Die Linkaufbau-Geschwindigkeit ist ein Thema, dass immer wieder im Fokus steht – vor allem dann, wenn ein neues Projekt gestartet wird. Links sind nach wie vor ein sehr wichtiger Bestandteil und auch in Zeiten sozialer Signale unbedingt erforderlich, damit eine Website nach und nach gute Rankings bei Google bekommt. Die Frage, welche Linkaufbau-Geschwindigkeit „gesund“ ist, wurde mir kürzlich genau so gestellt. Und in meiner Serie „UFBA“ (steht für „User fragen, Björn antwortet“) nehme ich zu den meiner Ansicht nach interessantesten Fragen regelmäßig öffentlich Stellung, so also auch heute. Gleich vorweg, bei der Linkaufbau-Geschwindigkeit gibt es kein „richtig“ und auch kein „falsch“, denn es kommt wie so oft auf den jeweiligen Einzelfall an. Was bei einem Projekt gut funktioniert, muss bei einem anderen Projekt nicht auch zwingend zum Erfolg führen. Grundsätzlich sollten es vor allem zu Beginn nicht zu viele neue Links sein, die auf eine neue Website einprasseln. Dümpelt der Linkaufbau aber nur so vor sich hin, kann das für das organische Ranking-Wachstum ebenso schlecht sein. Worauf muss man also achten?

UFBA Folge 3: Welche Linkaufbau-Geschwindigkeit ist gesund, welche nicht?

Bild: B. Wylezich, fotolia.com

Neue Websites müssen sich Vertrauen erwerben

Komplett neu erstellt Websites haben alle das gleiche Problem: In der Regel sind sie unbekannt und genau deswegen auch schwer auffindbar. Google behandelt unbekannte Websites ähnlich wie wir Menschen: Was nicht bekannt ist, muss erstmal eingeschätzt wird. Deswegen landet eine neue Website auf der Watchlist zur Beobachtung.

Sondereffekte wie der sogenannte „Newbie-Bonus“ können dafür sorgen, dass eine Website in der ersten Zeit von Google bevorzugt behandelt wird, auch wenn Google noch kein Vertrauen in die Seite und deren Inhalte aufbauen konnte. Dieses Vertrauen wird nach und nach unter anderem durch die neu hinzukommenden Links aufgebaut.

Genau in diesem Zusammenhang sollte klar sein, dass die Linkaufbau-Geschwindigkeit nicht zu hoch sein darf, denn das in der Regel nicht natürlich. Es gibt Ausnahmen, aber die herkömmliche Website wächst langsam. Nicht nur inhaltlich, sondern eben auch in Bezug auf die entstehenden Verlinkungen. Logisch, weil die Inhalte ja nach und nach dazukommen. Dann gibt es in der Regel auch erst nach und nach neue Links.

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Bisherige Linkaufbau-Geschwindigkeit beobachten

Wir bei der Linkaufbau-Geschwindigkeit also nachgeholfen, dann ist ein Plan sinnvoll, mit dem man ganz genau steuert, in welchem Turnus neue Links aufgebaut werden. Wird dieser Vorgang möglich perfekt simuliert, dann empfängt Google entsprechende Signale, die zumindest nicht dazu führen, dass der Seite sofort misstraut wird.

Mit zunehmendem Alter einer Website oder auch bei bestehenden Projekten muss dann genau kontrolliert werden, wie sich die Linkaufbau-Geschwindigkeit entwickelt. Geht eine Website richtig ab und bekommt zum Beispiel durch außergewöhnliche Inhalte punktuell mehr Links als gewöhnlich, dann ist das grundsätzlich kein Problem.

Handelt es sich aber um ein komplett konstruiertes Projekt, bei dem eine sprunghafte Zunahme an Links durch keine nachvollziehbare Aktion entstanden ist, kann es zu Problemen kommen. Google überlegt dann, warum es zu dem sprunghaften Anstieg gekommen ist. Findet es keine plausiblen Gründe kommt es nicht automatisch zu einer Abstrafung. Allerdings kann die Website dann einer schärferen Beobachtung unterliegen, das haben zumindest meine Beobachtungen in den letzten Jahren ergeben.

Tempo beibehalten

Wurde bei der Linkaufbau-Geschwindigkeit ein bestimmtes Tempo aktiv gewählt, dann sollte dieses Tempo grundsätzlich auch beibehalten werden. Leichte Steigerungen nach oben im Laufe der Zeit sind in Ordnung, dürfen aber nicht zu extrem ausfallen. Tools wie MajesticSEO oder ahrefs geben genauen Aufschluss über die Zu- oder auch Abnahme von Links in einem definierten zeitlichen Verlauf.

Ausreißer nach oben oder unten können vorkommen, obwohl es vor allem bei den Ausreißern nach unten schwer ist, das genau so zu simulieren. Und vermutlich würden auch nur die wenigsten SEOs und Linkbuilder aktiv normale Links abbauen, nur um ein bestimmtes Muster zu erzeugen. Letztendlich ist es wichtig, den zeitlichen Verlauf bei der Linkaufbau-Geschwindigkeit mit einem gemittelten Wert darzustellen.

Dazu muss eine Website natürlich schon etwas online sein, andernfalls sind solche Mittelwerte nicht herauszufinden. Aus diesem Grund kann man sich als eine mögliche „Faustregel“ das Vorhaben auf die Fahnen schreiben, den Linkaufbau grundsätzlich eher moderat anzugehen – zumindest zu Beginn. Später kann dann entsprechend nachgelegt werden und je älter eine Website wird, desto mehr wird es auch organische Links geben, wenn entsprechend verlinkungswürdige Inhalte vorhanden sind.

Unnatürliche Entwicklungen vermeiden

Die Beobachtung der zeitlichen Entwicklung bei der Linkaufbau-Geschwindigkeit gibt genaue Aufschlüsse und kann so dabei helfen, unnatürliche Entwicklungen bei der Simulation des Link-Zuwachses zu vermeiden. Google hat in den vergangenen 15 Jahren gelernt, welche Muster im Internet „normal“ sind und welche nicht – und das bezieht sich nicht nur auf Links.

Das Problem: Nicht alle Websites sind gleich. Dieses Problem ist auch der Grund, warum eine größere Anzahl unterschiedlicher Projekte nicht gleich behandelt werden können. Es mag Parallelen geben, diese sind aber fast nie wirklich ausschlaggebend.

Genaues Monitoring und natürlich die nötige Themenrelevanz beim Linkaufbau sind daher Pflicht. Wer sich daran nicht hält, wird früher oder später Schwierigkeiten bekommen und ist dann auf Maßnahmen angewiesen, die auch Geld, vor allem aber viel Zeit kosten. Zeit, die dann für die Erledigung anderer Aufgaben fehlt.

Fazit

Es gibt bei der Linkaufbau-Geschwindigkeit leider kein Patentrezept, keine echte Faustregel und auch keinen Königsweg. Jedes Projekt muss einzeln für sich betrachtet und genau geplant werden – auch und vor allen in Sachen Linkaufbau. Grundsätzlich sollte man wissen, dass Google vor allem bei Links mittlerweile extrem genau hinschaut. Ein Grund, sich ganz genau zu überlegen, wie man das Thema angeht, damit man im Verlauf eines Projekts keine bösen Überraschungen erlebt. Die Linkaufbau-Geschwindigkeit muss sich der Entwicklung der Website individuell anpassen, egal wie große die Seite ist. Und natürlich können da neben klassischen Methoden zum Linkaufbau auch verlinkungswürdige Inhalte lohnen, die dann in einem gewissen Maße zum organischen Linkaufbau beitragen. Denn der nicht-organische Linkaufbau ist ja nach wie vor – und daran wird sich vermutlich auch nichts ändern – von Google untersagt. So steht es in den Richtlinien für Webmaster.