Vielen Dank für den Artikel! Durchaus spannend und informativ!

    Laut meinen Erfahrungen kann ich nur sagen, dass obwohl viele in Deutschland Google+ eher für zweitrangig, user-unfreundlich halten und bevorzugen stattdessen FB und Twitter (und ich ja auch irgendwann zu der Spalte gehört habe), habe ich nun meine Meinung ganz eindeutig geändert. Ich arbeite meistens in diesen Social Media und Google+ bringt mir mit Abstand mehr Traffic als die anderen beiden. Selbstverständlich hängt es von der Branche und Art des Geschäfts ab, und ich möchte auch nicht pauschalisieren, aber trotzdem geht mein LIKE an Google+.

  7. Super Artikel, vielen Dank!

    Eine Frage habe ich noch zu Twitter: Ein „normaler“ Link verbraucht bei mir exakt gleiche viele Zeichen wie der Kurzlink. An der freien Zeichenzahl ändert sich somit nichts, in der Anzeige ist der verkürzte Link natürlich schöner.
    Ist das normal? So wie hier beschrieben lese ich es so, dass Twitter eigentlich tatsächlich weniger Zeichen berechnet.

  8. Hallo Sandra,

    wenn ein „normaler“ Link bei dir genauso viel Zeichen wie ein „gekürzter“ Link verbraucht, dann sind deine normalen Links entweder sehr kurz oder du kürzt nicht richtig 😉

    Twitter selbst kürzt zu lange Links und zeigt sie dann im Tweet mit „…“ am Ende an. Der Link, der hinter der sichtbaren Anzeige steht, ist dann aber trotzdem gekürzt (mit „t.co“).

    Grundsätzlich ist es aber immer besser, einen (eigenen) URL-Verkürzer zu nutzen. Damit kann man unter anderem auch die Abrufe eines Links tracken, was das für die Analyse sehr wichtig sein kann.

    Gruß
    Björn

  9. Herzlichen Dank für diesen äußerst umfangreichen und interessanten Beitrag. Bleibt nach Umsetzung abzuwarten, ob er auch hält, was er verspricht!
    Weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
    Walter Bracun

  10. Hallo Walter,

    ich versichere dir, dass du besser in Social Media performen wirst, wenn du dich an die Tipps hältst. Allerdings – und das ist immer wichtig – musst du zusätzlich auch selbst aktiv werden, die bestehenden Tipps erweitern, testen und schauen, was in deinem konkreten Fall funktioniert und was nicht. Nur dann wirst du letztendlich genau die Art von Postings finden, die für dich persönlich und für ein bestimmtes Thema funktionieren.

    Gruß
    Björn

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top