WhatsApp ist der beliebteste Messenger der Deutschen, das habe ich euch ja vor ein paar Tagen schon erzählt. Ich war selbst echt erstaunt, wie groß der Vorsprung zu anderen Messengern ist. Wie ich nutzen auch viele Firmen mittlerweile WhatsApp schon für Newsletter oder Terminvereinbarungen und Kundenkontakt. So richtig für Firmen und Businesskunden ausgelegt war und ist der Messenger aber leider nicht. Ungünstig, weil viele Privatpersonen auch heute schon via WhatsApp Kontakt mit Firmen aufnehmen wollen, denn das ist oft schneller und wesentlich unkomplizierter als via Telefon oder E-Mail. Facebook hatte nach dem Kauf 2014 versprochen, dass sich bei WhatsApp nichts ändert und sich auch an dieses Versprechen gehalten. Bis jetzt…

WhatsApp Business Accounts: Dramatische Änderung geplant?

WhatsApp Business Accounts: Dramatische Änderungen geplant? | Bild: Aku Alip, Shutterstock.com

Möglicherweise Business Accounts für WhatsApp

War WhatsApp bislang hauptsächlich für den Austausch unter privaten Kontakten ausgelegt, könnte sich das bald ändern. Der Messenger soll endlich auch für Unternehmen attraktiv werden – mit sinnvollen Funktionen und der Möglichkeit, direkt mit Kunden in Kontakt treten zu können.

Andeutungen in diese Richtung gab es ja schon lange immer mal wieder, aber jetzt macht WhatsApp mit einer kürzlich veröffentlichen Beta Version ernst. Die Website wabetainfo.com hat einen genaueren Blick auf diese Beta Version geworfen und eine Analyse der Veränderungen gemacht, die uns möglicherweise erwarten. Grundsätzlich ändert sich für dich als privater Nutzer nicht wirklich was.

Einzige Einschränkung wird dein Profilname sein, denn hier wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, das Emoji des grünen Hakens zu verwenden – ich hab das in der Vergangenheit noch nicht bei vielen Usern gesehen, aber bisher war die Nutzung möglich. Ein grüner Haken wird in Zukunft aber das Erkennungszeichen für Business Accounts sein.

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Kein grüner Haken mehr für private Nutzer

Um einen solchen Business Account zu bekommen, musst du dich von WhatsApp verifizieren lassen und bekommst dann den grünen Haken hinter den Namen. Als Business Account Nutzer bekommst du nicht nur einen grünen Haken hinter deinen Profilnamen, sondern es wird auch noch ein paar weitere Funktionen in einem speziell erweiterten Profil geben.

Neben deiner Firmenanschrift und einem Link zu deiner dazugehörigen Website, welche bereits in der Beta Version zu sehen sind, sollen hier in Zukunft auch deine Social Media Accounts wie Facebook und Instagram verknüpft und angezeigt werden können. Auch Öffnungszeiten sollen laut wabetainfo.com im Profil aufgeführt werden können.

Damit du deinen Unternehmensaccount auch wirklich sinnvoll nutzen kannst, gibt es zusätzlich viele weitere Funktionen, wenn du mit Kunden via WhatsApp kommunizierst. So können Nachrichten von Firmen beispielsweise als „Official Announcements“ gekennzeichnet werden. Während der Firmenname nach der Verifizierung unverändert bleibt, kann das Logo jederzeit hinzugefügt oder auch verändert werden.

Und bei einem Business Account darf natürlich eine ganz wichtige Sache nicht fehlen: die Möglichkeit, Statistiken auszuwerten. Hier wird dir angezeigt, wie viele Nachrichten von dir versendet wurden und wohl auch, wie viele davon tatsächlich von deinen Kunden gelesen wurden. Darüber hinaus sind auch mehrere Templates geplant, die es dir erleichtern sollen, optisch schöne Nachrichten oder Nachrichten in mehreren Sprachen zu versenden.

Keine unerwünschte Werbung

Auch wenn der Schritt von WhatsApp zur Einführung von Business Accounts gemacht wird, um endlich mit dem Messenger Geld verdienen zu können, so soll der private Nutzer auf jeden Fall weiterhin von unerwünschter Werbung verschont bleiben.

Wie genau das umgesetzt werden soll, ist noch nicht endgültig klar, aber es sieht danach aus, dass User sich die gewünschten Firmen und Seiten, mit denen sie kommunizieren wollen, selbst aussuchen und abonnieren können. Ob und wann das alles tatsächlich ausgerollt wird und bei allen Nutzern landet, ist nicht bestätigt – die aufgetauchte Beta Version zeigt aber eine mögliche Richtung, in die es mit WhatsApp gehen könnte.

Mittlerweile wird der Messenger von weltweit mehr als 1,2 Milliarden Menschen genutzt und Facebook musste 2014 sehr viel Geld zahlen, um WhatsApp kaufen zu können. Für mich nur eine Frage der Zeit, bis dieses Geld wieder reingeholt werden soll…