Google Plus bringt Reichweite, so viel sollte feststehen. Viel wichtiger scheint es mir aber zu wissen, wie viel Reichweite man derzeit schon mit Google Plus im Vergleich zu Facebook oder Twitter erreichen kann. Anhand dieser Website hier und unter der Berücksichtigung des Traffics der letzten 4 Wochen habe ich das mal kurz ausgewertet.

Wie der Screenshot aus Google Analytics zeigt, spielt Google Plus bei der kompletten Reichweite der Website durchaus schon eine Rolle. Mit knapp 8% ist man allerdings von Facebook noch meilenweit entfernt. Auch Twitter rangiert deutlich vor Google Plus. Diese Zahlen sind meiner Ansicht nach an sich schon interessant. Viel interessanter werden sie allerdings, wenn man berücksichtigt, wie hoch die Reichweite in sozialen Netzwerken insgesamt ist.

Um das zu beurteilen, kann ich in einem ersten Schritt natürlich zunächst nur von meinen eigenen Kapazitäten ausgehen. Insofern wären da in Sachen Facebook die eigentliche Fanpage dieser Website. Dazu kommen noch schwerpunktmäßig drei andere Fanpages (die von Tameco, vom fbwatchblog und von gplusmarketing, über die ich die Inhalte dieser Website ebenfalls ab und an geteilt habe). Das ergibt insgesamt eine Fananzahl von ca. 6.000 (wobei es natürlich zu Überschneidungen bei „Mehrfach-Fans“ kommen kann). Via Twitter werden knapp 3.300 Follower berücksichtigt, bei Google Plus beträgt die „persönliche soziale Reichweite“ anhand der Anzahl von Circles, in denen ich bin, etwas über 1.800.

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Nicht berücksichtigt sind nun von anderen via Facebook, Twitter oder Google Plus geteilte Inhalte. In erster Linie geht es mir aber hier wie gesagt um die eigene Reichweite, die man selbst ganz zu Anfang jeweils einsetzen kann. Geht man also anhand der kompletten Reichweite in sozialen Netzwerken davon aus, dass es sich in meinem Fall um 11.000 „Kontakte“ geht, die meine Aussendungen lesen könnten, dann ergibt sich folgendes Bild:

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Prozentuale Reichweite bei Facebook: 55%
Prozentuale Reichweite bei Twitter: 30%
Prozentuale Reichweite bei Google Plus: 15%

Damit habe ich die ungefähre Verteilung ermittelt. Diese Zahlen an sich sind auch wieder interessant, aber immer noch nicht aussagekräftig. Einen wirklichen Sinn ergibt die Auswertung nur, wenn ich zu den o. g. prozentualen Reichweiten bezogen auf die Gesamt-Reichweite die Zahlen aus Google Analytics berücksichtige.

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Dementsprechend sieht die „Erfolgsquote“ aus allen drei sozialen Netzwerken so aus:

Via Facebook erreiche ich selbst 55% meiner sozialen Kontakte. An Traffic bringt Facebook 28%. Somit kann ich fast 51% dieses Potenzials nutzen, um meine Reichweite zu erhöhen. Bei Twitter beträgt die theoretische Reichweite durch soziale Kontakte 30%, trafficmäßig erhalte ich über 15% – demnach können also auch hier die Hälfte aller Kontakte zur Steigerung der wirklichen Reichweite beitragen. Und bei Google Plus schaut es ähnlich aus, denn bei einer theoretischen sozialen Reichweite von 15% liegt der letztendliche Traffic bei knapp 8%, was sogar mit über 50% zur Steigerung der tatsächlichen Reichweite beiträgt.

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Was sagen diesen Zahlen aus?

Obwohl Google Plus insgesamt eher eine kleine Rolle spielt, sieht die Sache ganz anders aus, wenn man die Zahlen relativ zueinander betrachtet. So gesehen ist Google Plus mit über 50% sogar das erfolgreichste soziale Netzwerk, während Facebook und Twitter etwas darunter liegen.

Fazit:

Obwohl sich meine Auswertung nur auf meine Website beziehen und ich die indirekten der eigenen Aussendungen durch Retweets, Shares, Likes und geteilte Inhalte bei Google Plus nicht berücksichtigt habe, scheint Google Plus einen kleinen Vorteil zu genießen. Mit Sicherheit könnte man eine solche Auswertung noch deutlich größer aufziehen und würde dann vermutlich auch andere Zahlen erhalten. Das würde immer auf den konkreten Einzelfall ankommen.

Die ermittelten Werte geben allerdings einen Trend vor, der durchaus interessant ist. Obwohl Facebook z. B. an sich deutlich mehr Reichweite bietet, kommt es im relativen Vergleich zu Google Plus etwas schlechter weg. Daraus kann man nun diverse Lehren ziehen. Möglicherweise ist die „Gefolgschaft“ bei Google Plus hochwertiger und man wird dort selbst mehr berücksichtigt.

Denkbar wäre natürlich auch die Möglichkeit, dass die Strategie zur Verbreitung von Inhalten via Facebook oder Twitter noch optimiert werden muss. Auch möglich: Facebook ist einfach schon zu groß und es ist nicht mehr so leicht, dort entsprechend „gehört“ zu werden, weil die eigenen Botschaften in der Masse (bezogen auf Botschaften anderer) teilweise untergehen.

Was die Zahlen aus Google Analytics auf jeden Fall verdeutlichen ist, dass der Einsatz von Social Media zur Generierung von mehr Reichweite auf jeden Fall Sinn macht. Schließlich liegt der Anteil des Traffics, der durch die organische Suche verursacht wurde, im Messzeitraum nur bei 11%. Dazu muss man jedoch fairerweise sagen, dass diese Website hier erst seit Anfang Oktober richtig „auf Sendung“ ist. So gehe ich davon aus, dass dieser Anteil von 11% Traffic aus der organischen Suche sich in Zukunft erhöhen wird.