Das googlesche Panda-Update treibt nun schon seit 2011 sein Unwesen in der digitalen Welt und hat bis heute auf zahlreichen Websites Chaos und Zerstörung hinterlassen. Google braucht das Panda-Update, um seine Suchergebnisse von inhaltlich minderwertigen Seiten zu säubern, denn wenn die Suchergebnisse qualitativ schlechter werden, dann werden sie von weniger Usern genutzt – und Google bekommt weniger Klicks auf bezahlte AdWords-Anzeigen. Folge: Finanzielle Einbußen und genau das darf (aus der Sicht von Google) auf keinen Fall eintreffen. Also tut man alles dafür, dass nur die (aus der Sicht von Google) inhaltlich hochwertigsten Seiten überhaupt eine Chance auf gute Rankings haben. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass man als Publisher die eigene Website inhaltlich stark verbessern muss, wenn man vom Panda-Update betroffen ist oder in der Zukunft nicht betroffen sein iwll. Wie genau das geht, verrät die folgende Anleitung:

Wie du deine Website erfolgreich aus den Klauen des Panda-Updates befreist

Sorgfältige Vorbereitung ist Pflicht

Ganz Anfang steht die Feststellung, wie groß die eigene Seite eigentlich ist. Eine kleinere Seite hat in der Regel nicht so viel Content, insofern wird es auch leichter, diejenigen Inhalte zu erkennen, die zur Abstrafung durch das Panda-Update geführt haben können.

Bei großen Seiten ist das schon schwieriger. Hier muss genau geschaut werden, wo einzelne Probleme verborgen sind, denn das Panda-Update zielt nicht nur auf einen einzigen Aspekt ab.

Viele Ursachen können dafür sorgen, dass es eine Abstrafung gibt. Grundsätzlich und offensichtlich mangelhafter Inhalt ist ein Grund, aber auch zu kurze Inhalte oder solche mit nicht erkennbaren Mehrwerten sind vom Panda-Update betroffen.

Welche Signale den Panda anlocken

[BONUS] Gratis PDF eBook und Checkliste: Lade dir das gratis eBook "10 Internet Marketing Tipps, mit denen du deine Website sofort verbesserst" jetzt runter und mach deine Website in wenigen Schritten erfolgreicher. Klick hier auf diesen Link und starte den Download deines kostenlosen eBooks!

Gleiches gilt für nicht fertiggestellten Content, doppelte Inhalte oder solche mit wenig thematischer Relevanz. Für die Behebung dieser Probleme hat sich eine bestimmte Regel bewährt: Um einer Abstrafung durch das Panda-Update zu entkommen, sollte man sich umgehend darum kümmern, dass 20 Prozent der thematisch wichtigsten Inhalte auf einer Website sofort stark verbessert werden.

Für die übrigen 80 Prozent nimmt man sich 6 bis 12 Monate Zeit und baut diese Inhalte dann nach und nach um/aus, so dass sie insgesamt inhaltlich besser werden und echte Vorteile bieten. Wenn das nicht möglich ist, dann sollte man diesen Content lieber gleich ganz löschen.

Nach wie vor sind doppelte Inhalte ein großes Problem und vor allem große Website erzeugen diese doppelten Inhalte durch technische Unzulänglichkeit oft aus Versehen. Um herauszufinden, ob die eigene Website doppelte Inhalte produziert, empfiehlt sich eine Suche direkt bei Google oder mit ergänzenden Tools wie Copyscape.

Doppelte Inhalte sind tödlich

Copyscape findet Duplikate, die man dann entfernen (lassen) kann. Grundsätzlich ist es aber wichtig, die technischen Unzulänglichkeiten abzustellen, die überhaupt erst zur Entstehung doppelter Inhalte geführt haben.

Grundsätzlich dürfen keine inhaltlich identischen Websites über unterschiedliche URLs erreichbar sein. Sobald zwei oder mehr unterschiedliche URLs übereinstimmende Inhalte beinhalten, kommt es zu Problemen.

Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn eine Seite zum Ausdrucken eines Artikels erzeugt wird, diese Seite aber eine eigene URL verpasst bekommt. Sofern sich das nicht vermeiden lässt, muss mit dem Einbau eines Canonical-Tags nachgeholfen werden, der auf Original-Seite verweist.

Content verbessern, zusammenfassen oder löschen

Für dem Umbau und die Erweiterung der eigenen Inhalte, die man mit der oben genannten 20/80-Regel identifiziert hat, erstellt man im Idealfall einen Plan. Dieser Plan beinhaltet alle Content-Seiten, die man behalten und verbessern will.

Ebenso muss aufgelistet werden, welche Seiten nach und nach verbessert werden und welche Seiten gelöscht werden sollen. Wer bei großen Websites nicht genau weiß, wie viele Unterseiten es eigentlich gibt und wie viele dieser Seiten zum Beispiel doppelte Inhalte verursachen, empfiehlt sich der Einsatz eines Crawlers wie zum Beispiel Screaming Frog.

Screaming Frog listet alle Unterseiten eines Projekts auf, die anhand einer Verlinkung erreichbar sind. Auf diese Weise simuliert das Tool die Vorgehensweise von Google und lässt letztendlich erkennen, welche Unterseiten auch Google erfassen kann.

Zusätzlich hochwertigen neuen Content produzieren

Diese Information ist wichtig, denn nur so lässt sich feststellen, wo potenzielle Probleme bestehen. Hat man diese Informationen, geht es an die Beseitigung der Probleme, wobei man sich schon an dieser Stelle Gedanken darüber machen sollte, welche neuen Inhalte man veröffentlichen will.

Hintergrund: Das Verbesserung von mittelmäßigen Inhalten und das Löschen von schlechtem Content ist nur die halbe Miete. Gleichzeitig muss die eigene Website unmittelbar nach Erkennung der Abstrafung durch das Panda-Update qualitativ hochwertig ausgebaut werden.

Dafür ist eine themenrelevante Keyword-Recherche zwingend zu empfehlen! Eine Mischung zwischen sehr häufig nachgefragten Suchbegriffen und solchen, die ein kleineres Suchvolumen haben, hat sich dabei bewährt.

Streng an den Bedürfnissen der User ausrichten

Bei der Erstellung neuer Inhalte muss man sich dann selbstverständlich disziplinieren – und es kommt auch nicht einfach nur darauf an, wie lang ein Artikel ist. Ausführlichkeit ist noch kein Garant dafür, dem Panda-Update erstens zu entkommen und zweitens später nicht wieder erneut von einem getroffen zu werden.

Neue Inhalte müssen sich streng an den Bedürfnissen der User interessieren und konkrete Vorteile bieten. Die Leser erwarten Mehrwerte, wer mit seinem Content zum Beispiel nicht bei der Lösung eines Problems helfen kann, hat keine gute Chancen, ernsthaft wahrgenommen zu werden.

Bei bestehenden Inhalten gibt es eine einfache Dreier-Regel: Inhalte zu besonders wichtigen Themen müssen verbessert und/oder umgeschrieben werden. Offensichtlich schlechter Content, der zudem auch noch irrelevant oder doppelt ist, muss radikal entfernt werden. Inhalte, die an sich sinnvoll, allein aber nicht umfangreich genug sind, können zu größeren Artikeln kombiniert oder zusammengefasst werden.

Vertrauen bei Usern und Google erzeugen

Am Ende muss bei Google ganz deutlich das Signal ankommen, dass man seine Inhalte so stark überarbeitet, erneuert und erweitert hat, dass sie für die User (wieder) nützlich sind. Kein anderes Signal als die Nützlichkeit sorgt mehr dafür, dass sowohl die User als auch Google einer Website wieder (mehr) vertrauen. Im Verbund mit der Verbesserung vieler anderer Rankingfaktoren ist das sehr zu empfehlen.

Allerdings muss dieser Weg dann auch zukünftig weiter beschritten werden. Es nützt nichts, wenn man eine Website wieder flott gemacht hat, nur um dann anschließend wieder in den alten Trott zu verfallen.

Inhaltlich hochwertige Websites, die ihren Nutzerinnen und Nutzern nicht nur Informationen liefern, sondern tatsächliche Mehrwerte bieten und die User mit dem Eindruck wie „Wow, diese Seite hat mir wirklich geholfen!“ zurücklassen, werden sich in der Zukunft immer mehr durchsetzen. Und in diesem Fall muss man dann als Webmaster zukünftig auch keine Angst mehr vor einem Panda-Update haben.