Wie viele WhatsApp Nachrichten hast du heute schon bekommen? WhatsApp hat in Deutschland mehr User als Facebook – was Facebook nicht sehr stört, denn WhatsApp gehört zu Facebook. Es ist schon eine Weile her, dass Facebook den Instant Messenger für 19 Milliarden US Dollar kaufte und es steht zu vermuten, dass Facebook mit der Zeit ähnlich vorgehen wird, wie das bei Instagram der Fall war. Auch WhatsApp wird in Zukunft mit Sicherheit innerhalb des Facebook Universums monetarisiert werden – bis es aber wirklich soweit ist, mache ich in diesem Artikel den ultimativen Faktencheck. Wie gut kennst du dich mit WhatsApp aus?

WhatsApp: Der Instant Messaging Gigant im ultimativen Faktencheck

WhatsApp: Der Instant Messaging Gigant im ultimativen Faktencheck | Quelle

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

WhatsApp wurde 2009 von den ehemaligen Yahoo Mitarbeitern Jan Koum und Brian Acton gegründet. Lustige Geschichte am Rande: Sowohl Facebook als auch Twitter hatten die Chance, Koum und Acton einzustellen – beide hatten sich bei genau diesen großen Playern beworben. Zum Glück (aus heutiger Sicht) klappte das nicht, so dass die Entwicklung von WhatsApp seinen (beeindruckenden) Lauf nahm.

Jan Koum hatte schon früh erkannt, dass es in Zukunft in den unterschiedlichen App Stores richtig abgehen würde. Aus seiner Sicht ein optimales Umfeld für eine Instant Messaging App, mit der sich die User untereinander direkt via Smartphone austauschen können. Wichtig: 2009 war das iPhone erst seit zwei Jahren auf dem Markt – insofern hatte Koum definitiv den richtigen Riecher und ein gutes Gespür für künftige Entwicklungen.

Der Name „WhatsApp“ stammt von Jan Koum selbst – und in der Tat hat die App ihren Namen von der Frage „Whats up?“, denn genau diese Frage fiel Koum sofort ein, als er über einen passenden Namen nachdachte. Nachvollziehbar, denn schließlich beantwortet WhatsApp die Frage „Was ist los?“, indem man selbst erfährt, was bei den eigenen Freunden und Kontakten aktuell passiert. Dass dieses System funktioniert sieht man an den 800 Millionen Nutzerinnen und Nutzern, die WhatsApp derzeit aktiv nutzen – Tendenz weiter steigend.

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Geniales Motto: „No Ads! No Games! No Gimmicks!“

Wo die Gründer von WhatsApp als Angestellte bei Facebook keine Chance auf einen Job hatten, überzeugten Sie letztendlich mit ihrem Produkt. Wir alle erinnern uns noch gut an die Bombe, die 2014 platzte: Damals kaufte Facebook WhatsApp für schlappe 19 Milliarden US Dollar. Böse Zungen behaupten, dass der Kauf eine Kurzschlussreaktion auf die Abfuhr von Snapchat war, die Facebook kassierte – viele wissen aber auch nicht, dass Google ebenso an WhatsApp interessiert war, aber „nur“ 10 Milliarden US Dollar auf den Tisch legen wollte.

Für WhatsApp so oder so ein hervorragender Deal, denn Koum und Acton hatten selbst keinen müden Cent für die Vermarktung von WhatsApp ausgegeben. Ihr Motto war einfach: „No Ads! No Games! No Gimmicks!“ – und dieser minimalistische Ansatz überzeugte letztlich auch die User des Messengers. Übrigens wurde der Deal zwischen Facebook und WhatsApp am Valentinstag 2014 eingetütet – eine echte „Hochzeit aus Liebe“ also…

Bleibt die Frage offen, wie WhatsApp überhaupt Geld verdient. Das einzige Mittel zu Monetarisierung ist ein „Mitgliedsbeitrag“: Das erste Jahr der Nutzung ist für alle Nutzerinnen und Nutzer von WhatsApp gratis, danach werden 99 US Cent fällig – auf den ersten Blick nicht viel, doch bei mehr als 800 Millionen Usern kommt da ein nettes Sümmchen zusammen (für die Portokasse sollte es definitiv reichen).

Unglaubliche 30 Milliarden Nachrichten pro Tag

Im Schnitt werden täglich 30 Milliarden Nachrichten via WhatsApp verschickt und empfangen. Bei 800 Millionen Nutzerinnen und Nutzern macht das fast 38 Nachrichten pro User: Ein extrem deutlicher Beweis dafür, dass WhatsApp wirklich sehr stark frequentiert wird – und pro Tag gewinnt WhatsApp im Schnitt eine Million neue User dazu.

72 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer checken ihren WhatsApp Account mindestens einmal täglich und ebenfalls täglich werden 700 Millionen Fotos geteilt. Apropos Fotos: WhatsApp ist „verantwortlich“ für 27 Prozent aller Selfies, die im Internet geteilt werden. Nachvollziehbar, dass die Nutzungsdauer entsprechend hoch ist – insgesamt 195 Minuten verbringen die User im Schnitt pro Woche mit WhatsApp.

Doch nicht nur Fotos sind auf WhatsApp beliebt: 100 Millionen Videonachrichten werden jeden Tag geteilt. Und weil WhatsApp in der Regel automatisch Bescheid gibt, wenn es eine neue Nachricht gibt, wird das Smartphone entsprechend oft gezückt: Im Schnitt checkt jeder User WhatsApp satte 23 Mal am Tag.

Rasantes Wachstum und extreme Userbindung

WhatsApp hat sich schnell über die ganze Welt verbreitet. So sind 84 Prozent aller Einwohner von Argentinien mit Internetzugang via Smartphone gleichzeitig aktive User von WhatsApp. Ähnlich in Italien: Dort nutzen 81 Prozent aller iPhone User WhatsApp.

Mehr als 70 Millionen Menschen in Indien vertrauen auf WhatsApp und in Irland beherrscht WhatsApp den Markt der Social Messenger mit einem Anteil von 31 Prozent. Fast 10 Prozent der 14- bis 17-Jährigen in den USA nutzen WhatsApp jeden Tag und in Indonesien vertrauen 57 Prozent der Smartphone User Fans auf WhatsApp.

All diese Zahlen könnten vielleicht sogar noch größer sein, hätte WhatsApp in den vergangenen Jahren nicht einige Sicherheitsprobleme gehabt, die Aufsehen erregten: 2011 gab es ein Sicherheitsleck und wegen fehlender Verschlüsselungen war es für Hacker möglich, fremde Nachrichten zu lesen und Userdaten zu erbeuten. 2012 flog der Messenger erst aus dem App Store von Apple, 2014 dann aus dem von Windows – in beiden Fällen gab es „Sicherheitsprobleme“, die allerdings schnell behoben wurden, so dass die App schon nach wenigen Tagen wieder in den jeweiligen App Stores gelistet wurde.

Die neue Cash Cow von Facebook?

Kurios: Wenige Tage nach dem Kauf durch Facebook war WhatsApp 2014 für einige Stunden nicht erreichbar. Viele spekulierten, dass Mark Zuckerberg kurzerhand den Stecker gezogen hätte, um die Konkurrenz für den Facebook Messenger aus dem Weg zu räumen. Seit dieser Downtime läuft WhatsApp allerdings relativ zuverlässig – und selbstverständlich hatte man bei Facebook nicht den Stecker gezogen, WhatsApp hatte einfach nur technische Probleme!

Eine solche Aktion wäre von Facebook auch mehr als fahrlässig, denn selbst wenn man den eigenen Messenger gegenüber WhatsApp bevorzugen wollte, dann würde man sich in Menlo Park deutlich intelligentere Lösungen einfallen lassen. Um vorherzusehen, was Facebook mit WhatsApp vorhaben könnte, reicht ein Blick auf Instagram.

Facebook hatte Instagram 2012 gekauft und erst 2015 wurde die ernsthafte Monetarisierung der Plattform mittels Werbung in Angriff genommen. WhatsApp gehört seit 2014 zu Facebook – so gesehen ist noch genug Zeit, um sinnvolle Möglichkeiten zu entwickeln, wie sich mit WhatsApp viel Geld verdienen lässt und Instagram ist durchaus als Vorbild bei der Strategie zu sehen.

Nahezu 100-prozentige Sichtbarkeit auf Smartphones

Die Zahlen sprechen Fall eine eindeutige Sprache: WhatsApp hat eine sehr große Reichweite und kann eine mehr als starke Nutzerbindung vorweisen. Beste Voraussetzungen also, WhatsApp nicht nur als Messenger im privaten Bereich zu nutzen, sondern nach Möglichkeiten zu suchen, um WhatsApp auch im Internet Marketing erfolgreich einzusetzen.

Eine logische Option ist der Einsatz von WhatsApp als Newsletter, denn dafür sprechen gleich mehrere Punkte: So ist WhatsApp anders als der klassische Newsletter per E-Mail viel sichtbarer, denn die meisten User haben WhatsApp so eingestellt, dass neue Nachrichten sofort angezeigt werden – das geht natürlich auch bei einer E-Mail, aber WhatsApp hat keinen Spamfilter, wie man ihn vom klassischen E-Mail Marketing kennt.

Jede neue Nachricht via WhatsApp landet sofort auf dem Smartphone, womit es möglich ist, die User eines eigenen WhatsApp Newsletters immer und überall zu erreichen. Die Sichtbarkeit von auf diesem Weg verschickten Nachrichten liegt nahe 100 Prozent, eben weil eine WhatsApp Message fast immer (zumindest auszugsweise) auf dem Startbildschirm des Smartphones sofort nach dem Empfang angezeigt wird – selbst wenn das Smartphone im Ruhemodus ist – und auch die Klickraten können sich sehen lassen, sofern die Nachrichten entsprechend gut getextet sind und neugierig machen.

Fazit

WhatsApp wird mit diesen Möglichkeiten zu einer weiteren sinnvollen Option im digitalen Marketing Mix. Wer es schafft, seine Zielgruppe zum Beispiel für einen eigenen WhatsApp Newsletter zu begeistern (zum Beispiel über diesen sehr empfehlenswerten Anbieter), kann seine Reichweite steigern und sein Publikum definitiv vergrößern. Im Idealfall gehört zu einem WhatsApp Newsletter auch eine spezielle Incentivierung, wie zum Beispiel ein White Paper oder ein themenrelevantes eBook, das neue Abonnenten downloaden können, wenn sie sich für den Newsletter angemeldet haben.

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4. Schick jetzt das Wort „Start“ via WhatsApp an die Nummer dieses neuen Kontakts („bjoerntantau.com“), den du soeben angelegt hast. Damit schließt du deine Registrierung ab und nur so wird deine Anmeldung auch wirklich erfolgreich!

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