4. Oktober 2012

Test: Facebook Promoted Posts für private Profile

Promoted Posts und Sponsored Stories sind zwei Elemente, die bei Facebook die Kassen klingeln lassen. Werbung ist und bleibt die lukrativste Einnahmequelle des weltweit größten sozialen Netzwerks. Wer jedoch gedacht hatte, dass Facebook mit seinem Latein schon am Ende sei, der hast sich kräftig getäuscht. Im Gegenteil, es scheint derzeit, als gäbe es jede Woche eine neue Werbeform. So wie jetzt: Das Prinzip der Promoted Posts wird auf private Profile und somit auf “ganz normale” Nutzerinnen und Nutzer ausgeweitet. Wer also will, dass mehr Freunde in den Genuss der eigenen Statusupdates im privaten Profil kommen, der muss künftig zahlen!

Test: Facebook Promoted Posts für Profile

Facebook MUSS Geld verdienen

Facebook selbst hat bekannt gegeben, dass man solche “Private Promoted Posts” aktuell bei Usern in den USA testen würde. Das bekannte Prinzip wurde nicht verändert: Schreibt man ein Statusupdate und will man, dass dieses Update zum Beispiel bei den eigenen Freunden in deren Newsfeed prominenter und dauerhafter gezeigt wird, dann muss man zahlen. 7 US Dollar soll es kosten, ein Statusupdate zu promoten. Das berichtet die Website Techcrunch unter Berufung auf Quellen bei Facebook.

Sind private User bereit zu zahlen?

Facebook hat nur verlauten lassen, dass es einen Test gibt, zu den tatsächlichen Kosten aber nichts gesagt. Das ist grundsätzlich okay, schließlich will man zunächst die Bereitschaft der User in den USA abklopfen, wirklich für das Hervorheben eigener Statusupdates zu bezahlen. Festzuhalten bleibt, dass das Prinzip der Promoted Posts bei Facebook von der kommerziellen in die private Schiene gerutscht ist. Das zeigt, wie sehr Facebook mittlerweile gezwungen ist, Geld zu verdienen.

Gegen den Niedergang von Facebook

Der verpatzte Börsengang im Mai hat vermutlich als Katalysator dazu beigetragen, dass der Druck auf die Verantwortlichen um Mark Zuckerberg stark zugenommen hat. Das weltweit größte soziale Netzwerk ist nun dazu verdammt, sich zu rentieren. Andernfalls könnten Aktionäre und künftige Investoren abspringen, die Folge wäre wahrscheinlich langfristig der Niedergang von Facebook. Um das zu vermeiden, wird man aber noch weitere Monetarisierungsmodelle testen und so ist es aus meiner Sicht durchaus denkbar, dass künftig mehr Bereiche von Facebook kostenpflichtig werden.

Künftig auch “normale” Bereiche kostenpflichtig?

Zunächst wird es sich dabei nur um solche Bereiche handeln, die als Update zu sehen sind – wie jetzt die “Private Promoted Posts”. In den kommenden Jahren könnten aber auch etablierte Bereiche kostenpflichtig werden, oder vielleicht solche Features, die für das gute Aussehen eines Profils wichtig sind (wie die Headergrafik). Hier gibt es extrem viele Ansatzpunkte und es wird sich zeigen, wie stark der Druck auf Facebook ist, Geld verdienen zu müssen.

Wie ist eure Meinung? Würdet ihr privat bei Facebook für zusätzliche Dienste zahlen?

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3 Kommentare zu “Test: Facebook Promoted Posts für private Profile”

  1. Ein Glück das starke Alternativnetzwerke “Gewehr-bei-Fuss” stehen.

    Sollte Facebook anfangen Kernbereiche kostenpflichtig zu machen, sehe ich ein schnelles Abwandern in andere Netze voraus.

    Goolge ist jetzt schon gut aufgestellt und vielleicht kommt der ReLaunch von mySpace dann genau zur rechten Zeit.

    Natürlich muss FB Geld verdienen, aber so?

    Gruss
    Thomas aus Leipzig

  2. [...] weiteres Wachstum ist vorprogrammiert. Erst gestern berichtete Facebook, dass es Tests mit neuen Werbeformen für private Profile gibt. Für 2013 ist ein Facebook Smartphone geplant und auch an einer eigenen Suchmaschine wird [...]

  3. Hallo Björn,

    ich habe den Eindruck, dass Facebook auch hierzulande damit beginnt, diesen Gedanken bereits in die Tat umzusetzen. Jedenfalls habe ich festgestellt, dass Neuigkeiten unserer Geocaching Facebookseite (http://www.facebook.com/geocachingblogbuch) nicht mehr bei den ‘Fans’ ankommen.
    Kannst Du das, oder ein Mitleser dieser Seite, bestätigen oder trügt mich mein Gefühl? Herzlichen Dank und

    viele Grüße,
    Martin

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