Den Hashtag kennen wir alle schon seit Jahren und damit meine ich nicht, dass wir ihn aus dem Internet kennen. Auf Tastaturen von Computern hab ich den „Gartenzaun“ zumindest schon in den 1980ern gesehen und in den USA wurde der Hashtag seit langer Zeit gern dazu genutzt, um eine Nummerierung durchzuführen. „#465“ bedeutet also „Nummer 465“. Spätestens seit Twitter 2006 auf der digitalen Bildfläche erschien, wurde das Zeichen endgültig populär und heutzutage ist es im Bereich Social Media unverzichtbar geworden, um Inhalte strukturiert und sinnvoll zu ergänzen. Ursprünglich bedeutet das Zeichen an sich etwas völlig anderes. Und diese Bedeutung hat sich auch über die Jahrhunderte immer wieder mal geändert. So findet sich der Hashtag heute nicht nur im Internet, sondern auch an zahlreichen anderen Stellen. Doch wie genau hat sich dieses Zeichen bis heute entwickelt? Das zeigt die folgende Infografik.

Der Hashtag: Geschichte und Entwicklung

Quelle

Hashtag uraltes Symbol

Schon im 12. Jahrhundert wurde der Hashtag gesichtet und als das damals eingeführtes musikalische Symbol kennen wir ihn auch heute noch. Ein Musiker wird insofern vielleicht irritiert sein, wenn er den Hashtag bei Twitter sieht, sofern er Twitter nicht kennt. Für viele andere allerdings ein mittlerweile gewohnter Anblick.

Seit 1960 findet sich der Hashtag, der auch gern „Doppelkreuz“ genannt wird, auf Telefonen. Beim Telefonhersteller Bell fügte ein Ingenieur das Symbol hinzu. Genannt wurde es „Octothorpe“ und diente dazu, Information an das System des Telefonbetreibers zu senden.

In den späten 1980ern wurde der Hashtag dann mehr und mehr im Bereich IT genutzt. Ganz konkret fungierte das Zeichen in Programmiersprachen wie zum Beispiel C. Seit 2007 gibt es den „offiziellen“ Hashtag, wie er von Twitter geprägt wurde. Wirklich legitimiert wurde er 2009 und seit 2012 und 2013 ist er auch bei Google+ und Facebook in Gebrauch.

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Verschiedene Einsatzzwecke

Der Hashtag hat also einen langen Weg hinter sich und ähnlich wie der „Klammeraffe“, den wir heute in jeder E-Mail als „@“ sehen, hat sich die Nutzung immer mal wieder verändert. Oder, wie bei dem musikalischen Beispiel von ganz oben, es gibt gleichzeitig mehrere Anwendungsmöglichkeiten.

Auf Twitter, Google+ und Facebook ist der Hashtag mittlerweile etabliert und richtig angewendet sorgt er dafür, dass sich zusätzlich Informationen strukturiert wiedergeben lassen.

Außerdem lässt sich der Hashtag als Navigationsmittel nutzen. Ob nun auf Twitter, Google+ oder Facebook – der Hashtag kann angeklickt werden und eine Übersicht zeigt Themen und Beiträge, die mit diesem Hashtag von den Urhebern ausgezeichnet wurden.

Sinnvoller Einsatz bringt Vorteile

Das bedeutet aber auch, dass man Hashtags sinnvoll einsetzen muss. Leider sehe ich oft Postings, wo einfach nur jede Menge Hashtags (bei Twitter ist diese Unsitte weit verbreitet) am Ende des Tweets stehen.

Der Grund ist aus meiner Sicht, dass sich die Leute davon einen Vorteil versprechen und denken, sie werden so (um bei dem Beispiel zu bleiben) bei Twitter besser gefunden. Aus meiner Erfahrung ist das aber nicht zielführend. Im Gegenteil: zu viele Hashtags können verwirren.

Wenn man Hashtags einsetzen will, um zu genau diesen Begriffen gefunden zu werden, halte ich es für sinnvoller, diese Hashtags im Fließtext unterzubringen. Vorteil: man muss dann keinen kryptisch anmutenden Tweet veröffentlichen, der die Leser verwirren kann.