Der Facebook Pixel ist für dich wichtig, wenn du auf Facebook erfolgreich Werbung machen willst. Grund: Nur via Facebook Pixel kannst du dafür sorgen, dass zum Beispiel die Besucher deiner Website, die gleichzeitig auch aktive Facebook User sind, identifiziert werden. Diese Identifikation ist wichtig, weil du sonst kein effektives Retargeting machen kannst. Und weil Retargeting eines der besten Mittel für erfolgreiche Facebook Werbung ist, solltest du diese Technik nutzen. Bisher konnten mit dieser Methode schon viele nützliche Daten zum Abgleich von Zielgruppen genutzt werden, doch jetzt arbeitet Facebook an einem Update, dass den Facebook Pixel noch weitaus interessanter macht, als er es bisher schon war…

Mächtiges Facebook Pixel Update: Neue automatische Events für lukrativere Daten

Mächtiges Facebook Pixel Update: Neue automatische Events für lukrativere Daten | Bild: Kudla, Shutterstock.com

Facebook Pixel viel wertvoller als bisher

Das „Problem“: Bisher konnte der Facebook Pixel überwiegend „nur“ Standardaufgaben übernehmen, wie zum Beispiel das Tracken eines Besuchers deiner Website. Möglich war es bisher aber auch schon, Aktionen auf einer Website ein- und auszuschließen, zum Beispiel dann, wenn jemand seinen Warenkorb in einem Online Shop vollgemacht hat, aber letztendlich nicht zum Checkout gekommen ist – also nicht als zahlender Kunde den Shop verlassen hat.

Solche Warenkorbabbrecher lassen sich via Facebook Pixel mit Werbung auf Facebook wieder „einfangen“. Noch einfacheres Beispiel: Wenn du dir auf Amazon ein Buch anschaust, es aber nicht kaufst, dann wirst du todsicher auf Facebook eine Werbung von Amazon für genau dieses Buch sehen. Zalando als weiteres Beispiel ist mit recht prominentem Retargeting hier ebenfalls oft zu sehen.

Solche „Events“ reichen aber oft nicht aus, denn es ist auf diese Weise zum Beispiel nicht möglich, bestimmte Personenkreise innerhalb einer Zielgruppe zu tracken, die sich durch definierte Verhaltensweisen auszeichnen. Beispiel: Es macht zwar Sinn, einen Besucher des eigenen Online Shops via Facebook Ads „einzufangen“… wenn du aber nicht genau weißt, welches Budget dieser potenzielle Kunde hat, dann zeigst du ihm vielleicht die falsche Werbung.

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(Potenzielle) Kunden noch besser erreichen

Um hier Abhilfe zu schaffen hat Facebook die „Standard Events“ für den Facebook Pixel eingeführt. Mit diesen „Standard Events“ ist es möglich, bestimmte Besucher eines Online Shops zum Beispiel über den genauen Wert eines Produkts zu tracken, woraus dann im Nachgang Custom Audiences und Lookalike Audiences gebaut werden können.

Der Facebook Pixel Helper zeigt unter anderem, welche Daten erfasst werden

Der Facebook Pixel Helper zeigt unter anderem, welche Daten erfasst werden | Quelle

Der Clou: Wenn genau bekannt ist, dass ein (potenzieller) Besucher deines Online Shops einen bestimmten Preis zu bezahlen bereit ist, dann kannst du daraus eine Custom Audience bauen und basierend darauf eine Lookalike Audience erstellen, die nur solche Personen umfasst, die aufgrund ihrer statistischen Ähnlichkeit innerhalb von Facebook als aktive User ebenfalls dafür bekannt sind, ähnliche Preise zu zahlen.

Einfacher ausgedrückt: Mit den „Standard Events“ bist du in der Lage, die für dich richtigen Personen innerhalb deiner Zielgruppe noch genauer als bisher zu erreichen. Folge: Du kannst dein Werbebudget für Facebook Ads noch besser und noch zielgerichteter einsetzen, was natürlich dazu führt, dass deine Facebook Werbung erfolgreicher wird – schließlich sinken die Streuverluste weiter.

Profitiere von „Automatic Events“

Du wirst im Zweifel also noch weniger Geld ausgeben müssen oder mit dem gleichen Budget noch mehr Geld verdienen – je nachdem, was dein genaues Ziel ist. Allerdings ist damit das Ende der Fahnenstange bei der Verbesserung des Facebook Pixels noch lange nicht erreicht, denn Facebook hat damit begonnen, neben den „Standard Events“ nun auch „Automatic Events“ einzuführen.

Darauf lassen die Beobachtungen bei den Kollegen von „PixelYourSite“ in den USA schließen, denn dort sind in den vergangenen Wochen und Tagen Auffälligkeiten bei den „Facebook Pixel Helpern“ mehrerer Websites beobachtet worden, die auf ein Update des Facebook Pixels schließen lassen. Der „Facebook Pixel Helper“ ist ein kleines Tool, das zum Beispiel als Chrome Extension für den Browser erhältlich ist und so anzeigt, welche Datentypen vom Pixel getrackt werden.

Open Graph Tags werden für den Facebook Pixel relevant

Open Graph Tags werden für den Facebook Pixel relevant | Quelle

Genau über dieses Tool hat man bei „PixelYourSite“ nun entdeckt, dass sich etwas tut beim Facebook Pixel. Während die „Standard Events“ manuell per Hand in die jeweiligen (Unter-)Seiten einer Website integriert werden müssen, schafft Facebook mit den „Automatic Events“ und einer selbstständigen Einbindung offensichtlich Fakten – die natürlich Werbetreibenden auf Facebook in die Karten spielen, denn die „Automatic Events“ sorgen dafür, dass du die optimal passenden Personen innerhalb deiner Zielgruppe noch besser erreichen kannst als bisher.

Besucherverhalten besser verstehen

Auf „PixelYourSite“ gibt es diverse Screenshots vom Facebook Pixel Helper, auf denen die „mysteriösen Events“ sichtbar sind. Konkret scheint es derzeit um zwei „Automatic Events“ zu gehen, die Facebook im Rahmen seines Updates für den Facebook Pixel einführen will. Um sicher sein zu können, hat man bei Facebook nachgefragt und bekam dazu auch eine Antwort.

Im Kern geht es laut Aussage von Facebook in der Tat um ein wichtiges Update für den Facebook Pixel: Facebook will auf Basis der Klickaktivitäten auf einer Website das Verhalten der Besucher besser verstehen, wobei es primär um Klicks auf Buttons wie „Kaufen“ oder „Zum Warenkorb hinzufügen“ geht. Außerdem werden Metadaten ausgelesen, die das Verhalten der Besucher einer Website in einen besseren Kontext mit den von ihnen getätigten Aktionen bringen.

Dank Facebook Pixel Update wertvollere Daten für Conversions sammeln

Dank Facebook Pixel Update wertvollere Daten für Conversions sammeln | Quelle

Dadurch werden deine Daten selbstverständlich wesentlich aussagekräftiger und du bist noch besser in der Lage, deine Facebook Werbung genau so zu targeten, dass du die für dich so exakt wie mögliche passenden (potenziellen) Kunden auf Facebook erreichst. Allerdings: Die neuen „Automatic Events“ sind eine Ergänzung zu dem Facebook Pixel und den „Standard Pixel“. Du solltest also weiterhin versuchen, so viele Daten wie möglich zu erheben, damit der Abgleich für den Aufbau von lukrativen Zielgruppen für deine Werbung auf Facebook nach wie vor reibungslos funktioniert.

Facebook als hochperformantes Werbenetzwerk

Die Kollegen von „PixelYourSite“ haben das „Microdata Event“ und das „SubscribedButtonClick Event“ identifiziert – so werden diese neuen „Automatic Events“ benannt, ob es sich dabei um die tatsächliche finale Namensgebung seitens Facebook handelt, ist aber offen. Beim „Microdata Event“ machen sich dann vor allem von dir genutzte Open Graph Tags bezahlt und je genauer du hier arbeitest, desto besser wird dann auch die Datenbasis sein, mit der du später für Custom Audiences und Lookalike Audiences arbeiten kannst.

Das „SubscribedButtonClick Event“ wird bei jedem Klick aktiv, den ein Besucher deiner Website tätigt, wenn es um Buttons wie die oben schon genannten geht („Kaufen“ oder „Zum Warenkorb hinzufügen“) – denkbar, dass hier in Zukunft noch weitere Variablen mit ins Spiel kommen. Interessant ist hier vor allem, dass Parameter wie „Value“ (also der Wert) oder auch „Tag“ und „ID“ (Verschlagwortung und Userinfos) getrackt werden können. All das macht den Facebook Pixel noch mächtiger und sorgt dafür, dass es deutlich genauere und somit lukrativere Custom Audiences geben wird, auf die du dann für deine Facebook Ads zurückgreifen kannst.

Facebook macht damit einen weiteren Schritt in Richtung „hochperformantes Werbenetzwerk“. Für dich als Advertiser sollte spätestens jetzt deutlich werden, dass du auf den Einsatz des Facebook Pixels nicht verzichten kannst – zumindest nicht dann, wenn du optimale Voraussetzungen für lukrative Werbung auf Facebook schaffen willst. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich dieses mächtige Facebook Pixel Update im Detail auswirken wird. Kurzer Hinweis zum Schluss: Denk beim Einsatz des Facebook Pixels auf deiner Website bitte immer daran, mindestens die Datenschutzrichtlinien auf deiner Website zu ergänzen und im Zweifel einen Fachanwalt zu dem Thema zu konsultieren!