Eine ewige Diskussion: Kaum, dass die lieben Kleinen aktiv am sozialen Leben teilnehmen, sind sie oft auch schon mit viel Technik ausgestattet, ein Smartphone ist da keine Seltenheit. Mitunter können selbst die Eltern der kleinen Experten nicht mithalten, wenn es darum geht, die neuesten Errungenschaften auch richtig zu bedienen. Für manche wirkt es auch befremdlich und die Vergleiche zu früher kommen schnell ins Gespräch. Schließlich hat es ja vor 30 Jahren auch gut geklappt mit der Kommunikation und dem Freizeitleben. Man hat sich unterhalten, verabredet und musste sich keine SMS oder Kurznachrichten schreiben. Man hat sich über den Festnetzanschluss einfach angerufen. Doch das erscheint den meisten Kids aus heutiger Sicht wohl ziemlich uncool. Was aber gilt als cool? Eine Studie wollte das genauer ergründen und hat knapp 1.000 Kinder und Jugendliche befragt.

Studie: WhatsApp bei Kids an erster Stelle

Bild ©jackfrog, fotolia.com

962 Befragte

„Kinder und Jugend 3.0“ ist der (trendy) Name der Studie. Die Bitkom hat 962 Kinder und Jugendliche zu ihrem Internetverhalten befragt, die Ergebnisse könnten den einen oder anderen Erwachsenen möglicherweise überraschen. Das eigene Smartphone gibt es schon mit zwölf Jahren (aber schon ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen haben erste Erfahrungen damit gemacht).

Mit zehn Jahren sind fast alle Kinder im Netz unterwegs, mit 14 Jahren geht es dann in den sozialen Netzwerken rund, aber alles andere als achtlos. Denn die Mehrheit achtet sehr wohl darauf, was sie über sich im Netz preisgeben möchten – und was nicht. In diesem Punkt lässt die Studie also aufhorchen, denn scheinbar ist die Medienkompetenz bei vielen Kindern und Jugendlichen deutlich weiter fortgeschritten, als man das bei zahlreichen Erwachsenen beobachten kann.

Medienkompetenz ist offensichtlich erlernbar, wenn man sich mit einem Medium ausreichend beschäftigt. Dieser autodidaktische Vorgang wirft dann jedoch wiederum die Frage auf, warum es nicht möglich ist, diese Medienkompetenz zum Beispiel auch in Schulen zu vermitteln, denn nachvollziehbarerweise sind nicht alle Kinder und Jungendlichen gleichermaßen medienkompetent.

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Onlinedauer bis zu zwei Stunden

Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren haben auch schon Erfahrungen im World Wide Web gemacht (39 Prozent der Befragten). 76 Prozent sind es bei den 8- bis 9-Jährigen und 94 Prozent sind es bei den Befragten in der Altersgruppe zehn bis elf. Im Detail verrät die Studie, dass die durchschnittliche Onlinedauer 22 Minuten beträgt, bei den 16- bis 18-Jährigen sind es bereits fast zwei Stunden.

Für diese Altersgruppe ist das Smartphone auch das Gerät Nummer eins, wenn es um Internetnutzung geht (89 Prozent). Erstaunlich ist auch, dass 56 Prozent der 6- bis 7-Jährigen gerne Onlinespiele nutzen. Das beliebteste Netzwerk ist bei den Jüngeren unangefochten WhatsApp (noch vor Facebook). Es wird von über 70 Prozent der 10- bis 18-Jährigen genutzt. Bleibt die spannende Frage, wie eine ähnliche Studie vor 30 Jahren ausgesehen hätte, vielleicht ein eigener Walkman mit zehn Jahren? Und ein revolutionärer C64 mit zwölf? Durchaus denkbar.

Was die Studie auf jeden Fall zeigt: Das Internet ist aus dem ganz normalen Alltag von Kindern und Jugendlichen schon nicht mehr wegzudenken. Und weil diese Kinder und Jugendlichen die Erwachsenen von Morgen sind, wird das Internet auch in den kommenden Jahren ganz sicher nicht an Einfluss verlieren. Und „Neuland“ ist das Internet definitiv auch nicht mehr.