Bist du von fremdsprachigen Likes bei deinen Facebook Ads genervt? Das kann ich gut verstehen… Fakt ist, dass es leider immer wieder offensichtlich falsche Likes bei Facebook Ads gibt. Diese Fake Likes kommen in der Regel aus dem arabischen Sprachraum, doch auch andere Regionen belästigen Facebook Advertiser mit diesem Problem. Die Sache ist ärgerlich, denn diese falschen Likes kosten jeden Werbetreibenden bares Geld – Budget, das dann natürlich nicht mehr für die echten Likes aufgewendet werden kann. Folge: Die Werbung funktioniert nicht. Was also tun? Mit der folgenden Anleitung bekommst du das Problem schnell in den Griff…

So schützt du deine Facebook Ads vor fremdsprachigen Fake Likes

So schützt du deine Facebook Ads vor fremdsprachigen Fake Likes

Wie du Fake Likes dem Kampf ansagst

Speziell bei lokaler Werbung mit Facebook Ads kommt das Problem häufiger vor und vor allem unerfahrene Advertiser leiden darunter. Beispiel Blumenladen mit Kunden im unmittelbaren Umkreis: Solche Betriebe sind darauf angewiesen, dass die Werbung mit Facebook gut funktioniert, doch leider ist oft das Gegenteil der Fall. Folge: Ein eigentlich sinnvolles Werbeformat wird nicht weiter genutzt.

Das muss nicht sein, denn ein Blick hinter die Vorgehensweise zeigt, dass sich das Problem mit den fremdsprachigen Likes tatsächlich relativ leicht vermeiden lässt. Wichtig zu wissen dabei ist, dass das Targeting via Facebook grundsätzlich gut durchdacht angewendet werden muss. Typische Anfängerfehler müssen also vermieden werden – dazu zählt auch, direktes Bewerben der eigenen Facebook Posts in der Timeline zu vermeiden.

Der berühmte oder eher berüchtigte „Beitrag bewerben“-Button sorgt für ein ungenaues Targeting. Letztendlich lässt sich diese Option halbwegs ruhigen Gewissens wirklich nur dann nutzen, wenn du einen Beitrag mehr von deinen schon existierenden Fans zeigen und damit einer geringeren organischen Reichweite entfliehen willst. Für alle anderen Werbeformen aber ist der Button wirklich nicht zu empfehlen.

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Fehler vermeiden und Geld sparen

Wenn du diesen Fehler nicht machst, bist du schon einen Schritt weiter. Die Gefahr, dann Fake Likes zu bekommen, ist deutlich gesunken – aber leider nicht komplett gebannt. Du vermeidest damit, dass Facebook deine Werbung bei den falschen Menschen ausspielt, denn durch „Beitrag bewerben“ zeigt Facebook deinen Content überwiegend Usern, die sich in der Vergangenheit durch besonders viele Interaktionen hervorgetan haben… und dabei handelt es sich überwiegend um Likes.

Auf keinen Fall solltest du den Button "Beitrag bewerben" nutzen

Auf keinen Fall solltest du den Button „Beitrag bewerben“ nutzen

Die „Denkweise“ von Facebook ist nachvollziehbar: Wenn du als Publisher deinen Post bewirbst, dann willst du doch, dass es mehr Interaktionen gibt. Warum sonst solltest du es machen? Natürlich ist das zu kurz gedacht, doch auch Facebook hat ja ein wirtschaftliches Interesse. Dass die Qualität der Likes möglicherweise nicht dem entspricht, was du dir erhofft hast, fällt im ersten Augenblick nicht auf und wird erst später sichtbar.

Einen Vorwurf solltest du Facebook aber trotzdem nicht machen, sondern einfach schauen, wie die Qualität deiner Likes besser wird – denn genau mit dieser Vorgehensweise vermeidest du auch die Likes aus dem arabischen Sprachraum. Interessant zu wissen für dich ist, dass du das Problem übrigens auch nicht mit der korrekten Angabe von Standort und Sprache lösen kannst. Die Urheber der Fake Likes tricksen zwar mit vielen Faktoren, lassen sich aber letztendlich mit einer simplen Methode ausbremsen.

Gier frisst Hirn

Warum aber entstehen diese Fake Likes bei Facebook Ads überhaupt? Der Grund sind meistens klassische Klickfarmen, die nicht nur Facebook das Leben schwer machen, sondern schon immer genau darauf abzielen: Massenhafte Verfälschung von Ergebnissen, um die Fraud Detection von Facebook zu umgehen. Mit solchen Problemen hat man zum Beispiel auch bei Google und dem hauseigenen AdWords zu kämpfen.

Bei Facebook geht die Problematik noch einen Schritt weiter, denn die Betreiber der Klickfarmen verkaufen in der Regel auch Fans. Dass gekaufte Fans vollkommener Unsinn sind, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Aussicht auf eine auf den ersten Blick große Fanbase scheint aber immer noch bei vielen die Vernunft zu deaktivieren (besser bekannt als „Gier frisst Hirn“). Stattdessen werden Fake Fans gekauft, nur damit man damit angeben kann, so viele Fans zu haben.

Wenn bei 50.000 Fans auf einer Facebook Page allerdings selten bis nie Interaktionen zu beobachten sind (und wenn überhaupt dann nur sehr wenige), dann ist klar, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Um aber auf die Fake Likes zurückzukommen: Die Klickfarmen liken und klicken sich wahllos durch die große Welt von Facebook. Durch die vielen Likes soll Facebook verwirrt werden, so dass letztendlich nicht mehr eindeutig erkennbar ist, ob es sich bei den Likenden wirklich um Fake Accounts handelt oder nicht.

Facebook muss seine Hausaufgaben machen

Genau diese Fake Accounts können dann gegen Geld verkauft werden, weil sie nicht sofort gesperrt werden… Facebook ist an diesem Problem natürlich dran, doch es ist klar, dass sich Tausende von Klickfarmen nicht über Nacht in Luft auflösen. Für dich als Advertiser heißt das aber auch, dass du dich nicht darauf verlassen kannst, dass Facebook die Kohlen für dich aus dem Feuer holt – das musst du schon selbst tun!

"Expats" per Zielgruppendefinition ausschließen hilft gegen Fake Likes

„Expats“ per Zielgruppendefinition ausschließen hilft gegen Fake Likes

Die Betreiber der Klickfarmen haben alle einen Nachteil. Sie können zwar gemäß der Informationen im Facebook Profil alles Mögliche angeben und behaupten, sie kämen zum Beispiel aus Deutschland oder würden bei Facebook arbeiten (das behaupten besonders viele dieser Fake Accounts, scheint als Trust Signal zu gelten), denn es gibt ja viele echte Facebook User, die in Deutschland leben, aber arabische Wurzeln haben. Facebook allerdings ermittelt die Standortdaten von Usern selbstverständlich auch anhand der wirklichen IP-Adresse und spätestens hier wird es schon schwieriger (und vor allem teurer und aufwendiger), Daten zu faken.

Facebook erkennt also entsprechend, wo sich die User befinden, seien es nun Fake User oder nicht. Bedauerlicherweise hat Facebook diese Erkennung aber nicht automatisch in das Targeting einfließen lassen. Das ist definitiv wünschenswert und warum Facebook das nicht tut, ist mir persönlich nicht ersichtlich, technisch scheint es möglich zu sein. Doch wie schon gesagt bringt es nichts, auf eine Lösung von außen zu warten, wenn das „Heilmittel“ schon vorhanden ist.

Mit ausschließenden Zielgruppen zum Erfolg

In den Zielgruppeneinstellungen von Werbeanzeigenmanager und Power Editor ist schon seit längerer Zeit eine Einstellung vorhanden, mit der das Problem schnell und einfach gelöst wird. Dazu musst du im Rahmen deines Targetings ausnahmsweise nicht nur für den Einschluss bestimmter Facebook User sorgen – sondern auch für den Ausschluss einzelner Gruppen. Im Klartext: Wenn du Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansprechen willst (und nur dort), dann musst du dafür sorgen, dass deine Werbung auch wirklich nur dort angezeigt wird.

Genau das erreichst du mit dem ausschließenden Verhalten „Expats – Nicht in ihrem Heimatland lebende Personen“ und dort mit dem Targeting „Expats (Alle)“, wie du das auch oben im Screenshot siehst. Auf diese Weise erwischt du nahezu alle Fake Likes und sorgst dafür, dass du dein Werbebudget nicht verbrennst. Es kann sein, dass du mit dieser Vorgehensweise auch ein paar Facebook User nicht erreichst, die eigentlich für deine Anzeige als Zielgruppe in Frage kommen – denn tatsächlich gibt es ja Menschen, auf die der Ausschluss zutrifft, die aber gar keine Fake User sind.

Das ist dann als nicht zu vermeidender Streuverlust zu den Akten zu legen und du solltest dich deswegen nicht ärgern. Denk dran, dass du mit dieser Methode das Problem mit den Fake Likes in den Griff bekommen und so Geld sparen wirst. Dieses Geld kannst du dann für bessere Kampagnen einsetzen oder du erreichst schlicht und ergreifend mehr von den für dich wirklich potenziellen Kunden via Facebook. Der ganze Aufwand wäre nicht nötig, wenn Facebook nachbessern und diese Lücke schließen würde, denn nicht anderes als das Ausnutzen einer Lücke führt überhaupt erst zu dem Problem – ein Problem, dass du jetzt zum Glück schnell und sicher lösen kannst.