Wie viele Überschriften „sieht“ der durchschnittliche User im Internet pro Tag? Was glaubst du… 500? 700? 1.000? Tatsächlich sind es mehr als 1.300 Überschriften, mit denen wir täglich konfrontiert werden. Vollkommen unmöglich, all diese Überschriften wirklich aktiv zu konsumieren. Und tatsächlich gehen 99,7 Prozent dieser Überschriften an uns vorbei (nur „sehen“ reicht halt nicht). Gut für dich, weil du dir das alles nicht angucken musst? Mag sein, aber was passiert, wenn DU der Publisher bist und sich die User deine Überschriften angucken sollen, wenn es nach dir geht. Folge: Deine Überschriften müssen zu den 0,3 Prozent gehören, die aktiv konsumiert werden – und wie du das schaffst, zeigt dir der folgende Artikel:

5 praktische Tipps für optimale Überschriften
5 praktische Tipps für optimale Überschriften | Bild: mavo, Shutterstock.com

Mach dein Publikum neugierig

Magst du Überraschungen? Natürlich, wenn es sich um eine angenehme Überraschung handelt… so geht es auch deinem Publikum. Versetze dich in die Lage dieser User: Irgendwie haben sie alles schon gesehen und kennen auch bereits eine ganze Menge. Wenn du dann einfach nur Artikel, Videos oder Podcasts präsentierst, deren kompletter Inhalt sich schon aus der Überschrift ableiten lässt, dann ist das langweilig – und macht nicht neugierig.

Das trifft übrigens nicht nur auf den eigentlichen Inhalt zu, auch ein kopierter Stil kann langweilig wirken und macht ebenfalls überhaupt nicht neugierig. Deute in der Überschrift also etwas an, was wirklich neugierig macht.

Das kann die Lösung für ein Problem sein oder ein zu erwartender Download… es können Hintergrundwissen und/oder ganz bestimmte Fakten sein, die es so nur bei dir und nirgendwo anders gibt.

Nutze Zahlen in der Überschrift

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Ja, die Zahlen… ich muss leider zugeben, dass es in der Vergangenheit die ein oder andere „heftige“ Website gab, die diesen Trend fast zu Tode geritten haben. Moment… ist das mit den Zahlen wirklich ein Trend? „List Posts“ (so nennt man diese Dinger) gibt es schon ewig und alle Charts da draußen sind solche List Posts.

Das gilt für die aktuellen Single Charts genauso wie für die Hitparade im Kino oder die Bestseller von „DER SPIEGEL“. All das wird in Listen erfasst, weil sich Listen leicht konsumieren lassen und im Idealfall auch noch vergleichend wirken.

Sie sind schnell und komfortabel zu erfassen und wenn du mit Zahlen in deiner Überschrift arbeitest, dann nutzt du genau diese unterbewussten Effekte. Ich habe das ja auch gemacht – und weil du diesen Test jetzt in diesem Augenblick liest, habe ich den Beweis, DASS die Methode funktioniert.

Formuliere deine Überschrift als Frage

Auch Fragen machen neugierig, doch das ist bei diesem Stilmittel nicht der Punkt. Kern der Sache ist, dass eine Frage in der Regel immer auch eine Antwort hat – und genau darum geht es: Selbst wenn dein Publikum nicht die von dir gestellte ganz konkrete Frage auf dem Zettel hat, ist sie trotzdem interessant… wenn sie themenrelevant ist.

Die Beantwortung einer Frage sorgt immer für einen Vertrauenseffekt. Es gibt so viele Fragen auf der Welt und täglich kommen neue Fragen dazu. Genau aus diesem Grund sind die Menschen froh, wenn es wenigstens in einem Bereich, der sie zudem auch noch inhaltlich interessiert, Antworten gibt. Und natürlich kannst du selbst dich mit diesen Antworten zum Experten machen.

Diese Vorgehensweise setzt allerdings voraus, dass du die von dir präsentierten Fragen auch wirklich beantworten kannst – es sei denn, du bist auf mehr Interaktionen auf deiner Website aus. In diesem Fall solltest du ganz konkret darauf achten, Fragen offenzulassen (wenn auch nicht unbedingt in der Überschrift, sondern eher im Fließtext). Nur dann fühlen sich deine Konsumenten nämlich aufgefordert, die Fragen selbst zu beantworten!

Mach ein Versprechen und halte es

Versprechend sind wichtig, nicht nur für Kinder. Denk mal an dich selbst zurück, wie das früher war: War ein Versprechen nicht schon fast heilig? Und warst du nicht sehr enttäuscht, wenn jemand sein Versprechen brach? Mit deinem Publikum ist das nicht anders… zwar werden sich die Leute vermutlich nicht mehr die Augen im Kopfkissen ausheulen – enttäuscht sind sie aber dennoch, wenn du nicht lieferst.

Das Versprechen in der Überschrift ist ein sehr mächtiges Stilmittel und funktioniert immer – wenn du dein Versprechen halten kannst. Logische Folge: Verspreche nichts, was du nicht halten kannst. Tust du es doch, werden sich die Leute im besten Fall einfach nur von deinem Content abwenden und ihn künftig nicht erneut konsumieren. Im schlimmsten Fall aber leidet deine Reputation – die du dir möglicherweise über einen langen Zeitraum aufgebaut hast.

Dieses Kapital darfst du nicht verspielen oder wegwerfen, nur weil du denkst, dass du mit schnellen Überschriften Aufmerksamkeit und Reichweite erzielen kannst. Du wirst beides bekommen – doch eben nur kurzzeitig, wenn du deine Versprechen nicht einhalten kannst. Wenn du aber halten kannst, was du versprichst, dann wird dir dein Publikum mit Respekt begegnen (oder zumindest auch in Zukunft deinen Inhalte konsumieren).

Verwende ganz bestimmte Formulierungen

Auch einzelne Wörter und Formulierungen sorgen dafür, dass dein Content mehr gelesen, gehört oder angeschaut wird. Klassische „How to“ Artikel sind dafür ein sehr gutes Beispiel… Artikel also, die erklären, „wie du“ etwas machst. Solche Anleitungen sind deswegen so beliebt, weil sie fast immer ein akutes Problem des Konsumenten lösen.

Aus welchem Bereich dieses Problem stammt (Themenrelevanz natürlich vorausgesetzt), ist letztendlich egal – wichtig ist, dass DU der Publisher bist, der dieses Problem löst, auf welche Art auf immer. Genau so bleibt dein Content viel besser in den Köpfen der User hängen und du machst intensiver auf dich aufmerksam. Das klappt auch mit anderen Formulierungen, wie zum Beispiel „Warum…“: „Warum du maximal 50 Zeichen im Betreff von E-Mails schreiben solltest“ ist so ein Satz.

Auch hier wird eine Antwort angedeutet, die dann im folgenden Content ganz genau erläutert wird. Mit solchen Formulierungen sorgst du definitiv dafür, dass deine Überschrift zu den 0,3 Prozent pro Tag gehören kann, die den Usern auch tatsächlich auffällt.

Fazit

Ohne eine gute Überschrift geht es nicht. Du musst erreichen, dass deine Inhalte aus der Masse hervorstechen. Nur so kannst du dafür sorgen, dass du überhaupt sichtbar wirst… und nur so schaffst du es, dass die User deine Inhalte dauerhaft konsumieren und sich schon darauf freuen, von dir neuen Input zu bekommen.

Im Idealfall implementierst du bei deinen Konsumenten eine Erwartungshaltung – die du dann selbstverständlich immer erfüllen musst. Wenn du das nicht tust, sorgst du für Frustration und wirst sehr wahrscheinlich mit Missachtung bestraft.

Zusätzlich musst du bei all deinen Aktivitäten immer daran denken, themenrelevant zu bleiben – denn nur dann baust du dir eine loyale Community auf, die dich wegen deines Contents schätzt und dir deswegen treu bleibt.