Samsung hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Player in Sachen Smartphones und Tablets etabliert. Das war nicht immer so: Jahrelang hatte Apple mit seinen iPhones und iPads die Nase vorn, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Spätestens seit der rasenden Verbreitung des konkurrierenden mobilen Betriebssystems Android läuft es bei Apple nicht mehr ganz so rund wie früher. Und Samsung hat mit seinen Geräten aus der Galaxy-Reihe das erfolgreichste Produkt im Smartphone-Sektor mit Android-OS an Bord. Google freut das nur bedingt denn mit Samsung ist ein mächtiger Gegenspieler entstanden, der auch Google das Leben schwer machen könnte. Grund dafür ist „Tizen“, ein eigenes mobiles Betriebssystem, an dem Samsung arbeitet. Und Tizen OS hat auch schon Marktreife – zumindest ist für die CES im kommenden Jahr ein Kühlschrank angekündigt, der mit Tizen läuft und ein Tablet gibt es auch schon. Doch warum sollte ein Kühlschrank eine Gefahr für Google darstellen? Und was hat dieser Kühlschrank mit Online Marketing zu tun?

Was hat ein Kühlschrank mit Online Marketing zu tun?

Samsung baut seit Jahren Kühlschränke

Samsung hat gegenüber Firmen wie Google, Apple, Microsoft oder auch Facebook einen großen Vorteil: Schon seit Jahren produziert man Elektro-Geräte, Telefone und eben auch Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, von Fernsehern mal ganz zu schweigen. All das hat die Konkurrenz so nicht.

Schaut man sich die Entwicklung unserer digitalisierten und vernetzten Welt an, dann ist ein intelligenter Kühlschrank eine der logischen Weiterentwicklungen. Samsung hat die technische Power, solche Geräte zu bauen – schon immer. Und nun hat man auch ein Betriebssystem, das solche Geräte steuern kann.

Tizen OS ist so gesehen ein brillanter Schachzug. Vorteil: Man wird von Android unabhängig, denn sicherlich könnte auch Google einen Kühlschrank bauen lassen, der mit Android läuft. Samsung aber hat all das technische Know How bereits im eigenen Unternehmen und muss es nicht outsourcen. Ein wichtiger Vorteil, wenn man autark bleiben will.

Der Kühlschrank, dein Freund und Helfer?

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Nun ist ein Kühlschrank kein sexy Produkt. Er ist auch nicht spannend, er soll nur funktionieren. Ein iPhone 5s, Nexus 5 oder Galaxy S4 dagegen sind sexy. Nachteil: Mit ihnen kann man viel machen, aber nicht in allen Bereichen produktiv sein. Ein intelligenter Kühlschrank hingegen kann sich im Haushalt wirklich nützlich machen – für mehr als eine Person.

Stellen wir uns die Zukunft doch einfach mal vor: Wer einen Samsung-Kühlschrank mit Tizen OS besitzt, der kann sich schon mal seine eigene Einkaufsliste im Gerät speichern. Geht ein Artikel zur Neige, erhält man eine Erinnerung. Noch besser: Weil immer mehr Läden auch Online-Bestellungen zulassen und liefern, könnte der Kühlschrank diese komplette Order übernehmen und man müsste sich um nichts mehr kümmern.

Auch bezahlen könnte der Kühlschrank eigenständig. Alles Funktionen, die das Leben deutlich vereinfachen. Und wer jetzt dachte, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist, muss ich enttäuschen. Nicht umsonst habe ich diesen Artikel mit Online Marketing in Verbindung gebracht. Ein intelligenter Kühlschrank könnte nämlich noch viel mehr.

Neue Technik hat es (oft) schwer

Das Gerät, das Samsung im Januar auf der CES vorstellen will, wird sich nicht sofort durchsetzen. Das ist so ähnlich wie mit dem Smart TVs, die ebenfalls schon viel können, aber noch nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen sind. Bei den Smartphones hat es auch gedauert und ich erinnere mich daran, dass schon 2008 vom Durchbruch des mobilen Internet gesprochen wurde.

2013 dürfte es endlich soweit sein, schaut man sich die Verbreitung der Geräte an. Das heißt aber auch, dass wir dann vermutlich erst 2020 alle intelligente Kühlschranke haben – von welchem Anbieter auch immer. Online Marketing wird sich bis dahin weiter verändert haben und natürlich müssen dann auch andere Geräte in die Strategien integriert werden.

Wenn ein intelligenter Kühlschrank über eine Internet-Verbindung verfügt und ein großes Display zu Bedienung hat (was bei dem Kühlschrank von Samsung der Fall sein wird), dann lassen sich dort vermutlich auch Websites anzeigen, zumindest aber Videos. Eine Chance also für Video Marketing, zum Beispiel für Anbieter wie Chefkoch oder Eatsmarter.

Online Marketing für Anbieter von Inhalten

Jeder Anbieter von Inhalten, der sich mit Nahrungsmitteln oder deren Zubereitung befasst, kann von einem solchen Kühlschrank profitieren. Möglich wäre das Anzeigen von Rezepten, deren Zutaten man sich liefern lässt. Der Kühlschrank bestellt, die Website kassiert Provision über ein Partnerprogramm.

YouTube könnte durch solche Geräte ebenfalls noch mehr Menschen in seinen Bann ziehen und so für mehr Aktivität auf den Kanälen bestimmter Anbieter sorgen. All das und noch viel mehr wäre möglich – hin bis zu ganz normalen Unterhaltungs- und Nachrichtenprogrammen, die der Kühlschrank anzeigt, während man kocht oder isst.

Auf diese Weise würde zumindest in der Küche (oder wo auch immer man seinen Kühlschrank hinstellt) eine Sorge wegfallen: Wem ist das Tablet nicht schon mal beim Kochen von der Arbeitsfläche gefallen? Hat man die Hände frei, dann stellt das eine Erleichterung der aktuellen Tätigkeit dar – weswegen übrigens die „Datenbrille“ Google Glass gut funktionieren wird.

Clevere Zukunftsstrategien sind gefragt

Der Kühlschrank von Samsung mit Tizen OS wird im kommenden Frühjahr vorgestellt, wird aber vermutlich Zeit brauchen, um sich (wenn überhaupt) durchzusetzen. Was man für die Zukunft mitnehmen muss ist die Erkenntnis, dass grundsätzlich jedes elektronische Gerät mit einem (mobilen) Betriebssystem versehen werden kann. Dadurch ergeben sich künftig weitere Chancen im Bereich Online Marketing.

Nicht nur die Vernetzung von Geräten untereinander wird wichtiger: Wer möchte nicht gern sein kompletten Haus fernsteuern, so dass es gut gelüftet oder im Winter angenehm warm ist, bevor man nach Hause kommt? Haushaltsgeräte können aber, ähnlich wie Smartphones, ebenfalls Daten sammeln, Vorlieben speichern und das Leben so erleichtern.

Und die Anbieter von Inhalten? Vernetzte Häuser inklusive vernetzter Geräte dürften dafür sorgen, dass sich weitere Märkte auftun. Mit „Google Now“ zeigt Google schon heute, wie es möglich ist, einen User auf Dinge hinzuweisen, die erst noch eintreten werden. Basierend auf diesem frühen „Predicitive Marketing“ wird in Zukunft noch viel mehr möglich sein. Und das kann eben auch bedeuten, dass mein Kühlschrank weiß, dass mein Milch in 2 Tagen alle oder verdorben sein wird und deswegen rechtzeitig neue Milch online bestellt.