Meine Traffic Umfrage mache ich nun schon seit 2013. Ergo ist in diesem Jahr die bereits dritte Ausgabe am Start und auch für die aktuelle Umfrage habe ich wieder mehr als 1.000 Personen online befragt, aus welchen Quellen der Traffic für die eigene Website schwerpunktmäßig stammt. Die Traffic Umfrage hatte auch dieses Jahr nicht das Ziel, einen Spitzenreiter zu ermitteln. Mir geht es vielmehr darum zu erkennen, wie sich die einzelnen Kanäle in der Gunst der Publisher entwickeln. Genau da hatten sich im letzten Jahr im Vergleich zu 2013 ein paar sehr interessante Schwankungen gezeigt – doch wie sieht es dieses Jahr aus?

Traffic Umfrage: Google und Facebook für Websites wieder deutlich wichtiger

Traffic Umfrage: Google und Facebook für Websites wieder deutlich wichtiger

Repräsentative Traffic Umfrage mit 1.126 TeilnehmerInnen

Von 2013 auf 2014 hatten Google und Facebook laut Umfrage mit sinkender Relevanz zu kämpfen, dafür konnte zum Beispiel der E-Mail Newsletter als Kanal dazugewinnen. Auch via Xing oder Pinterest kam 2014 im Vergleich zum Vorjahr mehr Traffic auf die Websites der Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben. Ich persönlich war zumindest von der steigenden Relevanz des E-Mail Marketings in 2014 nicht sehr überrascht, aber wie du ja vielleicht weißt, bin ich ein großer Fan dieses Kanals.

Doch lass mich ein paar Sätze über die aktuellen Werte verlieren. Wie du auf der obigen Infografik ganz deutlich sehen kannst, sind Google und Facebook die großen Gewinner. Außer diesen beiden Giganten kann laut Ergebnis meiner Umfrage nur LinkedIn punkten und seine Relevanz als Lieferant von Traffic steigern, bei der „Konkurrenz“ von Xing ging es dagegen stark bergab.

LinkedIn hat möglicherweise von einer gesteigerten Relevanz im deutschsprachigen Raum profitiert. Ich weiß nicht, wie das bei dir ankommt – ich finde das Marketing von LinkedIn schon recht aggressiv und vor allem, wenn du direkt auf der Plattform befindest, dann wird schon sehr „bestimmt“ darum geworben, dass du dich mit Leuten „verbinden“ oder deine E-Mail Kontakte abgleichen sollst.

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Google+ mit vergleichsweise wenig Relevanz

Allerdings ist LinkedIn auch wegen einer bestimmten Neuerung attraktiver geworden. Ich spreche hier von „Pulse“, einem internen Blog, den du direkt auf LinkedIn betreiben kannst. Das ist in erster Linie natürlich nicht gut für deinen Website Traffic, auf der anderen Seite ist es eine Chance, von anderen Autoren Traffic direkt aus LinkedIn zu bekommen, wenn deine Seite dort verlinkt wird.

Deutlich abwärts geht es auch für Google+ und den E-Mail Newsletter. Bei Google+ habe ich als jemand, der speziell von diesem sozialen Netzwerk mal sehr begeistert war, ehrlich gesagt keinen Zweifel daran, dass Google den Niedergang von Google+ selbst verschuldet hat. Auch wenn immerhin noch 21 Prozent angeben, von Google+ Traffic zu bekommen – da wäre deutlich mehr drin gewesen, wenn es in den letzten Jahren eine funktionierende Marketing Strategie gegeben hätte.

Stattdessen wurde Google+ von Google stiefmütterlich behandelt. Folge: Es handelt sich um Nischenprojekt, das als „soziales Netzwerk“ zwar noch funktioniert, die Bezeichnung aber nicht mehr verdient. Darüber könnte ich jetzt noch viel mehr schreiben, allerding wäre das ehrlich gesagt „müßig“ – also belassen wir es einfach dabei, dass Google+ für dein Online Marketing in Sachen Reichweite im deutschsprachigen Raum einfach nicht sehr interessant ist.

Ohne Facebook und Google geht es nicht

Gleiches könnte ich dir jetzt auch über den E-Mail Newsletter erzählen, wäre da nicht ein gewaltiger Unterschied: Der Erfolg eines E-Mail Newsletters wird einzig und allein von der Person bestimmt, die ihn veröffentlicht. Mit anderen Worten: Wenn dein Newsletter nicht funktioniert, dann liegt das daran, dass du höchstwahrscheinlich nicht die richtigen Inhalte hast oder es nicht schaffst, deine E-Mail Abonnenten zu aktivieren.

Der Rückgang bei der Relevanz von E-Mail Marketing in Sachen Website Traffic ist also vermutlich selbst verschuldet, wobei natürlich auch möglich ist, dass durch eine Renaissance des Kanals (obwohl er in Wirklichkeit nie richtig weg war) das Aufkommen an E-Mail Newslettern schlagartig gestiegen ist.

Damit verbunden kann es selbstverständlich dazu gekommen sein, dass es schlicht und ergreifend zu viele Newsletter gibt – und das für dann in der Gegenbewegung logischerweise dazu, dass einzelne Newsletter nicht mehr so viel Traffic wie früher erzeugen, einfach weil die Anzahl der Publisher steigt, die Anzahl der Konsumenten aber stabil bleibt und sinkt sogar. Hier kannst du als Publisher eines E-Mail Newsletters nur dagegen steuern, indem du den bestmöglichen Content für deine Zielgruppe publizierst.

Facebook Marketing funktioniert weiter, SEO ist nicht tot

Und was ist nun mit Google und Facebook? Die „Dinosaurier des Internets“ halten die wacker und können in diesem Jahr deutliche Sprünge nach oben machen – Google sogar noch mehr als Facebook. Aus meiner Sicht ein deutlicher Beweis, dass Facebook alles andere als abgeschrieben ist, bei welcher Zielgruppe auch immer. Es zeigt auch, dass Facebook scheinbar kein Problem mit Konkurrenten wie Snapchat hat.

Offensichtlich bleiben die User Facebook treu und immer mehr Webmaster nutzen Facebook, um damit Traffic zu erzeugen. Das spricht auf der einen Seite für die gefestigte Stellung von Facebook im Online Marketing Mix, auf der anderen Seite erkennst du ganz deutlich, dass es immer noch viele Möglichkeiten gibt, erfolgreiches Facebook Marketing zu machen und (auch organischen) Traffic zu generieren.

Google indes bleibt unangefochten Nummer eins in der Suchwelt. Dass der Traffic von Google wieder gestiegen ist bedeutet übrigens auch, dass Suchmaschinenoptimierung nicht tot ist. Das könnte man höchstens glauben, wenn ich nicht auch das Thema „AdWords“ abgefragt hätte – der durch Google generierte Traffic ist also organisch und somit ein Beleg dafür, dass sich SEO immer noch zu lohnen scheint.