Bei der Bezeichnung „Killer Blog Post“ kommen manche ins Schwärmen, andere wenden sich genervt ab. Was soll das überhaupt sein? Grundsätzlich: Die Bezeichnung ist reißerisch, soll aber andeuten, dass es sich eben um einen sehr guten Artikel für einen Blog (oder eine Website) handelt, der extrem erfolgreich ist. Damit einer solcher „Killer Blog Post“ überhaupt erst entsteht, bedarf es viel Arbeit, denn nur mit einem packenden Thema ist es nicht getan. Ein wirklich guter Artikel besteht aus mehreren Elementen und nicht nur der Inhalt muss „von den Socken hauen“, sondern auch die Aufmachung, die Struktur und die Optik. Viele dieser Elemente ergeben sich durch das grundsätzliche Design eines Blogs, bei anderen Dingen lässt sich nachsteuern und immer wieder neu versuchen, erstklassige Arbeit abzuliefern. Worauf also kommt es an, um einen „Killer Blog Post“ abzuliefern?

Wie ein "Killer Blog Post" maximale Aufmerksamkeit erzielt

Bild: © katalinks, fotolia.com

Auf den Titel kommt es an

Ein mitreißender Titel leitet den „Killer Blog Post“ ein. Das ist nachvollziehbar, denn der Titel ist das, was jeder potenzieller Leser sofort mitbekommt. Ist dieser Titel langweilig, kann er nichts versprechen, sorgt er nicht für ein „Aha, das klingt ja spannend…“ in den Köpfen des potenziellen Publikums, dann ist die erste Schlacht schon verloren.

Nicht nur der Inhalt ist wichtig, auch die Struktur. Um die 8 Worte und circa 70 Zeichen sprechen für einen strukturell gelungenen Titel, der einen „Killer Blog Post“ einleitet. Aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar, oder hast du Lust, dich schon beim Titel durch endlose Sätze zu ackern? Und so geht es den meisten Menschen, kurz und knackig kommt gut an – das hat sich seit Jahrzehnten in der Presse (ja, man muss Offline beobachten und davon lernen, um Online erfolgreiche zu sein) bewährt.

Und was kann man beim Text tun? Man kann Dringlichkeit erzeugen. Denkt das Publikum, dass es etwas verpasst, wenn es den Artikel nicht liest, ist man auf dem richtigen Weg. Anleitungen kommen immer gut an und auch die guten alten „Top-10-Listen“ erfüllen ihren Zweck. Auch wenn darüber oft gemeckert wird, dass es zu simpel und eindimensional ist: Solche Aufmachungen erfüllen ihren Zweck und funktionieren. Das gilt auch für „starke Worte“, die emotionsgeladen sein dürfen. Auch eine simple Frage im Titel sorgt dafür, dass man sich mit dem Inhalte intensiver beschäftigt.

[BONUS] Gratis PDF eBook und Checkliste: Lade dir das gratis eBook "10 Internet Marketing Tipps, mit denen du deine Website sofort verbesserst" jetzt runter und mach deine Website in wenigen Schritten erfolgreicher. Klick hier auf diesen Link und starte den Download deines kostenlosen eBooks!

Persönlich und emotional sein

Wer in einem Titel bestimmte Dinge verspricht, muss sie auch halten. Insofern ist es nicht klug, wenn man nicht liefert und dann im Text enttäuscht, denn so wird das mit dem „Killer Blog Post“ nichts. Doch auch wenn man seine inhaltlichen Versprechen hält, ist es oft nicht einfach, diesen Inhalt so zu verpacken, dass die Leser weiter aufmerksam bleiben. Gründe dafür gibt es viele, wie zum Beispiel einen schlicht und ergreifend „trockenen“ Bereich.

In diesem Fall gibt es aber keine billigen Ausreden. Wer erfolgreich sein will, muss sich Mühe geben und dafür sorgen, dass auch das langweiligste Thema spannend vermittelt wird. Das erreicht man zum Beispiel, wenn man eine tolle Geschichte um das Thema herum erzählt. Außergewöhnliche Beschreibungen, Vergleiche und Metaphern können ebenfalls helfen. Und wer für sein trockenes Thema sogar ein Fallbeispiel zu bieten hat, kann sich der ungeteilten Aufmerksamkeit sicher sein.

Emotionen und persönliche Ansätze sind weitere mächtige Instrumente, die immer funktionieren. Dabei geht es nicht um Sensations-Journalismus oder darum, Ängste zu schüren – schließlich will man einen „Killer Blog Post“ schreiben und nicht bei einer großen deutschen Boulevard-„Zeitung“ anheuern. Es geht darum, sein Publikum emotional zu berühren und da kann auch eine gute Geschichte Wunder wirken. Wer es zusätzlich schafft, seinen Output auf eine persönliche Ebene zu bringen, weil möglicherweise genau die passende Lösung für ein wirklich dringliches Problem geliefert wird, kann sich freuen. In diesem Fall wird die Aufmerksamkeit nämlich garantiert nicht sinken, sondern steigen – auch bei einem trockenen Thema.

Leser beteiligen und einbeziehen

Wer ist nicht gern Teil von etwas Besonderem? Ein „Killer Blog Post“ kann etwas Besonderes sein und deshalb ist es wichtig, das Publikum zu beteiligen und in den Artikel einzubeziehen. Dafür sind Fragen immer noch eines der besten Mittel. Wer in seinem Artikel Fragen stellt, bekommt nicht zwingend sofort eine Antwort, im Idealfall erfolgt das später in den Kommentaren. Fragen sorgen aber dafür, dass sich die Leserschaft im Geiste schon mit potenziellen Antworten beschäftigt. Je intensiver, desto besser.

Sinnvoll ist es auch, schon zu Beginn eines Artikels zu erklären, was man als Konsument nach der Lektüre an Erkenntnissen (gern auch „Learnings“ oder „Benefits“ genannt) mitnehmen kann. Das sorgt dafür, dass Leserinnen und Leser ganz sicher aufmerksam bleiben, weil sie davon ausgehen, diese Erkenntnisse auch zu bekommen. Doch nicht vergessen: Diese Erkenntnisse müssen dann auch geliefert werden, sonst wird man schnell als unseriös wahrgenommen – und wer will das schon riskieren?

Was auch immer gut funktioniert, ist das Aufstellen einer These oder einer Behauptung. Gern auch kontrovers und/oder polarisierend. Das ist alles kein Problem, sofern man eine solche These oder Behauptung auch mit Argumenten hinterlegen kann und nicht einfach nur pöbelt. Man kennt das aus dem analogen Leben: Große Klappe und nichts dahinter? Solche Leute sind nicht unbedingt hoch angesehen. Man muss also argumentieren können, wenn man provokant ist und zu seiner Aussage stehen, sie auch verteidigen können und auf das Echo gefasst sein. Andernfalls wirkt man unglaubwürdig und verliert einen Teil seiner Leserschaft.

Publikum dauerhaft fesseln

Der Titel eines „Killer Blog Post“ verspricht bestimmte Erkenntnisse – das habe ich weiter oben schon aufgeführt. Was ich noch nicht gesagt habe: Es ist extrem wichtig, dass man auch wirklich liefert. Es ist extrem wichtig, dass man authentisch ist und bleibt und auch bei Gegenwind nicht zurückschreckt. Und es ist extrem wichtig, dass man bei Bedarf nachträglich erneut recherchiert und weitergehende Informationen präsentieren kann.

Die versprochenen Erkenntnisse an sich müssen inhaltlich hochwertig sein. Es reicht nicht, etwas zu behaupten, man sollte es belegen oder zumindest erklären können. Wichtig in diesem Zusammenhang: Verständlich schreiben und soweit wie möglich auf Buzzwords und Fach-Chinesisch verzichten. Leser, die nicht verstehen, was sie da lesen, werden nicht am Ball bleiben, sondern genervt oder frustriert weiterziehen.

Wer sein Publikum fesseln will, muss spannend sein und spannend bleiben. (Kontroverse) Fragen sorgen dafür, dass sich die Leute mehr mit dem Inhalt beschäftigen, außerdem wächst dann die Chance, dass ein Artikel mehr kommentiert wird. Aus dieser gestiegenen Interaktion erwachsen dann oft hervorragende und interessante Diskussionen, bei denen auch gern mal ein Troll einsteigt. In diesem Fall ist es aber eine Frage sinnvollen Community Managements, um dafür zu sorgen, dass die Dinge nicht entgleisen.

Zusätzlich nützliche Informationen anbieten

Ein „Killer Blog Post“ informiert das Publikum über viele Fakten und Details, doch nicht jeder Artikel kann auch immer zu 100 Prozent vollständig sein. Dafür reicht bei manchen Themen der Platz einfach nicht aus und wenn es keine Doktorarbeit werden soll, muss man sich kürzer fassen. Immer dran denken: Das Lesen von Artikeln am Bildschirm wird zwar immer häufiger, dennoch ist es für die Augen im Vergleich zu einem herkömmlichen Buch oder einer Zeitung anstrengender (gilt natürlich nicht für spezielle eBook-Reader und sonstige technische Hilfsmittel aus diesem Bereich).

Nicht nur aus dem Grund der Vervollständigung von Informationen sondern auch, weil es intelligent ist, auf weiterführende Quellen zu verweisen, wenn sie zum Thema passen und einen Mehrwert liefern, sollte man genau das tun. Bezogen auf einen „Killer Blog Post“ heißt das, dass man verlinken muss, wenn es angebracht ist. Der seit Jahren bei vielen Webmastern unterschwellig bestehende „Linkgeiz“ ist also fehl am Platz! Es geht nicht darum, andere nicht zu verlinken, weil das der eigenen Website schaden könnte. Es geht darum, andere zu verlinken, um dem eigenen Publikum noch mehr Informationen mit auf den Weg zu geben.

Zwar sollte man bei der Auswahl potenzieller Linkziele die Augen offen halten und nicht alles Mögliche verlinken, nur weil dort ein bestimmtes Thema behandelt wird, dass zum eigenen Artikel passt. Wie auch bei allen anderen Elementen eines „Killer Blog Post“ muss auf die Qualität geachtet werden. Und das kann dann auch dazu führen, dass überhaupt nicht verlinkt wird, weil es eben keine qualitativ hochwertige Quelle zum Verlinken gibt. Zugegeben, diese Erkenntnis kann subjektiv sein – aber wer will sich schon in den Herstellungsprozess eigener Veröffentlichungen reinreden lassen? Und wenn es nichts zu verlinken gibt, dann gibt es eben nichts zu verlinken. So einfach ist das!

Fazit

Mehr Aufmerksamkeit erzeugt mehr Reichweite – und nicht nur das! Wer mit seinen Inhalten mehr Menschen im Internet erreicht, der wird an vielen Fronten erfolgreich sein. Man sammelt neue Follower ein, neue Fans, neue Newsletter-Abonnenten, neue Abonnenten für den eigenen RSS-Feed und so weiter. Passiert das nicht, dann geht’s bergab. Am wichtigsten bleibt die Positionierung der eigenen Firma (oder der eigenen Person) als hochqualifizierte Anlaufstelle für sinnvolle und vor allem korrekte und nützliche Informationen im Web. Ein „Killer Blog Post“ hat also sehr viel mit (Personal) Branding und Markenaufbau zu tun. Und bevor ich es vergesse: Es geht hier um Ausdauersport! Der Lift zum Erfolg ist fast immer defekt oder hält auf der falschen Etage. Die Treppe dagegen funktioniert immer. Zum Schluss noch ein Tipp: Speziell für Firmen werde Corporate Blogs immer wichtiger und ein gutes Buch zu diesem Thema gibt es hier.