Ein List Post erreicht viel Aufmerksamkeit – ich schätze, dass du das schon wusstest. Doch ist dir auch bekannt, wie du aus deinem eigenen List Post das Maximum herausholst? Fakt ist, dass List Posts deswegen so erfolgreich sind, weil sie leicht zu konsumieren und einfach zu verstehen sind. Es sind Listen – so wie Charts. Egal ob Film, Musik oder Games. Schon seit Jahrzehnten werden interessante Dinge geordnet, weil der Konsum dann leichter fällt. Es ist wie mit der Tiefkühlpizza (und allen anderen Nahrungsmitteln im Bereich Convenience Food): Je einfacher du deinem Publikum den Konsum machst, desto effektiver wird dieses Prinzip funktionieren. Mit dieser Vorgehensweise wird dein List Post zum Erfolg und ich zeige dir hier, was du für diesen Erfolg tun musst…

Zum perfekten List Post in 10 Schritten

Zum perfekten List Post in 10 Schritten | Bild: Anton Watman, Shutterstock.com

1. Lege die genaue Anzahl von Punkten in der Liste fest

Diesen Schritt musst du machen, bevor du überhaupt mit dem Erstellen deines Lists Posts beginnst. Und du musst dir Gedanken machen, welche Zahl du verwenden willst – denn es hat einen großen Einfluss auf dein Publikum, für welche Zahl du dich entscheidest.

Zahlen wie 5, 10, 50 oder 100 sind den meisten Menschen im Zusammenhang mit Rankings bekannt. Ich hatte in der Einleitung von den Charts unter anderem aus Musik und Film gesprochen – von dort kennen wir es alle. Vorteil daran, wenn du dich für einen List Post entscheidest, der zum Beispiel mit „…die 10 besten…“ beginnt: Eine „Top 10 Liste“ ist nicht ungewöhnlich sondern vertraut, entsprechend wirst du damit nicht viel falsch machen und Aufmerksamkeit bekommen.

Andere Zahlen sind auch möglich und vor allem die 13 oder die 17 haben auf viele User eine besondere Wirkung. Gilt die 13 bei manchen Menschen als Pechzahl, hat sie auf viele andere Anziehungskraft, ähnlich ist das bei der Zahl 17. Auch wenn bisher meines Wissens noch nie geklärt wurde, ob das Vorkommen der Ziffer 7 in einer Zahl eine besondere Auswirkung hat, handelt es sich um eine ungerade Zahl, die auf den ersten Blick schon Aufmerksamkeit erzeugt – diesen Effekt kannst du für deinen List Post nutzen.

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2. Verändere die einzelnen Punkte in deinem List Post nicht

Wenn du dich für eine Zahl entschieden hast, kannst du theoretisch loslegen. Zuvor musst du dir aber noch bewusst werden, dass deine Liste Konsistenz braucht. Wenn du einen List Post schreibst, in dem du Tipps geben willst, dann musst du auch Tipps geben – und nichts anderes!

Ich weiß, dass die Versuchung manchmal groß ist, den Stil zwischendurch zu ändern. Dieser Versuchung darfst du nicht erliegen. Bleib konsequent bei deinen Tipps und komm nicht auf die Idee, plötzlich zum Beispiel mit Zitaten oder Beschreibungen anderer Websites arbeiten zu wollen. Das wird deine Leser verwirren und Verwirrung ist der größte Feind überhaupt.

Verwirrte User verlieren schnell die Lust an einer Website und springen ab. Ab diesem Zeitpunkt hast du keine Chance mehr, diese User an dich zu binden und viel Potenzial verspielt. Halte dich also an deine eigene Vorgehensweise und springe nicht zwischen einzelnen Stilmitteln hin und her (dein Traffic wird es dir danken).

3. Recherchiere mehr Punkte als nötig

Ich geh davon aus, dass du dich schon für die genaue Anzahl der Punkte in deinem List Post entschieden hast. Wenn du mit der Recherche für die Inhalte beginnst, dann plane von Anfang an mehr ein. Willst du einen List Post mit 10 Punkten schreiben, dann überlege dir mindestens einen weiteren Punkt, noch besser sind ein paar mehr.

Hintergrund: Bei einem klassischen Brainstorming fallen dir höchstwahrscheinlich jede Menge Punkte ein, die auf den ersten Blick passen könnten – doch einige der Punkte passen bei einer genauen Prüfung doch nicht richtig. Ich hatte dir schon von der gefährlichen Wirkung berichtet, die Verwirrung bei deinem Publikum anrichten kann.

Genau darum geht es hier. Wenn du mehr Punkte zur Auswahl hast, dann kannst du am Ende wenn nötig auch ein paar Punkte streichen und dein List Post wird immer noch sehr gut – und thematisch vor allem konsistent. Das Thema ist wichtig und du musst versuchen, unbedingt bei diesem Thema zu bleiben – wenn du das nicht tust, kann es ebenfalls schnell passieren, dass sich dein Publikum abwendet.

4. Ordne deine Liste logisch

Es gibt Leser, die schauen sich einzelne Punkte eines List Posts ganz genau an und picken sich gezielt die Rosinen raus. Andere Leser dagegen lesen den kompletten List Post – für beide Zielgruppen musst du aber dennoch 100 Prozent geben.

Das heißt auch, dass dein List Post logisch sortiert sein muss. Zu dem Zeitpunkt, an dem du alle Punkte für deine Liste zusammen hast, musst du sortieren. Einfaches Beispiel: Bei einem List Post zum Thema „SEO Grundlagen“ ist es nicht sinnvoll, zuerst über Linkaufbau zu schreiben – sondern über technische Suchmaschinenoptimierung, um damit tatsächlich die Grundlagen zu vermitteln.

Wenn du dich bei deinem List Post nicht an diese logische Sortierung hältst, werden dir auch wieder die User abspringen. Wichtig ist, dass die Sortierung einem roten Faden folgt und dass es keine Punkte gibt, die auf anderen Punkten aufbauen – obwohl diese anderen Punkte nicht da sind oder noch kommen. Auch das führt zu Verwirrung… mit den bekannten Konsequenzen.

5. Unterteile lange List Posts in einzelne Bereiche

Erfahrungsgemäß empfiehlt es sich, dass du deinen List Post in mehrere Teile aufsplittest, wenn du mehr als 30 Punkte hast. Selbst wenn du deinen List Post mit viel zusätzlichen Medien wie Bildern oder Videos auflockerst, wird er bei mehr als 30 Punkten sehr groß werden, wenn du zu jedem einzelnen Punkt auch noch Erläuterungen schreibst.

Da helfen dann auch Aufzählungen, Bullet Points oder Absätze nichts mehr – ab einem bestimmen Umfang wird dein List Post einfach zu groß und du musst handeln. Abspecken wäre der falsche Schritt, denn du willst deinem Publikum ja hochwertigen Content bieten. Die Lösung ist die Unterteilung in einzelne Segmente.

Beispiel: Ein List Post mit insgesamt 100 Punkten kann in 5 einzelne Artikel zu je 20 Punkten unterteilt werden. In diesem Fall hast du sogar noch den strategischen Vorteil, dass du daraus eine Artikelserie machen und jeden Tag Werktage eine Woche lang einen neuen Artikel veröffentlichen kannst. Auf diese Weise steigerst du die Spannung deines Publikums und sorgst für noch mehr Traffic und Reichweite.

6. Bleib (d)einem Stil bei allen Punkten treu

Auch hier geht es wieder um Konsistenz. Je besser du versuchst, deinen List Post so aufzubauen, dass er in sich schlüssig und leicht verständlich ist, desto erfolgreicher wird der Artikel sein. Der Stil der einzelnen Punkte muss gleich sein oder sich zumindest sehr stark ähneln.

Das bezieht sich zum Beispiel auf das Format. Es ist natürlich deine Entscheidung, welche Formatierung du am Ende benutzt – aber wenn du dich entschieden hast, dann bleib auf jeden Fall dabei und zeig deinem Publikum so, dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, wie dein List Post am einfachsten konsumiert werden kann.

Die Formatierung bezieht sich übrigens nicht nur auf das, was sichtbar ist. Wenn du mit Aufzählungen (Bullet Points) arbeitest, dann verwende auch die entsprechenden HTML Tags in deinem Code. Auch die Länge aller Punkte sollte nicht zu unterschiedlich sein, weil die Liste an sich dann wieder zu fragmentiert wirkt. Auch das sorgt dafür, dass das Auge des Lesers unruhig wird und dein Artikel somit schwieriger zu konsumieren ist.

7. Nummeriere deine Liste immer

Scheint beim ersten Lesen logisch und du wirst dir jetzt denken, dass das doch klar ist. Wenn es so wäre, würde ich es hier aber nicht erwähnen. Das Problem mit vielen List Posts ist, dass sie zwar als solche gemeint sind, aber nicht genau so rüberkommen, wenn die Liste eben nicht nummeriert ist.

Unterscheide aber, wie genau du die Nummerierung einsetzt. Wenn du tatsächlich „nur“ eine Liste mit vielen Punkten aber wenig zusätzlichem Text hast, dann reicht eine einfache Nummerierung: Jeder Punkt bekommt dann eine Zahl – 1., 2., 3. und so weiter. Bei einem List Post wie diesem hier ist die Nummerierung gleichzeitig die Überschrift von jeweils einem neuen Themenkomplex.

Auch da tut es in der Regel die schon genannte Art der Nummerierung, aber natürlich hast du dann keine klassische Liste, weil die Punkte ja von Text unterbrochen werden. Auf keinen Fall vergessen darfst du in diesem Fall, dass die Punkte deines List Posts automatisch auch Überschriften sind und entsprechend als solche gekennzeichnet werden sollten (auch im HTML Code).

8. Wähle einen sehr guten Titel für deinen List Post

Ich gebe zu, dass „sehr gut“ relativ ist. Allerdings: Es gibt Titel und Überschriften, die funktionieren einfach besser als andere. Grund dafür ist nicht zuletzt die menschliche Psychologie. Dieses Thema könnte ich jetzt noch sehr stark ausbreiten, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

Die Anzahl der Punkte deiner Liste muss definitiv im Titel erscheinen, damit von Anfang an klar ist, worauf sich dein Publikum einlässt. Du gibst damit unmissverständlich zu erkennen, worum es geht – doch nur allein die Anzahl reicht natürlich nicht. Nutze zusätzlich die konkrete inhaltliche Beschreibung und achte darauf, dass du den Nutzen deutlich machst.

Es kann auch nicht schaden, wenn du deinen Titel etwas besser verkaufst, als alle anderen das machen. Speziell auf Facebook ist immer mal wieder von „Kampf gegen die Clickbaits“ die Rede – doch nicht jeder Clickbait ist generell zu verteufeln. Solange dein Content hält, was deine Überschrift verspricht, bist du auf der sicheren Seite, natürlich auch mit deinem List Post. Nutze also ruhig Wörter und Formulierungen, die den Thema weiter bestärken – Superlative sind kein Problem, wenn sie nicht Überhand nehmen.

9. Such dir ein langlebiges Thema für deinen List Post aus

Es gibt Themen, die sind interessanter als andere. Im Idealfall suchst du dir für deinen List Post genau so ein Thema aus – das natürlich zu den Interessen deiner Leser und zur Ausrichtung deiner Website passen muss. Themen, die „länger brennen“ als andere, werden auch als „Evergreens“ bezeichnet, so wie du das zum Beispiel von bestimmten Musiktiteln kennst.

Die Songs der Rollings Stones oder der Beatles werden heute wie damals sehr viel gespielt. Genau das sind Evergreens und letztendlich sind Songs auch nur Content – so wie dein List Post. Überlege dir also, welches Thema innerhalb deiner Nische nicht nur ein paar Tage oder ein paar Wochen aktuell sein könnte, sondern auch noch in ein paar Jahren oder Monaten.

Ein gutes Beispiel sind die in jedem Sommer wiederkehrenden Checklisten für Urlaubsreisen. Beliebt sind auch Listen, die dir beim Umzug helfen. Bei all diesen Inhalten handelt es sich letztlich auch um List Posts, die aber dauerhaft oder zumindest immer wieder zu bestimmten Zeiten stark nachgefragt werden. Mit solchen List Posts kannst du insbesondere in der organischen Suche bei Google punkten und so dafür sorgen, dass du immer wieder Traffic bekommst.

10. Lade dein Publikum ein, deinen List Post zu konsumieren

Wenn dein perfekter List Post fertig geschrieben und auf deiner Website veröffentlich ist – was tust du dann? Die bloße Existenz deines Postings wird ihn nicht durch die Decke gehen lassen, du musst etwas für die Verbreitung tun. Damit dein Content erfolgreich wird, kann es nicht schaden, 20 Prozent auf die Erstellung des Contents zu verwenden und die restlichen 80 Prozent für die Verbreitung zu nutzen.

Dabei ist dein schon bestehendes Publikum natürlich die erste Wahl. Newsletter, Facebook, Twitter – oder wo du die Leute sonst noch so erreichst… mach deinen List Post überall dort bekannt, wo er konsumiert werden kann. Geh dabei auch auf andere Blogger, Websites und Magazine zu und bitte um einen Share oder einen Retweet. Fragen kostet nichts und du wirst überrascht sein, wie viele Leute bereit sind, deinen Content zu teilen, wenn er sehr gut ist…

Für all das geht viel Zeit drauf und genau deswegen gibt es die genannte 20/80 Regel. Wenn du einen Schritt weiter gehst, dann erweiterst du deinen List Post noch um ein kostenfreies Goodie, das sich deine Leser entweder downloaden können, wenn sie ihre E-Mail Adresse bei dir hinterlassen – oder du nutzt die Artikelseite selbst und gibst dort zusätzlichen und exklusiven Content gegen einen Share oder einen Tweet frei.