„Fake News“… ein Begriff, der vom amtierenden US-Präsidenten maßgeblich in Umlauf gebracht wurde? Fakt ist, dass „Fake News“ wahrscheinlich älter sind als ihr Name. Doch was kann gegen die Verbreitung von Falschmeldungen über soziale Netzwerke und hier insbesondere via Facebook getan werden? Das Zusammenspiel aus Aufklärung und Technik ist hier oft nicht ausreichend und das System leidet nachweislich unter Schwachstellen. Vor allem im Zusammenhang mit dem Brexit 2016 und der Wahl des US-Präsidenten wurde einmal mehr deutlich, wie schnell sich Falschmeldungen über das Netz verbreiten. Facebook und viele andere Unternehmen haben in der Vergangenheit schon versucht, auf „Fake News“ hinzuweisen und diese auszumerzen – vergeblich. Kann überhaupt etwas dagegen unternommen werden?

Warum sich Fake News via Facebook und Co. so dramatisch verbreiten

Warum sich Fake News via Facebook und Co. so dramatisch verbreiten | Bild: pikselstock, Shutterstock.com

Fake News durch mangelnde Medienkompetenz

Viele Experten sind der Meinung, dass es sinnvoller sei, auch von anderer Seite anzusetzen und besonders schon Kinder dazu zu erziehen, mit Informationen aus dem Internet kritischer umzugehen.

Wichtig ist es aber auch, die Entwicklung einer klassischen Falschmeldung nachvollziehen zu können. Immerhin verbreitet sie sich nicht wahllos wie ein Virus. Vielmehr kommt es darauf an, wie ein Adressat, der von der Meldung beispielsweise via Facebook erfährt, mit ihr umgeht.

Teilt er sie? Kommentiert er sie? Oder ignoriert er, weil er sie durchschaut?

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Viele User erkennen Fake News nicht

Wissenschaftler haben es sich unlängst zur Aufgabe gemacht, die Verbreitung von Falschmeldungen zu untersuchen. Fragen wie „Wie erkennen die Nutzer Fake News?“ standen hier ebenso im Vordergrund wie die Erkennung wichtiger Eigenschaften von Fake News.

Ergebnis der Untersuchung war unter anderem, dass falsche Meldungen vor allem dann besonders schnell verbreitet werden, wenn sie einen Adressaten ansprechen, direkt betreffen und dann bereitwillig geteilt werden. Das Prinzip ähnelt dem der auf den User zugeschnittenen Werbung.

Mögliche Vorgehensweisen gegen Fake News

Mögliche Vorgehensweisen gegen Fake News | Quelle

Besonders anfällig sind hier insbesondere Personen, die sich wenig über das Tagesgeschehen informieren und entsprechend nicht kompetent zwischen „richtig“ und „falsch“ unterscheiden können.

Soziale Medien extrem anfällig für Fake-News-Verbreitung

Das System „Social Media“ und hier besonders Facebook ist zweifelsohne anfällig für das massenhafte Verbreiten von Fake News.

Die Verbreiter beziehen sich, ähnlich wie Unternehmen, bewusst und direkt auf ihre passenden Zielgruppen und gehen immer strategischer vor. Laut Meinung der Wissenschaftler wäre es möglich, den mittlerweile entstandenen Markt rund um die Falschmeldungen zu unterbinden, wenn es Facebook und Co. untersagt wäre, Werbung auf der Basis weltpolitischer Anschauungen zu verbreiten oder zumindest auf Werbung während einer Wahl zu verzichten.

Je nachdem, wie wichtig diese Form der Werbung jedoch für das jeweilige Unternehmen ist, dürfte es sich hierbei um eine unrealistische Vorstellung handeln.

Facebook und Co. in der Pflicht, gegenzusteuern

Facebook selbst hat allerdings schon angekündigt, dass Publisher, die nachweislich Fake News verbreiten, genau überprüft werden, wenn sie Werbung schalten wollen. Diese Überprüfung kann auch dazu führen, dass bestimmte Publisher auf Facebook überhaupt keine Werbung mehr schalten dürfen.

Die Studie und Facebook Maßnahme zeigen, dass der Schutz vor und der Kampf gegen Fake News begonnen hat und auch Aussichten auf Erfolg hat. Zudem wird die Sensibilität der User, besonders auf Basis derart breitgefächerter und öffentlicher Studien, noch weiter in den Fokus gerückt. Auf lange Sicht sollte eine Art der „Immunisierung“ das Ziel sein.

Schwierig gestaltet sich das deshalb, weil gerade die Fake News einem oft naiven Publikum vorgaukeln, es vor dem „Übel der Welt“ bewahren zu können. Es gilt also, weiter auf Bildung und Aufklärung zu setzen, um im Umkehrschluss eine kritische Leserschaft zu schaffen, die zwischen „richtig“ und „falsch“, vielleicht auch erst auf den zweiten Blick, unterscheiden kann.