Was weißt du über Snapchat? Wahrscheinlich hast du schon mal davon gehört, vielleicht bist du auch schon aktiver User. Möglicherweise kennst du die Geschichten bezüglich „Sexting“ – dem Verschicken von eindeutigen Bildern und Videos, die bestimmte Körperteile offensiv zeigen und in der Regel nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Ja, Snapchat hatte diesen Ruf und in den Anfangstagen machten User von der Möglichkeit Gebrauch, sich auf Fotos und Videos freizügig zu zeigen – schließlich halten Snaps nur 24 Stunden, dann sind sie weg und du kannst sie auch (noch) nicht beliebig oft anschauen. Allerdings: Inzwischen ist Snapchat zu einem mächtigen Player geworden, der in Sachen Video langsam aber sicher sogar Facebook das Fürchten lehrt. Doch was steckt dahinter? Wie schnell geht es mit den Userzahlen nach oben? Und was bringt es dir für dein Marketing?

Wie du das Erfolgsgeheimnis von Snapchat für dein Marketing ausnutzt

Bildquelle: Vadim Ivanov, Shutterstock.com

Inhaltsverzeichnis

1. Content ist nirgends so authentisch wie bei Snapchat
2. Natürlich ist Snapchat schon relevant für dein Marketing
3. Snapchat hat Influencer und Multiplikatoren im Griff
4. Snapchat arbeitet hart an der Monetarisierung
5. Snapchat greift Facebook bei Videos an
6. Auch Snapchat bleibt nicht ewig jung
7. Perspektiven für dein Marketing mit Snapchat
8. Snapchat vereint traditionelles und digitales Marketing
9. Werbung im unmittelbaren Umfeld ohne Ablenkungen
10. Chance zur Revolution der Werbung im Internet

Content ist nirgends so authentisch wie bei Snapchat

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In den USA ist Snapchat angekommen. Hier gibt es nicht nur viele junge Menschen, die Snapchat leidenschaftlich gern nutzen. Auch Promis, Politiker und andere wichtige Personen des öffentlichen Lebens sind dabei – und das gilt zum Beispiel auch für bekannte Online Magazine.

So macht Mashable zum Beispiel einen sehr guten Job bei Snapchat und Arnold Schwarzenegger snappt am liebsten im Helikopter oder während Events, die er veranstaltet – wie den „Arnold Classics“. Der Wahlkampf zu den kommenden Präsidentschaftswahlen ist schon in vollem Gange, entsprechend viele Snaps von Wahlkampfauftritten gibt es zu sehen.

Leute wie Shonduras zeigen ihre Stunts mit dem Skateboard vor atemberaubenden Kulissen oder bieten einfach nur gutes Entertainment – das kann sich sehen lassen und macht vor allem Spaß. Spaß haben und das echte Leben eins zu eins zeigen, so wie es ist: Das ist derzeit eine der Haupttriebfedern für das rasante Wachstum von Snapchat. Und hey… so war das doch damals mit Facebook auch, oder?

Natürlich ist Snapchat schon relevant für dein Marketing

Doch zurück zu den Zahlen und Fakten. Bei uns mag Snapchat noch in den Kinderschuhen stecken, doch ich kann dir aus eigener Erfahrung versichern, dass Kinder verdammt schnell groß werden. Und genau wie bei den Kids musst du immer ein Auge auf die Entwicklung haben – schauen wir uns also an, wie es mit dem Wachstum bei Snapchat aussieht.

Eine New Yorker Firma namens „7Park Data“ hat sich auf die Auswertung von Aktivitäten auf mobilen Endgeräten spezialisiert. Und wie es diese Firmen halt immer so machen, geben sie von Zeit zu Zeit interessante Studien und Grafiken heraus, die spannende Zahlen und Fakten zeigen. Snapchat macht da als „App“ keine Ausnahme!

Snapchat wächst fast so stark wie Instagram

Snapchat wächst fast so stark wie Instagram Quelle

Beobachtet wurde der Zeitraum Januar 2014 bis Januar 2015 und auf der Grafik siehst du ganz deutlich, dass Snapchat und Instagram in den USA eine immer wichtigere Rolle spielen. Mitbewerber wie Kik, Vine oder Yik Yak wachsen mal ein bisschen, stagnieren insgesamt aber eher. Es scheint sich also nicht um Apps zu handeln, von denen die User wirklich geflasht sind.

Ganz anders Snapchat: Das Wachstum ist sehr deutlich zu sehen, in einem Zeitraum von 12 Monaten hat sich der Anteil fast verdoppelt – Respekt! Besser schneidet nur Instagram ab, doch denk bitte daran: Instagram hat mit Facebook das weltweit größte soziale Netzwerk im Rücken (da sollte man doch denken, dass hier noch viel mehr geht).

Snapchat hat Influencer und Multiplikatoren im Griff

Die Gründe dafür sind an dieser Stelle spekulativ, denn mir geht es in diesem Artikel ja darum, das Wachstum von Snapchat zu analysieren. Woran es liegen kann, dass Snapchat so gut abgeht, verrät ein Blick auf eine weitere Statistik, ebenfalls aus dem Hause 7Park Data.

Hier ist das Wachstum von Snapchat nach der Verbreitung in Bezug auf das mobile Betriebssystem aufgeschlüsselt. Im Kern geht es um iOS und Android (Windows Phone wurde mal dezent ausgeblendet – es gibt auch gar keine Snapchat App für Windows Phone, angeblich ist da was geplant, aber „nichts Genaues weiß man nicht“… nun gut).

Multiplikatoren und Influencer lieben Snapchat

Multiplikatoren und Influencer lieben Snapchat Quelle

Für die optimale Verbreitung einer App reicht es aus, wenn man Influencer und Multiplikatoren erreicht – und auch wenn Android als Betriebssystem mittlerweile auf mehr mobilen Endgeräten vorhanden ist (bei der Bandbreite der vielen Geräte kein Wunder), nutzen vor allem in den USA viele Multiplikatoren doch eher das iPhone.

Genau das zeigt auch die Grafik. Wieder wurde ein Zeitraum von 12 Monaten beobachtet und die Entwicklung beim Wachstum wiederholt sich, Snapchat legt auch hier um das Doppelte zu – allerdings nur auf Geräten, die mit iOS laufen (also iPhones). Es bestätigt, was ich weiter oben erwähnte: Multiplikatoren und Influencer tragen zur exponentiellen Verbreitung von Snapchat bei, möglicherweise spielt auch die Qualität der Hardware eine Rolle.

Snapchat arbeitet hart an der Monetarisierung

Der Zuwachs für Snapchat auf Android Geräten ist auf jeden Fall deutlich kleiner, das steht fest. Schlussfolgerung: Obwohl es via Android mengenmäßig eine viel größere Chance zur Verbreitung geben müsste, liegt dieses mobile Betriebssystem weit zurück. Wenn ich diese Erkenntnis jetzt in Relation zu der ersten Grafik setze, dann wird deutlich, dass Snapchat insgesamt ähnlich stark wie Instagram wächst, obwohl die mengenmäßige Basis für ein schnelleres Wachstum eigentlich fehlt – erstaunlich, oder?

Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass iPhone User Snapchat stärker frequentieren, als das bei Android Usern der Fall ist – oder wie würdest du dir das erklären? Es lässt sich natürlich nicht eindeutig sagen, ob das iPhone besser ist als alle anderen Smartphones, die mit Android laufen (ist ja immer Ansichtssache). Die Zahlen aber lügen nicht und es ist schon bestechend, dass das iPhone so stark zur immer schnelleren Verbreitung von Snapchat beiträgt.

Einen ganz wichtigen Effekt haben solche Wachstumssprünge aber auf jeden Fall: Sie ziehen die Aufmerksamkeit neuer oder künftiger Geldgeber auf sich und aktuell soll Snapchat tatsächlich auf der Suche nach neuen Investoren sein – die den Firmenwert dann nach Medienberichten auf 19 Milliarden US Dollar hochtreiben könnten. Richtig viel Geld verdient Snapchat indes noch nicht – doch man arbeitet mit diversen Ideen daran.

Snapchat greift Facebook bei Videos an

Es gibt diverse Überlegungen, wie sich Snapchat zu Geld machen lässt. So hat der oberste Snapper Evan Spiegel schon vor Wochen sein Programm „3V Advertising“ vorgestellt und angeblich will man es auch gegen Bezahlung ermöglichen, Snaps öfter anzusehen oder sogar dauerhaft zu speichern. Das alles sind sinnvolle Überlegungen und natürlich muss Snapchat Geld verdienen, damit sich die Investitionen (aktuelle und kommende) am Ende wirklich lohnen.

Der Erfolg wird von der weiteren Verbreitung abhängen. Instagram hat schon mehr Nutzerinnen und Nutzer als Twitter und spätestens wenn Snapchat Twitter ebenfalls überholt hat, wird es richtig interessant. Dann nämlich hat nicht nur Twitter ein Problem, sondern auch Facebook.

Snapchat wird in den USA und auch in Europa immer erfolgreicher

Snapchat wird in den USA und auch in Europa immer erfolgreicher Quelle

Für Facebook scheint sich Snapchat ohnehin zum Staatsfeind Nummer eins zu entwickeln. Nachdem Mark Zuckerberg bei Evan Spiegel mit seinem üppigen Kaufangebot abgeblitzt war, liefert Snapchat nun bald eventuell täglich mehr Videos als Facebook aus.

Auch Snapchat bleibt nicht ewig jung

Auch diverse Versuche, Snapchat seitens Facebook zu kopieren, gingen so richtig in die Hose. Kein Wunder also, dass Mark Zuckerberg nicht gut auf Snapchat zu sprechen ist – zumindest offiziell nicht. Insgeheim wird man sich auch bei Facebook ausrechnen, dass Snapchat zunächst tatsächlich erst Geld verdienen muss, um zu einer wirklichen Konkurrenz (oder Gefahr) zu werden.

Ganz unabhängig davon bietet Snapchat schon heute ein paar Vorteile für dein Digital Marketing, die Facebook so nicht im Portfolio hat. Zunächst geht der Blick natürlich zu den jungen Zielgruppen, für die Snapchat neu und interessant ist, Facebook aber eher das angestaubte soziale Netzwerk, auf dem irgendwie alle noch sind – aber nicht mehr so wie damals vor 5 oder 10 Jahren.

Mit der weiteren Verbreitung von Snapchat wird sich aber auch das ändern, denn wenn eine App populärer wird, dann wächst sie normalerweise über die „traditionellen“ Zielgruppen hinaus. Heißt im Klartext: Wo sich heute noch die Teenies tummeln, könnte es in einem Jahr schon eine nicht unbedeutende „Mittelschicht“ geben – ganz normale (und vor allem ältere) Nutzerinnen und Nutzer, die Snapchat für sich entdeckt haben.

Perspektiven für dein Marketing mit Snapchat

Bei all den Unkenrufen wegen junger Zielgruppen, die Facebook (angeblich) verlassen und woanders eine neue Heimat suchen, musst du eine ganz wichtige Sache im Hinterkopf behalten: Bei Facebook wird man nicht extrem traurig sein, dass die eigene Nutzerschaft älter geworden ist, denn immerhin hat ein 34-Jähriger in der Regel ein höheres Einkommen als ein 19-Jähriger!

Dass sich mit älteren Usern aufgrund ihrer privaten Umstände und der fortgeschrittenen Einkommenssituation oft mehr Geld als mit Teenagern verdienen lässt, ist keine neue Erkenntnis. Und was die Kassen bei Facebook füllt, das ist natürlich auch für Snapchat interessant – entsprechend muss es das Ziel in den kommenden Monaten sein, die Verbreitung weiter zu forcieren und Zielgruppen zu erreichen, die sich von den bisherigen Nutzerinnen und Nutzern unterscheiden.

3V Advertising ist ein Weg, wie Snapchat Geld verdienen will

Und was ist jetzt mit dem Marketing? Ich werde das immer wieder gefragt: „Hey Björn, wie kann ich denn Snapchat sinnvoll für mein Digital Marketing einsetzen?“ In den meisten Fällen antworte ich dann zunächst immer mit dem Vergleich der Plakatwand, die durch Snapchat endgültig digital geworden ist – und letztendlich ist Snapchat aktuell genau das, nämlich ein hervorragender Kanal, um das eigene Branding zu verbessern.

Snapchat vereint traditionelles und digitales Marketing

Wenn Unternehmen und Marken auf Snapchat Werbung machen, dann tun sie das nicht, weil sie Traffic für ihre Website erzeugen wollen. Sie tun es, weil sie sich selbst in den Köpfen der User verankern wollen – genau auf die gleiche Art und Weise, wie das die Werbung schon immer tut. Allerdings (um beim Beispiel der Plakatwand zu bleiben), hat Snapchat einen massiven Vorteil, der dazu beitragen könnte, dass sich die App bald tatsächlich zu einem der wichtigsten Player emporschwingt.

Herkömmliches Branding folgt in der Regel bekannten Spielregeln: Es wird zum Beispiel ein Event ausgewählt, bei dem eine passende Zielgruppe anwesend ist. So würde sich Werbung für einen Sportartikelhersteller mit Schwerpunkt „Fußball“ perfekt als Bandenwerbung bei einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft anbieten – wie es ja auch fast immer gemacht wird.

Weitere Möglichkeit: Man plakatiert zum Beispiel den Bauzaun mit der Werbung für ein bestimmtes Konzert oder schaltet Werbung auf einer automatischen, herkömmlichen oder auch digitalen Plakatwand an einer viel befahrenen Straße im Stadtzentrum. In allen hier beschriebenen Fällen ist die Aufmerksamkeit für die Marke oder das Produkt mehr oder weniger groß – je nachdem, wie genau das Targeting ist (wobei das Fußballspiel hier am besten abschneiden dürfte).

Werbung im unmittelbaren Umfeld ohne Ablenkungen

Werbung auf Snapchat verfolgt in erster Linie den gleichen Ansatz – es werden Videos oder Bilder gezeigt, die ein Produkt, eine Marke oder auch Personen (Schauspieler, Sänger, etc.) promoten. Dafür kann man sich schon heute bei Snapchat einkaufen und entsprechend Werbung buchen.

Nun aber der Clou: Während man als Werbetreibender weiß, dass die Leute beim Fußballspiel hauptsächlich Augen für das Spiel haben und nicht für die Werbung, ist es in Bezug auf Snapchat anders – hier kann die Werbung in eine Reihe anderer thematisch relevanter Snaps integriert werden. Besonders gut könnte das bei den kuratierten Stories klappen, die Snapchat von bestimmten Events erstellt und unter dem Punkt „Live“ zusammenstellt. Dieses Vorgehen ist absolut nachvollziehbar: Wenn die Snaps unterschiedlicher Snapper von einem Tennisturnier gesammelt und die besten als „Live“-Story gezeigt werden, dann ist es so gut wie sicher, dass diese Story für genau die Leute mehr als interessant ist, die auch wirklich eine thematisch relevante Verbindung zum Tennissport haben (sonst würden sie sich die Story nicht anschauen).

Dieses Video erklärt, wie Snapchat funktioniert

Zudem werden in der Story eben auch ausschließlich Snaps gezeigt, die sich mit dem Thema „Tennis“ befassen. Ein werblicher Snap, der zwischen den organischen Snaps von Snapchat platziert wird, hat also allerbeste Chancen, um die maximale Aufmerksamkeit der User zu bekommen, die sich (zumindest thematisch) für die Werbung interessieren – es gibt keine Garantie, dass diese Werbung wirklich aktiv konsumiert wird, aber aufgrund des Fehlens von Ablenkungen (wie bei der Bandenwerbung im Stadion oder der Plakatwand) ist die Chance, dass das wirklich passiert, um ein Vielfaches größer.

Chance zur Revolution der Werbung im Internet

Mit dieser Vorgehensweise kann Snapchat die Werbung im Internet meiner Ansicht nach auf ein ganz neues Level bringen. Zudem haben wir alle unser Smartphone fast immer dabei – es ist ein intimes Device geworden, das wir mit ins Bett nehmen oder zumindest auf den Nachttisch legen. Wir lesen abends vor dem Schlafen auf unseren Smartphones und schauen morgens drauf, nachdem wir aufgewacht sind (mindesten zum Ausstellen des Weckers).

Kein anderes Device kommt uns so nahe, oder nimmst du deinen kompletten Fernseher mit ins Bett? Nein, du benutzt ihn wahrscheinlich (wie so viele Menschen), um einzuschlafen – doch wenn du schläfst, kannst du keine Werbung konsumieren (zumindest heutzutage noch nicht). Das Smartphone hat eine hohe Akzeptanz und ist deswegen der optimale Überträger für Werbung – und Snapchat hat eine gute Chance, dieses Feld zu revolutionieren.

Ein Blick auf die obigen Statistiken zeigt zumindest, dass es mit Snapchat in die richtige Richtung geht. Und wenn Snapchat wirklich in der Lage ist, in kommenden Finanzierungsrunden richtig viel Geld zu holen, dann haben Evan Spiegel und seine Mannschaft auf jeden Fall das nötige Kleingeld, um den eigenen Service noch größer zu machen – und dann auch (so zumindest der Plan) viel Geld zu verdienen. Schließlich hat Facebook das mit der Werbung (und dem vielen Geld) ja auch geschafft.

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⏩ btantau ✅

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