Mark Zuckerberg hat es 2012 schon getan. Der Hype war groß, die Reaktionen gemischt. Als Facebook im letzten Frühjahr an die Börse ging, wurde das als kleine Revolution gehandelt. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis andere soziale Netzwerke nachziehen. Mit etwas Glück könnte der Kurznachrichtendienst Twitter das nächste soziale Netzwerke sein, das an die Börse geht. Das hat das Unternehmen kürzlich selbst in einem Tweet mitgeteilt. Der Schritt könnte sich lohnen und wäre höchstwahrscheinlich sehr lukraktiv. Schließlich hat Twitter derzeit einen Marktwert von etwa neun Milliarden Dollar. Und spätestens Anfang November könnte der Twitter Börsengang kommen, wenn es nicht zu Komplikationen kommt.

Twitter Börsengang schon im November?

Reibungslose Zeichnung

Also muss nur noch die Zeichnung reibungslos verlaufen. Bei der US-Aufsicht sind die Unterlagen bereits eingegangen. 21 Tage nach der öffentlichen Einreichung muss ein Unternehmen seinen Preis unterbreiten. So schreiben es die allgemeinen Regelungen in den USA vor.

Twitter darf dann auch die erste Phase eröffnen und versuchen, Investoren zu gewinnen. Was Twitter noch vorläufig stoppen könnte, wären die Verhandlungen im US-Kongress, die sich mit der Ausdehnung der Schuldenobergrenze befassen.

Die dadurch entstehende Unruhe am Markt könnte für Zurückhaltung bei potenziellen Käufern sorgen und sich somit negativ für den Twitter Börsengang auswirken.

Weniger Umsatz als Facebook

Dennoch sind die Erwartungen sehr hoch, so dass der Börsengang, der so genannte „Initial Public Offering“ (auch „Primary Offering“, „Going Public“) mit viel Spannung erwartet wird.

Der Unterschied zu Facebook liegt aber dennoch auf der Hand. Schließlich ist Twitter, was umsatzträchtige Maßnahmen im Bereich Werbung angeht, bisher eher unauffällig. Der Umsatz des Kurznachrichtendienst liegt bei unter einer Milliarde US-Dollar, der von Facebook im Jahr 2011 bei über drei Milliarden.

Unterstützung für den Twitter Börsengang gibt es von der Investmentbank Goldman Sachs. Das allein sind schon relativ gute Voraussetzungen für ein gutes Gelingen. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob Twitter den Schwung eines Börsengangs komplett mitnehmen kann. Auch Facebook brauchte satte 18 Monate, um den verkorksten Start an der Börse im Frühjahr 2012 zu verdauen.