Je länger du einen eigenen Blog oder eine eigene Website hast, desto mehr Content wird sich mit der Zeit ansammeln. Grundsätzlich eine gute Sache, denn je mehr Inhalte du anbietest, desto mehr Besucher wirst du in der Regel auch auf deine Seite ziehen. Die Sache hat allerdings einen Haken: Viele deiner Inhalte werden älter und sind irgendwann nicht mehr up-to-date. Das ist nicht weiter schlimm, wenn es sich zum Beispiel um Nachrichten handelt. Nachrichten sind ohnehin nicht für die Ewigkeit geschaffen, bei anderen Arten von Content sieht das aber ganz anders aus. Ein Beispiel dafür sind Ratgeber-Themen oder auch Anleitungen. Inhalte dieser Art bezeichne ich als „Evergreen-Content“, denn sie sind zeitlos und können immer wieder verwendet werden. Das Problem mit dem „Älter werden“ solcher Inhalte aber bleibt trotzdem. Gegen dieses Altern kannst du selbst etwas tun, indem du den Alterungsprozess einfach aufhältst oder sogar umkehrst. Ewige Jugend für deinen Content? Ja, das geht und ich zeige dir in diesem Artikel, wie das im Detail funktioniert:

Wie du alten Content auf deiner Website optimal runderneuerst

Bild: View Apart, Shutterstock.com

Entferne alte Datumsangaben

Es kommt vor, dass du in einem Artikel ein Datum nennen musst. Zum Beispiel bei Studien ist das oft wichtig, doch Studien können auch deutlich länger interessant sein als nur ein paar Tage.

Damit du älteren Content erneut verwenden kannst, musst du vorhandene Angaben zu Tagesdaten entsprechend entfernen oder zumindest ändern. Sofern das den Kontext eines Artikels nicht komplett zerstört, ist es eine sinnvolle Vorgehensweise.

Diese Entfernung ist aber wirklich nur bei Inhalten geeignet, die keinen direkten Bezug zu sehr aktuellen Themen haben. Du kannst unmöglich einen Artikel neu veröffentlichen, der sich mit der Wiederwahl von Barack Obama als US-Präsident befasst – dafür interessiert sich nach einer gewissen Zeit niemand mehr und es ist auch kein „Evergreen-Content„.

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Tausche alte Bilder durch neue aus

Auch Bilder und Fotos können nach einiger Zeit veraltet sein. Natürlich gibt es Motive, die zeitlos sind, das trifft aber nicht immer zu.

Wenn deine Website schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, dann hast du sicherlich auch noch ein paar Bilder im Umlauf, die einfach nur zu klein sein. Im Zuge eines Relaunch kann es passieren, dass sich Bildformate verändern.

Werden Bilder und Fotos auf deiner Website generell größer, dann ist das ein guter Anlass, diese „Visuals“ grundsätzlich einer Verjüngungskur zu unterziehen. Es ist auch möglich, dass du mittlerweile Zugang zu qualitativ besseren Fotos hast – in diesem Fall ist es ebenfalls sinnvoll, das vorhandene Bildmaterial zu sichten und zu prüfen, ob es entsprechenden Ersatz gibt, der deine Website grundsätzlich schicker und moderner macht.

Überprüfe Ausdruck und Schreibe

Auch das kann sich im Laufe der Zeit ändern. Schau dir einfach mal ein paar ältere Artikel von dir an – ich wette, dass du dich wundern wirst, wie du noch vor ein paar Jahren geschrieben hast.

Wenn deine Schreibe dir heute nicht mehr zeitgemäß vorkommt und vielleicht auch der Ausdruck nicht mehr so modern wirkt, dann ändere das! Überflüssige Worte und Formulierungen kannst du streichen oder durch bessere ersetzen.

Schau dir auch den gesamten Kontext solcher Artikel an. Wenn du beim Lesen den Eindruck hast, dass dich der Text entweder nicht fesselt oder sogar langweilt, dann gibt es möglicherweise ein grundsätzliches Problem.

Fang dann damit an, deine Texte insgesamt zu überprüfen und Schritt für Schritt zu verbessern. Wenn du merkst, dass ein bestimmter Text gar nicht mehr geht, dann kannst du den kompletten Artikel auch löschen – wenn es nicht ein Artikel ist, der besonders viele Besucher anzieht (in dem Fall musst du ihn umbauen, denn sonst schadest du dir selbst, weil du auf Traffic verzichtest).

Auch die Struktur deines Artikels kann verbesserungswürdig sein. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und guck dir an, wie aktuell erfolgreiche Websites die eigenen Inhalte strukturieren.

Versteh mich nicht falsch: Ich will dich nicht zum Kopieren verleiten – vielmehr sollst du dich inspirieren lassen. Große und erfolgreiche Websites sind nicht umsonst so groß und erfolgreich geworden – da kannst du dir im Zweifel eine Scheibe abschneiden, um deinen Content fit für die Zukunft zu machen.

Prüfe alle Verlinkungen und passe sie an

Eine Website sollte eigentlich für die Ewigkeit sein – hab ich mal gehört! Wir wissen aber natürlich alle, dass das nicht so ist.

Websites werden sehr oft verändert und manchmal gibt es auch echte Kahlschläge. Dann werden komplette Seiten gelöscht oder auch nur eine Menge Unterseiten.

Letztendlich ist der Umfang für dich egal, es kommt darauf an, dass du auf deinen Seiten nicht auf andere Websites (oder Unterseiten) verlinkst, die es gar nicht mehr gibt. Nach solchen Links musst du Ausschau halten und sie löschen, wenn du sie findest.

Content-Management-Systeme wie WordPress bieten für solche Fälle Plug-Ins an, die dir diese Arbeit abnehmen. Im Prinzip ist es dann eine sehr einfache Sache – wenn du kaputte Links in deinen Artikel findest, dann entferne sie oder such eine neue Quelle, die inhaltlich passt und von dir verlinkt werden kann (das alles gilt übrigens natürlich nicht nur für externe, sondern auch für interne Links).

Füge zusätzliche Inhalte hinzu

Auch das ist ein sinnvolles Mittel, vor allem bei Ratgeber-Artikel aus Bereichen, in denen es immer wieder Neuigkeiten gibt. Ebenfalls ein schönes Beispiel: Biografien von Künstlern, Bands und Musikern.

Vor einigen Jahren hatte ich selbst noch eine Website, auf der genau solche Inhalte veröffentlicht wurden. Alle paar Wochen mussten dann bestehende Biografien mit neuen Inhalten ergänzt werden, weil sich bei den Bands ständig etwas tat.

Nachvollziehbar, denn wer will schon eine Madonna-Biografie lesen, die nur bis 2013 aktuell gehalten wurde? Auf einer solchen Seite erfährst du keine aktuellen Neuigkeiten, weil die Seite eben nicht auf dem neusten Stand ist.

Folge: Die Biografie ist eigentlich „Evergreen-Content“, kann aber als solcher nicht verwendet werden. Und selbst wenn die Seite zum Beispiel bei Google ein gutes Ranking hat, werden die Leser letztendlich enttäuscht sein, eben weil die Seite das Bedürfnis nach 100-prozentiger Information nicht befriedigen kann.

Ganz anders sieht das aus, wenn der Content ständig und immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht wird. Keine Frage, das ist mühsam und mit Arbeit verbunden – am Ende wird es aber auszahlen – und um bei dem Beispiel zu bleiben: Die Madonna-Biografie kann immer und immer wieder genutzt werden, um neue Leserinnen und Leser anzulocken.

Biete neue Mehrwerte mit zusätzlichen Give-Aways

Besonders wichtig wird die „Erneuerungs-Strategie“, wenn du nicht primär willst, dass dein Content einfach nur konsumiert wird. Möglicherweise hast du einen Newsletter oder willst ein Produkt über deine Website verkaufen.

Selbstverständlich kannst du auch schon bestehende Inhalte dazu nutzen, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen. Denn im Prinzip ist jede Unterseite deiner Website eine Landing Page.

Lass uns für einen Moment davon ausgehen, dass du dich entschließt, ab sofort auch einen Newsletter anzubieten. Das ist extrem sinnvoll, denn wenn du dir eine E-Mail Liste aufbaust, bekommst du jede Menge loyaler Follower und bist nicht von einem fremdbestimmten System wie zum Beispiel Facebook abhängig.

Das Problem: Zu Anfang hast du keine Newsletter-Abonnenten, die musst du erst einsammeln. Aber du hast schon jede Menge Content und viele Seiten mit Inhalten – genau hier kannst du ansetzen und deinen Usern einen neuen Mehrwert bieten, indem du ein Give-Away zur Verfügung stellst.

Das kann ein eBook oder auch ein Tool sein, eine Checkliste oder ein kostenloser Video-Kurs. Im Prinzip ist es egal, welches Mittel du einsetzt – wichtig ist, dass du es konsequent einsetzt.

Und dafür musst du nicht viel tun! Du hast bereits jede Menge Content und musst diese Inhalte einfach nur erweitern – wenn dein Give-Away thematisch zum grundsätzlichen Thema deiner Website passt, dann bau einen Hinweis darauf auf jeder Unterseite ein (am besten in den Ruhebereich direkt unter jeden Artikel – bewährt hat sich auch eine sogenannte „Slide-In-Box“, die als Störer beim Scrollen einer Seite im unteren rechten Bereich sichtbar wird).

Fazit

Je mehr Content du hast, desto besser ist das für dich, denn du kannst deine Inhalte jederzeit anpassen und auf den aktuellen Stand bringen. Das verschafft dir Luft und du bist nicht gezwungen, immer wieder massenweise neue Inhalte zu produzieren.

Versteh mich nicht falsch: Natürlich ist es perfekt, wenn du immer wieder neuen Content veröffentlichst! Ich plädiere nur dafür, auch die Inhalte zu nutzen, die schon etwas älter sind.

Wenn diese Inhalte thematisch in einem Gebiet angesiedelt sind, dass die Leute immer wieder frequentieren, dann hast du optimale Voraussetzungen. In diesem Fall kannst du dann nämlich mehr Reichweite erzeugen mit Inhalten, die du schon hast.

Das Updaten bereits bestehender Inhalte macht definitiv Arbeit. Es ist aber auf jeden Fall ein Vorteil, wenn du das Rad nicht immer wieder neu erfinden musst.