Mit dem Webdesign ist das so eine Sache und die Geschmäcker sind verschieden. Was eine Person „absolut umwerfend“ findet, ist für die nächste Person „schier unerträglich“. Trotzdem gibt es einige Dinge, die ganz unabhängig vom Design Gültigkeit haben. Struktur ist zum Beispiel ein Aspekt, der eindeutig zum Webdesign dazugehört. Struktur ist aber nicht zwingend Farben und Formen unterworfen. Hier ist einzig darauf zu achten, dass das Webdesign dieser Struktur folgt. Ziel ist immer, den Usern der Website eine optimale Benutzung zu ermöglichen: Schnell und einfach muss man ans Ziel gelangen. Wenn das Webdesign das ermöglicht, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Doch was ist mit der Google-Suche? Sollte man sich nicht auch um viele gute Rankings bemühen. Selbstverständlich! Und wie genau das geht, enthüllt der folgende Artikel:

Wie du eine Website baust, die gut aussieht und gute Rankings bei Google bekommt

1. Übersichtliche Navigation

Wenn man nicht Amazon oder Zalando ist, dann ist man mit einer übersichtlichen Navigation tatsächlich am besten bedient. Die Vorteile: Alle User erkennen sofort, welche Bereiche auf einer Website wichtig sind – und das gilt natürlich auch für Google. Eine übersichtliche Navigation ist also gut für das Auge der menschlichen Besucher, weil sie nicht verwirrt und sich auf das Wesentliche konzentriert.

Das menschliche Auge ist fähig, spontan bis zu sechs Elemente einer Navigation wahrzunehmen und zum Gehirn zu transportieren. Im Klartext: Wer in der Navigation sieben oder mehr Elemente nutzt, läuft Gefahr, dass die eigenen User nicht erkennen, was wirklich wichtig ist.

Google ist das egal, aber auch hier gilt: Besser kurz und knackig. Jede Website wird so übersichtlicher und eine bessere User Experience hat auch immer direkte positive Folgen für das Ranking bei Google – das allein schon deswegen, weil die Absprungrate bei solchen Websites in der Regel niedriger ist.

2. Suchmaschinenfreundliche URL

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Möglichst kurze Internet-Adresse, bei denen das thematisch relevante Suchwort so weit wie möglich vorn steht: Derartige URLs liebt Google. Lass dich aber nicht täuschen – auch deine User werden sich freuen, wenn sie von dir nicht mit endlosen und im schlimmsten Fall noch mit Sonderzeichen gespickten URLs belästigt werden.

Für jeden Menschen ist es einfacher, sich eine kurze URL zu merken. Lange URLs funktionieren nicht – Google mag das bis zu einem gewissen Grad verzeihen, aber die Zeiten, wo man mit antiquierten Mitteln ganz nach oben kommt, sind lange vorbei. Ich weiß das, weil ich diese Mittel früher selbst angewendet habe, bis sie nicht mehr funktionierten.

Es geht immer darum, den Usern einen Mehrwert zu bieten: In diesem Fall schlägt man wirklich mal zwei Fliegen mit einer Klappe, denn deine User werden sich freuen, übersichtliche URLs zu sehen und Google bewertet kurze URLs, bei denen das Keyword so weit wie möglich vorn steht, schlicht und ergreifend besser.

3. Schnelle Ladezeiten

Bist du in letzter Zeit mal mit der Bahn gefahren? Und wenn ja: Wie lange musstest du warten, bis dein Zug kam? Wenn du einer der Glücklichen bist, die sich nicht mit Verspätungen plagen, dann kannst du dich glücklich schätzen. Viele andere Leute sind leider nicht derartig gesegnet und stehen sich oft die Beine in den Bauch, bis der Zug kommt. Und nun frage ich dich: Warum sollte man auf eine Website warten? Ist doch ähnlich wie mit dem Zug. Im Klartext: Sorge immer dafür, dass deine Website so schnell wie möglich ausgeliefert wird.

Nur dann hast du die Chance, dich von der Konkurrenz abzusetzen – oder zu ihr aufzuschließen. Kein Scherz, man hört es in den letzten zwei bis drei Jahren immer öfter. Und es stimmt: Die Geschwindigkeit, in der eine Website ausgeliefert wird, ist ein Rankingfaktor. Google kann eine Website also herunterstufen, wenn sie nicht schnell genug ist.

Was genau „schnell genug“ ist, das entscheidet der direkte Wettbewerb: Bist du schneller als die Konkurrenz? Halleluja! Bist du langsamer? Autsch, dann musst du was tun. Oft ist ein aufgeblähtes Design mitverantwortlich für schlechte Ladezeiten. Schau dir also alle Elemente (d)einer Website an: Brauchst du wirklich den ganzen Kram in der Sidebar? Muss dein Footer riesengroß sein?

4. Sitemap verwenden

Sitemaps kann man nicht stylen. Ich habe zumindest noch keine Sitemap gesehen, die eine Style Award abräumen würde. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn mit deiner Sitemap schmiert du einzig und allen Google Honig ums Maul. Deine menschlichen Besucher bekommen davon nichts mit, es sei denn, du präsentierst auch eine Sitemap für eben diese Zielgruppe.

Das kann man schon machen, aber mehr als eine aufgepumpte interne Linkliste wirst du nicht bekommen. Die klassische XML-Sitemap für Google ist allerdings schon wichtig. Sie listet auf, was eine Website inhaltlich ausmacht und gibt diese Daten an Google weiter – wenn diese Daten in den Webmaster Tools hinterlegt werden.

Das solltest du auf jeden Fall tun und dann dafür sorgen, dass die XML-Sitemap ständig gepflegt wird. Google kommt auch mit anderen Formaten klar, XML ist aber das Format der Wahl, denn das mag Google am liebsten.

5. Optimierte Bilder und Grafiken

Das mit den optimierten Bildern und Grafiken fällt ein bisschen in die Kategorie der schnellen Ladezeiten. Keine Frage: Wenn Bilder und Grafiken nur geringe Dateigrößen haben, dann werden sie selbstverständlich schneller geladen und tragen so zur positiven Performance bei. Ganz unabhängig davon ist es aber auch sinnvoll, seinen Usern gute Bilder anzubieten, denn optische Reize werten Beiträge auf.

Nicht umsonst sind Netzwerke wie Pinterest oder Instagram so stark auf dem Vormarsch. Und auch YouTube als weltweit größtes Video-Portal (und zweitgrößte Suchmaschine) ist ein Beweis dafür, wie gut optische Reize bei uns Menschen funktionieren. Warum sollte das auch nicht so sein? Sogar die Höhlenmenschen haben schon Bilder an ihre Wände gepinselt, lange bevor sie richtig sprechen konnten. Ein ganz klares Zeichen dafür, wie stark diese optischen Reize in der menschlichen Natur verankert sind.

Und dieses Prinzip funktioniert natürlich auch im Internet. Google legt Wert darauf, dass der Dateiname einer Grafik zum Thema eines Artikels passt. Auch der alternative Titel eines Bildes („alt“-Tag) sollte passend ausgefüllt worden sein – damit reißt man nicht sehr viel, aber im Zweifel kann es den entscheidenden kleinen Pluspunkt geben, der zwischen Platz eins und zwei in den Suchergebnissen von Google entscheidet.

6. Responsive Webdesign

Sie ist nicht aufzuhalten, die mobile Revolution. Und wenn wir mal ehrlich sind, gibt es da nicht mehr viel aufzuhalten. Wir sind mittendrin und wer die Leute heute noch flächendeckend erreichen will, muss seine Inhalte mobil ausspielen können. Schau dich morgens in der U-Bahn um: Nur noch zwei von zehn Leuten haben eine echte Zeitung in der Hand – der Rest nutzt Smartphone, Tablet oder eReader.

Noch vor zwei Jahren war das Verhältnis genau umgekehrt. Die Zeiten ändern sich und mobile Endgeräte sind heute im digitalen Alltag angekommen. Entsprechend muss man selbst nachziehen und das eigene Webdesign anpassen. Wer sich kein Responsive Webdesign leisten kann oder will, der braucht zumindest eine mobile Version seiner Website. Die User sind nicht länger bereit, eine stationäre Website auf dem Smartphone anzuschauen und ständig die Inhalte hin- und herzuschieben.

Das hat man noch vor einem Jahr akzeptiert aber mittlerweile ist es damit vorbei. Wer also nicht auf mobile Endgeräte optimiert, verprellt seine User – und erzeugt höhere Absprungraten, die Google natürlich messen kann. Folge: Beim Suchmaschinenranking drohen Verluste. Deshalb lohnen sich mobile Websites für Smartphones und Tablets – für echte Besucher und Google.

7. Teilbarkeit und Verlinkbarkeit

Social Media ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite steigen die Möglichkeiten, sich mit den eigenen Inhalten nach außen zu präsentieren. Auf der anderen Seite schießt die Anzahl von Inhalten mit einem atemberaubenden Thema in die Höhe – höchste Zeit also, dass man die eigene Website in Stellung bringt. Teilbarkeit und Verlinkbarkeit sorgen dafür, dass die eigenen Inhalte möglichst weit verbreitet werden.

Das klappt aber nur dann, wenn diese Inhalte es auch wirklich wert sind, verbreitet zu werden. Zusätzlich muss man den Content dann auch noch so in Szene setzen, dass er leicht geteilt werden kann. Schreckdenker machen sich schon seit ein paar Jahren immer wieder Sorgen darüber, dass bestimmte Social-Media-Plugins gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen. Bis heute ist das nicht abschließend geklärt. Fakt ist allerdings, dass man seinen Usern das Teilen der eigenen Inhalte extrem erleichtert, wenn man solche Buttons anbietet.

Wer sich gern von der Masse abhebt, nutzt eigene Lösungen für Social-Media-Buttons oder lässt sich da was programmieren. Das ist durchaus sinnvoll, denn die Buttons, die von Facebook und Co. ab Werk ausgeliefert werden, wirken sich negativ auf die Performance von Websites aus. Wer darauf also verzichten kann sollte es tun – schließlich kann man in dem Fall auch das Design der Buttons an das eigene Webdesign anpassen, was dann wiederum den eigenen Usern besser gefallen dürfte.

Fazit

Eine erfolgreiche Website lebt nicht nur vom Webdesign. Und wer keine hochwertigen Inhalte mit konkreten Mehrwerten und Vorteilen bietet, hat wenig Chancen, dauerhaft gut abzuschneiden. Was Google gefällt, muss nicht zwingend auch gut für die eigenen User sein – und umgekehrt. Es wird immer ein Spagat bleiben zwischen dem, was man den „echten“ Besuchern zeigen will und dem, was für Google das Beste wäre.

Wer dauerhaft Qualität bietet, einen langen Atem und genug Durchhaltevermögen sowie Power hat, wird letztendlich sowohl die eigenen User als auch Google überzeugen. Letztendlich kann man auch gänzlich auf Google verzichten.

Wenn eine Website so populär und groß wird, dass die ganze Welt auf diese Website abfährt, dann kommt auch Google nicht mehr an ihr vorbei – sofern man dann noch auf Google angewiesen ist. Apropos Google: Weißt du, was „Google“ bedeutet und worauf der Name der weltweit größten Suchmaschine basiert?