Das Authorship Markup von Google erfreut sich seit seiner Einführung relativ großer Beliebtheit. Wer mit seinem Profilbild in den Suchmaschinenergebnissen von Google erscheinen will, setzt auf das Authorship Markup. Voraussetzung ist ein Account auf Google+, was einer der Gründe ist, warum sich das soziale Netzwerk bei vielen Usern überhaupt in den digitalen Alltag verirrt hat. Der Benefit, mit dem eigenen Profilbild in der Google-Suche zu erscheinen, ist vor allem in der SEO-Szene sehr beliebt. Das ist kein Zufall, schließlich kann das Profilbild, das durch das Authorship Markup ausgespielt wird, frei gewählt werden. Und so gibt es diverse kreative Varianten, die letztendlich darauf abzielen, eine bessere Klickrate in den Suchmaschinenergebnisse von Google zu erreichen. Das ist eine sehr interessante, aber an dieser Stelle nicht wichtige Geschichte, denn ich wollte herausfinden, ob das Authorship Markup nur bei traditionellen Websites funktioniert. Von HTML-Dateien kennt man es, die Einbindung ist einfach – ein simpler Code-Schnipsel auf der Website reicht, dazu die Verknüpfung mit dem Google+ Profil. Fertig. Aber was ist mit anderen Dateiformaten, die keinen anpassbaren Quellcode haben?

Test: Bei welchen Dateitypen funktioniert das Authorship Markup?

Rich Snippets für alternative Dateiformate?

Weil ich den Dingen immer gern auf den Grund gehe, habe ich einen einfachen Test aufgesetzt. Ziel: Herausfinden, ob auch andere Dateiformate, die Google indexiert, mit dem Authorship Markup aufgewertet werden können.

Diese Aufwertung ist sinnvoll, weil natürlich auch bei allen anderen Dateiformaten im Index von Google die Klickrate bei einem erweiterten Snippet nach oben schnellen kann – was für herkömmliche Dateien, die zum Beispiel mit .html enden, von Vorteil ist, kann für Exoten in der Such doch ganz sicher nicht schlecht sein.

Die gute Nachricht: Ja, man kann davon ausgehen, dass Google das Authorship Markup auch bei anderen Dateitypen anzeigt. Den Beweis dafür sieht man in der obigen Abbildung. Ich habe vier Dateitypen getestet: .doc, .pdf, .pptx und .xlsx – alle Dateiformate wurden mit rudimentären Inhalten auf den Googlebot losgelassen und innerhalb weniger Stunden indexiert.

Manche Dateitypen gehen leer aus

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Wie man sieht, hat die .pdf-Datei im Snippet keine Einbindung des Authorship Markups spendiert bekommen. Der Grund dafür ist mir nicht ersichtlich, zumal ich bei meinen Recherchen zahlreiche andere .pdf-Dateien im Index gesichtet habe, bei denen das funktioniert hat.

Bleiben die Gründe zu klären, warum alle anderen Datentypen eine Einbindung des Authorship Markups bekommen haben (wobei ich natürlich weiter versuchen werden, die Einblendung auf für das PDF zu erreichen). Grundsätzlich hatte ich zunächst versucht, einfach nur durch Verlinkungen innerhalb der Texte, die man bei den einzelnen Dateitypen unterbringen kann, auf mein Google+ Profil zu verweisen.

Bei einem Word-Dokument und einem PDF ist das leicht, bei einer Power Point Präsentation und einem Excel-Sheet ebenfalls. Dieser erste Versuch erwies sich aber als erfolglos, keine einzige indexierte Datei zeigte das Snippet mit der Erweiterung des Authorship Markup an.

Ganz so einfach ist es nicht

Es steckt also doch ein bisschen mehr dahinter und nach einer kurzen Überlegung war es für mich klar: Es muss an den „Metadaten“ der Dateien liegen. In jeder Datei lassen sich via Microsoft Office oder auch mit OpenOffice zusätzliche Daten zu einem Dokument hinterlegen, die der eigentlich Leser nicht sieht.

Ich nenne sie mal „Metadaten“, bei Microsoft Office sind es die „Eigenschaften“ des jeweiligen Dokuments. Hier kann man Angaben zum Inhalt machen, den Autoren nennen, Schlagwörter vergeben und natürlich auch das Google+ Profil nennen – auf jeden Fall mit der simplen Nennung URL, denn eine Verlinkung ist nicht möglich.

Die Kombination aus Nennung meines Namens als Autor der jeweiligen Dokumente und der Wiedergabe der URL zum Profil auf Google+ brachte den erwünschten Effekt. Bei der Excel-Datei allerdings musste noch ein kleiner Trick angewendet werden: Die zusätzliche Nennung des Dokumententitels mit meinem Namen als Reiter im Datenblatt, wo der Content platziert wurde.

Test: Bei welchen Dateitypen funktioniert das Authorship Markup?

Fazit

Auch Dateiformate jenseits von .html können vom Authorship Markup profitieren. Der Suchoperator „filetype:“ bei Google ermöglicht die gezielte Suche nach bestimmten Dateien, die sich im Google-Index befinden. Platziert man in den „Metadaten“ dieser Dokumente genaue Angaben zur Person, zum Titel und zum Inhalt, dann hat man den ersten Schritt getan.

Fügt man dann noch eine Nennung des Links zum eigenen Profil auf Google+ hinzu, sind die Chancen auf ein durch das Authorship Markup angereichertes Snippet sehr gut. Der Test zeigt, dass in 3 von 4 Fällen funktioniert. Insofern gehe ich davon aus, dass Google das Authorship Markup grundsätzlich berücksichtigt – egal bei welchem Dateiformat (also auch Formate wie .zip oder .mp3), solange die Infos richtig hinterlegt werden.

Übrigens: Im „Google Structured Data Testing Tool„, das immer gern zum Testen von Rich Snippets genutzt wird, kann sich keines der getesteten Dateiformate behaupten. Das hauseigene Google-Tool erkennt die Fakten also nicht und behauptet, es wären keine Autoren-Informationen mit den Dateien verknüpft. Zum Glück hat mein Test aber gezeigt, dass das eben doch der Fall ist. Nichts ist so wie es scheint… offensichtlich auch nicht bei Google.