Für meine Interview-Reihe „7 Fragen an…“ habe ich mit Tom Merkel einen reichweitenstarken Instagrammer gewinnen können, der hier auch aus dem Nähkästchen plaudert und einige Tricks verrät. Ich persönlich halte Instagram für einen faszinierenden Kanal und bin oft beeindruckt, wie gut teilweise die Qualität der Fotos ist, die man dort findet. Selbstverständlich folge ich zahlreichen Instagrammern, um auf dem Laufenden zu bleiben – und darunter ist natürlich auch Tom Merkel. Er hat meiner Ansicht nach einen sehr prägnanten eigenen Stil, den man auf Instagram sofort wiedererkennt. Im Interview erzählt er, wie er zu Instagram gekommen ist, warum der Community-Gedanke auf Instagram so wichtig ist und wieso er seine Spiegelreflex-Kamera nicht vermisst. Tom, sei bitte so nett und stell dich meinen Leserinnen und Lesern kurz und knackig vor:

Tom Merkel: "Auch auf Instagram gibt es die perfekte Uhrzeit für Postings!"

Foto: Anton Ahrens

Tom Merkel:

Moin, ich bin Tom aus Hamburg, 26 Jahre alt und arbeite als Frontend Entwickler. Ich fotografiere seit 3 Jahren leidenschaftlich gern mit dem iPhone und zeige diese Fotos auf Instagram.

1. Du hast auf Instagram mehr als 40.000 Follower. Was ist dein Erfolgsrezept?

Tom Merkel:

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Das ultimative Geheimrezept gibt es dabei eigentlich nicht, meist sind es unterschiedliche Faktoren, die sich auch bei jedem Instagrammer anders auswirken. Bei mir lief das ungefähr so: Nach meiner Anmeldung hatte es nicht lang gedauert bis ich sehr aktiv auf der Plattform unterwegs war, und schon in meinem dritten Monat 50 Fotos postete.

Dazu kamen die ersten hundert Follower und mit der Zeit wurden es immer mehr und die App nahm dazu auch immer mehr Zeit in Anspruch. Da Instagram nicht nur Foto- sondern auch Social Network ist, lernte Ich schnell andere Instagrammer kennen und traf diese zu Photowalks.

Daraus schließt sich also auch nach drei Jahren mein Konzept, bei dem Kontinuität und Social das Wichtigste ist. Hinzu kommt die sogenannte „Suggested User List“, auf der man anderen Nutzern vorgeschlagen wird und dadurch natürlich eine Menge Follower dazu bekommt. „Ein vorgeschlagener Nutzer teilt schöne, originelle Beiträge und trägt eine einzigartige Sichtweise zu Instagram bei.“

2. Instagram gibt es schon ein paar Jahre. Wann und warum hast du angefangen, auf Instagram aktiv zu sein?

Tom Merkel:

Mein erstes Foto habe Ich am 31. August 2012 hochgeladen – und es ist auch immer noch in meiner Galerie zu finden. Ein Freund hatte mir von der App erzählt und da ich schon öfter iPhone-Fotos bei Facebook gezeigt habe, könnte das was für mich sein, sagte er.

Nach den ersten Fotos und ein paar Tagen fühlte ich mich sehr wohl mit der App und der Community, die auf Instagram sehr wichtig ist. Darauf folgten einige Fotowalks, Events und neue Freunde, die ich durch die App kennengelernt hab. Außerdem habe Ich meine Fotokenntnisse und auch meinen eigenen Stil konsequent weiterentwickelt.

3. Aus einem persönlichen Gespräch mit dir weiß ich, dass du bei einer Vermarktungsagentur für reichweitenstarke Instagrammer unter Vertrag bist. Wie genau funktioniert diese Vermarktung?

Tom Merkel:

Bei der Agentur sind viele reichweitenstarke Instagrammer angemeldet, die Influencer genannt werden. Die Agentur hat Kontakte zu Marken, die auf Instagram entweder mit einem eigenen Account aktiv sind, oder dort „nur“ ihren Namen bekannter machen möchten.

Im Profil der Influencer werden eigene Themengebiete gewählt, die zum Profil und den Fotos passen – bei mir sind es: Architektur und Design, Photography, Reisen. Hinzu gibt es die verschiedenen Kampagnen-Typen wie Storytelling, Product Placement oder Photo und Video Contest.

4. Aktuell schwimmt Instagram auf einer positiven Erfolgswelle. Was glaubst du, wie sich die zunehmende Popularität von Instagram auf die Qualität des geposteten Contents auswirken wird?

Tom Merkel:

Ich gebe Instagram selbst noch ungefähr 4 Jahre, bis es von einer anderen App abgelöst wird. Außerdem glaube ich, dass es auch weiterhin qualitativ hochwertige Marken geben wird, die ansprechende Inhalte konkret für Instagram erstellen.

5. In deinem Instagram Account steht, dass du alle Fotos mit dem iPhone 6 machst. Was ist dein bester Tipp für Instagrammer, die mit diesem Smartphone arbeiten?

Tom Merkel:

Angefangen habe ich mit dem iPhone 3G, und über die Jahre immer auf das jeweils aktuellste iPhone gewechselt. Die Qualität ist wirklich sehr gut geworden und ich vermisse meine Spiegelreflex-Kamera nicht wirklich. Empfehlen kann ich einige meiner Apps, die sicher allgemein nützlich und von Interesse sind: VSCO Cam, SKRWT und Cortex Cam.

6. Aufgrund deiner großen Instagram-Reichweite bekommen deine Fotos immer sehr schnell sehr viele Likes. Mit welchen Tricks lässt sich die Interaktionen effektiv steigern?

Tom Merkel:

Ähnlich wie bei anderen Netzwerken gibt es natürlich auch auf Instagram die perfekte Uhrzeit für Postings. Dazu ist es wichtig den Standort der eigenen Follower zwecks Zeitverschiebung zu kennen. Über kostenlose Statistiktools für den eigenen Instagram-Account lässt sich dies leicht herausfinden. Studien belegen bisher, dass die meisten Instagrammer morgens zwischen 6 und 8 Uhr sowie abends zwischen 17 und 20 Uhr aktiv sind.

Außerdem sind die richtigen Hashtags eine gute Möglichkeit, User mit passenden Interessen auf eigene Fotos zu lenken. Ich empfehle hier aber nicht, Hashtags zu nutzen, die gerade „in“ sind, sondern thematisch zum Foto passende Hashtags. Seit dem letzten Instagram-Update ist es ebenso wichtig, die Hashtags direkt dem Foto hinzuzufügen, weil die angezeigten Fotos bei der Hashtag-Suche nach dem Postingzeitpunkt des Fotos sortiert werden, nicht mehr nach dem Zeitpunkt des Hinzufügen von Hashtags.

7. Was ist dein ultimativer Tipp für Instagram-Newcomer, die schnell eine große Reichweite und viel Interaktionen erreichen wollen?

Tom Merkel:

Community und Kontinuität. Wer einen neuen Kanal eröffnet oder wiederbeleben will, muss auf sich aufmerksam machen. Dabei spielen gute Fotos und Kommentare eine große Rolle, um viele Menschen auf Instagram zu erreichen.

Die Community auf Instagram schreibt zu 95% positive Kommentare, deswegen sollten auch neue Accounts durch Kommentare unter Fotos, die ihnen gefallen, auf sich aufmerksam machen und auch anderen Accounts folgen.

Dazu kommen dann die eigenen Fotos die am besten regelmäßig erscheinen und einem groben Stil, einem Motiv oder einer bestimmten Bearbeitung folgen. Der Blick auf das eigene Profil lässt schnell beurteilen ob man bereits seinen Stil gefunden hat, und der vermeintlich neue Follower weiß, was er bekommt.

Tom, vielen Dank für das Interview!