Twitter war in den vergangenen Jahren nicht wirklich bekannt dafür, unglaublich viel Umsatz zu generieren, ganz im Gegensatz zu den nicht weniger bekannten Unternehmen wie Facebook oder Google. Doch Twitter holt auf oder um es genauer zu sagen: Twitter muss am Ball bleiben, möchte es weiterhin in der obersten Liga mitspielen. Und der Kurznachrichtendienst steht kurz vor seinem Börsengang, welcher die erwarteten Milliarden in die Kassen spülen soll. Doch wie kann das funktionieren? Schließlich schreibt Twitter Verluste – unabhängig von seinem derzeitigen Marktwert von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Bis zum Börsengang Ende des Jahres muss also noch einiges passieren. Der Verkauf von Aktien soll eine Milliarde US-Dollar und mehr einbringen. Klingt auf den ersten Blick utopisch. Oder ist es doch möglich?

Twitter: Eine Milliarde Umsatz durch Börsengang?

70 Millionen Anteilsscheine

Stellt man den Vergleich zu Facebook an, dann klingt das mit der Milliarde schon realistischer. Der Netzwerkgigant schaffte es bei seinem Börsengang im vergangenen Jahr um die 16 Milliarden Dollar einzusammeln.

Gegenüberzustellen sind dabei aber auch die Userzahlen, die bei Facebook weltweit bei knapp über eine Milliarde liegen, bei Twitter dagegen „nur“ 230 Millionen. Wer eine Aktie ergattern möchte muss wahrscheinlich zwischen 17 und 20 US-Dollar berappen. Twitter plant 70 Millionen Anteilsscheine.

Diese sollen mit einer so genannten Mehrzuteilungsoption platziert werden. Wenn die Nachfrage den Vorstellungen des Unternehmens entspricht, könnten daraus 10,5 Millionen Aktien werden. Der genaue Zeitpunkt des Börsengangs wurde bislang aber noch nicht festgelegt. Spekulationen zufolge könnte es aber schon Ende November der Fall sein, also noch vor Jahresbeginn.

2013 ist ein gutes Jahr für Twitter

Derzeit wird noch geprüft, ob die kooperierenden Banken die Preisvorgaben für die Aktien zahlen möchten. Auch die Deutsche Bank soll dazugehören.

Der Börsengang des Kurznachrichtendienstes könnte nach Facebook der zweitgrößte Internet-Börsengang werden. Facebook startete 2012 etwas holprig, hat sich bis heute aber gut auf dem Aktienmarkt entwickelt.

Twitter ist, was den angepeilten Umsatz zum Börsenstart angeht, optimistisch. 2013 ist ein gutes Jahr für Twitter, denn der Umsatz verdoppelte sich seit Jahresbeginn. Eine gute Voraussetzung, um viele Anleger davon zu überzeugen, Aktien zu kaufen.