Du willst die richtigen Einstellungen für deine Facebook Kampagnen finden? Das ist gar nicht so einfach. Gerade dann, wenn alles zu stimmen scheint, läuft deine Anzeige oft nicht so, wie du das gern hättest. Sind die Kosten zu hoch? Bekommst du nicht genügend Klicks? Oder bekommst du Traffic, aber keine Sales? Jetzt ist es wichtig zu wissen, wie du reagieren musst und zusätzlich gilt es schnell zu erkennen, worin das grundlegende Problem liegt. Vor allem die Ursache zu erkennen ist manchmal schwieriger als gedacht. Wer du hier akribisch vorgehst, kannst du sicherstellen, dass der entsprechende Fehler in Zukunft vermieden wird. In diesem Artikel gehe ich darauf ein, wie du die klassischen Probleme im Rahmen einer schlecht performenden Facebook Werbekampagne beheben kannst:

7 Tipps, mit denen du deine Facebook Werbekampagnen verbesserst

7 Tipps, mit denen du deine Facebook Werbekampagnen verbesserst | Bild: Adobe Stock

1. Überprüfe deinen Relevance Score

Im ersten Schritt solltest du immer deinen Relevance Score checken, wenn deine Werbekampagnen gut performen. Der Relevance Score zeigt dir an, wie wichtig deine Kampagne den Leuten ist, denen du sie zeigst. Die Kalkulation basiert hier auf verschiedenen Faktoren, beispielsweise den Interaktionen der Nutzer.

Der Relevance Score kann einen direkten Einfluss auf den CPC haben: Je höher der Relevance Store ist, desto niedriger ist der CPC und umso erfolgreicher kann die Werbekampagne werden. Wenn deine Werbekosten zu hoch sind, kann dir der Relevance Score über die entsprechenden Gründe Aufschluss geben. Wenn dein Relevance Score unter 7 ist, dann empfehle ich dir die Neuausrichtung deiner Kampagne.

Ein Wert über 7 halte ich persönlich für akzeptabel, wobei es grundsätzlich natürlich besser ist, einen Wert von 8, 9 oder 10 zu erreichen. Je höher der Relevance Score ist, desto „relevanter“ (wie der Begriff ja schon sagt) ist die Werbung für deine Zielgruppe.

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2. Check die Textmenge in deinem Bild

Falls deine Facebook Werbung nicht erfolgreich ist, könnte es auch daran liegen: Zuviel Text im Bild deiner Anzeige. Bilder bzw. Fotos mit Werbung, die zu textlastig sind, werden vom Facebook Werbesystem weniger oft gezeigt. Facebook und auch viele andere Website bieten dir in diesem Zusammenhang ein Tool an, das dir bei der entsprechenden Gestaltung hilft.

Mit diesem Tool kannst du messen, wieviel Text dein Bild beinhaltet

Mit diesem Tool kannst du messen, wieviel Text dein Bild beinhaltet

Videos und Bilder mit weniger Text sind in den meisten Fällen erfolgreicher. Früher gab es dafür eine strikte Regel, nach der nur 20 Prozent des Bildes mit Textelementen bedeckt sein darf. Schon seit längerer Zeit wurde diese Regel auf dem Papier abgeschafft, in Wahrheit existiert sie aber immer noch.

Du kannst jetzt mehr als 20 Prozent Text im Bild haben – Facebook liefert deine Werbekampagne dann aber schlicht und ergreifend weniger oft aus und du musst mehr Geld bezahlen.

3. Beachte die Höhe deines Werbebudgets

Jeder weiß, dass es schwer ist, ein Budget einzuhalten, wenn nicht viel Geld zur Verfügung steht. Wenn deine Werbung zu wenig angezeigt wird, dann überprüfe dein eingesetztes Werbebudget. Schau dir in diesem Zusammenhang auch die Empfehlungen von Facebook an. Zahlst du mehr als du es dir derzeit leisten kannst?

Du kannst den betreffenden Wert natürlich ändern, aber das wird sich vermutlich negativ auf deine Werbung auswirken. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du mit kleinen Beträge arbeiten – wie gesagt kommt das generell auf dein Budget an. In den meisten Fällen startest du deine Facebook Werbung mit einem Testbudget.

Wenn deine Werbung eine bestimmte Menge von Einblendungen erreicht hat, kannst du Schlüsse ziehen und schauen, ob die Werbung gut oder schlecht gelaufen ist. Wenn sie gut gelaufen ist, dann spricht nichts gegen eine schrittweise Erhöhung deine Budgets.

4. Kontrolliere deine Zahlen in Google Analytics

Über die Facebook Statistiken erfährst du, ob sich die Nutzer überhaupt bis zum eigentlichen Linkziel deiner Werbung durchklicken oder nicht. Wenn du deinen Facebook Pixel richtig installiert hast, kannst du die Absprungrate durchgehend überprüfen.

Google Analytics zeigt dir ganz genau, wo dein Traffic herkommt

Google Analytics zeigt dir ganz genau, wo dein Traffic herkommt

Google Analytics bietet dir in diesem Zusammenhang aber noch mehr Details. So kannst du mit Google Analytics beispielsweise herausfinden, woran es liegen könnte, dass viele Leute auf deine Anzeige klicken, dann aber wieder vergleichsweise schnell abspringen. Wenn die Nutzer deine Seite schnell wieder verlassen, dann kann das zum Beispiel diese Gründe haben:

– Du sprichst auf die falsche Zielgruppe an.
– Deine Landing Page passt nicht zu deiner Werbung.
– Zuerst waren die Nutzer interessiert, doch dann hat sie der Preis abgeschreckt.

Übrigens: Eine schnelle und hohe Absprungrate entsteht auch dann, wenn deine Seite zu kompliziert aufgebaut ist oder wenn es irgendwelche technischen Fehler gibt. Einen guten Hinweis darauf, weswegen deine Besucher deine Seite verlassen, ist der genaue Zeitpunkt.

Genau diesen Zeitpunkt findest du mit Google Analytics heraus. Schau also auf deine Zahlen und überlege, wie du in einem solchen Fall dafür sorgen kannst, dass die Besucher deiner Landing Page länger bleiben. Wie gesagt: Je deutlicher aus deiner Werbekampagne hervorgeht, was genau zu erwarten ist, desto besser wird sie auch funktionieren.

5. Untersuche deine Anzeige ganz genau

Wenn du dich selbst um das Erstellen der Anzeige gekümmert hast, kann es schwer sein, bei der Bewertung objektiv zu bleiben. Möglicherweise kann dir hier ein Freund oder Kollege helfen. Bei der Bewertung sollten Fragen wie diese eine Rolle spielen:

– Erklärt die Anzeige, wieso jemand als Kunde auf die Werbung klicken sollte?
– Zieht der Nutzer einen Vorteil aus der Anzeige und erkennt er diesen Nutzen überhaupt?
– Wird dein Angebot durch die Werbung ausreichend erklärt?
– Hast du die Anzeige an die Bedürfnisse deiner Kunden angepasst?

Denk dran: Wenn deine Anzeige nicht relevant für die Zielgruppe ist, dann beachtet sie niemand. Deine Kampagne kann daher noch so „schick“ sein und dein Chef mag begeistert sein – spätestens bei der Erfolgsbeurteilung wird dann aber niemand mehr jubeln.

Überlege also immer, was du für deine potenziellen Kunden tun kannst. Es geht nicht darum, was du dein Chef gut finden – es geht immer nur um die Zielgruppe, deshalb…

6. Richte alles auf deine Zielgruppe aus

Gelegentlich schlägt auch die beste Werbekampagne fehl, weil sie sich nicht an die korrekte Zielgruppe richtet. Vergleiche den Inhalt deiner Anzeige daher immer mit deinem individuellen Ziel. Anders ausgedrückt: Marke und Produkt müssen zueinander passen.

Denk bei deinem Werbeziel immer an dein Publikum

Denk bei deinem Werbeziel immer an dein Publikum

Manchmal kann es auch sinnvoll sein, seine Zielgruppe im Rahmen einer Kampagne ein wenig zu vergrößern oder auch zu verkleinern. Auch solche Erkenntnisse bekommst du übrigens nur, wenn du ausreichend testest – und selbstverständlich kannst du auch Zielgruppen testen. Stell zum Beispiel unterschiedliche Altersgruppen gegenüber.

Auf diese Art und Weise wirst du eventuell feststellen, dass deine Anzeige zwar gut ist, aber bei der falschen Altersgruppe abgeliefert wurde. Wenn du diesen Fehler behebst, wird deine Werbekampagne garantiert besser funktionieren als vorher.

7. Lies dir alle Kommentare durch

Die Kommentare von Kunden und Interessenten beeinflussen oft auch andere Personen in deiner Zielgruppe. Hier ist es für dich als Werbetreibender wichtig, erreichbar zu bleiben, um auch auf negative Kommentare reagieren zu können. Sollte sich also ein potenzieller Kunde mit einer Frage oder ein Ist-Kunde mit einer Beschwerde an dich wenden, musst du sofort reagieren.

Ansonsten haben negative Kommentare durchaus das Potenzial, deine Kampagne zu zerstören und das Gegenteil deines ursprünglichen Ziels zu bewirken. Du kannst Kommentare bei Facebook Werbung nicht abschalten. Ja, es ist möglich unliebsame Kommentare zu löschen oder zu verbergen, aber das ist zu kurz gedacht. Du hast erstmal Ruhe, wenn du so handelst, es ist aber hinterher weiterhin ersichtlich, dass es mal mehr Kommentare bei deiner Anzeige gab.

Das sehen natürlich auch andere Personen und denken sich ihren Teil. Wenn du aber aktives Community Management betreibst, kannst du deinen Kritikern aktiv begegnen und zeigst so zusätzlich, dass du bereit bist, sich mit Kritik zu befassen. Das wird einen positiven Eindruck auf alle anderen Personen haben, die deine Werbeanzeige sehen…