Das neue Jahr ist da, herzlich willkommen! Ende des vergangenen Jahres gab es bereits viele Rückblicke auf die letzten 12 Monate, ich selbst will die Gelegenheit nutzen, den Blick nach vorn zu richten. Rückblicke sind immer spannend und haben ihren Reiz. Der Ausblick in die Zukunft dagegen ist immer mit etwas „Kristallkugelei“ verbunden. Niemand kann ganz genau wissen, was wann passiert und ob etwas überhaupt passiert. Anhand der Entwicklungen der letzten Monate und Jahre ist es aber möglich, Prognosen abzugeben. Und weil Google weiter ganz eng mit dem Bereich SEO verbunden sein wird, soll es nun auch darum gehen. Was also will Google 2013? Und welche Auswirkungen wird das auf die Suchmaschinenoptimierung haben?

Was will Google 2013?

Das Internet vor 15 Jahren…

Um für die künftige Entwicklung von Google überhaupt irgendeine Schätzung abgeben zu können, muss man verstehen, wie sich Google seit Herbst 1998 entwickelt hat und welche Errungenschaften es seither gab. Google hat das Internet schon indexiert, als es noch recht übersichtlich war und nur sehr wenige Menschen über das Thema „Suchmaschinenoptimierung“ sprachen (wenn überhaupt). Im Vergleich zu heute war das WWW Ende der 1990er Jahre winzig. Geht man noch weiter in der Zeit zurück, dann erblickt man zudem noch Teile der Anfänge: Wissenschaftliche Dokumente, die Universitäten untereinander helfen sollten, sich sinnvoll auszutauschen. In diesen Dokumenten damals bereits enthalten: Hyperlinks. Wegweiser zu anderen interessanten Dokumenten, die sich mit dem gleichen Thema befassen und zeigen, dass diese Dokumente wegen ihres Inhalts wichtig sind.

Viele Links gleich gute Rankings?

Auf diesem Ansatz basiert das Prinzip, auf dem Google steht. Zeigt eine möglichst große Anzahl externer Verweise auf ein Dokument, dann wird (vereinfacht gesagt) grundsätzlich unterstellt, dass es sich um ein wichtiges und/oder relevantes Dokument handelt. Dass das nicht wirklich immer so ist weiß man schon lange. Allerdings ist es nicht einfach, dieses Prinzip über den Haufen zu werfen. Würde Google das tun, dann gäbe es eine massive Änderungen in den Suchergebnissen. Und das würde mit Sicherheit zu ziemlich viel Verwirrung sorgen und die Qualität der Ergebnisse beeinflussen.

Auf den Inhalt kommt’s an

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Mit dem derzeitigen Prinzip kommt Google auf Dauer nicht mehr weit, das hat man in Mountain View eingesehen. Zwar wird der Link als solches auch 2013 nicht entwertet oder abgeschafft. Google braucht jedoch weitere Faktoren, um wirklich sicherzustellen, dass nicht nur Links erkennen lassen, ob ein Dokument wirklich etwas taugt – grob gesagt. Denn dafür gibt es einfach zu viele andere Faktoren, die ebenfalls enorm wichtig sind. Ein Beispiel dafür ist der AuthorRank. Zusammen mit dem Authorship Markup wird der AuthorRank meines Erachtens nicht nur Google verändern – er wird das komplette Internet an natürliche Gegebenheiten anpassen. Das ist für das WWW betrachtet eine Revolution, insgesamt gesehen allerdings einfach nur „normal“.

Digitale Abbildung des normalen Lebens

Wo will Google also hin? Google will weg von einem Algorithmus, der nicht nur von einer SEO Agentur für die eigenen Zwecke genutzt werden kann – das bekommt man auch ohne professionelle Hilfe teilweise hin. Grundsätzlich ist es eine Frage von Geld und Ressourcen: Wer viel Kapital hat, kann viele Links einkaufen. Wer viel Personal hat, kann viele Links aufbauen – und so weiter. Dabei bekommt nachvollziehbarerweise nicht immer der 100%ig beste Content die meisten Links ab. Google kann schon heute teilweise erkennen, ob Links manipuliert sind. Das aber eben nur teilweise. Wer geschickt vorgeht hat Vorteile und kann dafür sorgen, dass manipulierte Links nicht zwingend als solche entlarvt werden. Für Google bedeutet das aber, dass man in Mountain View nicht mehr nur wissen will, wer am meisten verlinkt wird. Man will in Zukunft wissen, wer den besten Content schreibt. Und da kommt der AuthorRank ins Spiel. Wie ich oben schon andeutete: Es ist der Schritt, das ganz normale Leben mehr und genauer als bisher digital abzubilden.

Wer schreibt eigentlich die Klassiker?

Im „normalen“ Leben – also offline – gibt es so etwas wie den AuthorRank schon immer. Bestimmte Autoren sind angesehener als andere, haben bessere Werke geschrieben, Klassiker veröffentlicht. Nehmen wir Günter Grass oder Frank Schätzing. Beide Herren sind anerkannte Schriftsteller, die über eine große Anzahl von (ja, nennen wir sie ruhig so) Fans verfügen. Selbst wenn einer von beiden mal ein Buch schreibt, dass nicht ganz so gut ist wie ein vorheriges Werk – der erste Platz der Bestsellerliste wird fast immer erreicht (vorausgesetzt, die Qualität driftet nicht dauerhaft ins Triviale ab). Mit Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen ist es ähnlich. Auch bei Waren trifft das zu. Einige Brands haben in der Öffentlichkeit mehr Ansehen als andere.

Meinungsmacher, Influencer und Multiplikatoren

Das Prinzip, dass Menschen sich an der Meinung anderer orientieren (wie es im normalen Leben oft vorkommt), will Google auch digital abbilden. Die Ergänzung des bisherigen Algorithmus mit Dingen wie dem AuthorRank ist also ein logischer Schritt, um das Web wirklich interessant zu machen. Denn auch hier tummeln sich Menschen und es wäre nicht sinnvoll, menschliche Verhaltensweisen im WWW auszublenden. Dass es auf jeden Fall der richtige Ansatz ist, zeigt der Erfolg von Social Media. Facebook wäre nicht so groß geworden, wenn sich die Menschen nicht dafür interessieren würden, was andere Menschen tun, sagen, mögen oder auch nicht mögen.

Der Mensch im Mittelpunkt

Mehr als jemals zuvor werden Menschen und deren Inhalte also bei Google in den Vordergrund rücken. Für die Suchmaschinenoptimierung brechen veränderte Zeiten an. Von den alten Methoden werden 2013 immer mehr nicht funktionieren. Neue Prinzipien werden diese Nischen besetzen. Das Spiel an sich wird gleich bleiben, die Regeln allerdings sind derzeit dabei, sich kräftig zu verändern. Aus meiner Sicht ist für 2013 aber klar, dass eine Website, die hochkarätigen Content mit echten Mehrwerten bietet, auf jeden Fall auf der Gewinnerseite stehen wird. Das vor allem und insbesondere dann, wenn es um langfristige Projekte geht, die auf Nachhaltigkeit ausgelegt sind. Für beide Seiten, Google und die SEO Branche, wird 2013 in meinen Augen extrem aufregend und ich persönlich bin gespannt, wie sich das Thema Content Marketing entwickeln wird. Auch bei Google+ sehe ich für 2013 sehr viel Potenzial und Google wird uns hier vermutlich mit einigen spektakulären Neuerungen überraschen.