Die 5 Merkmale extrem guten Contents

Extrem guter Content bleibt beim Online Marketing die wichtigste Voraussetzung. Egal in welchem Format: Text, Video, Bild, App, Spiel. Es spielt keine Rolle, welche Nische man besetzt oder welche Zielgruppe man ansprechen will. Wer ein “geiles Produkt” baut, der wird mit Aufmerksamkeit belohnt. Ganz wie im echten Leben, außerhalb des Internets. Es ist auch unwichtig, worauf man es digital abgesehen hat. Links, Likes, Tweets, +1s. All das bekommt man mit extrem guten Content ganz von selbst und dafür bedarf es 5 einfacher Merkmale.

Fetching

Content muss attraktiv sein. Bei Texten bezieht sich dieses Merkmal oft auf den Titel. Gern nennt man das auch “Headline” oder “Schlagzeile”. Letztere Bezeichnung ist in meinen Augen am besten geeignet, weil man sich auch im Online Marketing Best Practices aus dem klassischen Print-Journalismus abgucken kann. Die Schlagzeile ist ein Beispiel dafür.

Die 5 Merkmale extrem guten Contents

Peter Franz (pixelio.de)

Die Schlagzeile muss attraktiv sein (“fetching”). Sie muss das Interesse wecken und dafür sorgen, dass man sich freiwillig weiter mit dem Inhalt beschäftigt. Dieses Merkmal extrem guten Contents ist die erste Voraussetzung dafür, dass der folgende Content überhaupt wahrgenommen wird.

Sticky

Hat man seine Zielgruppe dazu gebracht, sich mit dem Content an sich zu befassen, dann geht es darum, diese Gruppe zu halten. Man muss sie also in diesem zweiten Schritt halten und dafür sorgen, dass sie am Inhalt kleben bleibt (“sticky”). Das schafft man zum Beispiel mit einer guten Einleitung, die das, was im der folgende Content zu bieten hat, entweder schon kurz beschreibt, zumindest aber anteasert.

Das “Anfüttern” der Zielgruppe ist wichtig, denn nur so machen sich die Menschen überhaupt die Mühe, sich über die Schlagzeile hinaus mit dem Inhalt zu beschäftigen. Wenn die Zielgruppe am Inhalt klebt, dann ist das schon gut. Es ist aber nur die halbe Miete.

Engaging

Wer sich mit der Schlagzeile und der Einleitung beschäftigt, der scheint sich für den Rest des Inhalts zu interessieren. Das ist aber trotzdem keine Garantie dafür, dass er den Content auch wirklich komplett konsumiert. Es gibt einige Stolperfallen. So kann der Inhalt möglicherweise auch nach einer guten Schlagzeile und einer guten Einleitung trotzdem plötzlich langweilig werden. Gründe dafür gibt es einige.

Die 5 Merkmale extrem guten Contents

Kurt Michel (pixelio.de)

Wird ein Konsument aber vom Content eingenommen (“enagaging” = einnehmend), dann hat man fast schon die Garantie dafür, dass der Inhalt auch komplett konsumiert wird. Man kennt das von Büchern: Ein wirklich gutes Buch, das den Leser fasziniert und eben “einnimmt”, ist schwer aus der Hand zu legen – und so kommt es vor, dass selbst ein mehrere hundert Seiten starker Roman manchmal am Stück durchgelesen wird.

Interactive

Statische Inhalte ohne Diskussionen sind im modernen Internet nicht mehr der letzte Schrei. Im Gegenteil: Facebook und Co. haben dafür gesorgt, dass zwar nicht jeder Konsument auch zum Produzenten geworden ist. Die Diskussionskultur, die man aus dem echten, nicht-digitalen Leben kennt, hat aber Einzug gefunden und wird in sozialen Netzwerken (mehr oder weniger anspruchsvoll) gepflegt. Was bedeutet das für extrem guten Content?

Extrem guter Content muss dieses Diskussionsbedürfnis aufgreifen und befriedigen. Er muss für Interaktion sorgen (“interactive”) und im besten Fall direkten Diskussionen hervorrufen. Wo diese Diskussionen stattfinden, ist zweitrangig. Wichtig ist, DASS sie passieren. In der Mehrheit aller Fälle wird zu Beginn, während des Verlaufs und zum Ende solcher Diskussionen immer wieder auf die Quelle verwiesen.

Distributive

Nicht jede Person, die einen Inhalt konsumiert, startet automatisch eine Diskussion oder beteiligt sich in Form von Kommentaren an einem Austausch. Laut Studien sind 80% aller Konsumenten wirklich auch “nur” Konsumenten. 10% der Konsumenten beteiligen sich ab und zu an einer direkten Interaktion oder stoßen sie an. Weitere 10% aller Konsumenten allerdings sorgen dafür, dass der Content in die große weite und vor allem digitale Welt getragen wird. Extrem guter Content muss also “verteilend” sein (“distributive”).

Die 5 Merkmale extrem guten Contents

M. E. (pixelio.de)

Er muss die 10% “Powerposter” ansprechen und sie aktivieren. Das Aktivieren geht heutzutage am besten mit entsprechenden Social Plugins gängiger Netzwerke. So erreicht man mitunter traumhafte Verbreitungs- und infolgedessen auch entsprechende Abrufzahlen – die Voraussetzung dafür also, dass der Content möglichst oft und viel konsumiert wird. Nicht täuschen lassen! Auch die gute alte Email und die Mund-zu-Mund-Propaganda sowie Intranets großer Firmen sind echte Multiplikationstools, die sich ausnutzen lassen.

Zusammenfassung

Wer die genannten 5 Merkmale extrem guten Contents (“Fetching”, “Sticky”, “Engaging”, “Interactive”, “Distributive”) berücksichtigt wird potenziell mehr Erfolg mit seinen Inhalten haben, als das bei anderen der Fall ist. Eine Garantie stellen die von mir aufgestellten Punkt nicht dar. Wie auch sonst im Online Marketing ist man gut beraten, ausführlich zu testen, denn es gibt Unterschiede – vor allem branchenspezifische.

Extrem guter Content funktioniert übrigens so gut wie überall. Nicht nur im Internet. In vielen Fällen ist es sogar sinnvoll, sich bestimmte Vorgehensweisen aus der “Old Economy” abzugucken, sie sich anzueignen und zu verbessern. Schaden kann das auf jeden Fall nicht.

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10 Kommentare zu “Die 5 Merkmale extrem guten Contents”

  1. Martina sagt:

    Was man sich zum Beispiel aus dem klassischen Marketing abschauen und zunutze machen kann, ist das AIDA Modell. Das lässt sich auf guten Content mit gewissen Einschränkungen auch anwenden.
    Attention – zunächst einmal muss Aufmerksamkeit erregt werden, beispielsweise mit einer guten Schlagzeile, wie hier im Artikel schon erwähnt wird.
    Interest – Interesse wird erregt und nach Möglichkeit aufrecht erhalten, indem der Text das hält, was die Überschrift verspricht, also besonders interessante, neue, überraschende Infos o.ä.
    Desire – der Wunsch, ein Produkt zu kaufen, soll in diesem Fall eher nicht erzeugt werden. Es könnte eher um den Wunsch gehen, die eigene Meinung zu äußern, sich zu beteiligen, oder die Inhalte weiterzuverbreiten und somit evtl. auch bei den eigenen Freunden oder Kollegen zu “glänzen”, weil man so eine gute Informationsquelle aufgetan hat.
    Action – und schließlich soll der Leser aktiv werden und, wie eben schon erwähnt, die Inhalte teilen oder sich an einer Diskussion beteiligen.
    Wie im Marketing hängt der Erfolg auch davon ab, wie viele der angesprochenen Leute zur Zielgruppe gehören, sich also von Natur aus schon für das Angebotene interessieren.

  2. […] Analyse von Suchbegriffen, die Webseitenstruktur, die Contenterstellung und weitere Onpage SEO Faktoren werden von Google als “praktische Services” bezeichnet. […]

  3. […] können, ob dies für den Besucher interessant ist. Nur wer attraktive Beiträge schreibt und damit gute Inhalte präsentieren kann, hat die Chance gefolgt oder eingekreist zu werden. Haben Sie nichts geschrieben, wird man […]

  4. Andreas sagt:

    Ist es mit Social Media nicht, wie im richtigen leben? Wer fällt schon gerne mit der Tür ins Haus?
    Da geht es doch erst einmal darum Kontakte zu knüpfen (Imagepflege?).

  5. Steve sagt:

    @Andreas
    Ganz genau. Das haben allerdings gerade kleine und mittelständige Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen noch nicht so richtig erkannt. Da geht es vielmehr darum, etwas über soziale Netzwerke zu verkaufen statt über die Kommunikation neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen.

  6. Eddy sagt:

    Extrem gut geschrieben, also alle 5 Regeln beachtet. Dankeschön dafür!

    Wenn ich mir Google Analytics so ansehe, hab ich mit meinem heutigen Blog-Post auch einiges richtig gemacht. – Und beim nächsten beachte ich Deine 5 Regeln; dann wird’s bestimmt extrem gut ;)

  7. Sabienes sagt:

    “Fetching”, “Sticky”, “Engaging”, “Interactive”, “Distributive” – dann gilt das ja wohl nicht so sehr für deutschsprachige Inhalte, sondern lediglich für “Content” ?
    ;-)
    Sabienes

  8. Artur sagt:

    Hallo Björn,

    zu deiner Aussage “Wer ein geiles Produkt baut, der wird mit Aufmerksamkeit belohnt” möchte ich noch etwas ergänzen. Damit guter Content überhaupt eine Chance bekommt, spielt das Seeding eine entscheidende Rolle. Besonders bei eher unbekannten Seiten (bei dir spielt das eher weniger eine Rolle ;-)). Eine Beziehung zu Influencern, Meinungsführern, Experten und anderen Personen die einen großen Einfluss auf die Zielgruppe haben sollte frühzeitig, also bereits vor der Erstellung des Contents, aufgebaut werden. Was bringt guter Content, wenn niemand darauf aufmerksam gemacht wird? Wenn die Vorarbeit geleistet wurde, kann die eigentliche Aufgabe; das Erstellen des Contents, beginnen.

    Gruß Artur :-)

  9. Hallo Artur,

    ich stimme die 100%ig zu. Allerdings bringt das tollste Seeding eben nichts, wenn der Content nicht vom Hocker reißt. Und genau das ist bei vielen das Problem. Hab heut grad wieder zwei groß geseedete Infografiken “erleben” dürfen, die ich trotz Aufforderung nicht weiterverbreite – weil sie es einfach nicht wert sind. Es stellt sich insofern die Frage, von wo man das Pferd aufzäumt. Und aus meiner Sicht startet das immer beim Content.

    Gruß
    Björn

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