Man kennt sie von vielen Seiten, auf der mit Ford geworben wird: Die Frau mit den lila Haaren. Das ist nur eine der auffälligen Dinge der Automarke Ford. Das Unternehmen ist in den Medien präsent, derzeit offenkundig mehr als andere Autohersteller. Besser und lebhafter kann Öffentlichkeitsarbeit kaum sein. Der Hersteller nimmt seinen allgemein bekannten Werbeslogan in vielerlei Hinsicht sehr ernst („Ford. Eine Idee weiter.“), denn Ford hat jetzt auch einen eigenen Corporate Blog gestartet. Schon seit mehreren Jahren ist der Konzern auf den einschlägigen sozialen Netzwerken vertreten. Seit 2009 sind die Ford-Werke GmbH auf Youtube, Twitter, Facebook und Instagram vertreten, seit letztem Jahr auch beim Videodienst Vine und selbstverständlich fehlt die obligatorische Google+-Page ebenfalls nicht. Allein auf Facebook kann sich Ford bereits über mehr als 300.000 Fans freuen, doch der aktuelle Schritt hin zu einem Corporate Blog zeigt, dass man bei Ford verstanden hat, dass nur die eigene Website der Kern aller Öffentlichkeitsarbeit sein kann. Wie aber wird sich das Engagement des Autobauers durch die anvisierte Verlagerung der Kräfteverhältnisse genau verändern?

Trotz 300.000 Facebook-Fans: Ford start Corporate Blog

Geschichten und Ereignisse

Der neue Corporate Blog von Ford soll nicht nur zu Werbezwecken dienen, sondern viel mehr sein. Zu lesen sind Geschichten über Menschen, Ereignisse, Veranstaltungen, natürlich auch der aktuelle TV-Spot  „Kleiner Schmollbraten“ mit den Schauspielern Sarina Radomski (bekannt aus „Soko Leipzig“) und Tino Mewes (bekannt aus „Danni Lowinski“) und vieles mehr.

So sieht man Fotos von der Essener Motorshow, einem Fan mit einer großen Sammlung an Ford-Autos und natürlich auch jede Menge Hintergrundwissen zu neuen Modellen und Technologien. Beim Blog steht der Unterhaltungsfaktor ganz weit oben. Damit dürfte „Ford Social“ auch Leute ansprechen, die vielleicht bisher noch nicht so viel mit der Marke zu tun hatten, aber sich für Geschichten rund ums Automobil interessieren.

Die Mischung aus Produktplatzierung, Unterhaltung und der Bereitstellung von nützlichem Wissen zeigt, dass Ford verstanden hat, worum es bei einem Corporate Blog gehen muss. Ein Konzept, dass sich so auf einem sozialen Netzwerk wie Facebook nur schwer abbilden lässt.

Dreiköpfiges Team

Der neue Corporate Blog fasst auch vieler der Highlights aller anderen Ford-Seiten zusammen und bietet natürlich die Möglichkeit, einzelne Beiträge in den jeweiligen sozialen Netzwerken zu teilen. Ein dreiköpfiges Team steckt hinter „Ford Social“. Es sorgt dafür, dass man auf dem Blog auch viele exklusive Dinge bekommt, die woanders nicht zu finden sind – und genau diese Strategie macht den Corporate Blog so interessant.

Die Seite ist zudem sehr übersichtlich gestaltet. „Mit dem Blog kann man jedem Thema genau den Raum geben, den es braucht“, heißt es dazu aus dem Social Media Team von Ford, das für den Corporate Blog verantwortlich ist. So ist auch die Verbreitung von Reportagen und Events und Interviews in großem Maße möglich, ohne dass man lange und viel suchen muss.

Zwar wird sich Ford nicht von seinen bisherigen sozialen Präsenzen zurückziehen. Mit dem Schritt hin zum Corporate Blog wird aber die Grundlage geschaffen, um sich eine komplett eigene Community aufzubauen, die sich dann ganz unabhängig und ohne die Zwänge externer Plattformen unterhalten und nutzen lässt.