Video SEO ist ein noch immer vernachlässigter Bereich, obwohl es so viel Potenzial abzuschöpfen gibt. Auf YouTube kann man mit einem extrem gut laufenden Video eine Menge Reichweite erzielen. Spätestens nach dem Video zu „Gangnam Style“, das den Koreaner Psy schlagartig weltbekannt machte, sollte das auch dem letzten Skeptiker klar geworden sein. YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und pro Minute werden 100 Stunden Videomaterial hochgeladen. Ganz klar, dass da zu so gut wie jedem Thema was dabei sein muss. Und so suchen immer mehr User gezielt auf YouTube nach Videos, in denen Anleitungen gezeigt werden, Produktbewertungen, Tutorials und vieles mehr. Daneben gibt es auf YouTube natürlich auch sehr viel reine Unterhaltung und das Ziel einer viralen Kampagne auf YouTube sollte es sein, die Markenbildung voranzutreiben und den Traffic am Ende wieder auf die eigene Website zu bekommen. Deshalb muss ein Video natürlich primär auf der eigenen Website stattfinden und mit YouTube „zusammenarbeiten“. Doch was gibt es dafür zu beachten? Ich habe aus meinen persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre eine Checkliste für Video SEO zusammengestellt.

Video SEO Checkliste: 11 Tipps für viel mehr Reichweite

Content is King, Verpackung auch!

Die Zuschauerinnen und Zuschauer von YouTube schauen sich pro Monat mehr als 6 Milliarden Stunden Videomaterial an. Das entspricht ziemlich genau 684.931,5 Jahren – also eine verdammt lange Zeit. Und unter dem Eindruck dieser Zahl wird deutlich, dass Video SEO ebenso verdammt wichtig ist, wenn man aus der Masse der Angebote nachhaltig herausstechen will.

Der erste Tipp zum Thema Video SEO ist deshalb auch der Content, also der Inhalt des Videos. Bevor man sich überhaupt an die Entwicklung einer Strategie oder an die Umsetzung eines Projekts macht, muss dieser Punkt geklärt sein. Gibt es sinnvollen Inhalt? Besser gefragt: Ist mein Video gut, hat es Vorteile, bietet es einen Mehrwert?

Mit der inhaltlichen Qualität eines Videos steht und fällt der Erfolg auf YouTube und damit oft auch eine komplett Kampagne. Mehr noch: Taugt ein Video nichts, dann kommt auch kein Traffic auf der eigenen Website an und das muss vermieden werden. Und nicht vergessen: Auch die Verpackung sollte stimmen, weswegen das Video auf jeden Fall in HD und mit ordentlichem Sound abgeliefert werden muss.

YouTube nützt der Website. Und umgekehrt!

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Zweiter Tipp: Das Video ist fertig und es geht an die Verbreitung des Contents. Dafür bietet sich natürlich YouTube an und das auch als Inkubator. Wie viele andere soziale Netzwerke (Ergänzung: YouTube ist nicht nur eine Suchmaschine, sondern selbstverständlich auch ein soziales Netzwerk) bietet YouTube exzellente Möglichkeiten, auf Inhalte so aufmerksam zu machen, dass sie von dort eine große Reise antreten können und entsprechend für Reichweite sorgen.

Diese Reichweite sorgt in der Regel dafür, dass der Urheber eines Videos bekannter wird und mit ihm alle seine Kanäle – also auch seine Website. Im Rahmen einer nachhaltigen Strategie für mehr Reichweite im Internet ist das eine sehr gute Sache, wäre da nicht das Problem mit der technischen Aufbereitung.

Für das fertige Video bedeutet das: Der Titel des Videos muss stimmen und sich einerseits an den menschlichen Zuschauern orientieren. Er darf auch nicht so gestaltet sein, dass YouTube als Suchmaschine nichts mit ihm anfangen kann. Gleiches gilt für die Beschreibung, also die Description. Sie muss potenzielle Zuschauerinnen und Zuschauer einfangen und dafür sorgen, dass sie Lust auf das Video bekommen, wenn sie es in den Suchergebnislisten von YouTube oder auch in der Universal Search entdecken.

Zusätzliche Informationen bereitstellen

Tipp Nummer drei: Untertitel im Video. Nicht falsch verstehen: Es ist natürlich eher überflüssig alles was im Video erklärt wird, eins zu eins via Untertitel zu verarbeiten. Sinnvolle Untertitel aber liefern ergänzende Informationen zu dem, was im Video gesagt wird. Vorteil: Diese Untertitel werden von YouTube wie auch andere Faktoren entsprechend ausgelesen und berücksichtigt, was das Ranking verbessern kann.

In diesem Zusammenhang kann auch ein Call-To-Action nicht schaden. Diesen vierten Tipp sollte man sich zu Herzen nehmen, wenn man von den Leuten, die sich ein Video anschauen, irgendeine Aktion erwartet oder sie dazu bringen will, etwas zu tun. Für besseres Video SEO ist das insofern sinnvoll, als das ein funktionierendes Video natürlich dafür sorgt, dass eine vorhandene Landing Page besser frequentiert wird.

So sorgt man für die gesteigerte Reichweite, die ich oben schon erwähnt habe. Ziel einer Videokampagne muss aus meiner Sicht immer der Rückfluss des Traffics auf die eigene Website sein, denn nur dort hat man ihn selbst 100%ig im Griff.

Vertrauen erzeugen, auch auf YouTube

Fünfter Tipp: Kein Video ohne Kontaktmöglichkeit. Direkt auf YouTube sollte man so viele Informationen hinterlegen wie möglich. Das sorgt nicht nur dafür, dass man im Falle eines Falles tatsächlich leicht kontaktiert werden kann. Es sorgt aus der Sicht von YouTube (und vermutlich auch vieler menschlicher Besucher) dafür, dass mehr Vertrauen erzeugt wird. Und „Trust“, das wissen wir ja alle seit langer Zeit, ist gut, wenn es um das Thema (Video) SEO geht!

Und wenn man schon auf YouTube unterwegs ist und mit Informationen hausieren gehen will: Tags schaden ebenfalls nicht. Dieser sechste Tipp mag trivial erscheinen, im Zweifel können sinnvolle Tags aber den Ausschlag geben und dafür sorgen, dass sich das Ranking des eigenen Videos gegenüber der Konkurrenz verbessert – und seien es nur ein oder zwei Positionen. Weiter oben ist immer besser, außerdem lassen sich so auch wieder zusätzliche Informationen transportieren. Nebenbei sorgen Tags für mehr Struktur.

Auch der siebte Tipp spielt sich auf YouTube ab, denn es geht um die Qualität der Thumbnails. Die kleinen Vorschaugrafiken können darüber entscheiden, ob ein Video oft oder selten angeklickt wird. Hier gilt: Je besser desto sinnvoller. Leider lässt sich für den „normalen“ YouTuber nicht immer das beste Vorschaubild auswählen. Wer am Ende seines Videos aber zum Beispiel eine Grafik längere Zeit einblendet, verbessert seine Chancen, dass YouTube genau diesen Thumbail zur Auswahl vorschlägt. Für Video SEO ist das dann ein klarer Vorteil.

Kanal auf YouTube stärken und nutzen

Doch zurück zur Website, auf der das Video ebenfalls stattfinden soll. Bitte nicht falsch verstehen: Das Video soll auf YouTube auf jeden Fall seine (großen) Kreise ziehen. Auf der Website soll hinterher aber der „Juice“ von YouTube ankommen. Mit tollen Videos stärkt man seinen Kanal. Indem man viel Feedback und Likes auf YouTube einsammelt wird man als Quelle zur Autorität und so weiter.

All das sind Faktoren, die bei einer sinnvollen Strategie für Video SEO berücksichtigt werden müssen – um die Website des Urhebers zu stärken. Diese Stärkung wird im Laufe der Zeit dazu führen, dass es später einfacher ist, mehr positive Effekte zu erzielen, die zu mehr Reichweite und besserer Reputation führen.

Tipp Nummer acht befasst sich deshalb mit der Einbindung des Videos auf der Website. Diese Einbindung muss so prominent wie möglich erfolgen. Dazu gehört auch eine Video-Sitemap, damit Google das Video besser findet. Gleiches gilt für zusätzliche Auszeichnungen zum Beispiel über schema.org – Google belohnt sinnvoll strukturierte Inhalte, weil es dann einfacher wird, Informationen zu erfassen und zu verarbeiten.

Videos detailliert beschreiben

Besonders wichtig ist auch der neunte Tipp. Wer sinnvoll Video SEO machen will, der muss sein Video auf der eigenen Seite nicht nur prominent platzieren, sondern auch gut beschreiben. Eine detaillierte Beschreibung des Videos auf der eigenen Website sorgt für viel mehr Content, mit dem Google dann auch mehr anfangen kann.

In der Universal Search wird sich das ganz sicher auszahlen und dazu führen, dass die Rankings auch außerhalb von YouTube zufriedenstellend sind. Und die Universal Search ist nicht zu unterschätzen, denn über sie kann sehr viel Traffic kommen, wenn der Content zu bestimmten Themen passt.

Tipp Nummer 10: Seeding! Seeding fängt auf der Website an. Ganz simpel, mit Social Plug-Ins. In einem ersten Schritt muss man erreichen, dass das eigene Video geteilt wird, wo immer es geht. Und in diesem Kontext ist es völlig legitim, zum Teilen aufzufordern und seinen Leserinnen und Lesern zu erklären, dass es in Ordnung ist, wenn das Video auch auf anderen Blogs eingebunden wird. Gutes Seeding bedeutet, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die dafür sorgen, dass ein Video öfter gesehen wird und mehr Reichweite bekommt.

Für viele Signale auf YouTube sorgen

Zurück auf YouTube wird mit dem elften und letzten Tipp dafür gesorgt, dass möglichst viele Signale anderer User auf dem Video landen. Dabei geht es natürlich um Kommentare, gleichzeitig aber auch um „Likes“ und (auf YouTube gibt es die ja leider) „Dislikes“. Es versteht sich von selbst, dass „Likes“ im Rahmen einer sinnvollen Video-SEO-Strategie deutlich besser sind als „Dislikes“.

Durch positives Feedback werden soziale Signale erzeugt, die den eigenen YouTube-Kanal stärken. Je nachdem, wie dieser Kanal dann selbst vernetzt ist, schlägt sich das wieder auf die Website aus. Die Reputation des Autors auf YouTube steigt und das ist auch gut zum Beispiel für Google+. Google selbst merkt sich alles, was es sich zu merken lohnt und speist damit seine komplexen Algorithmen.

Und so geht es grundsätzlich darum, möglichst viel Reichweite zu erzeugen, damit auch möglichst viele User auf einen Inhalt, der hier als Video präsentiert wird, aufmerksam werden. Mehr Reichweite bedeutet mehr Aufmerksamkeit, was in der Regel zu noch mehr Reichweite führt. Und wer die genannten elf Tipps anwendet wird auf jeden Fall verbesserte Startbedingungen nutzen können, wenn die eigene Kampagne mit Video SEO ins Rollen kommen soll.

Video SEO Checkliste kompakt

1. Nur hochwertige Inhalte im Video zeigen und möglichst in HD und gutem Sound präsentieren
2. Titel und Beschreibung im Video für Mensch und Maschine optimieren
3. Zusätzlich sinnvolle Inhalte im Untertitel hinzufügen
4. Call-To-Action nutzen und Zuschauer zu bestimmter Aktion bringen
5. Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme im Video oder in der Beschreibung unterbringen
6. Tags nutzen, um weitere Inhalte im Video und auf YouTube zu platzieren
7. Möglichst hochwertige Thumbnails erzeugen und auswählen
8. Video auf eigener Website prominent einbinden
9. Genaue Beschreibung zum Video auf der Website platzieren
10. Mit Seeding für größtmögliche Verbreitung sorgen
11. Feedback-Signale anderer User auf YouTube und der Website erzeugen