Schon seit einiger Zeit werden stetig immer mehr Menschen im Internet auf LinkedIn aufmerksam. LinkedIn ist das weltweit größte berufliche Netzwerk und lässt Konkurrenten wie das deutsche Xing weit hinter sich. Und auch wenn LinkedIn hierzulande von manchen noch belächelt wird, ist es eine ernstzunehmende Plattform, die meiner Ansicht nach in den kommenden zwei bis drei Jahren Xing schlucken wird. Die Überschneidungen sind einfach zu groß und um in Deutschland so richtig durchzustarten, könnte der Kauf von Xing sich für LinkedIn auf jeden Fall lohnen. Wichtig ist auf jeden Fall, LinkedIn auf dem Schirm zu haben und sich schon jetzt für das kommende Jahr fit zu machen, denn LinkedIn bietet aufgrund seiner hohen Mitgliederzahlen vor allem für international agierende Marketer unglaubliche Chancen. Die sollte man sich nicht entgehen lassen. Aus diesem Grund präsentieren ich heute 13 Schritte, die das eigene LinkedIn Profil für das kommende Jahr und die nächsten Jahre fit machen.

Wie man sein LinkedIn-Profil in 13 Schritten verbessert

1. Gute Headline im eigenen Profil

Bei LinkedIn gibt es die Headline im eigenen Profil, die unter dem Namen erscheint und hier kann man sich richtig austoben. Viele Leute platzieren dort zum Beispiel den aktuellen Job-Titel – in vielen Fällen bringt das aber nicht so viel, weil der Job-Titel eben nur bedingt aussagekräftig ist. Hier ist es deutlich sinnvoller, kurz und knackig zu schreiben, was man tut und was man vor allem für die Besucher seines Profils tun kann, denn diese Besucher informieren sich schließlich genau hier über die eigenen Fähigkeiten.

2. Call-To-Action im Profil verwenden

Ja, auch das geht bei LinkedIn: Ein guter Call-To-Action kann dafür sorgen, dass zum Beispiel potenzielle Kunden gleich in die korrekte Richtung geführt werden. Dieser Call-To-Action kann unterschiedlich aussehen, von der Telefonnummer bis zur URL ist alles möglich. Wichtig ist nur, dass sich ein Effekt einstellt, der eine bestimmte Handlung provoziert – um nichts anderes geht es bei einem Call-To-Action. Wer hier also kreativ ist, wird belohnt.

3. Profil-Foto aktualisieren

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Wenn seit dem letzten Profilfoto etwas Zeit verstrichen ist und sich die eigene Optik geändert hat, dann muss auf jeden Fall ein neues Foto her. Das hat ganz praktische Gründe, schließlich sollen die Besucher eines Profils auch erkennen, um wen es sich dort handelt. Viele „Social Media Experten“ raten, auch in anderen sozialen Netzwerken das eigene Foto regelmäßig zu ändern, um Abwechslung in das Profil zu bringen. Das halte ich eher für nebensächlich, extrem wichtig ist es aber, einen guten und professionellen Eindruck zu hinterlassen. Und das klappt am besten mit einem guten und aktuellen Foto.

4. Mit aktuellen Kunden verbinden

Sofern noch nicht geschehen, sollte man sich mit seinen aktuellen Geschäftskontakten (und gern auch solchen aus der Vergangenheit, zu denen man ein gutes Verhältnis pflegt) auf LinkedIn vernetzen. Diese kleine Geste wird bei vielen dieser Kontakte gut ankommen und dafür sorgen, dass man selbst in einem positiveren Licht gesehen wird. LinkedIn ist nicht nur ein berufliches Netzwerk. Es ist auch ein soziales Netzwerk, in dem Beziehungen gepflegt werden, wie man das zum Beispiel von Facebook kennt.

5. Social Timing beachten

Apropos „berufliches Netzwerk“: LinkedIn ist in diesem Bereich bekanntlich sehr stark. Das bedeutet aber auch, dass es hier andere Regeln gibt. So erreicht man seine „Community“ (also die Leute, die dem eigenen Profil folgen, weil sie vernetzt sind) auch am besten zu den berühmt-berüchtigten „Office Hours“. In der Regel ist das die Zeit zwischen 10 Uhr am Vormittag und 15 Uhr am Nachmittag, was man auch gern als „Kernzeit“ bezeichnet. In dieser Spanne sind die meisten Menschen an ihrem Arbeitsplatz und bekommen so auch entsprechend mit, wenn man selbst etwas auf LinkedIn zu sagen hat.

6. Interessanten Gruppen beitreten

Auch Gruppen kennt man aus anderen sozialen Netzwerken, LinkedIn bildet keine Ausnahme. Gruppen sind gut, weil sie dafür sorgen, dass Menschen mit gleichen Interessen zusammenkommen. Auch auf Xing bilden die Gruppen einen gewichtigen Teil des Gesamtkonstrukts und sorgen für sehr viel Vernetzung zwischen den Mitgliedern. LinkedIn bietet aufgrund seiner Größe entsprechend mehr Möglichkeiten und so ist es sehr sinnvoll, einer Reihe von Gruppen beizutreten, in denen man sich dann kompetent engagiert und versucht, anderen zu helfen. Das kommt immer am besten an und wirft ein gutes Licht auf die eigene Person.

7. Wichtigste Gruppe finden und bereichern

Hat man ein paar Gruppen ausprobiert, dann wird man schnell herausfinden, welche Gruppe für einen selbst am besten geeignet ist. Das können auch zwei oder drei Gruppen sein, in der Regel wird diese Anzahl aber nicht überschritten. In diesen Gruppen muss man dann richtig Gas geben und zeigen, dass man mit Leib und Seele einsteigt. Dabei geht es nicht darum, die Gruppen zu dominieren. Es geht darum, sie zu bereichern – also dafür zu sorgen, dass andere durch die eigene Teilnahme Vorteile und Mehrwerte haben, die sie sonst nicht hätten. Das Agieren auf diese Weise trägt ebenfalls stark zur Verbesserung des eigenen Images bei.

8. Zusammenfassung bei „Über mich“ verbessern

Auch das ist bei vielen sozialen Netzwerken obligatorisch und auch auf Websites sollte dieser Bereich nie fehlen: „Über mich“. Mit einer aussagekräftigen Zusammenfassung kann man hier schnell und einfach dafür sorgen, dass sich die Besucher des eigenen Profils einen guten ersten Eindruck verschaffen. Das ist wichtig, damit sich diese Besucher überhaupt erst eingehender mit dem Profil befassen. Ohne diesen ersten Schritt erfolgt in vielen Fällen keine weitere Beachtung, was dann letztendlich zu Nachteilen führen kann.

9. Positive Empfehlungen einholen

Eine gute Empfehlung kann viel mehr bewirken als das ausgeklügelste Verkaufsgespräch und nicht nur auf diesem Grund ist es wichtig, sich auf LinkedIn um positive Empfehlungen von anderen zu bemühen. Eine Empfehlung ist immer von Vorteil, weil sie in den meisten Fällen ehrlich motiviert ist. So werden in der Regel nur Leute von anderen empfohlen, die mit einer Dienstleistung oder einen Produkt auch wirklich zufrieden waren. Ist das nicht der Fall, dann wird oft geschwiegen oder negativ bewertet. Eine positive Empfehlung hat also einen großen Einfluss und kann das eigene Geschäft ankurbeln.

10. Kenntnisse und Fähigkeiten updaten

Für welchen Bereich ist man Experte, was kann man besonders gut? In beruflichen Netzwerken wie LinkedIn oder Xing erliegen die User oft der Versuchung, möglichst viele Kenntnisse und Fähigkeiten anzugeben. Der Irrglaube dahinter: Je breiter man sich aufstellt, desto besser sind die Chancen auf mehr Sichtbarkeit und somit auch auf mehr Geschäft. Leider ist das Gegenteil oft der Fall und wer sich zu breit aufstellt, dessen Kernkompetenzen werden leicht übersehen. Das ist nicht gut und sollte vermieden werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, wirklich nur die Kenntnisse und Fähigkeiten aufzulisten, in denen man ein echter Profi ist.

11. Mit ehemaligen Kollegen verbinden

Sofern man das noch nicht getan hat, kann es einen enormen Effekt auf die Verbesserung des eigenen Netzwerks auf LinkedIn haben. Der Kontakt zu ehemaligen Kolleginnen und Kollegen kann sich auch geschäftlich lohnen, wenn daraus zum Beispiel neue Kooperationen entstehen. Manchmal werden auch neue Firmen gegründet, in denen die eigene Expertise gebraucht wird. Ganz grundsätzlich ist es aber natürlich einfach angenehm, mit netten Leuten, die man von einer ehemaligen Firma kennt, in Kontakt zu bleiben – auch komplett ohne wirtschaftliche Interessen.

12. Fotos, Videos und mehr „Rich Media“ hochladen

Etwas versteckt bietet LinkedIn die Möglichkeit an, Fotos, Video, Präsentationen oder andere erweiterte Inhalte hochzuladen. Das geht sehr einfach und ist beim Profil-Update zwischen „Ausbildung“ und „Weitere Informationen“ zu finden (ergänzend auch bei „Berufserfahrung“). Hier lassen sich all diese Elemente hochladen, die ebenfalls dazu dienen können, einen besseren Eindruck von sich zu hinterlassen. Mehr noch: Mit Videos und Präsentationen kann man seine eigene Arbeit gezielt und 100%ig authentisch vorzeigen und andere sogar davon partizipieren lassen.

13. Kontakte regelmäßig exportieren

Auch diese Funktion ist nicht auf die Schnelle zu finden, obwohl sie so wichtig ist. Unter „Netzwerk“ und „Kontakte“ findet man eine Seite, die unten rechts „Kontakte exportieren“ anbietet. Ein Klick auf diesen Link ermöglicht den Download der eigenen Kontakte, was von Zeit zu Zeit wichtig sein kann, falls es zu Datenverlusten kommt. So könnte eine wichtige Person LinkedIn verlassen haben. Ist man dann nicht im Besitz der Kontaktdaten, weil man sich auf LinkedIn verlassen hat, guckt man in die Röhre. Ein regelmäßiger Export der Daten ist also zu empfehlen.