Facebook Fehler sind oft vermeidbar, trotzdem aber leider nicht auszurotten. Im Prinzip verhält es sich wie mit den Facebook Mythen – obwohl das Wissen über das, was man nicht tun sollte, überall im Internet frei verfügbar ist, werden dennoch immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Und damit nicht genug, es kommen ständig neue dazu. Auch das wäre nicht weiter tragisch, wenn auf der anderen Seite mehr für die Aufklärung getan würde. Ich selbst mach das immer gern und versuche auf diese Weise wenigstens einen kleinen dazu beizutragen, dass in Zukunft weniger Facebook Fehler gemacht werden. Denn heißt eine Redewendung, das ich schon als Kind hörte? „Erst denken, dann reden!“ Gute Idee. Auch und vor allem auf Facebook, denn diese Fehler können dir das Genick brechen:

13 Facebook Fehler, die dir das Genick brechen

13 Facebook Fehler, die dir das Genick brechen

Inhaltsverzeichnis

Facebook Fehler #1: Keinen persönlichen Stil entwickeln
Facebook Fehler #2: Zu lange Beiträge schreiben
Facebook Fehler #3: Klassisches Marketing unverändert übertragen
Facebook Fehler #4: Markenaufbau vernachlässigen
Facebook Fehler #5: Zu werbliche Beiträge schreiben
Facebook Fehler #6: Schlechtes Timing
Facebook Fehler #7: Fehlende mobile Optimierung
Facebook Fehler #8: Mehr als ein Link pro Beitrag verwenden
Facebook Fehler #9: Kein Feedback auf (negative) Kommentare geben
Facebook Fehler #10: Um Likes, Shares und Kommentare betteln
Facebook Fehler #11: Freunde oder Fans kaufen
Facebook Fehler #12: Minderwertiges Bildmaterial verwenden
Facebook Fehler #13: Unvorsichtige Status-Updates veröffentlichen

Facebook Fehler #1: Keinen persönlichen Stil entwickeln

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Vollkommen egal, ob du selbst auf Facebook aktiv, deine Person als Marke etablieren willst oder verantwortlich für die Social-Media-Strategie deines Unternehmens bist: Du musst dafür sorgen, dass deine Community dich sofort erkennt – und das klappt am besten, wenn du einen „persönlichen“ Stil entwickelst.

Das Wort „persönlich“ mag für Marken nicht ganz zutreffen. Wenn du dich aber mal in deiner Umgebung umschaust, Produkte im Supermarkt unter die Lupe nimmst oder einfach mal 5 Minuten TV-Werbung schaust (auch wenn das sehr weh tut), dann erkennst du, dass alle erfolgreichen Marken eine eigene „Markensprache“ haben.

Man erkennt das Produkt sofort, sei es nun wegen des „Wordings“ oder wegen der Aufmachung. Beispiel IKEA: Das schwedische Möbelhaus macht seine Werbung immer im gleichen Stil – bei einer Printanzeige würde man die Werbung von IKEA auch dann erkennen, wenn das Logo nicht gezeigt würde.

Das liegt zum Beispiel daran, dass IKEA immer die gleiche Schrift benutzt und seine Produkte immer auf eine ähnliche (aber nicht langweilige) Weise abbildet. Solche Maßnahmen sorgen mit der Zeit für Vertrautheit beim (potenziellen) Konsumenten.

Man erkennt die Werbung und somit die Marke sofort, das Gefühlt der Vertrautheit oder zumindest der Bekanntheit verstärkt die positive Wahrnehmung. Genau diesen Effekt kannst du selbst für die oder deine Marke auch nutzen (und denk drank: Menschen kaufen nicht von Logos, sondern von Menschen – da kann eine ordentliche Portion Vertrauen nicht schaden).

Wichtig ist, dass du am Ball bleibst und dafür sorgst, dass du wirklich immer konsistent bist. Mach also nicht den Fehler, ständig anders sein – die meisten Menschen honorieren es, wenn du dir selbst treu bleibst, denn nach außen wird auf diese Weise ganz klar ersichtlich, dass du jemand bist, der sein Fähnchen nicht ständig ist den Wind hängt!

Facebook Fehler #2: Zu lange Beiträge schreiben

Auf Facebook wollen die User unterhalten werden. Es gibt auch welche, die den Kontakt zu Freunden und Bekannten pflegen – doch auch die sind in der Regel auf der Suche nach „interessanten Inhalten“.

Auch hier steht also der Wunsch nach Unterhaltung im Vordergrund. Ich kann mit einer Person noch so gut befreundet sein – wenn die Updates auf Facebook immer langweilig sind, dann sehe ich keinen Grund, denUpdates dieser Person weiterhin zu folgen.

Sich unterhalten zu lassen heißt aber auch immer, sich nicht so viel anstrengen zu müssen. Das mag jetzt schockierend klingen, aber das menschliche Gehirn denkt nicht so gern nach – Nachdenken ist anstrengend und verbraucht viel Energie.

Natürlich denken wir Menschen trotzdem alle ständig nach. Wenn wir es uns aber leichter machen können, dann tun wir das.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der User auf Facebook immer den schwierigen Weg gehen will, wenn es eine Alternative gibt. Die gibt es fast immer und so macht man es sich bequem.

Für eine Content-Strategie auf Facebook ist somit klar, dass du es deiner Community nicht schwer machen darfst. Du sollst nicht für triviale und leichte Unterhaltung sorgen, aber verpack deine Inhalte bitte möglichst so, dass niemand einschläft, wenn er sie liest.

Und das bezieht sich immer auch auf die Länge: Zu lange Texte werden auf Facebook oft nur widerwillig oder überhaupt nicht konsumiert. Um das zu verstehen, musst du dich in die Lage der Leute versetzen, die deine (und viele andere) Inhalte auf Facebook konsumieren.

Im News Feed rauscht jeden Tag viel Content durch – das meiste davon bemerkt du selbst gar nicht, weil Facebook es für dich „vorfiltert“. Was aber übrig bleibt, springt dir auch nicht immer sofort ins Auge.

Damit du selbst als Content-Publisher zu deinen Fans im News Feed durchdringst, musst du also möglichst interessant sein, dabei zusätzlich unterhaltsam, am besten noch eine kleine Story erzählen und obendrein kurz und knackig agieren.

Zu lange Texte törnen eher ab. Es gibt Studien, laut denen Texte auf Facebook mit 80 Zeichen oder weniger 27 Prozent mehr Interaktionen erzeugen.

Diesen Wert halte ich persönlich für etwas zu niedrig angesetzt (also die 80 Zeichen), aber das kann auch themenabhängig sein. Fakt ist, dass du keine Romane schreiben darfst, denn damit läufst du Gefahr, dein Publikum zu langweilen.

„So viel wie nötig und so wenig wie möglich!“, lautet ein altes Sprichwort. Und wer hätte es gedacht, es trifft auch auf Facebook zu – halte dich also daran.

Facebook Fehler #3: Klassisches Marketing unverändert übertragen

Facebook will nicht so viel Werbung im News Feed seiner User haben. Zumindest nicht Werbung, für die du nicht bezahlt hast – wenn du sie verursachst.

Klassisches Marketing, wie man es aus den Jahrzehnten kannte, bevor das Marketing im Internet groß und erfolgreich wurde, besteht aber oft nur genau daraus: Werbung. Facebook geht sogar so weit und schraubt immer mehr an einem Algorithmus herum, damit „werbliche Beiträge“ maschinell besser erkannt werden.

Folge: Methoden des klassischen Marketings funktionieren auf Facebook schlecht oder gar nicht, weil Facebook die eigenen User nicht mit Werbung zupflastern will (wie gesagt, es sei denn, du zahlst dafür, wenn du Werbung machst). Aus Sicht der User ist das schon sinnvoll, denn wenn Facebook zu einer Ansammlung von Werbeanzeigen im News Feed würde, die dazu noch schlecht gemacht und höchstwahrscheinlich auch nicht besonders relevant sind , dann würden die User schnell die Kurze kratzen und die schöne Reichweite von Facebook wäre dahin.

Damit wäre dann aber auch deine Reichweite dahin – und ich schätze mal, dass du das nicht willst. Erliege deswegen also bitte nicht der Versuchung, Facebook als deine persönliche Halde zum Abladen von immer neuer Werbung zu missbrauchen.

In Zeiten des sozialen Internets heißt Marketing auch und vor allem, kreativ zu sein. Schau dir mal große Brands auf Facebook an – oft ist das einfach nur zum Schnarchen.

Da muss man sich nicht wundern, warum es wenig bis keine Interaktion von den Fans gibt – es fehlt einfach an spannenden Inhalten und zu viel davon sieht nach plumper Werbung aus. Eine sinnvolle Community auf Facebook baust du auf, wenn du den Leuten dort richtig gute Inhalte bietest, die nützlich sind, unterhaltsam und zudem auch im Kopf bleiben.

Und dafür gibt es ebenfalls sehr viele Beispiele – nicht nur diejenigen, die es schlecht machen, sollte man im Auge behalten. Best Practices finden sich auf Facebook wie Sand am Meer. Wirf zum Beispiel einen Blick auf „The Walking Dead„, „Breaking Bad„, „https://www.facebook.com/lufthansacargoag“ oder auch „OnPage.org„.

Alles Produkte, Marken und Dienstleistungen, die für sich werben – logisch, schließlich wollen sie ja Geld verdienen. Sie machen aber keine plumpe Werbung, sie sind kreativ – sie bauen eine Beziehung zu ihrer Community auf und machen sich nützlich.

Facebook Fehler #4: Markenaufbau vernachlässigen

Eine Marke baut man am besten mit konsistentem Auftreten auf. Ich habe das schon im ersten Tipp mit dem persönlichen Stil angerissen.

Erinnerst du dich an das Beispiel mit IKEA? Viele andere Marken agieren auch auf diese Art und Weise – weil es am besten funktioniert.

Würdest du das „Knut“-Fest kennen, wenn es IKEA nicht gäbe? Wohl kaum – doch mit ihrer unvergleichlichen Art, für sich zu werben und dafür zu sorgen, dass man die eigene Marke immer wieder erkennt und einen positive Beziehung dazu hat, sind sie seit Jahren erfolgreich.

Genau das aber machen viele andere Marken (oder auch Personen) auf Facebook nicht. Sie dir die Website von Pat Flynn an: Pat Flynn ist eines der Parade-Beispiele dafür, wie man sich selbst optimal in Szene setzt und zur Marke wird.

Pat Flynn sorgt nicht nur mit seinem Content für Mehrwerte und nützliche Inhalte. Er ist auch wiedererkennbar, denn er nutzt immer die gleichen Farben, die gleichen Schriften und hat ein konsistentes Auftreten in der Öffentlichkeit.

Dabei ist er aber nie langweilig! Er ist so kreativ und schafft es immer wieder, aus seinem grundsätzlichen Stil neue Abwandlungen zu erstellen.

Er macht also ständig neue Sachen, weil man mit ihm und seinem Auftreten als Marke aber so vertraut ist, erkennt man ihn trotzdem immer wieder. Man merkt sofort, dass es sich um Content aus seiner Feder handelt – und genau so musst du auch handeln, um auf Facebook erfolgreich zu sein.

Viele Leute oder Unternehmen machen genau das leider nicht. Eigentlich erstaunlich, denn in der Regel hat so gut wie jedes größere Unternehmen eine „Corporate Identity“ – man erkennt also in der „normalen“ Welt fast immer, wenn ein bestimmtes Unternehmen Neuigkeiten am Start hat.

Auf Facebook hingegen machen das nicht alle und verschwenden so wertvolle Potenziale. Grundsätzlich nicht nachvollziehbar, aber vielleicht fehlt in solchen Unternehmen auch einfach nur das Verständnis oder es gibt nicht ausreichend Personal.

Du solltest diesen Fehler auf jeden Fall nicht begehen und immer darauf achten, dass du dich oder deine Marke auf Facebook konsequent weiterentwickelst. Mach dich, deine Firma oder dein Produkt unverwechselbar und sorg dafür, dass die User sofort wissen, dass es sich um deinen Content handelt, wenn sie etwas Neues von dir sehen.

Blick hinter die Kulissen von Facebook

Facebook Fehler #5: Zu werbliche Beiträge schreiben

Facebook und die Werbung, das ist so eine „Neverending Story“. Facebook braucht natürlich Werbung, denn 90 Prozent des Umsatzes stammen aus dieser Quelle – doch Werbung ist eben nicht gleich Werbung.

Facebook verdient Geld, wenn du als Publisher Werbung auf Facebook schaltest. Facebook verdient kein Geld, wenn du als Traffic-Sauger Leute aus Facebook auf deine Website ziehst.

Und Facebook verdient auch kein Geld, wenn du selbst zu werbliche Beiträge produzierst. Wie bereits im Facebook Fehler Nummer 2 erwähnt: Plumpe Werbung funktioniert auf Facebook nicht, auch weil sie nicht funktionieren soll!

Zumindest nicht im News Feed. Wenn du dort plumpe Werbung machst, dann bringt das den Usern verständlicherweise nichts – und Facebook wäre schön doof, wenn es dir ein solches Verhalten durchgehen lassen würde.

Stattdessen darfst du gern herkömmliche Werbung buchen – solange du zahlst, ist es Facebook nämlich recht egal, wie gut oder schlecht deine Werbung ist. Du musst mit dieser Werbung ja erfolgreich sein – Facebook ist das bereits, denn du hast für die Schaltung der Werbung schon bezahlt.

Du merkst aber, worauf ich hinaus will: Es ist extrem wichtig, dass du an deinen Inhalten, die du auf Facebook veröffentlichen willst, wirklich hart arbeitest. Du musst immer die Interessen deines Publikums im Blick haben.

Es ist toll, wenn du selbst auf bestimmte inhaltliche Formen stehst. Wenn sich deine User dafür aber nicht interessieren, dann bringt es dir nichts – du sendest dann immer nur in die Facebook-Welt hinaus und bekommst vielleicht mal das ein oder andere Feedback.

So richtig gut klappen wird das nicht, denn der User will auf Facebook tatsächlich keine plumpe Werbung im eigenen News Feed sehen. Facebook will solche Werbung auch nicht zeigen, deswegen bist du in der Pflicht, Inhalte so zu konstruieren, dass sie auffallen und gleichzeitig nützlich sind.

Die Zeit des Ausprobierens auf Facebook ist mittlerweile wirklich vorbei. Es ist ein Marketing-Kanal geworden, der in vielerlei Hinsicht klassischen Regeln folgt – aber eben nicht immer.

Facebook Fehler #6: Schlechtes Timing

Einer der ultimativen Klassiker, auf den auch ich schon mehrfach hingewiesen hab – bei diversen Gelegenheiten. Trotzdem kommt das minderwertige Social Timing auf Facebook nicht aus der Mode.

Das hat auch wieder mit Kreativität zu tun und mit der irrsinnigen Annahme, dass die Zeit der Veröffentlichung nicht wichtig ist. Kommt vermutlich auch aus der Zeit, als man im klassischen Marketing noch mit Pressemitteilungen per Fax arbeitete.

Wenn man nämlich einen Journalisten erreicht hat, dann ist es egal, wann genau man ihn erreicht hat. Sofern die Pressemitteilung gelesen und auch verarbeitet wird, ist alles cool.

Auf Facebook läuft das anders: Erstens willst du gar nicht den Umweg über die Presse gehen, damit deine Inhalte bekannt werden. Das ist heutzutage nicht mehr zwingend notwendig, das Internet hat das Tor zum Self-Publishing weit aufgestoßen und es lässt sich schon heute beobachten, dass manche Blogger mehr Einfluss im Web haben als traditionelle Journalisten.

Für dich als „Self-Publisher“ heißt das aber auch, dass du dich an die neuen Spielregeln halten musst. Wenn deine Zielgruppe schwerpunktmäßig dienstags zwischen 7 Uhr 30 und 9 Uhr 25 aktiv ist (ja, das kann man herausfinden, auf die Minute genau), dann musst du selbst mit denen neuen Inhalten auch zu genau dieser Zeit präsent sein.

Dein Content wird auch nach den Stoßzeiten noch konsumiert werden, dann ist aber die Chance für eine weitere Verbreitung geringer. Während der Hauptzeiten wirst du deutlich mehr Verbreitung erzielen und damit deine Reichweite und deinen Traffic extrem verbessern können!

Behalt die Uhr also im Blick und richte dich nach deinem Publikum, denn diese Leute sorgen dafür, dass deine Inhalte, deine Marke und/oder du selbst bekannter werden. Diese Bekanntheit brauchst du, um noch mehr Reichweite zu erzeugen – nur so kannst du dauerhaftes Wachstum erzielen und darauf kommt es letztlich an.

Facebook Fehler #7: Fehlende mobile Optimierung

Wann bist du zum letzten Mal in einer vollen U-Bahn gefahren? Mach das mal wieder, es ist echt lustig – und sehr lehrreich, denn du kannst die Gewohnheiten von Menschen beobachten, die mobil im Internet (und vor allem auf Facebook) unterwegs sind.

Kein Witz, ich sehe das immer wieder: Noch vor 2 Jahren hatten mindestens 7 von 10 Leuten in der U-Bahn eine Zeitung mit dabei – oder ein Buch. Das hat sich komplett verändert!

Heute hat fast niemand mehr eine Zeitung dabei, wirklich, ich sehe das nur noch selten. Stattdessen haben fast alle ein Smartphone dabei, viele sehe ich auch mit einem eBook-Reader wie dem Kindle.

Und jetzt rate mal, was viele der Smartphone-User auf ihren Geräten geöffnet haben: Richtig, Facebook. Es ist auch aus der Ferne leicht zu erkennen – das Facebook-Blau fällt auf und ich muss den Leuten nicht direkt auf das Display glotzen (und natürlich tu ich das auch nicht).

Facebook spielt also mobil eine extrem große Rolle und wird sehr viel konsumiert. Das heißt aber auch, dass die Inhalte, die dort so auftauchen, mobil optimiert sein müssen.

Besonders in der Adventszeit wird das immer wieder deutlich. Viele Publisher machen Adventskalender und viele User freuen sich darüber auch, dieses Produkt ist wirklich sehr beliebt. Aber: Wie auch so viele andere Facebook Apps sind zahlreiche Adventskalender schlicht und ergreifend untauglich, weil sie auf mobilen Endgeräten nicht funktionieren.

Und auch nicht jedes Bild, das auf dem Desktop super aussieht, muss mobil eine Augenweide sein. Texte sind so eine Sache – weil Facebook lange Texte ohnehin kürzt, fällt das nicht so schwer ins Gewicht.

Trotzdem muss man als User im Fall von langen Texten sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Desktop einen zusätzlichen Klick machen. Eine unnötige Verkomplizierung also, die bei zahlreichen Usern dazu führt, dass der lange Text eben nicht gelesen wird.

Es ist also egal, welche Inhalte du auf Facebook veröffentlichen willst: Denk immer daran, dass mehr und mehr User vornehmlich mobil auf Facebook zugreifen und werde entsprechend tätig. Es ist nicht gut, den Usern das Erfassen der eigenen Inhalte zu erschweren – fang also gar nicht erst damit an!

Facebook Fehler #8: Mehr als ein Link pro Beitrag verwenden

Wenn du via Facebook auf einen bestimmten Content aufmerksam machen willst, wie viele Links zu einer externen Website packst du dann in deinen Beitrag? Ich sehe es oft, dass dort 2 Links auftauchen – und ich verstehe es nicht.

Es ist einfach unsinnig. Warum sollte ein User auf 2 Links klicken, ist der Publisher nicht in der Lage, mit nur einem Link auf den wirklich wichtigen Content hinzuweisen?

Und wenn es mehr als ein Link ist, welcher Link ist der wichtigere? Die Frage lautet also: Auf welchen Link soll der User klicken, damit er genau die Informationen bekommt, die er haben will? Du siehst, das alles ist sehr verwirrend. Aber glaub mir, genau das ist die Verwirrung, die du auch bei deinem Publikum erzeugst.

Die User werden nicht genau wissen, auf welchen Link sie klicken sollen. Und weißt du, was viele Leute machen, wenn sie sich zwischen mehreren Dingen nicht entscheiden können?

Sie lassen es ganz bleiben. Für deinen Content bedeutet das, dass ganz einfach keiner der beiden Links geklickt wird – was dann für dich auch keinen Traffic bedeutet… Chance vertan!

Du kannst also ganz einfach dafür sorgen, dass dein Publikum genau die Inhalte konsumiert, von denen du willst, dass es sie konsumiert – du musst es den Leuten nur klipp und klar mitteilen.

Ganz ehrlich, wenn du deinem Publikum ganz deutlich vermittelst und durch direkte Kommunikation darauf hinweist, was du von ihnen willst oder welche Handlung es ausführen soll, dann wird es auch funktionieren. Sehr viele Leute werden dir dankbar sein, wenn du eine klare Linie vorgibst, denn die Verwirrung innerhalb von Facebook ist schon groß genug – selbst wenn Facebook selbst den News Feed schon vorsortiert.

Facebook Fehler #9: Kein Feedback auf (negative) Kommentare geben

Facebook ist ein soziales Netzwerk, nur leider scheint genau dieser Gedanke nicht überall ausreichend verbreitet zu sein. Im Prinzip geht es wie im ganz normalen Leben zu: Wer sich öffentlich äußert, bekommt in der Regel auch Feedback auf seine Äußerungen.

Und genau wie im normalen Leben auch ist es fast immer sinnvoll, dieses Feedback zu erwidern. Mindestens muss man sich damit befassen, wie das eigene Publikum reagiert hat, doch eigentlich ist es schon allein aus Gründen der Höflichkeit notwendig, selbst direkt zu antworten.

Nicht jede Art von Feedback auf Facebook muss kommentiert werden. Manchmal wird einfach ein Like vergeben, weil einer Person ein bestimmter Inhalt wirklich „nur“ gefällt.

Hier ist dann nicht weiter wichtig, darauf ausschweifend zu reagieren – das wäre etwa so, als würdest du mit Kanonen auf Spatzen schießen. Von Zeit zu Zeit (je nach Thema) passiert es aber, dass es wirklich notwendig ist, eingehendes Feedback zu kommentieren.

Besonders wichtig ist das, wenn es sich um negatives Feedback handelt. Denk immer daran, deine Community auf Facebook ist dein Kapital – wenn diese Leute ein Problem haben, dann bist du die Person, die sich darum kümmern muss.

Im Idealfall stellst du das Problem ab und alle sind happy. Manchmal geht das aber nicht. Ganz egal, wie das Feedback aussieht – geh auf dein Publikum zu und zeig ihm, dass es dir nicht völlig gleichgültig ist, was es denkt.

Positives Feedback ist immer schön, auch hier kann es sich aber auszahlen, zu reagieren. Vor allem dann, wenn du daraus sinnvolle Erkenntnisse für deine eigene Arbeit ziehen kannst.

Es wird dir nicht immer möglich sein, auf jegliches Feedback einzugehen. Vor allem aber die konstruktive Kritik muss dir wichtig sein, denn nur so kannst du selbst dafür sorgen, dass dein Produkt oder eben auch dein Content besser werden.

Du solltest es also als Chance für dich selbst sehen, wenn dein Content kommentiert und auch kritisiert wird. Wie genau du im Einzelfall mit Kritik umgehst, dafür kann ich dir keinen Masterplan geben – zu individuell und vielschichtig ist das Feedback dafür in der Regel.

Was dir aber klar sein sollte: Wenn du nicht reagierst, dann riskierst du die Verärgerung deines Publikums und ein verärgertes Publikum fühlt sich auf deiner Website (und auch auf deiner Facebook Seite) nicht wohl. Die Folge kann ein Rückgang deiner Reichweite sein.

Zumindest wirst du nicht wachsen, wenn du aufgrund deiner Arroganz nicht mit deinem Publikum interagierst. Deswegen mein Rat: Nimm dein Publikum ernst und lies dir jegliches Feedback aufmerksam durch – nur so kannst du lernen und dich selbst verbessern.

Wenn du besser wirst und somit auch deine Produkte qualitativ einen Schritt in die richtige Richtung machen, dann zahlt sich das für dich mittel- bis langfristig aus. Und genau das ist es, worum es bei der Behandlung von Feedback letztendlich geht.

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Quelle

Facebook Fehler #10: Um Likes, Shares und Kommentare betteln

Eine wahre Unsitte, die schon vor einigen Jahren begann und nach ihrem Höhepunkt in den letzten beiden Jahren immer noch weit verbreitet ist: Das Betteln um Likes, Shares und Kommentare.

Bei allem, was du auf Facebook für deine Marke, dich selbst oder dein Produkt tust, musst du dir ganz klar überlegen, was dein Ziel ist. Du brauchst also eine Strategie, denn nur so kannst du einen Plan entwickeln, der dich mit der Zeit an dieses Ziel bringt.

Und auf Facebook brauchst du Fans, denn sonst bekommst du keine Reichweite. Reichweite ist aber essentiell, denn ohne sie bekommst du keine Aufmerksamkeit und auch keinen Traffic – ein Teufelskreis.

Wenn es um Reichweite und Sichtbarkeit auf Facebook geht, ist vielen Webmastern jedes Mittel recht und das schließt dann leider auch die Unsitte mit ein, sich Likes, Shares und Kommentare zu erbetteln. Das Problem an dieser „Strategie“: Diese ganze „erbettelte“ Interaktion ist im Rahmen einer Wachstumsstrategie überhaupt nichts wert.

Die User, die auf diese Weise „begeistern“ kannst, werden sich wenn überhaupt nur ganz wenig mit deinem Content befassen. Der Grund ist nachvollziehbar: Sie haben mit dir interagiert, weil du gebettelt hast.

Das Motiv dieser User ist also bestenfalls Mitleid, sonst nichts. Und willst du gern aus Mitleid geliked werden oder vielleicht doch lieber, weil den Usern dein Content gefällt?

Ich geh davon aus, dass dir die zweite Variante lieber ist. Und es ist auch die bessere Variante, denn nur so bekommst du positive Interaktion, die wirklich auf die Qualität deiner Facebook Seite einzahlt.

Denk bitte zusätzlich an die Außenwirkung. Willst du wirklich als Person gelten, die selbst nichts auf die Reihe kriegt und deswegen nach Interaktion betteln muss? Ich denke nicht.

Wenn sich die Facebook User für deine Inhalte interessieren, weil die Inhalte einfach gut, unterhaltsam oder problemlösend sind, dann ist das die eindeutig bessere Lösung. Diese User bleiben dir viel eher treu, weil du für sie von Bedeutung bist.

Diesen Effekt können aber nur solche Inhalte erzielen, die die Bedürfnisse deines Publikums aufgreifen und befriedigen. Wenn dein Content einen Like, einen Share oder ein Kommentar bekommt, weil der Content selbst überzeugt und von hoher Güte ist, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Und noch ein Problem: Facebook stellt gern interne Benchmarks fest. Wenn du also eine große Menge Interaktionen bekommst, zum Beispiel eben aufgrund einer solchen „Bettel-Aktion“, dann kriegt Facebook das natürlich mit.

Bei sehr vielen Interaktionen denkt sich Facebook dann, dass das bei dir eventuell der Normalzustand werden könnte. Ergo bist du ab jetzt immer im Nachteil, denn mit herkömmlichen Marketing-Aktionen auf Facebook schaffst du es vielleicht nicht mehr, den bestehenden „Rekord“ einzustellen oder sogar zu toppen.

Du bringst dich im Zweifel also selbst in eine schlechte Situation, aus der du so ohne weiteres nicht mehr selbst herauskommen kannst. Und du hast die Konsequenzen dieses Verhaltens auch garantiert schon selbst auf Facebook gesehen: „Große“ Seiten mit vielen Fans, auf denen zwar fleißig Content veröffentlicht, dieser aber mit nur ganz wenig Interaktion belohnt wird.

Facebook Fehler #11: Freunde oder Fans kaufen

Ähnlich „doof“ wie das Betteln um Interaktionen ist das Kaufen von Freunden oder Fans. Beides absurde Ziele, das Kaufen von Freunden ist aber meiner Ansicht nach so fehl am Platz (oder besser: Wer sich wirklich Freunde kauft, der hat sein Leben nicht mehr unter Kontrolle), dass ich mich hier „nur“ mit dem Kaufen von Fans befassen will.

Und gleich zu Anfang muss ich die Frage stellen: Was soll das bringen? Gekaufte Fans bringen keine Interaktion (denn sie interessieren sich nicht für das Produkt) und sorgen bestenfalls dafür, dass eine Facebook Page auf den ersten Blick groß erscheint.

Dahinter ist fast immer nur heiße Luft. Du kannst das daran erkennen, dass auf solch „großen“ Seiten zwar Content veröffentlicht wird, es aber so gut wie keine Interaktion gibt. Nach außen ein fatales Zeichen, denn unwillkürlich fragte man sich, warum denn nicht geliked, geshared oder kommentiert wird – wo es doch so viele Fans gibt.

Die Erkenntnis: Irgendwas ist faul, man muss kein Experte sein, um das zu erkennen. Schlimmer noch, wenn das Kaufen von Fans öffentlich wird. Spätestens dann ist es mit der Reputation vorbei.

Der Aufbau einer großen Reichweite auf Facebook ist immer mit dem Aufbau einer themenrelevanten, treuen und loyalen Community verbunden. Eine solche Community wächst aber nicht über Nacht, der Aufbau bedeutet harte Arbeit.

Wer diesen Weg nicht gehen will, der kann nach Abkürzungen suchen – doch es gibt keine. Und wer dann auf die schiefe Bahn gerät und den Versuchungen des schnellen Wachstums erliegt, der schneidet sich gleich mehrfach ins eigene Fleisch, weil die vermeintliche Reichweite eben überhaupt nichts wert ist und dazu in der Regel auch Geld kostet.

Wenn die Sache auffliegt, leidet der eigene Ruf oder der der Firma und man ist möglicherweise jahrelang damit beschäftigt, den guten Ruf wiederherzustellen. Der Kauf von Fans für die eigene Facebook Page ist also überhaupt keine gute Idee.

Facebook Fehler #12: Minderwertiges Bildmaterial verwenden

Inhalte sind extrem wichtig, aber selbstverständlich kommt es immer auch auf die Verpackung an. Wer schaut sich nicht gern schöne Dinge an und warum sollte das im Internet anders sein?

Inhaltlich passendes Bildmaterial kann den Erfolg von Content massiv unterstützen. Auf Facebook ist es schon lange kein Geheimnis, dass hochwertige Bilder das Teilen von Inhalten begünstigen.

Warum auch nicht? Schließlich wird mit einem qualitativ guten Bild ein entscheidender menschlicher Schlüsselreiz bedient – und nicht umsonst werden wir in der Welt des Marketings überall mit „Eyecatchern“ (also Hinguckern) konfrontiert.

Dieses Prinzip funktioniert immer schon sehr gut und weil auch das Internet ein visuelles Medium ist, macht auch Facebook hier keinen Unterschied. Außerdem lassen sich perfekte Bilder, Grafiken und Fotos auch wieder sehr gut für Branding und Markenaufbau einsetzen, denn sie unterstützen visuell das, was „auf der Tonspur“ über eine Marke publiziert wird.

Dabei geht es nicht nur um Fotos, die im Rahmen von Beiträgen gepostet werden. Auch das Profil an sich sollte grafisch auf einem aktuellen und vor allem hochwertigen Stand sein.

Mit browserbasierten Programmen wie Pixlr Express gibt es mittlerweile Software, die extrem einfach zu bedienen ist und dank vieler Effekte auch aus unspektakulären Bildern und Fotos kleine Meisterwerke macht. Es gibt als heute auch nicht mehr die Ausrede, dann man teure Software wie Photoshop nicht anschaffen oder bedienen will – es geht auch ohne.

Auch wenn sich die hauptsächlichen Aktivitäten im News Feed von Facebook abspielen und auch wenn der Anteil der User, die eine Facebook Page direkt aufrufen, eher gering ist: Der professionellen Vollständigkeit halber ist es auf jeden Fall in deinem Interesse, dass du alle optischen Anforderungen an eine hochwertige Seite auf Facebook erfüllst. Das Auge „surft“ schließlich mit!

Facebook Fehler #13: Unvorsichtige Status-Updates veröffentlichen

Das Internet vergisst bekanntlich nichts und auch wenn es möglich ist, Status-Updates auf Facebook zu löschen, gibt es immer Mittel und Wege, dass auch solche Inhalte erhalten bleiben. Im Rahmen einer seriösen Content-Planung auf Facebook solltest du also immer im Auge behalten, was genau du postest.

Unüberlegte Aktionen haben meist ein Nachspiel. Im besten Fall werden unpassende Inhalte einfach wieder gelöscht, es kann aber auch passieren, dass du gezwungen bist, dich zu rechtfertigen.

Das soll nicht bedeuten, dass du dich selbst zensieren sollst. Allerdings haben die seltsam anmutenden Tweets des Finanzchefs von Twitter gezeigt, wie schnell unbedachte Äußerungen in einem sozialen Netzwerk dazu führen können, dass man vor einem Problem steht.

Selbst wenn sich solche „Fehler“ bereinigen lassen: Es kann passieren, dass bestimmte Inhalte trotzdem konsumiert und dann Inhalt von unangenehmen Diskussionen werden.

Wenn dieser Fall eintritt, muss mit Bedacht gehandelt werden, denn sonst kann die öffentliche Wahrnehmung einer Marke, eines Produkts oder einer Branche leiden. Manchmal entwickelt sich daraus auch ein Shitstorm, der mitunter nur noch schwer unter Kontrolle zu bekommen ist.

„Erst denken, dann reden“, ist hier ein guter Ratschlag – wie auch im ganz normalen Leben. Der Unterschied ist der, dass unbedachte Äußerungen auf Facebook wegen großer Reichweiten ganz andere Folgen haben können.

Zudem ist es wichtig, dass du dich immer an die Fakten hältst. Diese Fakten können interpretiert werden und diese Interpretation ist natürlich zulässig – sie darf auch öffentlich verbreitet werden.

Wenn du dich aber nicht an die Fakten gehalten oder Dinge sogar erfunden hast, dann kann sich das negativ auf deine Reputation auswirken. Die öffentliche Wahrnehmung deiner Person, deines Produkts oder deiner Firma ist wichtig – wird sie von dir vorsätzlich negativ beeinflusst, dann kann das böse enden und es gibt auch Social Media Manager, die deswegen ihren Job verloren haben.

Fazit

Facebook ist ein wundervolles Instrument, um für Produkte, Firmen und Dienstleistungen – aber auch für sich selbst als Person – Reichweite und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zusätzlich ist Facebook im digitalen Alltag integriert und gehört für viele Menschen einfach dazu.

Es ist also sinnvoll, sich dort aktiv zu engagieren. Letztendlich dreht sich alles darum, eine Marke zu etablieren – denn auch wenn man „einfach nur“ seinen eigenen Blog via Facebook promotet, wird man auf lange Singe zur Marke, ob man will oder nicht.

Diese Potenziale sollten definitiv genutzt werden, allerdings brauchst du für Facebook eine Strategie, damit du weißt, was überhaupt dein Ziel ist. Mit einer sinnvollen Strategie läufst du auch weniger Gefahr, echte Facebook Fehler zu machen.

Wer sein Ziel kennt, kann den Weg dorthin selbst gestalten und sich so auch unabhängiger von störenden Einflüssen machen. Wichtig ist und bleibt, dass du dir selbst treu bist – denn wenn du selbst nicht authentisch bist, dann wird es schwer sein, diesen Eindruck auf deine Inhalte zu übertragen.

Und auf Facebook merken die User schnell, was echt ist und was nicht. Schließlich halten sich dort auch nur Menschen wie du und ich auf – so wie man das seit jeher aus dem ganz normalen Leben kennt.