Seit einiger Zeit können viele User Tweets mit Bildern versenden, direkt über Twitter. Das war so in dieser Form bisher nicht möglich, denn in der Timeline anderer Nutzerinnen und Nutzer wurden Tweets mit Bildern weiterhin nur als Tweet angezeigt – das Bild sah man erst, wenn man einen Link anklickte. Für manche User ist das immer noch so, allerdings rollt Twitter das neue Feature nach und nach komplett aus. Und wo es neue Features gibt, da lassen auch die ersten Studien nicht lang auf sich warten, so auch im Fall von Twitter. Durchgeführt wurde die Studie von Buffer, einer Anwendung, mit der sich unter anderem auch Tweets zeitgesteuert versenden lassen. Neben der Tatsache, dass Tweets mit Bilder 150 Prozent mehr Retweets erzeugen, gab es auch noch ein paar andere Überraschungen.

Tweets mit Bildern erzeugen 150 Prozent mehr Retweets

Kleine Studie, große Erkenntnis

Buffer schiebt in der Auswertung vorweg, dass es sich um eine „Mini-Studie“ gehandelt hat. Trotzdem sind die Zahlen aussagekräftig und können auf jeden Fall belegen, dass Twitter mit der Entscheidung, Fotos und Bilder besser sichtbar zu machen, richtig gelegen hat.

So werden Tweets mit Bildern im Durchschnitt 18 Prozent öfter angeklickt, als es bei vergleichbaren Tweets ohne Bilder der Fall ist. Das leuchtet ein: Ein Bild in der Timeline ist ein starker Eyechatcher, Facebook ist dafür der beste Beweis. Aber auch auf Google+ funktioniert die Einbindung mit den Bildern sehr gut.

Interessant ist auch die Zahl bezüglich der Favoriten. Auf Twitter kann interessante Tweets favorisieren – hier verhält sich Twitter wie in herkömmliches Bookmark-System. Wer interessante Tweets gefunden hat und diese später erneut lesen will, verliert sie auf diese Weise nicht. Tweet mit Bilder werden laut Studie öfter als Favoriten markiert: Die Rate liegt um 89 Prozent höher als bei Tweets, die keine Bilder haben.

Twitter Marketing muss sich verändern

Beides Zahlen, die für jede Marketing-Strategie mit Twitter künftig berücksichtigt werden müssen. Den wohl triftigsten Grund für die Verwendung von Bildern in den eigenen Tweets gibt aber die Zahl der Retweets an, die Tweets mit Bildern erreichen, denn hier der Anteil sehr hoch.

150 Prozent mehr Retweets sind es im Durchschnitt, wenn man mit Bildern arbeitet. Ein beeindruckender Wert, der ebenfalls bestätigt, dass Bilder und Fotos wirken, wenn sie gut gemacht sind und zum Thema passen. Durch ihren Einsatz kann man sich von der Konkurrenz absetzen und dafür sorgen, dass die eigene Sichtbarkeit innerhalb von Twitter verbessert wird.

Weil die Reichweite auch bei der Arbeit mit Twitter entscheidend ist, sollte man von der Möglichkeit der Bildernutzung aus meiner Sicht ab sofort immer Gebrauch machen, wenn man passendes Material zur Hand hat. Denn auch das gilt für Bilder und Fotos: Passen sie nicht zum Thema oder sind sie schlicht und ergreifend nicht hochwertig oder emotional, dann werden sie nicht dazu beitragen, dass sich die eigene Reichweite signifikant erhöht.