Bei Twitter tut sich was. Der „Kurznachrichtendienst“ hat sich nicht nur (schon wieder) ein neues Outfit geleistet. Wie bei Facebook oder Google Plus bietet jetzt auch Twitter Brand Pages, also spezielle Seiten für Unternehmen, an. Folgender Screenshot zeigt am Beispiel des Computerherstellers Dell, wie das in der Praxis aussehen kann.

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Mit den Unternehmensseiten will Twitter interessierten Firmen die Möglichkeit bieten, sich deren Kunden positiver darzustellen. So können Firmen auf den Twitter Brand Pages unter anderem eine eigene Startseite einrichten, so dass Nutzer nicht sofort Tweets, sondern erst Infos zu der Marke oder der Firma sehen. Dazu können Bilder und Videos eingebunden werden.

Grundsätzlich bieten die Twitter Brand Pages also bessere Visualisierungs- und Präsentationsmöglichkeiten. Das macht aus der Sicht von Twitter durchaus Sinn, will man doch den Anschluss im Bereich der sozialen Netzwerke nicht verlieren. Und wo Facebook schon seit langer Zeit spezielle Seiten für Unternehmen anbietet und Google Plus mit seinen Pages kürzlich nachgezogen ist, musste sich Twitter nun eindeutig positionieren, auch um zu zeigen, dass man zu den großen Playern im Bereich Social Media zählt (oder zählen will).

Für Firmen sind die Twitter Brand Pages natürlich ein weiterer Kommunikationskanal mit ihren Kunden. Man darf nicht vergessen, dass, obwohl Facebook allmächtig scheint, es auch Leute gibt, die mit dem Netzwerk von Mark Zuckerberg nichts am Hut haben wollen und für „Social-Media-Alternativen“ dankbar sind. Twitter ist eine solche Alternative. In diesem Kontext wäre es besonders für große Firmen einfach unklug, die neuen Twitter Brand Pages nicht zu nutzen.

Zum Start des neuen Features sind (mann kennt es von Google Plus) nur „ausgewählte“ Firmen vertreten, wie z. B.: Disney, Coca Cola, Bing, Intel, Subway, Paramount Pictures oder Chevrolet. Weitere werden vermutlich folgen, spätestens wenn auch andere Firmen mitspielen dürfen.