SEO ist und bleibt im Online Marketing eine der wichtigsten Disziplinen überhaupt. Und obwohl Suchmaschinenoptimierung seit Jahren etabliert sein sollte, werden auch heute noch oft schwere Fehler gemacht. Die Top 10 SEO Fehler, denen man auch 2012 immer noch häufiger begegnet, als es einem lieb ist, habe ich in diesem Artikel aufgeführt. Viel Spaß (oder besser gute Nerven) beim Lesen!
1. Title Tag fehlt
Der Titel eines HTML Dokuments ist eine der wichtigsten Gestaltungsmöglichkeiten, die man bei der OnPage Optimierung hat. Umso erstaunlicher ist es, dass auch heute noch zahllose HTML Dokumente ohne <title> im Quelltext angefertigt und veröffentlicht werden.
2. Falsche Keywords ausgewählt
Wer eine Website auf die falschen Keywords optimiert hat schon verloren. Bevor man ein Projekt startet (oder auch eine einzelne Seite) sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Keywords man überhaupt verwenden will. Diese Keywords sollten in dem HTML Dokument erscheinen – an jeweils passenden Stellen.
3. Menüs mit Java Script
Zwar ist Google besser geworden, wenn es um das Auslesen von Inhalten auf Websites geht, die nicht ausschließlich in HTML codiert wurden. Trotzdem ist es auch heute noch einer der Top 10 SEO Fehler, dynamische Menüs mit JavaScript zu realisieren. JavaScript ist umständlich und unhandlich und kann von CSS ersetzt werden.
4. Fehlen einer logischen Struktur
Google bestraft zwar keine schlecht oder falsch codierten HTML Dokumente, es belohnt aber die Logik. Wer HTML Elemente wie Überschriften nutzt, muss darauf achten, dass die Verwendung logisch ist: <h2> kommt also immer nach <h1> und vor <h3>. Geht man unlogisch vor, dann verwirrt man Google und hat so Nachteile gegenüber der Konkurrenz.
5. Nutzung von Flash
Flash hat ausgedient. HTML 5 kann alles, was Flash auch kann. Insofern ist es eigenartig, wenn man auch heute noch auf Seiten stößt, die mit Flash arbeiten. Befremdlich wird es, wenn diese Seiten keine Alternativen in HTML anbieten, um Flash zu umgehen. Daher der Tipp: Flash weglassen.
6. Grafiken als Überschrift
Diese Unart gehört eindeutig ebenfalls zu den Top 10 SEO Fehlern. Zwar hat dieser Trend rein subjektiv in den letzten Jahren nachgelassen, es tauchen aber immer noch Seiten auf, die statt einer mit <h1> oder <h2> codierten Überschrift in einem HTML Dokument mit Grafiken arbeiten. Mittlerweile bietet Google Webfonts an, mit denen man ansehnliche Überschriften basteln kann.
7. Übermäßige Verwendung von Meta Tags
Kaum zu glauben, aber wahr: Auch 2012 findet man an vielen Stellen noch gut befüllte Meta Tags wie zum Beispiel für “keywords”. Das Meta Tag für “description” ist wichtig, weil man so die Snippets gestalten kann, direkte Auswirkungen auf das Ranking gibt es allerdings nicht. Den Platz für die “keywords” kann man sich 100%ig sparen.
8. Zu wenig Text
Daran hat sich nichts geändert: Google mag Text. Je sinnvoller, hilfreicher und zielführender, desto besser. Natürlich ist Google eine Maschine und kann Texte nicht so verstehen wie ein Mensch. Durch das Verhalten der Nutzer allerdings werden Rückschlüsse angestellt. Kurze Verweildauer und hohe Absprungrate sind schlecht für das Ranking. Gute Texte mit relevanten Infos dagegen sind gut für das Ranking.
9. Schlechtes URL Design
Bei der URL müssen die wichtigen Suchbegriffe möglichst weit vorn erscheinen, sonst verschenkt man Potenziale. Dieser Punkt gehört zu den Top 10 SEO Fehlern, weil es auch heute noch sehr viele Websites gibt, die mit schlecht strukturieren URLs unterwegs sind. Sonderzeichen und Session IDs sind da nur ein Problem.
10. Backlink Spam
Backlinks sind wichtig und unverzichtbar. Mittlerweile kommt es aber extrem auf die Qualität an. Spätestens seit dem Penguin Update sollte deutlich sein, wohin die Reise geht. Klassischer Backlink Spam hat ausgedient, wenn man langfristig erfolgreich sein will.
Top 10 SEO Fehler,


















Alles sehr gut zusammengefasst und es ist wichtig, dass man diese Dinge immer wieder anmahnt. Aber wer heutzutage noch diese Fehler macht (und das ist ja Dein Zielpublikum), würde sich bestimmt auch über weiterführende Links zu den jeweiligen Stichpunkten freuen.
Zu Punkt 5 möchte ich gerne mal tape.tv als Positiv-Beispiel nennen, trotz Flash-Website gute Rankings.
Eine sehr schöne und übersichtliche Auflistung.
Aber Punkt Nummer 6 habe ich eigentlich noch nie wirklich gesehen. Vor allem nicht bei Blogs oder dergleichen.
Was man in letzter Zeit sehr häufig sieht, sind Webseiten / Blogs mit extrem langen Ladezeiten. Meistens bedingt durch unzählige Plugins, Besucherzähler und so weiter. Das sollte man auch tunlichst vermeiden.
Mit freundlichen Grüßen
David
Hallo Björn,
“Menüs mit Java Script”
Kommt drauf an, man kann die wichtigen Oberkategorien ja mit CSS realisieren, alle Unterkategorien mit Javascript via Dropdown erstellen, so geht der Saft dahin, wo er hingehört.
Ansonsten geb ich dir Recht, es ist erstaunlich wie oft man diese Fehler auch im Jahre 2012 noch sieht.
Thomas,
tape.tv hat eine Domain-Popularität von knapp 2.400 – bei einer solch guten Inbound Verlinkung drückt Google auch gern schon mal ein “algorithmysches” Auge zu. MUSS nicht immer funktionieren, aber… Ausnahmen bestätigen ja oft die Regel.
Schöne Zusammenstellung.
Was mMn noch fehlt sind Ladezeiten und ausgehende fehlerhafte Links (404).
Spezielle beim Umzug können die leicht flasch gesetzt werden, was G. überhaupt nicht mehr mag.
“Kurze Verweildauer und hohe Absprungrate sind schlecht für das Ranking.” Aber woher weiß Google das, wenn der Seitenbetreiber z.B. kein Google Analytics nutzt? Und wäre eine Verknüpfung mit Google Analytics nicht ohnehin datenschutzrechtlich bedenklich?
Barbara,
dafür ist Google Analytics nicht zwingend notwendig. Bounce Rate und ungefähre Verweildauer kann Google im Zweifel auch mit Cookies feststellen. Weitere Möglichkeit: Es wird einfach gemessen, wie lange er dauert bis ein Besucher, der auf ein bestimmtes Suchergebnise geklickt hat, wieder von der Zielseite zurückkommt und dann erneut sucht oder die Suche verändert.
[...] Dieser Gastartikel ist im Original hier erschienen. [...]
Ich glaube wir wollen immer viele Tricks kennenlernen. Die Realität sind oft die von Björn aufgelisteten Themen. Vielleicht nicht spannend, aber effektiv
Google Webmaster Tools eignet sich auch sehr gut um Fehler auf der Seite zu finden. z.B. doppelte Tags, kurze Title …
auch die Geschwindigkeit kann man abfragen
[...] SEO-Fehler Top 10 SEO Fehler SEO ist und bleibt im Online Marketing eine der wichtigsten Disziplinen überhaupt. Und obwohl Suchmaschinenoptimierung seit Jahren etabliert sein sollte, werden auch heute noch oft schwere Fehler gemacht. Die Top 10 SEO Fehler, denen man auch 2012 immer noch häufiger begegnet, als es einem lieb ist, habe ich in diesem Artikel aufgeführt. Viel Spaß (oder besser gute Nerven) beim Lesen! bjoerntantau.com/ [...]
Hallo Björn,
herzlichen Dank für diesen Artikel. So liefert er mir doch einen kleinen “Schnelleinblick”.
Eine vielleicht “blöde” Frage, aber für mich als Neuling auf diesem Gebiet interessant: Was ist bzw. wo fängt Backlinkspam an? Sind z. B. SB-Einträge und Eintragungen in Webkataloge aus Deiner Sicht schon Spam?
Hallo Bert!
Ja, in 99% der Fälle muss man heutzutage von Webkatalogen abraten. Solche Links sind nicht mal ansatzweise organisch und insofern auch nicht sinnvoll. Sogar Blogkommentare machen da mehr Sinn ;-)
Herzlichen Gruß
Björn
Hallo Björn,
vielen Dank für einen aufschlussreichen Artikel. Ich hätte gerne mehr Informationen zum letzten Punkt “Backlink Spam”.
Du sagst, dass z.B. Webkataloge heutzutage nicht mehr sinnvoll sind.
Was hältst du von Artikelverzeichnissen und Presseportalen?
Hallo Dieter,
Artikelverzeichnisse solltest du aus der Linkaufbau-Strategie dringend streichen. Google mag die schon lange nicht mehr. Bei Presseportalen können einige wenige sinnvoll sein. Problem: eine an viele Presseportale geschickte Pressemitteilung wird dann auch in gleicher Form massenhaft verbreitet – es gibt also auch massenhaft doppelte Inhalte. Findet Google nicht gut. Links aus solchen Quellen schaden nicht zwingend, sie sind aber auch nicht wirklich nützlich. Ich persönlich würde, wenn überhaupt, einige qualitativ hochwertige Presseportale aussuchen und dann einzeln mit Unique Content beliefern.
Herzlichen Gruß
Björn
Und wir sind immer noch nicht perfekt.
Immer wieder hilfreich der Herr Tantau.
Und tatsächlich hat bis gerade eben unser Title gefehlt.
Schönes Wochenende
gruss Marcus
Was interessiert ein JS Menu, wenn man eine ordentliche Sitemap bei den Suchmaschinen einreicht?
Gute Menus können zum großteil durch CSS ersetzt werden, das ist richtig. Aber Fancy Effekte – wie sie die Marketingleute immer haben wollen, trotz gegenteiliger Beratung durch uns Webentwickler – gehen in der Regel nur mit JS.
Wenn die Unterseite des Hauptmenupunktes dann wieder die Unternavigation enthält, ist selbst das für Google kein Problem.
Dennoch: Liefere eine Sitemap, und es geht los.
Was meiner Meinung nach noch fehlt, ist die meist fehlende Koordinierung der Suchmaschinen durch die meist fehlende robots.txt