Warum ist Content Marketing so beliebt? Content Marketing eignet sich hervorragend, um deine Produkte, Dienstleistungen oder auch „nur“ Gedanken aufmerksam zu machen. Wenn der Inhalt passt, dann wird er von deinem Publikum in den sozialen Netzwerken wie Facebook geteilt und kommentiert. Zudem du selbst auch insgesamt von diesem Effekt, denn die Anzahl zum Beispiel der Anmeldungen zu deinem Newsletter kann steigen – oder du bekommst mehr Fans und Follower… schließlich möchten die Leute von der betreffenden Quelle (also von dir) möglichst nichts mehr verpassen, wenn sie deinen Content entdeckt haben und er ihnen wirklich gefällt. Allerdings gehört zum Content Marketing mehr als nur deine Inhalte. Tatsächlich musst du so viele Punkte beachten, dass vieles oft in Vergessenheit gerät. Mit diesem Artikel helfe ich dir, Punkte wie zum Beispiel die Überschrift und viele andere zu beachten…

Stell dir diese Fragen, bevor du neue Artikel postest

Stell dir diese Fragen, bevor du neue Artikel postest | Bild: lightstargod, Pixabay.com

Alles beginnt mit der passenden Überschrift

Doch wie genau muss die eigentlich aussehen? Um das zu beantworten, stellst du dir am besten einige Fragen, die sich auch bei mir bewährt haben:

1. Würde jemand genau diese Überschrift googeln?
Falls ja, kannst du dir sicher sein, dass der Artikel mehr Traffic Reichweite erzeugen wird.

2. Macht die Überschrift neugierig?
Nur wenn das der Fall ist, klicken die Leute auch auf das Suchergebnis.

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3. Ist die Überschrift nicht zu lang?
Ab einer Länge von 57 Zeichen schreitet Google ein und kappt die Buchstaben. Das variiert zwar ab und zu mal, aber grundsätzlich gilt für dich: fasse dich kurz. Ich persönlich versuche sogar immer, die 50 Zeichen nicht zu überschreiten, weil das auch in Sachen E-Mail Marketing besser ist – bei diesem Artikel habe ich es nicht ganz geschafft, mit den 53 Zeichen in „Stell dir diese Fragen, bevor du neue Artikel postest“ bin ich aber sicher, was Google betrifft.

4. Ist es deutlich, was ich mit meiner Überschrift sagen möchte?
Wenn dein potenzielles Publikum hier schon raten muss, dann wird es schwierig, diese User wirklich zu aktivieren.

Überschriften wie diese machen eindeutig neugierig

Überschriften wie diese machen eindeutig neugierig

5. Kannst du in deiner Überschrift mit Emotionen spielen?
Auch das wirkt sich fast immer positiv auf das Interesse deiner Leser aus.

6. Beinhaltet die Überschrift für dich relevante Keywords?
Je mehr Keywords, zu denen der Artikel ranken soll, von dir verwendet werden, desto besser – sofern die Überschrift dann nicht zu lang wird! Und denk dran, dass du in erster Linie für deine User schreibst und nicht für Google. Deine Überschrift (und auch dein ganzer Artikel) muss Sinn ergeben und für Menschen gut lesbar sein.

Mit der Einleitung geht es weiter

Jeder Post sollte dein Publikum mit einer Einleitung willkommen heißen. Das ist wichtig, denn selbst wenn die Überschrift gefesselt hat – die Einleitung muss ebenfalls zünden. Ich erlebe oft, dass die Überschrift wirklich gut ist, es danach aber viel langweiliger weitergeht. Das ist ein Problem, denn dein kompletter Artikel (also auch und vor allem die Einleitung) muss halten, was deine Überschrift verspricht. Wenn du daran nicht hältst, wirst du deine Leserinnen und Leser nicht davon überzeugen können, deinen kompletten Artikel zu lesen. Wichtig bei der Einleitung ist, dass du…

• deine Leser schon von Beginn an in den Bann des Artikels ziehst
• die Einleitung nicht allzu lang schreibst, weil sich dein Leser sonst langweilen könnte
• schon in der Einleitung einen Überblick über den folgenden Themenbereich darunter gibst
• am besten auch schon hier mit Bildern oder Videos arbeitest, um das Interesse deiner Besucher zu verstärken

Das Herz deines Artikel (aka „Hauptteil“)

Du hast es geschafft und deinen Leser bis hierhin gefesselt. Um ihn jetzt bei der Stange zu halten, solltest du dir folgende Fragen stellen:

1. Habe ich Zwischenüberschriften integriert, so dass sich der Leser im Text besser zurechtfindet?

2. Sind meine Absätze auch nicht zu lang?
5 bis 6 Zeilen sind gut, weil du deinen Text auf diese Weise strukturierst und das Auge des Betrachters den Text insgesamt so besser erfassen kann.

3. Entsteht eine virtuelle Konversation?
Die Ansprache deiner virtuellen Besucher mit „du“ oder „sie“ ist sympathisch und lädt zum Austausch ein. Auf diese Weise entstehen oft mehr Kommentare, als wenn du keine direkte Anrede wählst.

4. Habe ich Elemente eingefügt, die meinen Artikel noch ein wenig persönlicher machen oder erzähle ich mit meinem Artikel eine Geschichte?
Auch mit diesem Stilmittel kann es dir gelingen, den Leser noch mehr an deinen Artikel zu fesseln.

5. Benutze ich ausreichend Medien, wie beispielsweise Bilder, Diagramme und Videos, um meine Inhalte zu untermalen?
Zusätzliche Medien sind wichtig, weil du sonst nur eine Textwüste vorweisen kannst. Das ist für das Auge sehr ermüdend und nur die ganz Hartgesottenen können solche Artikel wirklich entspannt komplett durchlesen.

Beispiel für eine einfache Textstruktur

Beispiel für eine einfache Textstruktur | Quelle

6. Berichte ich über konkrete Inhalte oder ist mein Text vielleicht zu schwammig?
Es ist immer besser, wenn du möglichst spezifisch bist. Beziehe dich also auf ein ganz konkretes Problem und biete dafür auch eine ganz konkrete Lösung.

7. Bleibe ich mit meinem Leser auf Augenhöhe?
Wenn du überheblich bist und Arroganz erkennen lässt, wird dein Publikum sich früher oder später von dir abwenden. Niemand möchte gern belehrt werden.

8. Wie aktuell sind die Aussagen?
Wenn du hier auf dem aktuellen Stand bist und dein Publikum zusätzlich zum Artikel noch Belege (zum Beispiel in Form von weiterführenden Links) bekommt, dann werden die Leute sich auch länger mit deinem Artikel befassen.

9. Welche Emotionen möchte ich vermitteln?
Je mehr der Leser mit dir und deinem Text mitfiebert, desto besser. Spannende Inhalte haben eine viel längere Verweildauer. Das wiederum wirkt sich sehr gut auf die Performance deiner Website bei Google aus, weil Google eine höhere Verweildauer mit besseren Rankings belohnt (natürlich im Zusammenspiel mit anderen SEO Rankingfaktoren).

10. Stimmen Formatierung und Struktur?
Das Auge „isst“ mit… natürlich auch bei Texten. Nutze Möglichkeiten zur Aufbereitung und Auflockerung deines Inhalts und mach es deinem Publikum angenehmer, deinen Content zu konsumieren.

11. Habe ich themenrelevante Verlinkungen auf interne und/oder externe Ziele gesetzt?
Professionelle Vernetzung ist heutzutage extrem wichtig. Im Idealfall teilen die von dir verlinkten externen Seiten deinen Artikel – die reine Nutzung von solchen Verlinkungen zeigt aber, dass du dich um dein Publikum kümmerst und dass es dir wichtig, weiterführende Informationen bereitzustellen. Genau das merkt auch Google und honoriert deine Mühen, denn du zeigst, dass du ein verantwortungsvoller Webmaster bist.

Die Wikipedia ist ein Beispiel für die häufige Nutzung von Zitaten

Die Wikipedia ist ein Beispiel für die häufige Nutzung von Zitaten | Quelle

12. Habe ich Zitate eingefügt?
Gleiches Prinzip wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit. Zitate bekannter und/oder öffentlich anerkannter Menschen untermauern deine eigene Glaubwürdigkeit.

13. Woran sehen meine Leser, dass meine Aussagen korrekt sind?
Statistiken anerkannter Quellen und direkte Befragungen von Fachleuten sind hier gefragt. So wird dein Content von unabhängiger Seite verifiziert und dein Publikum merkt, dass du für deine Artikel recherchierst und dass dir mit wahrheitsgetreuen Fakten (in den heutigen Zeiten von „Fake News“ ist das sehr wichtig).

Komm zum Schluss…

Bis hierher hast du es geschafft. Deine Leser haben deinen kompletten Artikel konsumiert und warten nun auf das Finale. Entsprechend professionell musst du dafür sorgen, dass sie nicht enttäuscht werden (denn sonst kommen sie vielleicht nicht wieder). Jetzt ist es besonders wichtig, dass du…

• deinen Artikel mit einer Frage beendest, damit mehr Leute ihn kommentieren
• die Inhalte deines Artikel in maximal drei kurzen Absätzen zusammenfasst (ca. 100 Wörter)
• trotz deines Finales noch Raum für Kommunikation Diskussion (vielleicht auch Spekulation) lässt
• dich fragst, ob jemand auch den kompletten Artikel lesen würde, wenn der Schluss als erstes gelesen wird

Wie dein Content jetzt möglichst viel Reichweite erzielt

Du hast es geschafft. Problem: Ja, „Content is King!“ Aber: „Distribution is Queen!“. Für dich heißt das, dass du jetzt dafür sorgen musst, dass dein Meisterstück auch von maximal vielen Leserinnen und Lesern in die Welt hinaus getragen wird. Nur so bekommst du möglichst viel Reichweite – und Traffic! Stell dir also diese Fragen, bevor du deinen Content verbreitest:

1. Wann ist der optimale Zeitpunkt, um meinen Artikel zu veröffentlichen?
Das kann durchaus kritisch sein, denn zu bestimmten Zeiten erreichst du schlicht und ergreifend weniger Menschen. Zwar spielt zum Beispiel Facebook Beiträge mehr über den Tag verteilt aus. Trotzdem ist es nicht klug, nachts um 2:57 Uhr zu posten, weil die meisten potenziellen Leserinnen und Leser dann noch schlafen.

2. Kann ich E-Mail Adressen nutzen, um meinen Lesern den Artikel näher zu bringen?
Wenn du schon einen E-Mail Newsletter Verteiler nutzt, dann solltest du dieses Werkzeug auch einsetzen.

3. Wie bekomme ich neue E-Mail-Adressen („Leads“)?
Ganz einfach: Biete deinem Publikum zum Beispiel ein gratis eBook an oder einen kleinen Videokurs – natürlich thematisch relevant zum Thema deines Artikels… wer sich das Geschenk herunterladen will, muss deine E-Mail Adresse hinterlassen. Damit du solchen E-Mail Abonnenten auch tatsächlich Nachrichten in der Zukunft schicken kannst, bedarf es noch einer Verifizierung der Adresse durch den jeweiligen Inhaber („Double Opt-in Verfahren“).

4. Gibt es einen „Sharing“-Button für Facebook, Twitter und Co. (mobil darfst du vor allem WhatsApp nicht vergessen)?

5. Wer teilt meine Artikel oder hat meine Artikel in der Vergangenheit schon geteilt?
Versuche, diese Leute zu ermitteln, damit du sie immer wieder aktivieren und gezielt danach fragen kannst, ob sie deine Inhalte teilen.

Bitte vergiss nicht mobile Sharing Buttons wie den von WhatsApp

Bitte vergiss nicht mobile Sharing Buttons wie den von WhatsApp | Quelle

6. Habe ich die Namen der von mir zitierten Experten während des Teilens erwähnt?
In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch eben diese Experten deinen Content teilen, schließlich kommen sie darin vor und bekommen so selbst mehr Aufmerksamkeit

7. Habe ich auch an die Leute gedacht, die auf Xing und/oder LinkedIn aktiv sind?

8. Gibt es meinen Post auch in einer alternativen Form, wie zum Beispiel als PDF?
Auch so kannst du mehr Traffic erzielen – denk aber daran, dass das zusätzliche PDF von Google möglicherweise als „Dublicate Content“ gewertet werden kann. Wenn du ein solches PDF also (zum Beispiel zum Ausdrucken) anbietest, musst du dafür sorgen, dass es von Google nicht auch indexiert wird.

9. Habe ich meinen Artikel selbst mehrfach geteilt?
Nicht alle Leute sind ständig online – wenn du identische Inhalte zwei- oder dreimal am Tag teilst, erreichst du mehr Menschen. Übertreibe es aber nicht, denn sonst sind die Leute eventuell schnell von dir genervt.

Fazit

Ich gebe zu, dass es schwierig ist, wirklich immer alle hier aufgeführten Fragen zu berücksichtigen. Letztendlich musst du selbst entscheiden, ob du mehr Reichweite und Traffic haben willst oder nicht. Wenn du mehr Traffic und Reichweite haben willst, dann kommst du um harte Arbeit nicht herum – und Fragen wie diese sind das Grundgerüst für exzellenten Content (denk auch dran: „Luft nach oben“ ist immer, selbst bei Menschen, die den Pulitzer-Preis gewonnen haben). Sei also zuversichtlich und mach dich an die Arbeit, ich bin sicher, dass du schon bald erste Erfolge sehen wirst. Liefere deinem Publikum einfach immer die beste Version deines Contents ab – denn das erwartest du ja schließlich auch von Leuten, deren Inhalte du selbst konsumierst, oder etwa nicht?