Was gab es nicht alles für Kommentare nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Da war von einem „Worst Case Szenario“ zu lesen ebenso wie von erbosten Mitteilungen wie: „Privatsphäre? Ab jetzt kommuniziere ich nur noch per Brieftaube!“ Und auch die weltweite Presse ließ nicht kein gutes Haar an dem Deal. Bei aller Aufregung, die diesen Kauf erzeugte, eine echte Stellungnahme fehlte, nämlich die von WhatsApp selbst. Vermutlich ging es dem Unternehmen danach erst einmal nur darum, sich um Aufbau und Ausbau zu kümmern. Und es dürfte zudem ein kluger Schachzug gewesen sein, denn kein Deal kann so groß sein, als dass er nicht nach einigen Wochen in der Netzwelt an Spannung verliert. Und so war es auch bei WhatsApp. Die Kommentare ebbten ab – der Messenger aber wächst weiter, auch oder besonders als Teil von Facebook.

WhatsApp knackt die 500-Millionen-User-Marke

Schlechte Kritik ist besser als gar keine

So decken sich also die unzähligen negativen Kommentare auf den ersten Blick nicht mit dem tatsächlichen Erfolg, denn der Erfolg gibt WhatsApp (und Facebook) Recht. 500 Millionen Nutzer sind es mittlerweile weltweit, Tendenz steigend. Das erste heiß erwartete Statement von WhatsApp ist im Grunde gar kein wirkliches, zumindest nicht auf direkte Art und Weise.

Das Unternehmen äußert sich „nur“ zum Erfolg und präsentiert diesen Erfolg in Form von aktuellen Nutzerzahlen. Das Team hinter dem Messenger tut dies auch nur auf seiner eigenen Webseite, liefert aber immerhin noch die Entwicklungen in einzelnen Ländern mit.

In Indien, Mexiko, Russland und Brasilien sei der höchste Zuwachs zu vermelden. Echte Zahlen aus Deutschland sind nicht bekannt, glaubt man aber inoffiziellen Schätzungen, dann hat WhatsApp in Deutschland mehr User als Facebook.

Mehr als 100 Prozent Steigerung

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Vergleicht man die Zahlen vom Vorjahr mit den aktuellen Werten, wird die zunehmende Beliebtheit des Messengers deutlich. Im Frühjahr 2013 kam WhatsApp auf 200 Millionen Nutzer weltweit, von denen etwa 14 Millionen aus Deutschland stammten.

So hat sich die Anzahl der Nutzer innerhalb eines Jahres um mehr als 100 Prozent gesteigert. Offiziell sollen es 100 Millionen Videos und 700 Millionen Fotos sein, die tagtäglich via WhatsApp geteilt werden. Ein heftiger Auswärtstrend, der ganz deutlich zeigt, dass WhatsApp ein Erfolgsmodell ist.

Und auch die entrüsteten Kommentare vieler User, die via Facebook (!) ankündigten, WhatsApp zu verlassen, können den Erfolg nicht schmälern. Die 19 Milliarden US-Dollar, die Mark Zuckerberg für WhatsApp gezahlt hat, scheinen sich also schon jetzt gelohnt zu haben.

Fusion von WhatsApp und Facebook?

WhatsApp passt also zu Facebook. Diese Schlussfolgerung zwängt sich auf, wenn man sich die Ergebnisse von Facebook anschaut. Aktuell gab es neue Zahlen und danach läuft alles mehr als rund. 1,01 Milliarden User greifen derzeit pro Monat aktiv über mobile Endgeräte auf Facebook zu. Und weil auch WhatsApp als Messenger komplett auf mobile User zugeschnitten ist, wird erneut deutlich, wie sinnvoll die Übernahme durch Facebook war.

Dabei muss es gar nicht zwingend darum gehen, WhatsApp und deren User in Facebook zu integrieren. In Zukunft könnte es durchaus denkbar sein, dass WhatsApp und der Facebook Messenger tatsächlich verschmelzen. Der Facebook Messenger könnte dann einfach „Facebook WhatsApp“ heißen. Die Funktionen könnten übernommen werden und dann müsste nur noch blaue Farbe drüber.

Ob das passieren wird, ist Spekulation. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Mark Zuckerberg bewiesen hat, dass ein gutes Geschäftsmodell auch dann weiter stark frequentiert wird, wenn sich der Inhaber ändert. Sofern die grundsätzlichen Funktionalitäten nicht verändert oder gar abgeschafft werden, besteht prinzipiell keine Gefahr für das Produkt. Die aktuelle Entwicklung von WhatsApp ist dafür ein schönes Beispiel.