Hast du schon deinen ganz persönlichen perfekten Tweet geschrieben? Twitter mag in Deutschland nicht DAS Riesending sein – mal mit den USA oder anderen Ländern verglichen – aber wenn es darum geht, Traffic auf die eigene Website zu bringen, dann kann Twitter dir einen großen Dienst erweisen. Dafür musst du allerdings zwei Bedingungen erfüllen: Erstens brauchst du anständigen Content, aus dem du passende Tweets bastelst. Zweitens brauchst du Follower, je mehr desto besser – WENN sie thematisch relevant sind. Nur so kannst du deine eigene Community auf Twitter aufbauen und dann immer wieder Besucher auf deine Website ziehen. Der perfekte Tweet macht das mit den Besuchern deutlich einfacher, denn das ist das Ziel deiner Teaser auf Twitter – mehr Reichweite und mehr Traffic. Wie genau du zu diesem perfekten Tweet kommst, was du dafür beachten musst und wie sich das alles im Detail für dich auszahlt, das erfährst du im folgenden Artikel:

Wie du den perfekten Tweet in 6 Schritten schreibst

1. Der perfekte Tweet hat ein Bild

Bilder sagen mehr als tausend Worte? Schon wieder so ein abgedroschener Spruch. Für deine Tweets gilt der Spruch trotzdem, auch wenn er eher eine Ergänzung darstellt. Dennoch haben diverse Studien ergeben, dass Tweets mit Bildern deutlich mehr Interaktionen erzeugen. Interaktionen müssen nicht nur Klicks auf einen Link sein, es sind auch Retweets oder Favoriten.

Auch eine Person, die dir aufgrund eines Tweets neu folgt, stellt eine Interaktion dar (oder wenn dich jemand zu einer Liste hinzufügt). Nutze also Bilder in deinen Tweets, denn dann steigt die Interaktion um satte 200 Prozent – was sich grundsätzlich schon mal sehen lassen kann.

2. Der perfekte Tweet hat einen Link in der Mitte der ersten Hälfte

Korrekt, Links in Tweets sind sehr sinnvoll. Wenn du ausreichend Follower hast, dann kannst du auf diese Weise richtig viel Traffic für das Linkziel erzeugen (wobei es sich bei diesem Linkziel im Idealfall um deine Website handelt). Dabei ist es wichtig, wo genau sich dieser Link befindet. Kluge Leute wie zum Beispiel Dan Zarrella von HubSpot haben schon vor einiger Zeit herausgefunden, dass du besser darauf achten solltest, wohin genau du deinen Link packst.

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Ich selbst bevorzuge den Link am Ende eines Tweets, sozusagen als Call-To-Action. Wenn du allerdings 86 Prozent mehr Retweets erzeugen willst, dann solltest du die Links in deinen Tweets immer in die Mitte der ersten Hälfte packen. Im Klartext: Hat dein Tweet insgesamt 120 Zeichen, dann kommt der Link so bei Position 30 ziemlich gut. Probier es einfach mal aus.

3. Der perfekte Tweet ist um und bei 125 Zeichen lang

„Um und bei“? Okay, ich KÖNNTE mich ganz genau ausdrücken, so klar ist die Sache aber nicht – und will dir hier keinen Unsinn zeigen. Wenn du deinen perfekten Tweet schreibst, hast du nur 140 Zeichen insgesamt zur Verfügung. Das ist die natürliche Limitierung von Twitter und das ist unter anderem auch ein Grund, warum Twitter überhaupt so erfolgreich geworden ist. „Fasse dich kurz!“ ist ein sehr altes Motto – aber es hat nach wie vor seine Gültigkeit.

Die Länge ist entscheidend, vor allem dann, wenn du auf mehr Interaktion in Form von Retweets scharf bist. Aus diesem Grund MUSST du am Ende etwas Platz lassen, denn auch heute noch nutzen viele Twitter-User die ursprüngliche Vorgehensweise, wenn es um das Retweeten geht: Sie schreiben „RT“ und erwähnen den eigentlichen Urheber mit einem „@“-Zeichen vor seinem Twitternamen – und dafür braucht es eben ein wenig Platz.

Bau deinen Tweets also mit einer Länge von maximal 125 Zeichen, dann können sie auch manuell „weitergereicht” werden und du bekommst im Schnitt 33 Prozent mehr Retweets.

4. Der perfekte Tweet nutzt mindestens einen Hashtag

Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2008, denn damals kam ich zum ersten Mal mit Twitter in Berührung. Und es gab ein Feature, das ich sofort ziemlich cool fand: Den Hashtag. Ein einfaches Zeichen, dass es auf jeder Tastatur schon immer gegeben hat, mit dem man aber Struktur in eine schon damals ziemlich große Twitter-Welt bringen konnte. Und: Hashtags sind nicht nur gut für die Twitter-Suche (denn dafür werden sie am meisten eingesetzt, man kann auf diese Art zum Beispiel Events, TV Sendungen oder Konferenzen verfolgen), sie sorgen auch für mehr Interaktion.

Wenn man diversen Studien glaubt (Tipp: Meine eigenen Erfahrungen decken sich mich diesen Studien), dann werden Tweets, die mindestens einen Hashtag verwenden, 40 Prozent mehr retweetet als es ohne die Verwendung von Hashtags der Fall ist. Aber – und darum bitte ich inständig – übertreibe es nicht! Ich habe so viele miese Tweets gesehen, die nur aus Hashtags bestanden (in der Twitter-Bio erliegen auch viele Leute dieser Unsitte). Ein oder zwei Hashtags: Alles cool. Bei mehr wird es haarig.

Immer dran denken, dass ein Tweet auch leserlich sein muss. Twitter ist so schnell, dass die User nur ganz wenig Zeit damit verbringen und die Tweets lediglich scannen. Wenn das Auge wegen einer Hashtag-Wüste nicht mit einem Tweet fertig wird, dann hat sich die Sache erledigt.

5. Der perfekte Tweet wird um 9, 14, 17 oder 20 Uhr versendet

Ja, das gute alte Social Timing… auch eine Wissenschaft für sich. Ich sage vorab, dass es immer auf die Branche ankommt, in der man sich bewegt. Zusätzlich ist das Thema entscheidend. Mein Publikum (also DU) konsumiert meine Inhalte in der Regel besonders gern vormittags und dann wieder ab 14 Uhr. Nach 16 Uhr nicht mehr so gern und dann wieder ab 20.30 Uhr.

Damit bestätige ich ungefähr den Trend, der in der Zwischenüberschrift als Marschrichtung ausgegeben wird. Du musst das für dich im Feintuning testen, grundsätzlich kannst du dich aber an die Zeiten halten! Wenn du das tust, dann steigt die Interaktion und du bekommst mehr Retweets, was sich letztendlich positiv auf den Traffic auswirkt. Und selbst Zweifler müssen zugeben, dass es Tweets zu bestimmten Zeiten schwer haben – ganz unabhängig von Thema und Branche.

So wird mir gegenüber immer gern erwähnt, dass man auch abends um 23 Uhr gute Ergebnisse mit den eigenen Tweets erzielt hat, eben weil die Zielgruppe für das Thema nicht morgens um 9 Uhr aktiv ist. Das mag stimmen: Aber selbst wenn man darauf spekuliert, dass das Publikum eher nachtaktiv ist, wird man um 2 Uhr 37 an einem Werktag definitiv nicht viele Leute erreichen – zumindest weniger, als das zu nicht nachtschlafender Zeit der Fall ist.

6. Der perfekte Tweet stellt eine Frage

Bist du eher der neugierige Typ? Oder interessiert es dich einfach, was andere Leute denken? Mal ganz abgesehen von deinen Tweets: Du SOLLTEST dich dafür interessieren, was dein Publikum denkt. Nur so kannst du sinnvolles und vor allem konstruktives Feedback einfangen und dich selbst auf diese Art und Weise verbessern. Glaub mir: Man lernt nie aus und besonders im Online Marketing ist das die absolute Realität. Ich selbst befasse mich jetzt schon seit 15 Jahren mit Online Marketing und lerne jeden Tag etwas Neues dazu. Und ich stelle sehr viele Fragen (denn nur so bekommt man Antworten)!

Twitter ist ein soziales Netzwerk und auch auf Twitter wird viel diskutiert. Wenn du nun also dein Publikum dazu bringen willst, mit dir zu diskutieren, dann stell den Leuten Fragen! Und am besten sind immer noch die Fragen, die am offensten gestellt sind. Geschlossene Fragen taugen nichts, alles was man mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann, trägt nicht zu einer Diskussion bei. Offene Fragen treiben Diskussionen an. Probier das aus, du wirst überrascht sein, wie gut es funktioniert.

Warum also Fragen stellen? Nur damit du mit anderen Leuten diskutieren kannst? Nein, damit diese anderen Leute miteinander diskutieren können! Nur so wird dein Tweet weiterverbreitet, nur so bekommt er mehr Aufmerksamkeit, NUR SO kannst du mehr Reichweite erzeugen. Und das ist kein Spruch, sondern Fakt: Auch hier haben Studien ergeben, dass die Anzahl der Retweets um 400 Prozent steigt, wenn du Fragen in deine Tweets einbaust.

Fazit

Versuch dich an deinem perfekten Tweet, denn möglich ist er. Du kannst alle von mir genannten Faktoren in einem Tweet vereinen, du kannst aber auch die einzelnen Zutaten getrennt voneinander verwenden. Wichtig ist, dass du testest und diese Tests dann wiederholst. Und wenn du damit fertig bist, testest du nochmal – und so weiter. Durch dauerhafte A/B-Tests wird du herausfinden, welche Form von Tweets in einer bestimmten Zielgruppe am besten funktioniert.

Den „perfekten Tweet“ im grundsätzlichen Sinne gibt es vielleicht gar nicht, aber du kannst für dich selbst herausfinden, welche Art zu tweeten für dich am erfolgreichsten ist – und nur darauf kommt es an, denn du willst doch ganz sicher nicht zu den Leuten gehören, die den ganzen Tag auf Twitter Botschaften in die Welt schreien, auch wenn nie jemand reagiert. Das ist frustrierend. Mach es lieber richtig und vor allem so, dass es das Beste für dein Publikum ist – denn nur darum geht es.