Pünktlich zum geplanten Börsengang gibt es für Twitter gute Nachrichten. Wie die Studie einer US-Finanzfirma herausgefunden haben will, ist Twitter in den USA aktuell beliebter als Facebook – zumindest bei Teenagern. 26 Prozent der befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, dass Twitter im September das subjektiv wichtigste soziale Netzwerk gewesen ist. Über Facebook sagten das für den gleichen Zeitraum nur 23 Prozent, 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Facebook ist also weniger populär als Twitter, auf eine ganz bestimmte Zielgruppe bezogen und dazu auch noch in Hinblick auf einen sehr eingegrenzten Zeitraum. Dennoch Grund zur Freude für Twitter?

Twitter beliebter als Facebook

Twitter braucht gute Presse

Prinzipiell schon. Twitter will voraussichtlich Mitte November an die Börse und da sind gute Nachrichten immer hilfreich. Aus dem verpatzten Börsengang von Facebook will man sehr viel gelernt haben und möchte nicht die gleichen Fehler machen.

Je besser die öffentliche Meinung über Twitter, desto besser sind auch die Chancen für einen erfolgreichen Börsengang. Und die Zahlen von US-Teenagern, die im September mehr auf Twitter als auf Facebook standen, sind auf jeden Fall von Vorteil.

Zugegeben: Wenn eine Finanzfirma im Vorfeld eines Börsengangs eine solche Studie veröffentlicht, dann ist damit zu rechnen, dass das nicht aus Uneigennützigkeit passiert. Höchstwahrscheinlich ist man mit dem Gang an die Börse in irgendeiner Form verbunden – und sei es, dass man lediglich Aktien unter die Leute bringt.

Twitter will facebooksche Fehler vermeiden

Allerdings, und das könnte dann wieder Facebook freuen, spricht die Studie auch davon, dass sich der Kauf von Instagram für Facebook als echter Coup erwiesen hat. Laut Machern der Studie ist das auch der Grund, warum der aktuelle Höhenflug von Twitter bei Facebook nicht für Panik sorgen wird.

Die Beliebtheit von Instagram bei US-Teenagern nahm im September 2013 um 7 Prozent zu und diese 7 Prozent zahlen natürlich indirekt auf Facebook ein. Trotzdem werden vermutlich mindestens noch bis zum Börsengang von Twitter nachrichtentechnisch rosige Zeiten für den Kurznachrichtendienst herrschen. Schließlich will man sich in einem guten Licht zeigen.

Übrigens: Sowohl Google+ als auch Tumblr und das viel gelobte Pinterest spielen bei US-Teenagern aktuell keine große Rolle. Weniger als 10 Prozent gaben jeweils an, dass eines dieser sozialen Netzwerke im September 2013 subjektiv am wichtigsten war. Wie gesagt, gute Zeiten für Twitter.