In der 20. Episode des Internet Marketing Podcasts geht es wieder um Inhalte – allerdings nicht um irgendwelche, sondern um den Content, nach dem du dich wirklich sehnst… und mir dir ein großer Teil deines Publikums sowie der Menschheit insgesamt. Ich bin hier nicht leichtfertig, wenn ich behaupte, dass bestimmte Arten von Content bei der Mehrheit der Leute im Internet besser ankommen als andere. Genau um diese Inhalte geht es heute und ich habe dir insgesamt 10 Beispiele dafür mitgebracht. Dazu gibt es Bonusmaterial, in dem ich dir 5 weitere Beispiele präsentiere…

IMP 020: Das ist der Content, nach dem du dich sehnst

Der Content, nach dem du dich sehnst (und dein Publikum) | Bild: sharpshutter, Shutterstock.com

Content ist nicht gleich Content

So ist es leider – und ich schreibe „leider“, weil vielen Inhalten im Internet oft noch die Emotionalität fehlt. Die passt natürlich nicht immer, aber bei 90% des digitalen Contents ist es so, dass sich mit Emotionen mehr bewegen lässt. Und damit meine ich nicht nur Glück und Freude, Leid und Tränen… es müssen nicht immer die extremen Emotionen sein – auch das Erfolgserlebnis beim Abschluss eines Projekts oder das kleine Schmunzeln über ein lustiges Bild sind Emotionen. Und in der heutigen 20. Ausgabe meines Internet Marketing Podcasts erkläre ich dir, welche Arten von Content die Leute wirklich konsumieren wollen und wie du diese Inhalte einsetzt, damit deine Website wächst. Hör also am besten jetzt gleich rein oder abonniere den Podcast bei iTunes:

Shownotes

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Website von Gary Vaynerchuck
Die Kunst des Storytellings
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Transkript

Internet Marketing Podcast 020: Das ist der Content, nach dem du dich sehnst

Hey, hallo und herzlich willkommen zur 20. Ausgabe des Internet Marketing Podcasts auf bjoerntantau.com mit mir, Björn Tantau. In den letzten Episoden hatte ich gelegentlich mal ein Jubiläum zur 20. Episode in Aussicht gestellt. Ich habe mir jetzt ganz spontan überlegt: Das ist ja irgendwie Schwachsinn. Wir machen das Ganze bei der 25. Episode, denn: Ich habe noch nie gehört, dass jemand zum Beispiel seinen 20. Hochzeitstag extrem krass feiert. Aber 25. – klar, Silberhochzeit, da geht’s immer rund.

Insofern heute auch kurz und knapp die Begrüßung und gar nicht viele Worte dazu. Das Jubiläum kommt in fünf Folgen. Stattdessen machen wir heute ein weiteres cooles Thema. Und in dieser 20. Ausgabe habe ich mich mal wieder dem Thema Content verschrieben. Content Marketing, Content Distribuierung, auf jeden Fall geht es darum: Das ist der Content nach dem du dich sehnst. Und wenn ich sage, nach dem du dich sehnst, dann heißt das auch, dass sich der Rest der Welt mal ganz flapsig gesagt oder zumindest deine Konsumenten, dein Publikum, deine Zuhörer, deine Leser, deine Zuschauer, je nach dem wo du Content publizierst danach sehnt. Es ist wirklich so.

Es gibt ein paar Contentarten, die sind einfach… ich sag es ganz salopp: Geiler als andere Contentarten und diese Contentarten wollen wir uns heute mal angucken. Problem: Die meisten Inhalte taugen nichts. Das liegt meistens daran, weil der User nicht im Mittelpunkt steht. Und das ist es, was du im 21. Jahrhundert machen musst, spätestens seit 2013, 2014, 2015 heißt Content Marketing nicht einfach nur Content produzieren, Content abladen oder vielleicht Linkaufbau betreiben oder irgendwie so ein Krempel. Nein – es heißt, dass du deinen User, also die Person, die du ansprechen willst auch wirklich in den Mittelpunkt stellst.

Und das ist nicht nur so dahin gesagt, das meine ich wortwörtlich. Es geht um den User. User Centric Marketing. Also: Zentrum des Marketings ist dein User. Und wie du das hinbekommst mit den richtigen Contentarten, das machen wir heute.

Es geht beim Content Marketing leider auch jetzt immer noch zu selten um Emotionen. Dabei sind Emotionen genau das Richtige. Mit Emotionen kannst du extrem viel bewirken. Es gibt natürlich Abhilfe. Die Frage ist nur: Nach welchen Inhalten sehnst du dich wirklich? Ergo: Du = Deine Leser, Dein Publikum. Denn du musst ja etwas produzieren, das die anderen Leute gut finden. Natürlich thematisch auf das was du publizierst bezogen.

Also: Du musst etwas tun, was in deine Themen, in deine Erlebniswelt reinpasst. Du kannst nicht, wenn du ein Techblog über Handys hast und Smartphones, etwas schreiben über nachhaltige Tierzucht. Auch ein wichtiges Thema, aber das bringt so natürlich nichts. Du musst also etwas schaffen, was den Leuten in deinem thematischen Umfeld gefällt. Und solche Sachen kriegst du nicht einfach so hinterhergeworfen. Da musst du schon ein bisschen recherchieren und du musst gucken, was gibt es da, was kann man machen, was kann man schreiben?

Und letztendlich sind die Inhalte nach denen wir uns alle sehnen, also Inhalte die wir gut finden, immer die, die tatsächlich diesen alt hergebrachten Mehrwert bringen. Ich weiß, stressiges Wort. Mehrwert, Nutzen schaffen, Vorteile, Probleme lösen… aber all das ist genau das, worum es geht. Dieses „Mehrwert“ was du immer öfter hörst ist – kann ich verstehen – relativ ausgelutscht. Das liegt daran, weil die meisten Leute, die Content Marketing versuchen einfach nur diese Wortphrase, dieses Buzzword, Mehrwert rauskloppen, eigentlich gar nicht genau wissen – was versteckt sich denn hinter dem Mehrwert?

Stellen wir mal die Frage: Nach welchen Content sehen sich die Menschen denn nun? und es gibt davon tatsächlich eine ganze Menge. Und du kannst eine ganze Menge davon einsetzen für deine eigenen Zwecke. Das ist eigentlich relativ unabhängig davon welches Themengebiet du beackerst. Es geht darum, dass du im Rahmen deines Themengebietes das bringst, was die Leute haben wollen bezüglich der Aufbereitung. Das schauen wir uns gleich mal an.

Ich habe heute 10 Sachen insgesamt mitgebracht. Also, ich zeige dir 10 Contentarten. 10 Arten von Content, die du einsetzen kannst, mit denen du gute Ergebnisse erzielen wirst. Ich habe aber dazu noch 5 weitere aufgeschrieben. Die werde ich heute in der Folge nicht besprechen. Die habe ich aber in ein PDF reingepackt. Dieses PDF ist ein Bonus zu der Show. Das kannst du dir herunterladen. Den Link werde ich entsprechend am Ende der Show nennen, sofern ich ihn dann schon habe. Wahrscheinlich werde ich ihn aber in die Shownotes reinschreiben. Ich werde am Ende der Episode noch einmal darauf hinweisen, wo du diese – nennen wir es – Checkliste plus Bonusteil herunterladen kannst, damit du weißt: Was sind denn die 10 plus 5 Contentarten nach denen wir uns alle sehnen?

Und natürlich gibt es auch heute wieder ein Transkript. Das habe ich ja jetzt kürzlich eingeführt, durch einen sehr schönen Service, der mir empfohlen wurde. Ich werde die nette junge Dame die das macht, nächstes Mal noch etwas genauer vorstellen. Heute mache ich das noch nicht. Aber das Transkript ist wichtig, denn dann kannst du quasi den Podcast auch nachlesen, wenn du aus welchen Gründen auch immer, keine Möglichkeit haben solltest, den Podcast zu hören. Eigentlich eine ganz feine Sache und ich habe mir sagen lassen, dass mehr Text im Artikel auch bei Google ganz gut ankommt. Also wollen wir mal schauen, wie sich das Ganze so entwickelt.

Ansonsten habe ich in den letzten Episoden oftmals Bewertungen vorgelesen – das mache ich heute nicht. Ich habe um Bewertungen gebeten, mache ich heute trotzdem und wenn ihr diesen Podcast hört, denkt daran, das Ganze gibt es natürlich auch bei iTunes. Dort mal suchen nach „Internet Marketing Podcast“. Der Link ist auch bei den Shownotes unten und dann einfach den Podcast abonnieren, damit ihr in Zukunft immer sofort die neuesten Episoden bekommt. Das war es jetzt soweit.

Ich beginne mit dem 1. Content, nach dem sich deine User sehnen…

Und zwar ist das: Content, der dich daran erinnert, dass das Leben kurz ist. Mag theatralisch klingen, aber: Mit zunehmenden Alter wird das den Leuten bewusster. Manchen etwas früher, manchen etwas später. Es gibt dann aber noch ein paar Sachen, die man erledigen will, bevor es zu spät ist. Grundsätzlich ist das ein Thema, was mit sehr viel Emotionen aufgeladen ist, das deswegen auch so gut funktioniert. Ich erinnere mich daran, dass es in vielen Simpsons Folgen oder in ein, zwei… mehreren Simpsons Folgen so was gibt, wo Montgomery Burns, als auch Homer, als auch Abe Simpson Listen haben, was sie noch tun wollen, bevor sie das Zeitliche segnen, wie zum Beispiel – keine Ahnung – einen Baum pflanzen, einen Berg besteigen, all so was.

Letztendlich sollst du natürlich keine Inhalte schreiben und den Leuten erklären, was sie noch vor ihrem Tod machen sollen und damit ein bisschen Panik verbreiten, aber du sollst schon dafür sorgen, dass die Leute sich mit einem Inhalt auseinandersetzen. Und das kriegst du damit hin, indem du die Leute erinnerst, dass man halt nicht alles auf die lange Bank schieben kann. Das gilt auch bei Projekten. Also sagt den Leuten ruhig: Wenn du jetzt ein Blog aufsetzen willst, dann mach das lieber zügig, denn es kann sein, dass du in einem Jahr irgendwie krank bist oder auswandern musst oder willst oder was weiß ich und dann schaffst du es nicht mehr.

Also es gibt Dinge im Leben, die sollte man zeitnah erledigen, auch bei Projekten. Und da kann man mit solchen Inhalten darauf hinweisen, dass man halt nicht unendlich Zeit hat. Nicht final bezogen auf das Ableben, sondern auch auf Lebensereignisse, weil man vielleicht jetzt den Traum hat ein Business aufzubauen, aber in einem Jahr sich die Umstände verändern – aus welchen Gründen auch immer, familiär, privat, keine Ahnung – und man es deswegen nicht mehr tun kann. Das heißt, jetzt anfangen und nicht verschieben.

2. Content, der dich mehr an dich und an deine Ziele glauben lässt

Motivation wird immer gut, insbesondere bei den Leuten, die aktuell unzufrieden sind. Und unzufrieden sind immer irgendwelche Leute. Inhalte, die einen konkreten Weg zur Verbesserung einer Situation aufzeigen, funktionieren sehr gut. Das heißt, wenn du den Leuten quasi erklärst, wie sie beispielsweise ihre aktuelle Situation verändern können.

Damit meine ich nicht, dass du Lifestyle Blogger werden sollst und den Leuten erklären sollst, wie sie innerhalb von drei Monaten ein passives Einkommen erreichen und mit dem Laptop bewaffnet um die ganze Welt reisen können und Digital Nomads werden. Das meine ich nicht. Ich meine zum Beispiel, dass du Leuten erklärst… Okay, pass auf: Du hast beispielsweise irgendein Projekt. Du willst Youtube Videos machen und damit richtig groß werden, aber du kommst nicht weiter, weil du irgendwo hängen bleibst. Keine Ahnung – Bild passt nicht; Ton passt nicht; du bekommst keine Interaktion auf die Inhalte; du bekommst nicht genug Video Views, die abberufen werden oder du kriegst keine externen Verwiese, weil der Linkaufbau hakt – solche Dinge.

Erklär‘ den Menschen was sie tun können, um in ihren Augen unbefriedigende Situationen zu verbessern und wenn du das tust und den Leuten da eine Lösung anbietest, dann wird dieser Content von den Leuten auf jeden Fall konsumiert, weil es ja etwas Positives ist, was die eigene Unzufriedenheit beheben kann. Und genau darum geht es. Dass du quasi der Absteller bist für dieses Problem und die Leute dann entspannt, fröhlich und befreit weiter machen können. Auf zu neuen Erfolgen. Ganz einfach.

3. Content, der dich daran erinnert was wirklich wichtig ist

Auch hier Emotion, klar. Es geht natürlich um die Essentials. Also, das was im Leben wirklich zählt. Zum Beispiel die Zukunft der eigenen Kinder oder die gemeinsame Zeit mit der Familie. Auch wieder auf den privaten Bereich bezogen, aber auch solche Themen kannst du natürlich – wenn du einen Businessansatz fährst und ein Blog machst, wo es nicht unbedingt um Familie und Privates geht – auch da kannst du natürlich sagen: Hier hör mal zu… du hast jetzt ein Projekt gestartet.

Es gibt Sachen innerhalb eines Projektes – auch Onlineshop, Website, was auch immer, einen Laden aufbauen, selbstständig machen, wie auch immer… es gibt Dinge, die wichtiger als andere Sachen sind. Und die musst du entsprechend vorranig behandeln und es ist wichtig, dass du diese Dinge im Fokus hast, mehr als andere Dinge und dich entsprechend primär darum kümmerst. Solche Inhalte funktionieren auch entsprechend gut und das ist ein Stilmittel, was du einsetzen kannst.

4. Content, der Geheimnisse aufdeckt

Klar. Jeder mag es, wenn Geheimnisse aufgedeckt werden. Wenn Geheimnisse dann auch noch schwer zugänglich sind, dann wird es interessant. Das klappt wirklich in so gut wie allen Lebensbereichen, wenn es sich tatsächlich um aufgedeckte Geheimnisse handelt. Ganz wichtig: Ich rede hier nicht davon, dass du dir irgendeinen Blog aus den USA angucken sollst und dann dort, das was du auf englisch gelesen hast auf deutsch schreiben sollst und sagen sollst „Hier, ich habe eine neue Methode entdeckt, um 10.000 Besucher pro Tag mehr auf der Seite zu bekommen“.

Das ist ja kein Geheimnis. Das ist nur ein übersetzter Hinweis von einem Kollegen aus den USA, aber das ist kein Geheimnis. Es muss tatsächlich etwas sein, dass du selber so herausgefunden hast und was andere so nicht kennen. Wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich habe mein letztes Ebook zum Thema Facebook Ads veröffentlicht und das lief so unheimlich cool, dass ich da Unmengen an Geld verdient habe und darüber schreibe ich jetzt quasi noch ein Ebook – simples Beispiel. Das wäre ein Geheimnis, weil niemand weiß, was ich genau verdient habe, was ich genau gemacht habe und wie das Ganze entstanden ist.

Was habe ich an Marketingmaßnahmen gemacht? Was ist da im Hintergrund passiert? Das wäre ein Geheimnis. Wenn ich das aufdecken würde, dann wäre das für Leute interessant, weil es etwas ist, was vorher so nicht bekannt war. Ganz einfach.

5. Content, der unerwartete Überraschungen bereit hält

Das ist ein bisschen wie mit den Geheimnissen, aber eine Überraschung kann manchmal auch was eher simpleres sein, nichts ganz so dramatisches, auch unbekannte Fakten. Auf jeden Fall lieben Menschen Überraschungen, wenn es keine bösen Überraschungen sind. Also, ganz wichtig: Keine bösen Überraschungen! Macht den Leuten keine Angst und wenn ihr den Leuten die Wahrheit verkaufen möchtet, dann tue es mit einem Lächeln oder besser gesagt: Bringe die Menschen zum Lachen und bringe ihm dann die unangenehme Wahrheit schonend bei, denn sonst wirst du ein Problem bekommen.

Eine Überraschung kann auch ein Bonus sein, wenn du zum Beispiel ein Thema bringst – Beispiel dieser Podcast. Ich mache das Thema Content Marketing und Content, nach dem die Menschen sich sehnen, bringe aber als Überraschung noch eine Bonusliste heraus, sprich: Das was ich hier erzähle – die 10 Contentarten. Die findest du auch in einem PDF, das du downloaden kannst und da drin sind noch 5 weitere Arten von Content, die ich hier so nicht besprochen habe. Das ist quasi ein überraschender Inhalt und damit kannst du arbeiten – Bonus, Checkliste, all sowas. Und das klappt entsprechend auch ganz gut und viele Menschen mögen sowas.

Das ist natürlich eine angenehme Überraschung oder zumindest keine böse Überraschung. Denn wie gesagt: Böse Überraschung, das weißt du von dir selber, da stehst du auch nicht drauf. Wenn du irgendwie morgens geweckt wirst und deine Freundin kippt dir einen Eimer Wasser ins Gesicht. Das soll ja passieren – gelegentlich. Das ist eine böse Überraschung – mag niemand. Oder auch als Kind: Man freut sich auf Weihnachten und kriegt nicht das Geschenk, was man eigentlich haben wollte, sondern irgendeinen anderen Krempel. Das ist eine böse Überraschung – das wollen wir nicht haben!

6. Content, der dich zu einer Handlung inspiriert

Hier geht es im Kern auch wieder um das Thema Motivation – das aber bezogen auf eine konkrete Handlung. Das muss sich nicht zwingend auf ein Business beziehen. Es kann auch im privaten Bereich sein, zum Beispiel eine neue Art, wie du mehr Unkraut entfernen kannst. Das motiviert und inspiriert dich dazu sofort loszulegen. Also quasi Content, der dir sagt „Wenn du das soundso machst, dann kannst du bessere Ergebnisse erreichen“.

Das ist eine Motivation. Content, der dir sagt „Du kannst deinen Content Output mit diesen Methoden um 30% in derselben Zeit schreiben“ – das ist eine Motivation. Dann fängst du gleich an und handelst, weil du weißt: Wenn ich das so mache, dann klappt das und dann bin ich ziemlich gut drauf und habe mehr Content in der gleichen Zeit. Das ist definitiv ein motivierender Inhalt.

7. Content, der dich glücklich oder fröhlich macht

Das glaube ich, muss ich nicht weiter erklären. Glücklich und fröhlich machen ist immer super. Wenn dein Content andere fröhlich und glücklich macht, dann wird er konsumiert und Fröhlichkeit wird auch sein, einfach lustige Inhalte. Ich nehme mal den Postillon als Beispiel. Den kennt wahrscheinlich von euch jeder. Das ist einfach eine Publikation, wo man bei jedem Artikel zumindest schmunzeln muss, weil die beim Postillon immer aktuelle Geschehnisse so verpacken, dass da tatsächlich guter Content rauskommt, der einfach witzig ist.

Und solche Inhalte machen die Menschen fröhlich, sie machen Spaß, sie bringen Freude und deswegen kannst du solche Inhalte auch wunderbar benutzen, um den Leuten entsprechend dieses Gefühl zu vermitteln. Das heißt, dieser Content wird definitiv konsumiert und das wollen die Leute auch lesen. Genau wie spannende Sachen oder irgendwelche Promi-Enthüllungen.

8. Content, der ein Problem löst oder uns etwas lehrt

Auch das ist ein Selbstgänger. Ich bin selber in dem Bereich sehr, sehr aktiv und versuche immer meinem Publikum Dinge zu erklären, die den eigenen digitalen Alltag leichter machen und dafür sorgen, dass man Online Marketing viel, viel besser anwenden kann. Es ist ein Selbstgänger, ja. Ich bringe immer gerne das Beispiel Bohren in Fliesen. Das habe ich heute auch wieder bei einem Artikel verlinkt, den ich heute geschrieben habe. Es geht darum, dass ich irgendwann vor Jahren mal in meinem nigelnagelneuen Badezimmer in die Fliesen bohren musste, um einen Spiegel anzubringen. Und bedauerlicherweise wusste ich nicht, wie das geht.

Was habe ich getan? Ich habe mich informiert und wurde über Youtube aufmerksam auf ein entsprechendes Video, wo erklärt wird, wie man das mit der Bohrmaschine macht – in die Fliesen bohren, ohne dass die Fliesen zerspringen. Dieses Video kam von einer größeren Baumarktkette, die wir jetzt nicht näher benennen müssen, weil es unerheblich ist. Es geht darum, dass die in einem relativ einfach und kurz gemachten Video erklärt haben, wie das mit dem Bohren in Fliesen funktioniert. Und: Es hat geklappt! Ich habe einen Content aufgerufen und konsumiert. Der hat mir ein konkretes Problem gelöst und danach war ich happy.

Weil ich hatte zwei Löcher in den Fliesen. Die Fliesen waren noch heile und ich konnte entsprechend den Spiegel anbringen – das war so ein kleiner Kosmetikspiegel für meine Frau. Und das hat funktioniert! Also, ich war happy, meine Frau war happy. Eine Win-Win Situation für alle und das ist Content, der entsprechend funktioniert. Also: Lös‘ ein Problem und die Leute werden dich lieben, weil sie durch das Problem und manchmal auch Geld sparen.

9. Content, der den Kampf David gegen Goliath thematisiert

Erfolgsgeschichten von Menschen, die eigentlich keine Chance haben. Aktuell, während ich den Podcast hier aufnehme, ist noch Fußball-EM und wir erinnern uns an Island und wir erinnern uns an Wales, die beide sehr gut gespielt haben. Das sind kleine Player, die gegen große Player bestanden haben. Das konnte man bei der EM sehr schön sehen. Es waren die Underdogs, die auf dem Papier nicht gewinnen konnten, also, rein statistisch gesehen.

Die Isländer haben schön gezeigt, wie das funktioniert, zum Beispiel gegen Belgien. Die haben sie ganz locker weggeputzt und das ist der Grund, warum Leute sowas lieben. Und wenn ihr mal die letzten Tage Facebook geschaut habt oder mal auf Videos geachtet habt, die aus Island kommen, obwohl die Isländer im Viertelfinale ausgeschieden sind, sind sie die absoluten Helden. Und zwar nicht nur in Island, sondern auch der ganzen EM. Als Beispiel: In Island wohnen irgendwie 330.000 Leute, also nicht mal eine halbe Million und 10.000 von denen waren bei dem Viertelfinalspiel gegen Belgien in Paris. Das heißt, 6% der gesamten Bevölkerung Islands waren an dem Tag außer Landes und im Fußballstadion oder drum herum.

Das sind Stories, die finden die Leute echt geil. Es ist David gegen Goliath. Wenn du David gegen Goliath nicht kennst, das ist eine sehr alte Story, google sie einfach mal und lies sie dir durch. Es geht darum, dass der vermeintlich Schwächere den viel, viel Stärkeren besiegt. Und solche Stories finden die Menschen einfach cool; wenn derjenige, der nicht so viel Power hat gewinnt. Das ist ein Selbstgänger. Du musst natürlich gucken, wie du das einbauen kannst, aber im Bereich Internet sind diese ganzen disruptiven Startups, die aus dem Boden sprießen eine coole Sache. Auch ein beliebtes Beispiel: Snapchat vs. Facebook.

Das wird immer gerne als Kampf stilisiert. Das ist quasi das kleine Snapchat gegen das große Facebook. Und Snapchat versucht Facebook irgendwelche Marktanteile im Bereich Fiji abzuluchsen oder sogar sie zu überbieten. Das heißt, Snapchat ist hier der Underdog, der gegen den großen, großen, großen blauen Player sich behaupten muss. Sowas finden die Menschen gut. Sowas finden die Leute cool, weil Facebook ist da etabliert. Da sind Leute über 50 drauf und bei Snapchat, da sind wir, die jungen wilder zwischen 20 und 30. Leute, die noch nicht zum Establishment gehören, nicht gesettelt sind, was weiß ich, all solche Sachen. Auf jeden Fall finden es die Menschen gut. Ich denke, das ist jetzt entsprechend deutlich geworden.

10. Content, der dir eine spannende Geschichte erzählt

Und auch das ist natürlich der Kern der Sache: Das gute alte Storytelling. Das ist der Grund, warum es überhaupt Kino, Bücher und Theater gibt. Das ist der Grund, warum Tom Sawyer von Mark Twain, als Beispiel, ein uralter Roman, immernoch so berühmt ist. Oder: Harry Potter, Star Wars, Star Trek. Überlegt mal, warum zum Beispiel alles mögliche rebootet wird. Warum gibt es von Star Wars noch 2 Teile? – Weil Disney gesagt hat „Geile Story! Da machen wir noch 3 Teile draus und machen unendlich Kohle“. Warum wurde Star Trek rebootet? – Weil sie gesehen haben „Das ist an sich eine geile Story; man muss sie nur ordentlich aufziehen“.

Harry Potter zum Beispiel war auch eine super Story und da gibt es sogar demnächst Spin-Offs von, die auch entsprechend gut funktionieren. In jedem Genre gibt es spannende Geschichten. Obwohl es nicht mal spannend sein muss. Einfach nur gut reicht auch. Beispiel: Nächstes Jahr in Hamburg gibt es wieder im Frühjahr die Online Marketing Rockstars. Dieses Mal wieder mit Gary Vaynerchuk. Der war im letzten Jahr schonmal da und sie haben ihn jetzt nochmal eingeladen. Ich habe mit den Jungs kurz gesprochen, warum. Sie hatten auch erst Bedenken, aber sie haben mir gesagt „Nee, die Resonanz ist so geil und Gary Vaynerchuk ist auch einfach ein cooler Typ“. Wer von euch den nicht kennt – unbedingt folgen, alles konsumieren was Mr. Vaynerchuk so raushaut. Das ist einfach nur geil, was der Typ macht.

Er ist quasi der Garant für klassisches Funktionieren des Storytelling, weil er immer eine Geschichte erzählt. Er erzählt seine Geschichte quasi 24/7, weil er omnipräsent ist. Er ist auf Facebook, er ist auf Snapchat, Instagram, Twitter, Facebook Live, Periscope. Er macht alles, ich glaube nur auf LinkedIn folge ich ihm nicht, aber sicherlich macht er auch da irgendwas. Das ist letztendlich genau das, worum es geht – spannende Geschichten erzählen. Und er macht das wie kein zweiter, aber es gibt ganz viele, die das sehr gut können und du musst dir überlegen, wie verpackst du deinen Content, dass er spannend ist und wie kriegst du es hin, dass die Leute bildlich gesprochen, dir an den Lippen hängen. Stell’s dir so vor, dass du der Geschichtenerzähler bist, der um’s Lagerfeuer sitzt und um dich herum sitzen 10 Leute aus deinem Stamm – ne? Damals Steinzeit oder irgendwas – und denen erzählst du jetzt, wie du das Mammut platt gemacht hast beim Nahrungssuchen – als Beispiel… Das ist eine fetzige Story.

Die Story musst du natürlich heute ein bisschen adaptieren, weil Mammuts gibt es nicht mehr und Elefanten platt machen kommt gut. Deswegen musst du dir da was ausdenken, aber das ist die Situation und da musst du dich reinversetzen und dir überlegen „Wie kann ich das, was ich rüber bringen möchte, mit Elan, mit Power auch noch spannend rüber bringen?“ Niemand will langweilige Geschichten hören. Du musst da ein bisschen Spannung reinbringen. Und sei es, dass du sie gut präsentierst. Es gibt auch Leute, die erzählen eigentlich langweilige Stories, aber präsentieren diese Stories so unglaublich gut, dass du nachher denkst „Wow, die war ja richtig geil, die Story.“ Dabei war die Geschichte gar nicht so dolle, aber die Präsentation war super. Das ist letztendlich das, was auch eine spannende Geschichte ausmachen kann, wenn du nicht so viel zu erzählen hast in Sachen Inhalt. Natürlich ist der Optimalfall geiler Inhalt, geile Präsentation, super Fakten und dann hast du dein Publikum da, wo du es haben willst.

5 weitere Arten von Content, nach dem du – also wir Menschen insgesamt, uns generell – dicht sehnst, findest du im Bonusmaterial. Die URL steht nachher in den Shownotes. Die habe ich jetzt noch gar nicht fertig, weil ich dieses Paper noch produzieren muss, aber es sei dir sicher: Der Link wird funktionieren. Wie gesagt, ich packe es in die Shownotes. Natürlich gibt es auch das Transkript und ich möchte mich natürlich heute auch wieder bei dir für’s Zuhören bedanken, denn das war es für heute schon wieder.

Ich freue mich auf die nächste Episode und falls du mal ein Thema hast, dass du in diesem Podcast behandelt haben möchtest, dann schreib’s mir einfach am besten auf meiner Facebook Page unter facebook.com/bjoerntantau oder auch auf meiner Website bjoerntantau.com. Also, es gibt diverse Möglichkeiten mich zu kontaktieren, auch Twitter oder schick‘ mir nen Snap – das ist mir völlig Banane. Hauptsache ich sehe das irgendwie und dann kannst du reinschreiben, was du hier mal hören möchtest und welches Thema dich interessiert. Ich lese aber auf jeden Fall alle Mails. Ich beantworte auch die meisten Mails. Da kannst du die Leute zum Beispiel fragen, die meinen Newsletter bekommen. Ich beantworte die Mails und lese sie mir durch. Und selbst, wenn ich deine Dinge nicht beantworten kann im Podcast oder auf der Website, nehme ich sie zum Beispiel in meine Facebook Live Sessions mit, von denen es auch demnächst wieder eine geben wird. Ich glaube vier hatte ich schon. Die nächste ist in Planung und kommt dann, wenn die EM zu Ende ist und bevor die Urlaubszeit beginnt.

Ansonsten wünsche ich dir eine gute Zeit, alles Gute und herzliche Grüße. Bis zum nächsten Mal!