Der Aufschrei war groß, als der Netzwerkgigant Facebook vor einem halben Jahr die Übernahme des Kurznachrichtendienstes WhatsApp verkündete. Viele Nutzer waren erbost, wollten den Anbieter wechseln und sich Alternativen suchen. Schaut man sich jedoch die aktuellen Zahlen an, dann stellt man fest, dass möglicherweise viele der Nutzer, die die Übernahme nicht unterstützen wollten, sich letztendlich doch anders entschieden haben. So kann WhatsApp-Gründer Jan Koum nur Positives vermelden und weiter optimistisch in die Zukunft schauen. Monatlich sollen es mittlerweile mehr als 600 Millionen Benutzer sein, die WhatsApp aktiv unter anderem zum Versenden von Nachrichten nutzen. Beim Kauf durch Facebook waren es „nur“ 450 Millionen weltweit. Hat also die Übernahme von Facebook WhatsApp sogar noch einen Beliebtheitsschub verpasst?

WhatsApp wächst und wächst und wächst...

30 Millionen in Deutschland

WhatsApp kommt in Deutschland offiziell auf 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzer. Diese Zahlen stammen von Anfang des Jahres, aktuellere Daten gibt es derzeit nicht.

Schaut man sich den globalen Trend an, ist allerdings davon auszugehen, dass die Zahlen auch bei uns gestiegen sein könnten. Neu eingeführte oder geplante Funktionen lassen darauf schließen.

Schon seit März gibt es Berichte, dass WhatsApp an einer VoIP-Lösung für kostengünstige Telefonie arbeiten soll. Aktuell ist das so noch nicht möglich, wer via WhatsApp telefonieren will, nutzt im Prinzip das ganz normale Mobilfunknetz seines Smartphones.

Kommentare gegen die Konkurrenz

Den Erfolg von WhatsApp nimmt Gründer Jan Koum zum Anlass, kräftig gegen die Konkurrenz zu schießen. Schließlich gab es auch viele Skeptiker, die WhatsApp wegen der Sicherheitsbedenken vor einigen Monaten keine große Zukunft vorausgesagt hatten.

600 Millionen Nutzer hat WhatsApp aktuell, in weniger als 12 Monaten wurde diese Zahl verdoppelt. Im September waren es 300 Millionen User, im Februar 2013 „nur“ 200 Millionen.

Facebook hat mit dem Kauf von WhatsApp also den richtigen Riecher gehabt und auch wenn man die Software, genau wie im Fall von Instagram, nicht 100-prozentig in das eigene Unternehmen integriert, stellt ein Tool wie WhatsApp eine extreme Aufwertung des eigenen Portfolios dar.

Die Zukunft von WhatsApp

Über weitere Zukunftspläne für WhatsApp wird derzeit geschwiegen. Außer der Tatsache, dass einige neue Features wie die VoIP-Telefonie geplant sind, ist nichts bekannt.

Dennoch ist davon auszugehen, dass hinter den Kulissen hart gearbeitet wird. Nicht nur die extrem hohe Reichweite von WhatsApp ist ein Garant dafür, dass man in neuen Geschäftsbereichen Fuß fassen könnte.

So wäre eine tiefere Integration von WhatsApp auch bei Online-Marketing-Strategien sinnvoll, schließlich kann man über iPhones bereits heute einen Share-Button extra für WhatsApp ausliefern und nutzen. Damit ist es möglich, die Reichweite einer Website zu verbessern, wenn in der entsprechenden Zielgruppe viele WhatsApp-User vorhanden sind.