Twitter wird in den USA von 11 Prozent der dortigen Internet-Bevölkerung genutzt, in Spanien sind es 14 Prozent. Und bei uns in Deutschland? Ein lausiges Prozent. Und es stimmt: Twitter hat hierzulande noch immer nicht Fuß gefasst. Dabei zeigen große Accounts, dass man mit Twitter durchaus Reichweite generieren kann. Denn auch wenn die Community bei uns klein sein mag… wer hier mit seinem Account viele Follower anziehen kann, wird das auf jeden Fall merken, wenn es um die Ausbeute in Sachen Traffic für eine Website geht. Dass man auf Twitter viele Follower braucht, steht außer Frage – wo braucht man die nicht? Allerdings – und das ist die eigentlich interessante Herausforderung – ist es nicht ganz so einfach, diese Follower aufzubauen und in der Folge auch zu halten. Wie also wird man auf Twitter erfolgreich(er)? Diese Frage beantworte ich im folgenden Artikel anhand von 7 nachvollziehbaren Schritten, die sich in der Praxis bewährt haben.

Wie man in 7 Schritten auf Twitter erfolgreicher wird

1. Herausragende visuelle Inhalte einfügen

Schon mal gehört? Wenn nicht: Höchste Zeit, solche Inhalte zu produzieren. Nachweislich bekommen Tweets, die mit guten Bilder und Grafiken ergänzt werden, viel mehr Retweets.
Diesen Faktor muss man berücksichtigen und einen Tweet entsprechend gestalten, so dass auch Platz für das Bild ist. Twitter packt den (Kurz-)Link zum integrierten Bild standardmäßig in den Tweet mit ein, so dass weniger Platz für die eigentliche Botschaft ist.

Und genau aus diesem Grund muss nicht nur das Bild ein echter Hingucker sein, man muss auch…

2. Kurze und einfache Tweets veröffentlichen

Sehr offensichtlich, bei einem „Kurznachrichten-Dienst“ nur kurze Nachrichten zu veröffentlichen. Wirklich? Leider nicht, denn jeden Tag sehe ich Tweets, die das eigentliche Format von Twitter sprengen.

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Das ist ungünstig, nicht nur weil die Twitter-User mit der Zeit gelernt haben, kurze und kompakte Tweets zu bevorzugen. Solche kurzen und kompakten Tweets lassen sich wesentlich besser erfassen und sorgen dafür dass es die User in der Fülle der eingehenden Tweets gern sehen, wenn sie die gleichen Informationen mit weniger Beiwerk bekommen.

Und ganz nebenbei werden solche Tweets auch viel mehr geteilt, als das bei längeren Tweets der Fall ist. Das allein schon deswegen, weil längere Tweets nicht genug Platz lassen, um den Retweet sinnvoll in Szene setzen zu können.

3. Wörter nutzen, die zu mehr Retweets führen

Wer grundsätzlich auf viele Retweets scharf ist (und das ist jeder, der Reichweite via Twitter generieren will) kann sich auf einige Untersuchungen verlassen. So hat der weltweit bekannte Blogger und Inbound Marketer Dan Zarella im Herbst letzten Jahres einfach mal mehrere tausend Retweets analysiert.

Ziel: Er wollte herausfinden, welche Wörter in Retweets am meisten auftauchen. Nur so kann man erfahren, welche Wörter einen Retweet überhaupt erst initiieren. Seine Studie ergab, dass Wörter wie „How to“, „Check out“ oder „Free“ in englischsprachigen Retweets häufiger vorkommen. Diese Wörter funktionieren auf Deutsch natürlich nicht, man muss sie entsprechend übersetzen.

Man muss aber kein Genie sein, um darauf zu kommen, dass „Gratis“ oder „Wie man…“ bei den Leuten eine erhöhte Aufmerksamkeit erzeugt, die natürlich zu Retweets führen. Hier kann man sich also eine Menge abgucken, sollte aber auch selbst testen, was im Einzelfall am besten funktioniert. Wer mit seinen Follower direkt in Kontakt treten will, der muss…

4. Interessante Fragen stellen

Klingt auch wieder banal, ist aber sehr effektiv. Erstens erfährt man so, was die eigenen Follower über bestimmte Themen und Tweets überhaupt denken. Was aber viel wichtiger ist: Man zeigt Interesse für seine Follower und bindet sie ein.

Diese Vorgehensweise kommt bei vielen Menschen gut an, denn nur so können sie erfahren, dass sie ein Teil des großen Ganzen sind. Kein Witz: Wer sich für seine Follower interessiert und in den aktiven Dialog geht, bekommt fast immer Feedback. Ob sich daraus eine Diskussion entwickelt, kann nicht garantiert werden.

Die Chancen, dass die Follower sich mehr mit der eigenen Marke identifizieren, eben weil man sich als Urheber mehr mit ihnen befasst, sind aber deutlich höher, als wenn man das nicht tut. Es schadet also überhaupt nicht – ganz im Gegenteil!

5. Profil aussagekräftig und einladend gestalten

Was für Websites gilt, das muss auch für ein Twitter-Profil gelten. Auch hier wieder die Schwierigkeit: Man kann sich nicht endlos auslassen, was die Texte zur Vorstellung der eigenen Person oder der eigenen Firma betrifft. Man muss sich kurz fassen.

Zwar hat Twitter die Profile aufgebohrt und bietet jetzt viel mehr Platz als früher – das Mehr an Platz bezieht sich aber größtenteils auf die Headergrafik. Dort kann man natürlich sinnvolle Informationen unterbringen, ist aber eben an die Einbettung in die Grafik gebunden.

Besser ist es, die Biografie kurz und knackig aber doch interessant zu gestalten. Potentielle Follower müssen sich eingeladen fühlen und sofort erkennen, welchen Mehrwert das Twitter-Profil hat. Was also kann man den Leuten auf Twitter bieten? Das ist die zentrale Frage, die bedient werden. Schafft man das (auf thematischer passender Ebene bezogen auf die eigene Nische), dann klappt es auch mit der Reichweite.

6. Hochwertige Inhalte Dritter moderieren

„Content Curation“ ist schon nicht mehr als Trend zu bezeichnen, war aber noch vor wenigen Monaten eines der „Buzzwords“ im Social-Media-Universum. Grundsätzlich ist das „Kuratieren“ von Inhalten nichts anderes, als interessante Tweets von anderen weiterzuleiten und seinen Followern so auch Dinge zugänglich zu machen, die sie sonst nicht gefunden hätten.

Dabei kann man auch über das reine Retweeten hinausgehen und aktiv Inhalte Dritter verpacken und eigenständig twittern. Damit generiert man auf den ersten Blick keine Reichweite zum Beispiel für die eigene Website. Man hat aber die Chance, sich mittel- bis langfristig als Multiplikator zu etablieren.

Tut man das, dann haben bestehende und potenzielle Follower mehr Vertrauen in die eigene Person (als Marke). So senkt man die Hemmschwelle, dass eigene Tweets verbreitet werden. Bringt man dann eigene Inhalte, kann man davon in hohem Maße profitieren, denn diese Inhalte zahlen dann direkt auf die eigene Reichweite und auch auf die eigene Reputation ein.

7. Persönliche Geschichten aus dem Alltag twittern

Kein Twitter-Account ohne persönliche Note! Damit sind allerdings keine Bilder der eigenen Kinder oder Aufnahmen aus dem Urlaub gemacht. Vielmehr geht es darum, sich selbst und das was man tut, zu inszenieren. Bei einzelnen Personen können das Aufnahmen von Konferenzen sein, die man besucht hat.

Sofern diese Bilder interessante Inhalte zeigen, die einen thematischen Bezug zur eigenen Zielgruppe auf Twitter haben, ist das sinnvoll. Bei Firmen, Konzernen und Unternehmen interessieren sich die Follower für den klassischen Blick hinter die Kulissen. Was passiert im Innern einer Firma? Auch hier: Keine Bilder der Weihnachtsfeier, sondern Aufnahmen, die zeigen, wie gearbeitet wird.

Wer arbeitet wo und wofür verantwortlich? Auch können spezielle Tage wie der „Towel Day“ zelebriert werden. Solche Maßnahmen sorgen für eine persönliche Note und so mancher Großkonzern bekommt dann ein Gesicht und wird transparenter.