Hat es Mark Zuckerberg so langsam auf die Spitze getrieben? Glaubt man einer aktuellen Studie, dann schenken amerikanische Nutzer Facebook nicht sehr viel Vertrauen. Timeline und überwachte Chats sind nur zwei der Gründe, weshalb zwei Drittel aller US-Bürger mit Facebook unzufrieden sind. Das Institut Harris befragte 2.200 US-Bürger und nur ein Drittel von ihnen waren zufrieden mit dem Umgang Facebooks in Zusammenhang mit deren persönlichen Daten.

Amazon mit besserem Image

Amazon schneidet besser ab, hier haben nicht so viele Menschen Probleme damit, dass Daten wieder- oder weiterverwendet werden. Das könnte daran liegen, dass der Nutzer bei einer Bestellung oder dem Suchen nach einem bestimmten Produkt durchaus nützliche Vorschläge bekommt, was zum gesuchten Artikel passt oder was andere Nutzer bestellt haben. Es gibt also einen sofort sichtbaren Mehrwert, und trotzdem: Die Vorschläge erscheinen erst dann, wenn die Daten der Nutzer weiterverarbeitet wurden.

Google weniger vertrauenwürdig als Gemüsehändler

Mit den Google-Suchergebnissen in Bezug auf frühere Nutzer-Aktionen sind es nur 41 Prozent, die sich wohlfühlen und zufrieden sind. Die Umfrage von Harris Interactive zielte aber nicht nur auf Internetunternehmen ab, sondern im allgemeinen auf vertrauenswürdige Gruppen. So bekamen zum Beispiel ganz normale Gemüsehändler vom Markt um die Ecke den höchsten Satz: 81 Prozent. Richtig vergleichbar sind die Geschäftsmodelle zwar nicht, die Zahlen zeigen aber, dass es Geschäftsmodelle gibt, denen von der Bevölkerung mehr vertraut wird, als das bei Google oder Facebook der Fall ist.

Facebook Datenschutz: Neverending Story

Etliche Nutzerbeschwerden führten Ende vergangenen Jahres dazu, dass sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und sein Unternehmen gegenüber der US-Handelsaufsicht FTC in Bezug auf mangelndem Umgang mit Datenschutz offenbaren musste. Dieses Image wird an Facebook wohl noch länger haften bleiben.