Social Media Statistiken erfreuen sich regelmäßig sehr großer Beliebtheit. Ich kann es selbst nicht erklären, aber viele Menschen lieben diese Art der Aufbereitung von Zahlen einfach – oder ist das bei dir etwa anders? 2013 ist nun schon seit 6 Wochen vorbei, dennoch lohnt es sich, ein letztes Mal zurückzublicken und sich anzuschauen, was in den 12 Monaten des letzten Jahren in Sachen Social Media so alles durch den digitalen Äther gerauscht ist. Und wer nun glaubt, dass auch hier Facebook dominiert, muss einen zweiten Blick auf die Zahlen werfen. Viele andere soziale Netzwerke tragen ebenfalls dazu bei, dass die Social Media Statistiken für 2013 beeindruckend sind. Tauchen wir also ein in das Reich der Zahlen…

Unglaubliche Social Media Statistiken aus 2013

Quelle

Die geheime Kraft von SlideShare

Den Anfang bei den Social Media Statistiken für 2013 macht ein soziales Netzwerk, dass bei vielen noch immer nicht auf dem Schirm ist. SlideShare bietet einzigartige Möglichkeiten für das Social Media Marketing und wem das nicht ausreicht, kann es für Markenbildung und Personal Branding einsetzen.

Das ist durchaus eine Option, denn 2013 hat SlideShare 30 Prozent des Traffics aus Social Media verursacht. Knapp ein Drittel also und bezogen auf das Gesamtaufkommen des globalen Traffics auf jeden Fall ein Netzwerk, mit dem man rechnen sollte. Zwar handelt es sich eindeutig um ein Nischen-Netzwerk, dennoch ist SlideShare unter anderem perfekt dafür geeignet, Wissen zu verteilen.

Dieses verteilte Wissen ist für den Endverbraucher so nützlich, weil es sofort als Präsentation runtergeladen werden kann – schließlich ist das der eigentliche Sinn von SlideShare. Die Aufbereitung der Informationen ist also optimal und man kann schnell und einfach darauf zugreifen. Bedenkt man zusätzlich noch die Tatsache, dass SlideShare mittlerweile zu LinkedIn gehört, dann wird deutlich, wie interessant und wichtig die Plattform ist, was sich letztendlich auch in den Social Media Statistiken zeigt.

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Wie viel ist SnapChat wert?

Unglaublich war 2013 auch die Summe, die Facebook für SnapChat hinlegen wollte. Und das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 3 Milliarden US-Dollar, die im Laufe der Verhandlungen auch noch auf 4 Milliarden erhöht wurden. Trotzdem lehnten die SnapChat-Macher ab, scheinbar spekulieren sie darauf, dass ihre App so erfolgreich wird, dass das Angebot von Facebook dann eher lächerlich wirkt

Was viele nicht wissen: Auch Google wollte SnapChat kaufen, scheiterte aber ebenso am „Nein“ der Gründer. Über die genauen Hintergründe verraten die Social Media Statistiken natürlich nichts, sicher scheint nur, dass vor allem Mark Zuckerberg mit arrogantem Auftreten beim Ortstermin für Verstimmung bei SnapChat sorgte.

Hier hätte der Facebook-Chef vielleicht etwas Demut zeigen sollen, schließlich ist seine Konkurrenz-App zu SnapChat kläglich gescheitert und konnte sich nicht durchsetzen. Nur deshalb war es überhaupt dazu gekommen, dass SnapChat aufgekauft werden sollte, denn diese Methode hat durchaus Tradition: Wenn man die Konkurrenz nicht schlagen kann, muss man sich eben kaufen.

Instagram schafft neue Trends

Hatte Facebook bei SnapChat im letzten Jahr Pech, erwies sich ein Kauf aus dem Jahr davor als echter Glücksgriff und natürlich darf Instagram den Social Media Statistiken für 2013 nicht fehlen. Instagram entwickelte sich 2013 selbst zu einem sozialen Netzwerk und konnte auf ganzer Linie überzeugen und dank Instagram wurde auch ein neuer Trend geboren: „Selfies“, Fotos von sich selbst also, schießen und teilen.

Fotos von sich selbst zu machen war ursprünglich eigentlich nur dazu da, um sich eigenes Profilfoto zu erstellen, denn das braucht man, um auf sozialen Netzwerken überhaupt erkannt zu werden. Allerdings hat sich diese Notwendigkeit im letzten Jahr dermaßen verselbständigt, dass das Erstellen und Posten von Selfies inzwischen zum Volkssport mutiert ist. Instagram profitiert davon und letztendlich als Eigentümer auch Facebook.

2013 wurde mehr als 35 Millionen Selfies auf Instagram gepostet. Eine extreme Zahl, wenn man bedenkt, dass viele User ihr eigenes Profilbild nicht unbedingt täglich ändern. Der Selfie ist also zu einem Stilmittel bei der Selbstdarstellung geworden und Instagram bieten die perfekte Plattform. Auch aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass Instagram weiter wachsen und dafür sorgen wird, dass Facebook wenigstens mit dieser App einen echten Glücksgriff getan hat.

Marketing mit Bildern und Fotos

Wo Instagram noch am Anfang steht, ist Pinterest schon einen großen Schritt weiter. Zwar verdient Pinterest noch immer kein Geld mit seinem „sozialen Netzwerk für Bilder“, in den Social Media Statistiken für 2013 wird aber trotzdem abgeräumt. Und der hier beschriebene „Fun-Fact“ ist durchaus symptomatisch für das komplette Netzwerk.

Mehr als 4,4 Millionen User folgen auf Pinterest einer Pinnwand, die Tiere aus dem Wald im Programm hat. Zwar sieht man gelegentlich auch mal eine Katze oder eine Schildkröte, es überwiegen aber in der Tat Eulen, Füchse oder Kaninchen. Tiere also, die es tatsächlich im Wald gibt. Fairerweise muss man sagen, dass die Pinterest-Pinnwand „Woodland Creatures“ die meisten Tiere niedlich bis putzig darstellt.

Das Prinzip „Katzen-Content“ wurde grundsätzlich also nur in den Wald verlegt und auf andere Tiere angewendet. Für Pinterest selbst bedeutet das allerdings, dass das Konzept interessanter Bilder, die mit einer Geschichte aufwarten können, auf jeden Fall nach wie vor funktioniert. Und in diesem Zusammenhang ist es aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, wann Pinterest auch bei uns in Deutschland den Durchbruch schafft.

Der goldene User

Ganz besonders interessant an Pinterest sind die User, die im Schnitt viel mehr Geld beim Online Shopping ausgeben, als das zum Beispiel bei Facebook-Usern der Fall ist. Unglaublich in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass nur jede zehnte Marke einen Account auf Pinterest unterhält. Hier ist auf jeden Fall noch Luft nach oben und als Brand, der im Internet Geld verdienen will, scheint Pinterest alternativlos zu sein.

Gleichzeitig offenbart dieser Trend aus den Social Media Statistiken eine eklatante Fehlentwicklung, die Pinterest bisher scheinbar nicht zu stoppen in der Lage ist. Online Shops bekommen mehr Traffic von Pinterest als von Facebook. Die fehlende Monetarisierung dieses Traffics direkt dann, wenn er noch auf Pinterest vorhanden ist, könnte für das Netzwerk zum Problem werden.

Das vor allem deswegen, weil andere Plattformen wie eben Facebook dieses Problem immer besser in den Griff bekommen und selbst dafür sorgen, dass der Traffic auf der eigenen Seite zu Geld wird. Hier muss Pinterest also in 2014 deutlich nachbessern, wenn man wirklich ernsthaft im Konzert der großen Player in Social Media mitspielen und erfolgreich sein will.

Infografiken rocken nach wie vor

Auch Infografiken sind noch immer ein Hit, wenn man den Social Media Statistiken glauben will. Trotz allen Abgesängen in der Branche: Ich persönlich bin noch immer ein Fan von Infografiken, wenn sie gut gemacht sind. Hochwertige Infografiken werden erfreuen sich sehr großer Beliebtheit und können vielseitig eingesetzt werden.

Das Erzeugen von Traffic ist dabei nur eine Variante. Mit Infografiken können neue Produkte eingeführt werden und sie lassen sich extrem gut als Marketing-Instrument einsetzen. Als Ratgeber sind sie perfekt geeignet und können ebenfalls komplexe Vorgänge einfach und eingängig erklären. Einer der wichtigsten Faktoren scheint aber laut Social Media Statistiken die Teilbarkeit von Infografiken zu sein.

So ist die Anzahl der Likes auf Infografiken im Vergleich zu herkömmlichen Präsentationen 4-Mal so hoch. Und schaut man sich Dokumente und Präsentationen auf SlideShare an, dann wird in diesem Zusammenhang sogar der Faktor 23 erreicht. Schaut man sich nun die Social Media Statistiken an, die weiter oben schon in Zusammenhang mit der Reichweite von SlideShare präsentiert wurden, wird schnell klar, dass hochwertige Infografiken in jeden Marketing-Mix gehören.

Börsenstart geglückt, Zukunft ungewiss

Auch von Twitter konnte man 2013 eine Menge hören. Krönender Abschluss des Jahres war wohl der Börsengang, der Aktienkurs wurde zuletzt allerdings durch schlechte Quartalszahlen nach unten gezogen. Unabhängig davon kann Twitter auch in den Social Media Statistiken für 2013 punkten, denn immerhin kommt der „Kurznachrichtendienst“ auf über 230 Millionen aktive User pro Monat, die im Schnitt 170 Minuten (ebenfalls pro Monat) dort verbringen.

Das sind schlechtere Zahlen als bei Facebook, aber deutlich bessere als zum Beispiel für Google+. Was bei Twitter nach wie vor ein Phänomen ist: Viele User lesen einfach nur, beteiligen sich aber nie. Sie nutzen Twitter quasi „nur“ als erweiterten RSS-Feed um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Diese Verweigerung ist für Twitter vordergründig nicht nachteilig, denn auch diese User sehen zum Beispiel die Werbung, mit denen Twitter Geld verdient.

Um mehr User nachhaltig zu binden, muss Twitter aber dennoch dafür sorgen, dass auch die noch nicht aktiven User „aus den Puschen“ kommen und sich wirklich beteiligen. Nur dann kann erreicht werden, dass die Nutzerschaft auch nachhaltig wächst, den mehr Aktivität bedeutet, dass auch andere Leute auf Twitter aufmerksam werden und ebenfalls kräftig posten. Letztendlich sorgt das dann auch für mehr Aktivität.

Ganz kurze Videos, ganz große Wirkung

2013 war übrigens auch das Jahr von Vine. Man wollte es bei Twitter wohl nicht auf sich sitzen lassen, dass Facebook sich Instagram einverleibt hatte. Die Idee, kurze Videos zu drehen, kam allerdings ursprünglich tatsächlich von Vine. Bei Instagram wurde das Feature erst nachträglich eingebaut, vermutlich als man bei Facebook sah, wie gut diese Sache mit den Videos bei Vine funktionierte.

Wichtig zu wissen ist, und das geben auch die Social Media Statistiken ganz klar wieder, dass Vine vor allem für Marken ein Erfolg sind, denn sie werden häufiger geteilt. Und obwohl Vine noch relative jung ist, hat sich der Brand „Vine“ offensichtlich schon etabliert. Fairerweise muss jedoch auch angemerkt werden, dass Vine eben aus dem Hause Twitter stammt und dort hat das Teilen (in Form eines Tweets) eben eine ganz eigene Tradition.

Bei den Usern von Twitter scheint Vine jedenfalls auf fruchtbaren Boden gefallen sein, denn die App erfreut sich seit ihrer Einführung wachsender Beliebtheit und ist gleichzeitig ein sehr spannendes Medium, um kleine Informationshappen zu vermitteln. Das lässt sich übrigens auch für das Online Marketing einsetzen, denn mit Vine ist es durchaus möglich, auch komplexe Zusammenhänge darzustellen – wenn man ein längeres Video in mehreren kurzen Teilstücken realisiert.

Das Netz ohne Facebook?

Facebook darf in den Social Media Statistiken natürlich nicht fehlen – es war hier schon oft die Rede von Facebook, aber immer nur in einem Zusammenhang mit anderen Plattformen. Im Rahmen der Social Media Statistiken für 2013 taucht Facebook allerdings mit einer Zahl auf, die in der Tat „unglaublich“ ist, denn 95 Prozent aller Facebook-User loggen sich täglich in ihren Account ein.

So ist Facebook allein für knapp 16 Prozent der Zeit verantwortlich, die im Internet verbracht wird – eine stolze Zahl. Es zeigt, wie wichtig Facebook geworden ist und dass wir uns ein digitales Leben ohne Facebook nicht mehr vorstellen können. Mir persönlich fällt es zumindest schwer, daran zu denken, wie es ohne Facebook wäre. Geht dir das nicht auch so? Fakt ist, dass Facebook eindeutig einer der beliebtesten „Orte“ im Internet ist – mit allen Vor- und Nachteilen.

Es wäre sehr spannend zu beobachten, was wirklich passieren würde, sollte Facebook von jetzt auf gleich den Dienst einstellen. Würden andere soziale Netzwerke den Platz einnehmen? Wenn ja, welche? Oder würden sich die Internet-User wieder komplett den Foren zuwenden und sich dort tummeln? All das werden wir so abrupt nicht erfahren, die Zeit wird zeigen, wie sich Social Media, und somit auch Facebook, entwickelt.

Die Geisterstadt ist zum Leben erwacht

Im Zusammenhang mit einem möglichen Niedergang von Facebook wird immer gern Google+ genannt. Und obwohl Google+ eigentlich gar nicht als reines soziales Netzwerk konzipiert wurde, sondern eher als „Social Layer“, der Google besser strukturieren und in sich vernetzen soll, wird er gern als Vergleich herangezogen. Aus meiner Sicht kann man beide nicht direkt vergleichen – das ist aber eine andere Geschichte.

Wissen sollte man jedoch, dass Google+ wächst und längst keine Geisterstadt mehr ist. Im Gegenteil, Google ist weit davon entfernt, eine Geisterstadt zu sein und erfreut sich immer größerer Beliebtheit und die Social Media Statistiken für 2013 liefern den Beweis. Jedem Tag hat Google+ 25.000 neuer User generieren können, was einer Rate von durchschnittlich 8 neuen Nutzerinnen und Nutzern pro Sekunde entspricht.

Auch das ein stolzer Wert, den man nicht einfach so unter den Tisch fallen lassen kann. Google+ mag in Sachen Reichweite noch immer weit von Facebook entfernt sein und hat auch nicht diesen privaten Charakter, den viele an Facebook schätzen. Vor allem für das Marketing aber ist Google+ ein wichtiger Bestandteil, auf den nicht verzichtet werden darf. Und speziell in Verbindung mit Google ist Google+ allein schon deswegen essentiell, weil es mehr und mehr Einzug in die Ergebnisse aus der Google-Websuche hält. Spätestens das sollte deutlich machen, wie wichtig Google+ geworden ist und wie viel wichtiger es noch werden wird.

Beruflich-digitales Networking voll im Trend

Google+, Facebook und Twitter werden gern immer als „die großen Drei“ bezeichnet, was aufgrund der Reichweite auch zutrifft. Allerdings gibt es zahlreiche andere Netzwerke, LinkedIn ist eines davon. Weiter oben hatte ich schon von SlideShare geschrieben, das von LinkedIn aufgekauft wurde. Besonders spannend an LinkedIn: Hier schafft man es schon heute, die User zu zahlenden Kunden zu machen. 40 Prozent bezahlen bereits für „LinkedIn Premium“.

Das eher beruflich ausgerichtete Netzwerk wird in den kommenden Jahren alles daran setzen, diesen Anteil signifikant zu erhöhen. Wer seine User zu zahlenden Kunden macht, ist deutlich weniger auf Werbung angewiesen und kann sich so darauf konzentrieren, das eigentliche Kerngeschäft weiter nach vorn zu bringen. Und auch wenn wir in Deutschland mit Xing ein vernünftiges berufliches Netzwerk bereits haben – LinkedIn macht schnell Boden gut und wird meines Erachtens früher oder später Xing aufkaufen.

Das heißt nicht, dass man zwingend Premium-Kunde bei LinkedIn sein muss. Der Erfolg und die Bereitschaft der User, für den Dienst zu zahlen, verdeutlicht aber die aktuellen Veränderungen und Herausforderungen im Internet. Und ganz nebenbei erreicht man via LinkedIn mittlerweile fast 260 Millionen Nutzerinnen und Nutzer – das zwar weltweit und nicht ausschließlich in Deutschland, ein Nachteil muss das aber nicht sein. Wenn die Tendenz zum Wachstum bei den Mitgliedern weltweit hoch ist, dann wird das mehr oder weniger auch für Deutschland der Fall sein.

Wer mehr über Social Media und viele Zahlen und Fakten zum Thema erfahren will, dem empfehle ich das Buch „Social Media für Unternehmen: Das Praxisbuch für KMU“ von Stefanie Aßmann.