Die organische Reichweite deiner Facebook Seite geht zurück? Keine Sorge, du bist nicht allein – viele Betreiber anderer Facebook Pages haben genau dieses Problem. Das macht die Sache für dich vermutlich nicht besser, aber zumindest weißt du nun, dass es bestimmte Faktoren direkt auf Facebook geben muss, die dafür teilweise verantwortlich sind. Teilweise, wohlgemerkt – denn auch wenn das Problem viele Facebook Pages unterschiedlicher Größen betrifft, kannst auch du selbst entscheidende Schritte gegen den Rückgang einleiten. Stellt sich also die ganz konkrete Frage, warum die organische Reichweite gesunken ist und was du im Detail dagegen tun kannst. Der folgende Artikel wird dir helfen, wieder mehr Menschen mit deiner Facebook Page zu erreichen:

Wie du deine organische Reichweite auf Facebook verbesserst

Quelle

Zu viel Content für den News Feed

Traurig, aber wahr: Seit Herbst 2013 ist die organische Reichweite von Facebook Pages durch die Bank um 49 Prozent gesunken. Grund dafür ist in erster Linie die extreme Zunahme von Content innerhalb von Facebook. Mehr als 18 Millionen Facebook Seiten streiten sich um die Gunst der User – kein Wunder, dass da nicht jede Seite zu den Gewinnern gehören kann.

Ebenfalls ein wichtiger Grund: Facebook will Geld verdienen und muss so „Anreize“ schaffen, dass mehr Publisher ihre Inhalte durch die Schaltung von Werbung pushen. Dass der Rückgang der organischen Reichweite mit dem Anstieg des Aktienkurses von Facebook einhergeht, ist sicherlich kein Zufall. Trotzdem ist es nicht so, dass Facebook absichtlich bestimmte Facebook Pages benachteiligt – denn das Problem betrifft wie gesagt alle Seiten auf Facebook.

Es gibt mehr als 100.000 Rankingfaktoren für Content, der auf Facebook publiziert wird. Darunter sind so eindeutige Elemente wie zum Beispiel die eigentliche Art des Postings, das veröffentlicht wird. Und du musst kein Genie sein um zu erkennen, dass ein Posting mit einem aufwändigen Bild, einer sehr guten Überschrift und einem knackigen Call-To-Action mehr Aufmerksamkeit erhält als ein Posting, in dem einfach nur ein (langweiliger) Satz steht – und das ist dann natürlich gut für die organische Reichweite.

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Nur ein Mausklick reicht…

Ein nicht zu unterschätzender Ranking Faktor ist auch das Feedback der Facebook User. Jedes Mitglied von Facebook kann einzelne Beiträge oder ganze Seiten verbergen oder sogar blocken. Mit einem einfachen Mausklick kann dein Content aus dem News Feed eines Users verschwinden – entweder für eine begrenzte Zeit oder für immer, was der organischen Reichweite schadet.

Gleiches gilt für die eigentliche Interaktion: Wenn dein Content einfach nicht spannend ist, dann wird er vielleicht im News Feed gesehen, aber er wird nicht geklickt. Es gibt auch keine Likes, keine Kommentare und schon gar keine Shares. All diese Faktoren sind aber enorm wichtig und Facebook misst für die organische Reichweite ganz genau, welche Inhalte sich gut verbreiten und welche nicht.

Aus diesem Grund ist auch die Annahme falsch, dass du schlecht laufenden Content einfach per Werbeschaltung generell pushen kannst. Es bleibt dabei: Wenn dein Content keine Interaktionen erzeugt, dann wird er auch nicht funktionieren, wenn du Geld für Werbung ausgibst – die Qualität deiner organischen Reichweite hat indirekt also auch Auswirkungen auf deinen bezahlte Werbung.

Ohne Relevanz bist du verloren

Letztendlich ist Facebook sehr einfach gestrickt: Wenn dein Post gleich nach der Veröffentlichung oft geklickt wird, viele Likes bekommt und viel geteilt wird, dann merkt Facebook das. Mehr noch, Facebook geht davon aus, dass dein Content in diesem Fall besser als andere Inhalte sein muss – denn sonst würde es ja vom Fleck weg nicht so viele Interaktionen geben. Was passiert also? Aufgrund der offensichtlich hohen Relevanz des Inhalts für die User auf Facebook wird der Content überdurchschnittlich oft ausgeliefert. Vereinfacht also: Hohe Relevanz = hohe organische Reichweite.

Die Fans deiner Facebook Page sehen diesen gut laufenden Content also in der Menge viel mehr, wodurch natürlich die Verbreitung vor allem durch Shares noch besser funktioniert. In diesem Fall wirst du kein Problem mit der organischen Reichweite haben und bist auch nicht in der verzwickten Situation, Geld für Werbung auszugeben – obwohl es in diesem Fall sinnvoll wäre, denn auch deine Werbeanzeige würde dann gut performen und entsprechend noch mehr (auch organische) Reichweite erzeugen.

Grund: Eine erfolgreiche Werbeanzeige auf Facebook sorgt in ihrem Fahrwasser immer für zusätzliche Verbreitung – weil es hier zu mehr Interaktionen kommt. Und selbst wenn es sich um eine Werbeanzeige handelt… wenn jemand eine solche Anzeige teilt und sie somit in eigenen News Feed anzeigen lässt und dieser News Feed von den eigenen Freunden gesehen und ebenfalls geteilt wird, entsteht natürlich „herkömmliche“ organische Reichweite.

Biete mehr als guten Content

Was also kannst du konkret tun, um die User auf Facebook dazu zu bringen, mit deinen Inhalten zu interagieren? Die Lösung klingt zunächst unglaublich simpel: Produziere hochwertigen Content, der die User zum Liken, Sharen und Teilen animiert. Doch wie muss dieser Content aussehen und reicht es wirklich, „nur“ guten Content zu veröffentlichen, damit die organische Reichweite steigt?

Nicht ganz – du musst dir ebenfalls Gedanken um das „Drumherum“ machen. Im Folgenden nenne ich dir einige Faktoren, die unerlässlich sind, wenn du guten Content produzieren willst und wenn diese Content von möglichst vielen Usern auf Facebook gesehen werden soll, damit die Interaktionsraten und somit die organische Reichweite steigt:

  • Poste Inhalte, die es so nur bei dir gibt und die keine andere Seite auf Facebook hat
  • Sei erreichbar und gestalte deine Facebook Page (und deine Website) so, dass die User leicht mit dir in Verbindung treten können
  • Vermittle eine positive Grundeinstellung und veröffentliche Inhalte, die nicht mit negativen Emotionen assoziiert werden
  • Poste deinen Content nicht dann, wenn es alle anderen auch tun und achte auf Zeiten, zu denen Facebook nicht überfüllt ist
  • Analysiere deine eigene Facebook Page und stell genau fest, wann deine Fans wirklich online sind
  • Zeige keine kopierten Inhalte oder solche, die es schon auf vielen anderen Facebook Pages zu sehen gab
  • Verfolge einen eigenen Stil und hebe dich damit von der Masse ab, um authentisch zu sein
  • Mach echtes Community Management und geh auf deine Fans ein, stell Fragen und beantworte Fragen, die sich aus dem Feedback der Fans ergeben
  • Nutze die Vorteile von Fotos und Videos auf Facebook und poste auch hier nur solche Inhalte, die für deine Fans wirklich nützlich sind und sie nicht langweilen

Wenn du diese Tipps befolgst, dann wird sich deine organische Reichweite deutlich verbessern. Zusätzlich musst du Faktoren wie zum Beispiel die Zeit berücksichtigen, die du dafür brauchst, um auf direkt an deine Facebook Page gestellte Fragen zu antworten. Facebook entwickelt sich immer mehr zu einem Servicekanal und will, dass die User möglichst schnell eine Antwort bekommen, wenn sie einer Facebook Page eine Nachricht schreiben – und so ist auch das einer von vielen Rankingfaktoren, den du beachten musst, um von Facebook insgesamt als hochwertiger eingestuft zu werden.

Fazit

Wenn du dich als nützliche und sinnvolle Ressource etablierst, wirst du mit der sinkenden organischen Reichweite auf Facebook kein Problem bekommen. Wenn du aber eher der Ansicht bist, dass du deinem Publikum ständig etwas verkaufen musst oder Dinge posten willst, die keinen wirklichen Mehrwert haben und schlicht und ergreifend langweilig sind, dann wirst du scheitern. Facebook hat sich zu einem sozialen Netzwerk entwickelt, dass sehr stark auf der Erfüllung der Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet ist – nicht auf die der Publisher. Denk also bei all deinen Aktivitäten auf Facebook immer nur daran, wie du deinem Publikum mit deinem Content einen Vorteil verschaffen kannst. Wenn du diese Strategie konsequent durchziehst, dann wirst du von der organischen Reichweite auf Facebook garantiert massiv profitieren.