Ja, ich staunte heute morgen auch nicht schlecht, als ich davon hörte. Mann kann also die Facebook Chronik deaktivieren – hätte ich nicht gedacht, schließlich will man bei Facebook doch dafür sorgen, dass jeder die neue Chronik (auch „Facebook Timeline“ genannt) aktiviert. Vorrangig natürlich freiwillig, aber im Endeffekt wird man in ein paar Wochen oder Monaten nicht mehr darum herumkommen, die neue Chronik zu nutzen.

Wie aber kann man die Facebook Chronik deaktivieren? Vorweg sei gesagt: Es ist keine wirkliche Deaktivierung, sondern eher ein Trick, ein Workaround. Aufmerksame Nutzer haben herausgefunden, dass der Internet Explorer 7 die Facebook Chronik schlicht und ergreifend nicht anzeigt. Schaut man sich die gleiche Facebook-Seite mit einem anderen Browser an, dann sieht man die neue Timeline. Ergo: Facebook muss eine Browser-Weiche eingebaut haben (aus welchen Gründen auch immer) und schließt den Internet Explorer 7 einfach aus.

Um also das eigene Profil in der alten Version zu sehen (wenn man also die Facebook Chronik deaktivieren will), muss man Facebook vorgaukeln, dass man mit einem Internet Explorer 7 unterwegs sei, auch wenn das gar nicht so ist. Wer den Firefox-Browser nutzt, der kann sich ein Addon downloaden, mit dem der Browser Facebook anflunktert und so tut, als sei er ein Internet Explorer 7. Was ein Schlingel! Im Selbstest hat das eben wunderbar funktioniert. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass dann auch alle anderen Seiten, die man ansurft, denken, dass man mit einem Internet Explorer 7 unterwegs sei.

Ihr seht, man kann also nicht wirklich die Facebook Chronik deaktivieren, sondern „nur“ einen Workaround anwenden. Wie lange sich Facebook das gefallen lässt, wird man sehen. Ich persönlich habe an der der neuen Chronik nichts auszusetzen. Sieht gut aus und bildet die Infos übersichtlich ab. Was man selbst dort dargestellt haben will kann man steuern. Insofern eigentlich kein Problem. Zumindest nicht datenschutztechnisch.

Wer als seine Facebook Chronik deaktivieren will, der ist mit dem beschriebenen Workaround sicher gut bedient, bis dieses Schlupfloch geschlossen wird. Und wer die ganze Arie mit einem Chrome Browser durchziehen will, der ist mit diesem Link gut bedient.