Hast du in den letzten Monaten irgendjemanden sagen hören, dass deine Website schnell sein muss? Und wenn ja, kennst du den Grund? Die Spezialisten im Bereich Suchmaschinenoptimierung nennen Google als Grund: Je langsamer deine Website ist, desto schlechter wird sie in den Suchergebnissen abschneiden, weil „Site Speed“ ein direkter Rankingfaktor ist. Und das stimmt auch 100%ig – aber es gibt noch einen weiteren, viel triftigeren Grund, warum deine Website schnell sein muss! Im folgenden Artikel erkläre ich dir diesen Grund und zeige dir außerdem, wie du diese allgegenwärtige Gefahr bannst:

Warum es teuer für dich wird, wenn deine Website mies performt

Warum es teuer für dich wird, wenn deine Website mies performt (Quelle)

Wer vergeudet schon gern Zeit vor dem Computer?

Langsame Websites verkürzen die Verweildauer und erhöhen die Absprungrate der User auf deiner Website. Diese beiden Argumente spielen einer besseren Suchmaschinenoptimierung in die Hände, keine Frage. Je länger sich die User auf deiner Website aufhalten und je seltener sie zum Suchergebnis zurückspringen, desto besser findet Google das.

In diesem Fall sammelst du definitiv Pluspunkte und steigerst deine Chancen auf bessere Rankings bei Google. Und bessere Rankings sind fast immer gleichbedeutend mit mehr Reichweite – und somit auch mehr Traffic. Wenn deine Website optimal suchmaschinenoptimiert sein soll, musst du also auf maximale Geschwindigkeit achten.

Google ist aber nicht das größte „Problem“ – es sind die User selbst, ganz egal von welcher Traffic Quelle sie kommen. Es spielt keine Rolle, ob die User deine Seite via Facebook besuchen oder über deinen Newsletter. Selbst wenn sie über WhatsApp kommen sollten, weil deine Website empfohlen wurde, kommt es nur darauf an, dass du eine Sache weißt: Die User werden schneller als früher ungeduldig – sie haben einfach keine Lust mehr, auf irgendwas im Internet zu warten.

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Deine User wollen alles sehen – und zwar schnell!

Vor diesem „Problem“ stehst du: Ungeduldige User, die nur noch sehr wenig warten, bis sich eine Website aufgebaut hat und zur Ansicht bereit steht. Am Desktop mag das noch erträglich sein, wenn die Seite mal nicht sofort fertig ist. Am Smartphone allerdings ist eine lange Ladezeit der Todesstoß für deine Website, gib dich da keinen falschen Vorstellungen hin.

Orientieren wir uns einfach mal an einem Online Shop. Wie du in der Infografik oben gut erkennen kannst, erwarten die User eine Ladezeit von 2 Sekunden – oder weniger! 57% der User verlassen den Shop, wenn sich nach 3 Sekunden noch immer nichts getan hat und 52% der User sehen in einer schnellen Ladezeit einen direkten Qualitätsfaktor. Wenn deine Website also langsam ist, dann geht die Hälfte der User davon aus, dass die Qualität deiner Website grundsätzlich schlecht ist.

Ziemlich hart, oder? Du siehst, wenn deine Website nicht schnell ist, dann hast du konkrete Nachteile, die sich nicht nur in dem Moment, wo die Website nicht lädt, bemerkbar machen… die User merken sich, dass sie warten mussten und schließen daraus auf die grundsätzliche Güte deiner Website. Das kann sich schnell rumsprechen und wird sich für deine Reputation nicht positiv auswirken – und auf lange Sicht kann eine schlechte Reputation natürlich so richtig ins Geld gehen.

Umsätze brechen ein und Aktienkurse fallen

2013 gab es bei Amazon einen Ausfall (solche Ausfälle werden auch gern als „Downtime“) bezeichnet, bei dem das Unternehmen 66.000 US Dollar verlor – pro Minute! Im September 2015 war Facebook 40 Minuten ausgefallen, vielleicht erinnerst du dich noch daran. Die Börse und auch Mark Zuckerberg werden sich ganz sicher daran erinnern, denn der Aktienkurs von Facebook ging wegen dieser Downtime 4% in die Knie.

Und das Geld ist dabei vielleicht gar nicht das schlimmste, was ein Unternehmen verlieren kann. Best Buy zum Beispiel hatte am Black Friday im letzten Jahr in den USA einen Servercrash und war nicht erreichbar. Die Folge: Ein ziemlich heftiger Shitstorm in sozialen Netzwerken, vor allem natürlich auf Facebook und Twitter.

Die Reputation von Best Buy hat dadurch Schaden genommen, zumal beim Black Friday traditionell sehr viele Sonderangebote unter das Volk gebracht werden sollen. Stell dir einfach nur mal vor, wie du dich fühlen würdest: Du wirst wochenlang von Sonderangeboten gelockt, die zu einem bestimmten Termin verfügbar sein sollen. Du freust dich und willst zuschlagen – doch du kannst nicht, weil die Website des Anbieters nicht funktioniert.

Ohne Verfügbarkeit kein Kauf

Insbesondere mobile Websites sind betroffen, wenn es Probleme bei der Auslieferung gibt. Aus diesem Grund muss deine Website vor allem dann Performance zeigen, wenn sie mit einem mobilen Endgerät genutzt wird. Grund: 51% des Traffic auf eCommerce Websites stammt von Smartphones oder Tablets – fast noch wichtiger ist aber die Tatsache, dass 32% der Verkäufe außerhalb des Internet, also in einem klassischen Ladengeschäft (offline), von Websites auf mobilen Endgeräten beeinflusst werden.

Du wirst das von dir selbst kennen: Du bist in einem Laden und findest ein Produkt, dass dich interessiert. Im Internet schaust dir via iPhone Bewertungen und Kundenmeinungen an. Wenn es sich um positiven Input handelt, dann wird deine Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Wenn das nicht der Fall ist, dann gehst du vielleicht wieder oder kaufst ein anderes Produkt.

Wie du es also drehst und wendest: Wenn die Informationen online nicht zügig abgerufen werden können, dann verliert irgendjemand irgendwo Geld. Das mag dir selbst als Konsument nicht so wichtig sein – schließlich ist es ja nicht dein Geld… was aber, wenn es sich um deinen Online Shop oder um deine Website handelt, auf die nicht zugegriffen werden kann? Ganz unabhängig von dem genannten Beispiel mit dem Laden: Worauf User nicht zugreifen können, wird auch nicht konsumiert – eine simple Rechnung.

Ist der Ruf erst ruiniert…

Der mobile Bereich ist auch aus anderen Gründen kritisch und muss im Fokus sein, wenn es um die Optimierung in Sachen Conversion geht. 42% der mobilen Konsumenten sind grundsätzlich frustriert, wenn sich Websites nicht schnell oder gar nicht aufbauen. Das ist aus meiner Sicht definitiv nachvollziehbar – und die Folgen können weitreichender sein, als du glaubst.

Fakt ist laut Infografik, dass 37% der mobilen Shopper unzufrieden sind, wenn sich die Websites auf unterschiedlichen Endgeräten in Sachen User Experience nicht ähneln. Im Klartext: Wer von einer Shopping Website ein bestimmtes Feature gewohnt ist, will das auch auf dem Smartphone oder via Tablet genau so haben – und umgekehrt. 63% gehen sogar soweit, dass sie in einem Online Shop nicht wieder kaufen wollen, wenn sie mit einem beliebigen Kanals des Unternehmens Probleme gehabt haben.

Das bedeutet letztendlich, dass ein schlechter Kundenservice via Facebook (wie zum Beispiel eine nicht beantwortete Frage eines potenziellen Kunden) dazu führen kann, dass dieser Konsument als Kunde für immer verloren ist. Nicht umsonst macht Amazon einen unglaublich guten Kundendienst, denn dort weiß man ganz genau, wie wichtig es ist, potenziellen und bestehenden Kunden immer die absolut beste User Experience – in allen Bereichen – zu bieten.

Fazit

In keinem anderen Bereich als bei der Performance gilt ein uraltes Sprichwort ganz besonders: „Zeit ist Geld!“ Für dich bedeutet das, dass du Zeit und Geld in die Verbesserung deiner Website stecken musst. Mach immer wieder Tests und ermittle die tatsächliche Geschwindigkeit deiner Website. Schau dir alle Stellschrauben in Sachen „Page Speed“ an und optimiere überall dort, wo es möglich ist. Zieh auch in Erwägung, den Anbieter deines Serverhostings zu wechseln, denn auch dort gibt es große Unterschiede. Entschlacke deine Website und befreie dich von überflüssigem Ballast. So kannst du zum Beispiel bei Bildern viel Ladezeit sparen, wenn du die Bilder optimierst. Und auch das Vor- und Nachladen bestimmter Inhalte kann sich lohnen und deine Website schneller machen.