Die Fußball-WM und vor allem das Halbfinal- und das Finalspiel waren legendär und rekordverdächtig – und das spiegelte sich auch in allen sozialen Netzwerken nieder – vor allem auf Twitter. Selten hat ein sportliches Ereignis so viele internationale Begeisterungsstürme hervorgerufen – mal abgesehen vom Superbowl – wie die Fußball-WM und die Spiele unserer Nationalmannschaft. Und dazu zählten nicht nur unsere nationalen Stars wie Matthias Schweighöfer, der nach dem Sieg „Ihr seid die geilsten Weltmeister der Welt“ twitterte oder Elias M’Barek mit seinem „Steak für alle“-Tweet, sondern auch Stars wie Rihanna, die ein bekennender Fan der Nationalmannschaft ist. Zählt man sämtliche Tweets zum Halbfinale gegen Brasilien zusammen, kommt man auf sage und schreibe 35,6 Millionen Tweets.

Twitter dank WM mit Rekordzahlen

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Rihanna posierte mit Mario Götze

Für Rihanna sind es die „German Boyz“ und vor allem „Mario Baby“, der es ihr angetan hat. So posierte auf der After-Show-Party im Teamhotel mit Matchwinner Mario Götze, was kurz darauf auch gleich in ihrem Account zu lesen war. Auch Miroslav Klose stand auf dem Foto direkt neben ihr.

35,6 Millionen Tweets während des Halbfinales, das könnte Twitter einen ungeahnten Auftrieb geben. Und so ist der Kurznachrichtendienst ebenfalls ein WM-Gewinner, ohne viel dazu beigetragen zu haben. Denn natürlich wurde nicht nur zum Endspiel getwittert. So gut wie jedes interessante Ereignis wurde auf Twitter gepostet, diskutiert und entsprechend verbreitet.

Was in anderen Teilen der Welt und besonders in den USA schon lange der Fall ist, wird hierzulande erst langsam populärer. Twitter führte in Deutschland bisher eher ein Schattendasein, kam nicht ansatzweise an die Reichweite von Facebook heran und wurde auch von Google+ überholt. Mit der erfolgreichen WM könnte sich das ändern, wenn man es bei Twitter versteht, den Schwung mitzunehmen.

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Halbfinalspiel meistdiskutiertes Sportevent

Interessanterweise gab es zum Halbfinalspiel gegen Brasilien noch mehr Tweets als zum Finale, was angesichts der unglaublichen Anzahl an deutschen Toren und der Fußball geschichtlichen Tragweite dann aber doch nicht wirklich wundert.
35,6 Millionen Tweets gab es während der 90 Minuten, in denen das Spiel lief. Damit wurde das Halbfinalspiel in Belo Horizonte zum meistdiskutierten Sportevent aller Zeiten. Und den „Most-Tweeted-Moment“-Rekord gab es zum Finale: 618.725 Tweets pro Minute wurden unmittelbar nach dem Abpfiff gezählt.

Twitter manifestiert damit eine Entwicklung, die schon seit Jahren in den USA und auch in europäischen Staaten wie Spanien zu beobachten ist: als Katalysator für das „Social TV“. Weil Twitter noch viel schneller als zum Beispiel Facebook ist, können interessante Sport-Ereignisse sofort und oft ungeschminkt verbreitet werden. Sport, Twitter und TV – das scheint ab sofort endgültig untrennbar miteinander verbunden zu sein.

Bedeutung gestiegen

Popstar Rihanna könnte möglicherweise mit ihren Nachrichten und den Fotos mit Götze und Co. nun sogar eine Initialzündung ausgelöst haben. Denn hierzulande hat Twitter einen nicht so hohen Stellenwert unter Promis wie beispielsweise in den USA, aber auch bei uns steigt die Lust auf Twitter.

Mit der WM und der hohen Tweet-Anzahl ist definitiv auch die Bedeutung des Kurznachrichtendienstes gestiegen. Hinzu kommen Einblendungen von Tweets in Fernsehsendungen. Und so sprangen neben Prominenten wie M’Barek und Schweighöfer auch andere bekannte Größen verstärkt auf den Twitter-Zug auf.

Jan-Josef Liefers beispielweise und auch unser Außenminister Steinmeier. Besonders dürfte Twitter freuen, dass Facebook trotz wesentlich größerer Reichweite nicht so stark von der WM profitieren konnte, obwohl täglich massiv Promotion für das Event gemacht wurde. Ein anderer Grund für Twitter, euphorisch zu bleiben: seit WM-Start ist der Börsenkurs um 20 Prozent gestiegen.