Was wäre das Internet ohne Social Media? Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass Social Media mit all ihren Bereichen dafür gesorgt haben, dass sich so viele Menschen wie nie zuvor austauschen, miteinander diskutieren, Inhalte teilen und in Kontakt bleiben. Und das ist doch eine coole Sache… oder nicht? Ja, eigentlich schon – wären da nicht die Arten von Inhalt, auf die andere möglicherweise ganz scharf sind, die du selbst aber sicherheitshalber nicht preisgeben solltest. Oder auch Content, der andere beleidigt oder verletzt – denn solche Schnitzer können heftig nach hinten losgehen! Welche Inhalte aber sind das im Detail, die du lieber für dich behalten solltest (auch wenn es dich noch so sehr in den Fingern juckt)? Mein Artikel klärt auf:

7 Dinge, die du niemals in Social Media posten darfst

Bild: Vadim Ivanov, Shutterstock.com

Beleidigende oder verletzende Inhalte

“Eigentlich” ist es nicht notwendig, dass ich diesen Punkt erwähne. Bestimmte aktuelle Themen sorgen aber dafür, dass die Erinnerung an diese Form der Netiquette (vor allem auf Facebook) offensichtlich sehr dringend nötig ist.

Mal ganz unabhängig davon, wie bestimmte Leute im Kopf so ticken… wer eine halbwegs normale Kinderstube genossen hat und sich einigermaßen im Griff hat, kann sich auch in Social Media zurückhalten und fängt nicht an, andere Leute zu beleidigen oder mit den eigenen Inhalten sogar zu verletzen.

Was vermutlich nicht immer klar ist: Ein soziales Netzwerk wie Facebook ist nicht wirklich anonym. Wer es darauf ansetzt, die Identität von Usern herauszufinden, die beleidigende oder verletzende Inhalte veröffentlichen, wird das ohne große Probleme schaffen – und wer im Zweifel selbst nicht in Teufels Küche kommen will, hält sich in Social Media schön zurück und benimmt sich vernünftig (denn letztendlich hat ein solches Verhalten oft einen fatalen Bumerang-Effekt).

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Gerüchte über bestimmte Personen

Ähnlich verhält sich das mit offensichtliche Falschaussagen über anderen Menschen in Social Media. Im Volksmund wird gern von “Rufmord” gesprochen, die korrekte Bezeichnung ist aber “Verleumdung”.

Und Verleumdung ist eine Straftat, die in Paragraph 187 des Strafgesetzbuchs beschrieben wird:

“Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit (Reputation) zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.” (Quelle: Wikipedia)

Du kannst also bis zu 5 Jahre in den Knast wandern, wenn du mutwillig und öffentlich Gerüchte über jemanden in die Welt setzt, die unwahr sind – und das trifft auch auf erfundene Sachen zu, denn die sind ebenfalls unwahr (es sei denn, du landest einen Zufallstreffer).

5 Jahre sind eine lange Zeit und jetzt mal ehrlich: Ist es das wert? Wie gesagt, 100-prozentige Anonymität gibt es im Internet nicht (es ist also möglich, dich zu finden, auch wenn du denkst, dass es nicht geht) und zusätzlich ist es einfach nicht nett, böse Gerüchte über andere Leute in die Welt zu setzen.

Fremde Inhalte, die angeblich von dir sind

Der Diebstahl von Content ist so alt wie das Internet. Und mit “Diebstahl” ist auch “Diebstahl” gemeint!

Du könntest auch “Klauen” dazu sagen, letztendlich macht das keinen Unterschied. Du darfst kein fremdes Auto klauen und das Gleiche gilt auch für die Inhalt fremder Leute – denn die gehören nicht dir.

Außerdem kann es echt peinlich werden, wenn du dich mit fremden Federn schmückst. Stell dir vor, der echte Inhaber kriegt das mit – und das kommt viel häufiger vor, als es öffentlich kommuniziert wird.

Im harmlosesten Fall bekommst du eine E-Mail, in der man dich bittet, keine Inhalte zu klauen oder unter deinem Namen zu veröffentlichen. Es kann aber auch gleich eine Abmahnung mit einer saftigen Kostennote kommen und letztendlich ist es auch in einem solchen Fall möglich, rechtlich gegen dich vorzugehen.

Wenn du also den Content einer anderen Person in Social Media veröffentlichst und dann so tust, als wäre es dein eigener Content – Content also, der von dir persönlich kreiert wurde – dann kannst du in große Schwierigkeiten kommen. Und mal ganz abgesehen von finanziellen Schäden und dass man dich verklagen kann: Was glaubst du, wie sich das auf deine Reputation auswirkt?

Negative Sprüche über Kollegen und Vorgesetzte

Für manche ist es ein nur ein Scherz oder ein schlechter Witz, der dann am Ende oft “nicht so gemeint” war. Problem: Negative Sprüche über Kollegen und Vorgesetzte können nicht nur das Arbeitsklima bedrohen, sie können auch dafür sorgen, dass deine Karriere abrupt beendet werden kann.

Kennst du noch die TV-Serie “Stromberg”? Dazu gab es dann am Ende auch noch einen Film und zugegeben – die Serie war verdammt lustig, aber… willst du wirklich in einer solchen Atmosphäre arbeiten?

In Social Media gibt es wie gesagt keine echte Anonymität. Ich wiederhole mich mit dieser Aussage, ich weiß – und ich will dich ganz sicher nicht langweilen, aber ich kann das nicht oft genug sagen, weil ich immer wieder sehe, wie “freizügig” manche Menschen in Social Media mit ihren Gedanken umgehen.

Du musst wissen, dass dich eine Beleidigung auf Facebook deinen Job kosten kann, wenn du so blöd bist (sorry für den Ausdruck) und deinen Chef beleidigt hast. Es gibt bereits zahlreiche Fälle, wo genau wegen solcher Sachen Leute gefeuert wurden – und wenn du deinen Chef (oder auch deine Kollegen) nicht magst, dann such dir doch besser einen neuen Job, denn dann bist du nicht gefrustet und kommst gar nicht erst in Versuchung, jemanden in Social Media aufs Korn zu nehmen.

Details über künftige (Geschäfts-)Reisen

Du bist oft und viel auf Reisen und du liebst es, deine coolsten Fotos aus dem Urlaub öffentlich auf Facebook zu posten? Kein Thema, das geht in Ordnung – wenn du aus dem Urlaub zurück bist oder es dir einfach nicht verkneifen kannst, ein Bild von dir am karibischen Strand zu posten, um deine Freunde daheim “zu erfreuen”, die bei 10 Grad und Nieselregen frieren.

Solche Fotos funktionieren gut und werden immer viel geliked und auch das geht natürlich in Ordnung. Du solltest aber darauf verzichten, Details über Reisen in Social Media zu veröffentlichen, die du erst noch machen willst.

Du magst das für “urbane Legenden” halten, aber es kommt häufiger vor also du denkst, dass Facebook gezielt nach genau solchen Informationen durchsucht wird. Damit wollen Kriminelle herausfinden, wer zu einem bestimmten Zeitraum möglicherweise nicht zuhause ist – und dann zuschlagen.

Private Informationen in Social Media sind grundsätzlich ein sensibles Thema und letztendlich musst du selbst entscheiden, was du die Welt über dich wissen lassen willst und was nicht. Je sparsamer du aber mit solchen Infos umgehst, desto besser.

Und es ist kein Witz: Ich habe schon Postings gesehen, in denen User auf Facebook vorab verkünden (warum auch immer) wann genau sie im Urlaub sind. Dass muss nicht zwingen heißen, dass sie dann auch 100-prozentig Opfer einer kriminellen Tat werden – das Risiko aber steigt deutlich.

Informationen über deinen Finanzstatus

In den USA gibt es diverse Blogger, Podcaster und Affiliates (viele sind auch alles in einer Person), die ihre monatlichen Einnahmen veröffentlichen. Sofern du eine Firma hast, die Bilanzen vorlegen muss, ist das eigentlich kein Problem – denn deine Zahlen sind dann in Deutschland ohnehin öffentlich einsehbar.

Bei den genannten Bloggern, Podcastern und Affiliates werden die monatlichen Einnahmen detailliert aufgelistet. Damit wollen diese Leute nicht angeben, wie man vielleicht meinen könnte. Vielmehr geht es ihnen darum zu zeigen, mit welchen Methoden sie diese Einnahmen erwirtschaften.

Und letztendlich heißt es auch nicht, dass das ganze Geld aus den Einnahmen komplett übrig bleibt, denn es handelt sich meist nur um den Umsatz. Davon gehen dann noch die Kosten ab und auch in den USA muss man unglücklicherweise Steuern zahlen.

Trotzdem ist es grundsätzlich nicht sinnvoll, weitreichende Informationen über den eigenen Finanzstatus öffentlich in Social Media zu verbreiten. Bescheidenheit ist bekanntlich eine Tugend und ganz unabhängig davon, dass du bestimmte Leute mit solchen Infos eventuell auf dumme Ideen bringst – du hast es doch gar nicht nötig, so derbe anzugeben!

Alles, was du von dir generell nicht auf Dauer online sehen willst

Stell dir vor, dass du ein Geheimnis hast. Ein ganz spezielles Hobby oder eine Angewohnheit und du wärst nicht begeistert, wenn die ganze Welt davon wüsste.

Würdest du es gut finden, wenn das in der Zeitung stehen würde? Oder wenn es jemand erfahren und allen erzählen würde?

Vermutlich nicht! Was ich damit sagen will: Facebook ist ein öffentliches soziales Netzwerk und auch wenn du bestimmte Inhalte von dir nur mit ausgewählten Gruppen teilst, kann es passieren, dass auch andere Facebook User davon Wind bekommen.

Aus diesem Grund solltest du vorsichtig sein und dich selbst schützen – indem du eben nicht alles von dir preisgibst und dich einfach an die Regeln hältst: Dinge, die du über dich auch nicht gern in einer Zeitung lesen wollen würdest, sollten auch nicht auf Facebook veröffentlicht werden.

Das gilt übrigens nicht nur für dich als Person, sondern auch für Personen aus deinem Umfeld. Es kann sein, dass du es sehr witzig findest, ein bestimmtes Foto von dir, das dich auf einer ausschweifenden Party in einer „lustigen“ Situation zeigt, unbedingt auf Facebook posten willst.

Ein solches Foto kann dir schaden, wenn du zum Beispiel aktiv auf der Suche nach einem Job bist. Es sind schon Leute wegen genau solcher Fotos nicht zu einem Vorstellungstermin eingeladen worden!

Viel ärgerlicher kann ein solches Foto aber für eine Person aus deiner Umgebung sein, die zufällig ebenfalls auf dem Foto abgebildet ist. Für dich mag das kein Thema sein, andere haben damit aber möglicherweise Probleme, weil sie in der Situation, die dich zeigt, nicht mit dir in Verbindung gebracht werden wollen.

Das musst du respektieren. Nimm also Rücksicht, nicht nur wegen der potenziell schlechten Reaktionen deines Umfelds, sondern auch um deiner selbst willen – es gibt eben Dinge auf der Welt, die sind 100-prozentig privat und solche Inhalte gehören einfach nicht in Social Media.