In den USA ist Facebook immer einen Schritt weiter als bei uns und obwohl der eigentliche Test-Markt angeblich Neuseeland sein soll, kann man auch in den Vereinigten Staaten von Amerika immer mal wieder Tests sehen, die Mark Zuckerberg und sein Team an den Start bringen. Einer dieser Tests ist offensichtlich die aktuelle Möglichkeit, Facebook Places zu bookmarken. User können also Orte speichern und das klappt nach aktuellen Informationen sowohl mobil als auch via Desktop. Zusätzlich kann man diese Bookmarks dann scheinbar auch mit seinen Freunden auf Facebook direkt teilen, was die neue Funktion noch interessanter macht. Bei vielen Dingen fragt man sich, warum Facebook darauf nicht schon viel früher gekommen ist und die neue Bookmark-Funktion ist, sollte sie denn wirklich eingeführt werden, ganz klar eines davon. Doch was bedeutet ein solches Feature für das Facebook Marketing?

Facebook testet Bookmarks für Orte

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Zukunftsmärkte sind mobil

Erstens: Facebook bleibt weiter auf der mobilen Überholspur. Zwar kann man Facebook Places mit der neuen Funktion auch von seinem heimischen Rechner Bookmarks einrichten – aber so viel wird das nicht bringen. Viel interessanter ist die Möglichkeit, das mobil zu tun.

Auf diese Weise hat man dann nach einer gewissen Zeit eine eigene und vermutlich ansehnliche sowie praktische Datenbank mit guten Orten in der eigenen Umgebung – oder an jedem anderen Ort: Im Urlaub, auf Reisen und so weiter. Das kann viel Zeit sparen, wenn man unterwegs ist, weil man nicht jedes Mal neu suchen muss.

Zweitens: Man kann regelrechte Listen erstellen. Zum Beispiel wäre es möglich, seinen Freunden und Bekannten genau zu zeigen, wo sich in einer Stadt die besten Sushi-Läden befinden. Derartige Listen dürften extrem praktisch sein, gäbe es dann auch noch die Möglichkeit, solche Listen bewerten zu können, käme das den ersten Zügen einen Branchenbuchs gleich.

Bessere Inhalte, mehr Fans

Betreiber von Geschäften, Lokalen oder anderen Einrichtungen, die via Facebook Places zu finden sind, bekommen allerdings wieder mehr zu tun, wenn ein solches Feature wirklich eingeführt wird, denn: In Zukunft wird es nicht nur wichtig sein, den eigenen Laden auf Vordermann zu bringen (was ja eigentlich immer schon so hätte sein sollen).

Zusätzlich muss dann die Facebook Seite passen und gut bewertet sein. Wer also möchte, dass sein Laden auf Facebook von den Usern auch kräftig gebookmarked wird, muss sich was einfallen lassen oder sich zumindest Mühe geben, die bestmögliche User Experience abzuliefern.

Facebook handelt also erneut clever: Auf der einen Seite werden den Nutzerinnen und Nutzern neue und sinnvolle Features geboten, auf der anderen Seite wird der Druck auf Seitenbetreiber erhöht, gute Inhalte abzuliefern. So sorgt man dafür, dass sich die Anbieter von Inhalten mehr anstrengen, um potenziellen Usern, Gästen und Fans eine bessere User Experience zu bieten. Keine schlechte Strategie.